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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arzt ohne Staatsexamen?



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Tux
12.11.2008, 19:05
So eine Uniklinik ist ja auch nicht schwer zu Eröffnen.... Da das ja jeder Studienort deiner These nach kann, mach das doch irgendwo in Kooperation mit der Uni auf und lass dann alle Leute studieren, wie Du willst.

Du bist mir mit überspitzten Beiträgen in diesem Forum schon merhmals aufgefallen. Jedoch schiesst du immer wieder weit vorbei.

Zum Einen schrieb ich nie, dass es jeder Studienort kann, zum Anderen habe ich nicht die Berechtigung für solche Vorhaben.

Man sollte schon genau nehmen, was ich schreibe, und man sollte genauso nicht von einem Apfel fordern, nach Banane zu schmecken.

Ehemaliger User 05022011
12.11.2008, 19:32
Dabei sind viele Begriffe, die wiederum gerichtlich geklärt werden msüsten, etwa, was denn zumutbare Schranken sind



vorab: in deinen Grundaussagen stimme ich dir voll und ganz zu , aber mit dem hier hast du leider nicht recht,
genau das dürfen die Gerichte nicht nach dem was das Bundesverwaltungsgericht höchstrichterlich entschieden hat, die Gerichte haben das was der Staat/ das Land hinsichtlich Kapazität politisch entschieden hat zu akzeptieren - also vereinfacht gesagt, wenn ein Land meint jetzt erst mal alles Geld in die Vorschulerziehung und den STraßenbau zu stecken und weniger in die Uni's dann muss das hingenommen werden



sonst würden nicht so viele Klagen durchkommen.

das liegt daran, das die Gerichte feststellen, dass die von der Politik zur Verfügung gestellte Kapazität nicht richtig von den Uni's berechnet und somit ausgeschöpft wurde, also noch Plätze da sind, obwohl die Uni sagt : nein wir haben keine mehr, unsere Kapazität ist erschöpft

Autolyse
12.11.2008, 19:36
du glaubst also daran, dass es nur eine Namensänderung sein soll?
Nö, ich glaube nicht daran, dass der Bachelor im Medizinstudium nach drei Jahren enden wird, da es dann schlichtweg an der Berufsqualifikation mangelt und damit nicht dem Bolognaziel gerecht wird, mal ganz abgesehen davon, dass man damit die zeitlichen Vorgaben hinsichtlich der ärztlichen Ausbildung missachten würde.

Hier werden wieder Dinge hyperventiliert, die entbehren jeglicher Grundlage, ich fühl mich wie im Parlament bzw. im Ersatzparlament namens Anne Will und wie sie alle heißen.

Ehemaliger User 05022011
12.11.2008, 19:49
Nö, ich glaube nicht daran, dass der Bachelor im Medizinstudium nach drei Jahren enden wird, da es dann schlichtweg an der Berufsqualifikation mangelt und damit nicht dem Bolognaziel gerecht wird, mal ganz abgesehen davon, dass man damit die zeitlichen Vorgaben hinsichtlich der ärztlichen Ausbildung missachten würde.

Hier werden wieder Dinge hyperventiliert, die entbehren jeglicher Grundlage, ich fühl mich wie im Parlament bzw.Ersatzparlament namens Anne Will und wie sie alle heißen.

jetzt hab ich kurz überlegt, soll ich jetzt beleidigt sein ( ob deines Vorwurfes zu hyperventilieren) oder soll ich mich geehrt fühlen, wegen deiner Äußerung , dass unsere Meinungen fernsehreif wären - naja kann mich gerade nicht entscheiden , also lassen wir das

aber du hast schon recht, bis jetzt hat ja keiner gesagt, dass so ein Bachelor drei Jahre dauern soll, dass hab ich so angenommen, weil alle Bachelor jetzt drei Jahre gehen ( oder ist das auch falsch?)

die Farge, was so ein Bachelor bringen soll bleibt aber doch bestehen, denn wenn sie ihn genauso lange gehen lassen, wie jetzt das Med.studium dann hat das ja keinen Sinn und wäre doch nur am Ende eben nur eine Namensänderung, also muss diese Ausbildung doch kürzer sein ( ob nun drei, vier oder vier einhalb Jahre z.B. kann man mla dahingestellt lassen ) und also werden damit weniger gut ausgebildete Ärzte oder Hilfsärzte produziert, so und bei dem Gedanken darf man doch schon mal hyperventilieren oder?

Rene_Weller
12.11.2008, 19:52
Der Studiengang ander Uni Oldenburg wird schon im Zusammenspiel mit der Bundesärztekammer als Bachelor/Master eingeführt. Es wird sicher nicht dazu kommen, dass einer seinen Abschluss nach 6 Jahren da macht (egal ob dann als Bachelor oder Master) und dann keine Approbation erhält.

Die Bundesärztekammer erteilt aber keine Approbationen. Doch vielleicht übernehmen die Funktionäre der Kammer ja die frischgebackenen Bätschäla als Arzthelferinnen.

