Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : M3 , Mentales Wrack , Sngst
Danke für eure ermutigenden Antworten, hab gar keine Benachrichtigung bekommen, sonst hätte ich mal eher vorbei geschaut.
Ich hab mein Examen jetzt hinter mir und bestanden und bin sehr froh, dass es vorbei ist, dachte mir am Abend vorm ersten Prüfungstag auch, dass ich keine Lust mehr habe mich tiefer mit den Themen zu beschäftigen, habe aber trotzdem ziemlich Panik bekommen, hätte nicht gedacht dass ich für sowas empfänglich bin, aber das Studium (bzw. wie ich mich währenddessen behandelt hab) hat mich einfach kaputt gemacht. Musste sehr um den Studienplatz kämpfen, weil ich in der Abivorbereitung einen Durchhänger hatte und wollte alles für den Studienabschluss geben, damit ich mich nicht wieder ärgern muss (zumal ich mitbekommen hab, wie in einer meiner Zielkliniken die Ärzte meinten, dass die Noten um dort zu arbeiten wichtig sind).
Hoffe wir kommen alle wieder gut im normalen Leben an und finden einen Weg in der Facharztweiterbildung entspannter zu bleiben. Genießt die Vorweihnachtszeit! :)
Glückwunsch von ganzen Herzen :)
PJ-Portalerin
11.12.2024, 14:37
Vielen Dank euch allen! :)
Bin so froh, dass wir trotz unserer Angst und dem Druck, den wir uns zum Teil selbst gemacht haben (aber beruhigend zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, die sich wegen ihres Abidurchhängers noch mehr Stress gemacht hat), hingegangen sind und es gut ausgegangen ist! Hoffe wir können den Stolz und die Freude noch genießen, bevor es in der Klinik losgeht.
Btw habt ihr schon eure erste Stelle oder hat noch jemand nicht mal Bewerbungen geschrieben bis jetzt?
anonymus02052025
02.01.2025, 17:02
Ich bin mir unsicher, meint ihr, man sollte es durchziehen mit M3 oder doch um ein Semester verschieben? Hätte Angst, dass das nicht klappt, will aber gerne damit fertig werden und anfangen zu arbeiten. Reicht die Zeit echt zum Lernen, wenn man wie gewohnt 20 Tage Fehlzeiten nimmt + die extra Tage je nachdem wann die eigene Prüfung ist? Ich wollte in den ersten 2 Tertialen mehr lernen, kam leider nicht dazu. Ich bin halt jemand, der total blöd dasteht wenn er etwas nicht weiß (Stress bei Nichtwissen kommt noch dazu), ich weiß, viele sagen man muss nicht alles wissen, aber viele philosophieren in der Prüfung trotz Nichtwissen einer Sache rum und machen so dennoch einen besseren Eindruck als nichts zu sagen
Wurde die Antwort darauf nicht schon sehr oft gegeben...?
Ich kann dein Gefühl sehr gut nachvollziehen.
Aber vertrau darauf, dass das klappen wird. Ich war auch misstrauisch und hatte Angst. Aber die 0,1 % durchfallquote werden Recht behalten. Solange du nicht vermittelst, dass du aktiv durchfallen möchtest, passiert das nicht. Ich habe auch erst nach dem pj angefangen. Mir ging es auch echt mies, aber geklappt hat es trotzdem mit einer 2. Also dont panic
anonymus02052025
02.01.2025, 19:35
Eine 4 wäre zwar extrem unschön (will ein Nischenfach machen), aber eher durchzufallen ist meine Angst, ich werde versuchen schon im dritten Tertial was nachzuholen, ist schon spät genug jetzt finde ich
Ich hatte auch immer vorgehabt im PJ zu lernen. Spätestens im 3. Tertial wollte ich mir immer mal wieder ein Fallbuch greifen, um ein paar Fälle durchzuarbeiten. So war mein Plan, da ich auch ein extremer Schisser bin und immer extrem Angst hatte durch das M3 zu fallen. Mit einer 4 wäre ich zwar super enttäuscht gewesen, aber der Gedanke daran durchzufallen, war der absolute Horror für mich. Na ja, Ende vom Lied war, dass ich im 3. Tertial (bei mir Innere) überhaupt GAR KEINE Zeit hatte, die Fälle durchzugehen. Ich kam relativ spät nach hause und war so groggy, dass ich einfach keine Lust hatte, noch irgendetwas anderes zu machen.
Ich habe dann auch die 20 Tage am Ende des Tertials genommen und das hat gereicht. Meine Prüfer wollten alle teilweise auch so einen fancy-Kram wissen, dass man das in den Fallbüchern gar nicht hätte nachlesen können. Von daher, würde ich dir raten, einfach etwas entspannter an die Sache zu gehen. Ist natürlich einfacher gesagt, als getan, aber lass es dir von Jemanden sagen, der ein absoluter Angsthase ist. Es ist machbar und du wirst es auch packen! Im Nachhinein ärgere ich mich über den Stress, den ich mir selbst gemacht habe, denn das war der Mühe/Energie nicht wert.