Tux
12.11.2008, 19:58
vorab: in deinen Grundaussagen stimme ich dir voll und ganz zu , aber mit dem hier hast du leider nicht recht,
genau das dürfen die Gerichte nicht nach dem was das Bundesverwaltungsgericht höchstrichterlich entschieden hat, die Gerichte haben das was der Staat/ das Land hinsichtlich Kapazität politisch entschieden hat zu akzeptieren - also vereinfacht gesagt, wenn ein Land meint jetzt erst mal alles Geld in die Vorschulerziehung und den STraßenbau zu stecken und weniger in die Uni's dann muss das hingenommen werden




das liegt daran, das die Gerichte feststellen, dass die von der Politik zur Verfügung gestellte Kapazität nicht richtig von den Uni's berechnet und somit ausgeschöpft wurde, also noch Plätze da sind, obwohl die Uni sagt : nein wir haben keine mehr, unsere Kapazität ist erschöpft


Was anderes meinte ich doch gar nicht! Sondern genau DAS, was du beschreibst :-)

Tux
12.11.2008, 20:03
Die Bundesärztekammer erteilt aber keine Approbationen. Doch vielleicht übernehmen die Funktionäre der Kammer ja die frischgebackenen Bätschäla als Arzthelferinnen.

Das wohl nicht, aber die wollen sich von dort enstprechende Ratschläge holen, damit dies so strukturiert wird, dass die Behörden dann auch annehmen. Zudem aht das eine qualitätssichernde Komponente bzgl. der Akkrediteirung.
Genauso wie Ingenieurstudiengänge beim VDI vorher nachfragen.
Man geht ja nicht gleich in die Höhle des Löwen :)

Tux
12.11.2008, 20:09
die Farge, was so ein Bachelor bringen soll bleibt

Mal vorher angemerkt: Es gibt auch 4jährige Bachelorstudiengänge

Ich denke, Bachelor und Master würden die Funktionen von der ersten und zweiten ärztlichen Prüfung übernehmen.

In diesem falle wäre Bachelor vielleicht kein wirklicher berufsqualifizeirender Abschluss. Oder hören hier einige nach der ersten Prüfung auf, um in die Wirtschaft zu gehen?

Ausnahmen scheint es immer wieder zu geben, warum also nicht einem Bachelor of Medicine die Berufsqualifizierung entziehen.

angelusmuc
12.11.2008, 20:11
und damit nicht dem Bolognaziel gerecht wird

man ist generell noch weit davon entfernt dem Bolognaziel gerecht zu werden.

Wobei manche Unis/Fakultäten diesen Trend sehr beherzt forcieren. :-dagegen

Ehemaliger User 05022011
12.11.2008, 20:18
Was anderes meinte ich doch gar nicht! Sondern genau DAS, was du beschreibst :-)

ach so, dann hab ich dich nur nicht ganz richtig verstanden

Strodti
12.11.2008, 20:20
Wichtig ist, dass die Umwandlung zu einem Bachelor-/Masterabschluss scheinbar politisch gewollt ist. Es ist an den Standesvertretern und Studierendenvertretungen diesen Prozess zu beeinflussen. Der BVMD ist hier die richtige Adresse, und auf der Homepage gibt es offizielle Stellungnahmen.

Eine (wenn auch ältere) Quelle kann ich noch dazufügen:
http://www.uni-oldenburg.de/presse/uni-info/2008/4/fotos/uni-info0408.pdf

Ehemaliger User 05022011
12.11.2008, 20:22
Mal vorher angemerkt: Es gibt auch 4jährige Bachelorstudiengänge

Ich denke, Bachelor und Master würden die Funktionen von der ersten und zweiten ärztlichen Prüfung übernehmen.

In diesem falle wäre Bachelor vielleicht kein wirklicher berufsqualifizeirender Abschluss. Oder hören hier einige nach der ersten Prüfung auf, um in die Wirtschaft zu gehen?
na vielleicht zur Krankenkasse als Sachbearbeiter


Ausnahmen scheint es immer wieder zu geben, warum also nicht einem Bachelor of Medicine die Berufsqualifizierung entziehen.

das versteh ich nicht, was meinst du hiermit oder hast du dich nur vertippt?

hypnose-kroete.de
12.11.2008, 20:45
Und so wie es aussieht, ist eine friedliche Koexistenz vom Bolonga-Prozess UND den Staatsexamina sehr gut möglich:



Vorreiter unter den EU-Ländern mit einem zweigestuften System sind Belgien, Dänemark, die Niederlande und Portugal. Hier können sich Mediziner bereits zum Bachelor (Portugal: Licentiate in Health Science; französischsprachige Gemeinschaft Belgiens: Candidat en Science Naturelles et Médicales) oder zum Master ausbilden lassen. Auch die Schweiz setzt inzwischen auf ein flexibles Curriculum. Das Staatsexamen ist hier aber weiterhin Voraussetzung für die Ausübung des Arztberufs. (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34217)

Strodti
12.11.2008, 20:57
Die wichtigste studentische Forderung muss deswegen sein, dass jedem Bachelorabsolventen die Möglichkeit zum Masterstudium garantiert sein muss, weil er als Bachelor-xyz nicht als Arzt tätig sein darf. Weiß jemand wie das in den Niederlanden läuft? Gibt es da entsprechende Garantien?