Also genieße dein letztes Tertial! Mit der Prüfung wirst du dich noch früh genug beschäftigen...
anonymus02052025
03.01.2025, 22:50
Bist du dann also mit ner 4 rausgekommen oder doch besser?
Ist dieser fancy Kram den die Prüfer hören wollen nur für ne 1 wichtig? Ich will vor allem nicht stottern wenn die einfachere Dinge abfragen, ich schaffe es natürlich nicht mehr, alles penibel ins Detail zu lernen. Ich weiß ja nicht mal, wo man diese Details findet, der eine sagt mir, ganz Amboss ist zu oberflächlich fürs M3, der andere sagt, Herold und Müller reichen gerade so aus😅
Ich hatte eine deutlich bessere Note als eine 4. Und ja, meistens ist der Fancy-Kram eher für die Note 1.
Im Nachhinein kann nur jeder Prüfling seine eigenen Erfahrungen machen. Jede Prüfung ist super individuell und teilweise auch von Zufall geprägt, sodass man nicht sagen kann, ob diese und jene Vorbereitung die beste ist. Die tollen Fallbücher/MEX haben sich beispielsweise für mich in der Vorbereitung leider nicht bewährt, für viele andere Prüflinge hingegen schon. Dafür war der Arzt-Modus von Amboss für mich goldwert. Das lag aber v. a. daran, dass sich fast alle meine Prüfer mit ziemlich speziellen Nischenthemen beschäftigen und diese z. T. auch in den alten Prüfungsprotokollen gefragt haben. Die Prüfungsprotokolle sind also sehr wichtig und waren für mich echt ein Gamechanger. Damit und mit Amboss habe ich mir dann z. B. Karteikarten erstellt und damit gelernt.
Also wie du siehst, jeder macht andere Erfahrungen. Es ist immer gut, sich Tipps von anderen einzuholen und sich die Bücher/Plattformen etc. mal anzuschauen. Du wirst dann schon feststellen, was dir persönlich weiterhilft. Bis dahin solltest du dir aber keine Gedanken darüber machen! Und alles penibel auswendig lernen ist doch auch gar nicht notwendig. Du hast 6 Jahre studiert.. mach dir keinen Kopf! Und stottern wird wahrscheinlich Jeder mal im Rahmen der Prüfung....
Lies dir doch mal den gesamten Thread durch! Das wird dich hoffentlich etwas beruhigen...
Manchmal reicht es auch einfach, logisch nachzudenken. Fast jeder verwendet irgendein ganz normales Standard-Vorbereitungsmaterial. Und fast niemand bekommt eine 4, fast niemand bekommt eine 5.
Was können wir daraus schließen, Andreas?
xenopus laevis
04.01.2025, 11:11
Du hast keine Chance dich perfekt vorzubereiten. Das dritte Staatsexamen ist gefühlt nur eine Gefahrenabwendung vom Volk. Hätte ich vorher mich ernsthaft mit den ganzen Büchern vorbereitet, dann wäre es in meinem Fall für die Katz gewesen. In meinem Fall wich der Chirurg sogar von seinem Fach (VCH) ab und fragte was komplett anderes, fast schon banales wie: Junger Mann stürzt über Lenkrad mit seinem E-Scooter. Hey, und was habe ich mir durchgelesen? Kolonkarcinom und Hernien. Du wirst mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine 1 oder 2 bekommen und wenn es richtig blöd läuft ne 3.
Schau dir die Statistik an und dann siehst du wie unbegründet deine Panik ist.
Das dritte Staatsexamen ist gefühlt nur eine Gefahrenabwendung vom Volk.
Also so ähnlich wie die Heilpraktikerüberprüfung des Gesundheitsamtes.
xenopus laevis
04.01.2025, 14:40
Mit dem Unterschied das dort sogar sehr viele durchfallen. :-oopss
Wer weiß vllt. dachten sie auch "boah ne sieht aus wie ein Idiot! Also fragen wir mal Sachen wie Borreliose (war sein Lieblingsthema) und Milzruptur ab um sie nicht nochmal sehen zu müssen".
Kampf-Muffin
05.01.2025, 22:34
Bist du dann also mit ner 4 rausgekommen oder doch besser?
Ist dieser fancy Kram den die Prüfer hören wollen nur für ne 1 wichtig? Ich will vor allem nicht stottern wenn die einfachere Dinge abfragen, ich schaffe es natürlich nicht mehr, alles penibel ins Detail zu lernen. Ich weiß ja nicht mal, wo man diese Details findet, der eine sagt mir, ganz Amboss ist zu oberflächlich fürs M3, der andere sagt, Herold und Müller reichen gerade so aus😅
Es kommt halt voll auf die Prüfer*innen an. Aber pauschal würde ich sagen: Fallbücher + Amboss sollten vom Niveau her prinzipiell reichen. Bei uns in der Prüfung war es eine Mischung aus nischigeren Sachen und Basics, wobei die nischigeren Themen anhand von Altprotokollen bzw. aus dem Klinikalltag auch in gewisser Weise vorhersehbar waren.
Es ist denke ich extremst unwahrscheinlich, dass dich jemand eine Tabelle runter sagen lässt ("nennen Sie mir mal bitte alle möglichen Chemotherapieschemata von Karzinom xy" oder sowas in der Art). Bei uns hatte das ganze eine gewisse Dynamik, natürlich sollte man ein paar Fakten kennen, aber in meiner Prüfung war es insgesamt schon mehr so, dass sie sehen wollten, dass man eine gewisse Struktur im Kopf hat, wie man mit Patient*innen in Sachen Diagnostik und Therapie vorgeht.
Wie gesagt, ich hatte selbst im Vorfeld Angst und fand die Prüfung auch nicht geschenkt. Aber man muss echt keine Panik haben und wenn man sich 20Tage frei nimmt, ist die Zeit selbst bei frühem Termin sicherlich ausreichend.
Scroll einfach mal in diesem Thread nach hinten, da wurde alles schon lang und breit diskutiert :)
anonymus02052025
08.01.2025, 17:51
Wie wichtig ist es, die Tertiale am gleichen Klinikum gemacht zu haben, wo man am Ende geprüft wird? Macht es einen schlechten Eindruck bei der Prüfung wenn man woanders PJ gemacht hat?
PJ-Portalerin
08.01.2025, 18:32
Wie wichtig ist es, die Tertiale am gleichen Klinikum gemacht zu haben, wo man am Ende geprüft wird? Macht es einen schlechten Eindruck bei der Prüfung wenn man woanders PJ gemacht hat?
Dann brauchst du dir keinen Stress wegen der Prüfung zu machen, dann fällst du eh durch.
Jetzt mal ehrlich, schau dir an, wie viele Leute durchfallen oder schlecht abschneiden und dann schau mal, an wie vielen Unis die Prüfungen alle zentral am Uniklinikum stattfinden und wo die entsprechenden Leute ihr PJ gemacht haben. So viele PJ-Plätze haben die Kliniken gar nicht.
Kampf-Muffin
09.01.2025, 13:56
Wie wichtig ist es, die Tertiale am gleichen Klinikum gemacht zu haben, wo man am Ende geprüft wird? Macht es einen schlechten Eindruck bei der Prüfung wenn man woanders PJ gemacht hat?
Warum sollte das denn einen schlechten Eindruck machen, hä? Denkst du die Prüfer*innen nehmen das irgendwie persönlich oder so?
Es kommen je nach Uni nichtmal alle Prüfer aus der Uniklinik. Ich habe Innere und Anästhesie-PJ in der Uniklinik gemacht und hatte in beiden Fächern Prüfer von Extern. Chirurgie-PJ habe ich im externen Haus gemacht und hatte einen Prüfer aus der Uniklinik. Keiner der Prüfer kam aus der Klinik, in der ich Chirurgie-PJ gemacht habe.
Geprüft wurden wir alle an der Uniklinik. Zwei meiner Prüfer bin ich im Laufe der Jahre noch mehrmals begegnet. Sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext. Beide wussten nicht mehr, dass sie mich mal geprüft haben.
Ich bin ja jetzt auch schon ein paar Jahre in der Uniklinik und arbeite auch viel mit Leuten zusammen, die M3 prüfen. Die kochen auch alle nur mit Wasser. Und meistens ist das für die auch nur ein lästiger Termin, die sie irgendwie in ihren Kalender quetschen müssen. Die machen sich nicht einen Gedanken mehr als nötig. Wir Assistenzärzte suchen die Patienten für die Prüfungen raus und sage den Prüfern kurz vor der Prüfung, wer diese Patienten sind. Und in der Regel wissen die Prüfer auch nur grob, was mit diesen Patienten so los ist.
Ich würde mich wundern wenn sie überhaupt wissen, wo die Prüflinge PJ gemacht haben. Die Leute, die in meiner Abteilung prüfen, haben nicht einmal nennenswerten Kontakt mit unseren eigenen PJlern.
Kampf-Muffin
10.01.2025, 07:23
Ich würde mich wundern wenn sie überhaupt wissen, wo die Prüflinge PJ gemacht haben. Die Leute, die in meiner Abteilung prüfen, haben nicht einmal nennenswerten Kontakt mit unseren eigenen PJlern.
Ganz genau. Ich hatte alle Tertiale an einem Haus gemacht, nur eine Oberärztin "kannte" mich, weil das halt meine allerletzte Rotation gewesen war. Der Prüfer in dessen Innere-Abteilung ich auch gewesen war, hatte sich meine Nase sicherlich nicht über ein halbes Jahr gemerkt.
Es ist wirklich egal, ich denke wenn die Prüfer fragen wo man PJ gemacht hat ist es für Smalltalk und vielleicht um abschätzen zu können, ob man bestimmte Dinge mal gesehen haben könnte oder nicht, fürs Gelingen ist das sicherlich alles nicht entscheidend.
anonymus02052025
23.04.2025, 22:53
Hat jemand die M3 Fälle von Amboss benutzt/gekauft und würde sie empfehlen?
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.