Hier nochmal die Position des BVMD:
http://bvmd.de/fileadmin/SCOME/Downloads/Positionspapiere_bvmd/Bachelor-Master-Struktur_in_der_Medizin.pdf

angelusmuc
12.11.2008, 21:11
Das ist ja ein ganz nettes Papier aber mal ganz ehrlich ich halte es für illusorisch diese Forderungen zu erreichen.

Das funktioniert ja nicht mal bei weniger komplexen Studiengängen.

Ein einheitliches Curriculum, Flexibilität, direkte Aufnahme des Masterstudiums *rofl*

Hellequin
12.11.2008, 21:13
Ich denke, Bachelor und Master würden die Funktionen von der ersten und zweiten ärztlichen Prüfung übernehmen.

Kann ich mir nicht vorstellen, das Bachelor und Master die Staatsexamen ersetzen. Dazu müsste man ja die AO abschaffen oder verändern. Und wenn man mal die letzte Änderung der AO als Masstab heranzieht, dann ist die verbleibende Zeit bis 2010 illusorisch.
Wird vermutlich auf eine paralelle Existenz hinauslaufen, so wie in dem Link von Hypno-Kroete beschrieben. Ist halt nur die Frage wann man den Schnitt zum Bachelor macht. 6 Sem, 8tes oder 10tes.
Die Sinnhaftigkeit von dem ganzen ist mir immer noch nicht so ganz klar. :-nix

Michael72
12.11.2008, 21:21
Macht Euch nichts vor, die B/M-Umstellung des Medizin-Studiengangs wird kommen. Und die Bachelor werden dann die Kodierassistenten.

Ausserdem hat neben der Uni Oldenburg auch die Charite bereits weit fortgeschrittene Pläne dazu.

Im Endeffekt können sich die Unis eh nicht wehren, Bologna wird umgesetzt werden und zwar für alle. Und was wir davon halten intressiert sowieso niemanden.

Aus dem Positionspapier der Charite:

Das Studium nach dem Modellcurriculum gliedert sich in einen ersten Abschnitt mit dreijährigem Umfang, einen zweiten Abschnitt von zwei Jahren Dauer und das Praktische Jahr (PJ).
Beide Abschnitte des Studiums werden auf ECTS-Basis absolviert, die Qualifikation zum Arzt erfolgt im Anschluss an das PJ durch erfolgreiche Teilnahme an der Ärztlichen Prüfung nach § 41 Abs. 1 AO ohne Teilnahme am 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Die Ausbildung erfolgt modular und kompetenzbasiert.

Flauta
12.11.2008, 21:22
Ein Master-Studiengang ist ja ein weiteres, offenes Studium, das meist aus unterschiedlichen Bachelors angegangen werden kann.
Dies stellt ja dann für die Medizin ein Problem dar, da dann juristische Balanceakte um Studienplätze aus unterschiedlichen // Bachelorstudiengängen losgetreten werden könnten.
Denke schon, dass dieser Studiengang einen anderen Status haben muss als gewöhnliche Studiengänge.
Peinlicherweise weiß ich jetzt nicht mal, wie das bei den neuen Lehramtsstudiengängen ist, die ja auch auch Bachelor-Master System wechseln müssen und auch vom Staat (auf Staatsexamen geprüft wurden/worden sind) und zugangsbeschränkt sind.

Autolyse
12.11.2008, 21:30
jetzt hab ich kurz überlegt, soll ich jetzt beleidigt sein ( ob deines Vorwurfes zu hyperventilieren) oder soll ich mich geehrt fühlen, wegen deiner Äußerung , dass unsere Meinungen fernsehreif wären - naja kann mich gerade nicht entscheiden , also lassen wir das
Damit war in erster Linie gemeint, dass ich Politiker verachte und in zweiter Linie, dass es den Trend gibt ungelegte Eier in Talkshows platt zu treten und Dinge zu hyperventilieren, die niemals zur Debatte stehen.

Unter Juristen sagt man sich, dass ein Blick ins Gesetz bei der Rechtsfindung hülfe, das ist hier ähnlich, das nimmt aber wie üblich kein Mensch zur Kenntnis, genauso wie in der Politik(bis das BVerfG das Gesetz verwirft), gerade auch in den beliebten Fernsehersatzparlamenten. D2005/36/EG ist da eindeutig.

hypnose-kroete.de
12.11.2008, 21:34
Die Sinnhaftigkeit von dem ganzen ist mir immer noch nicht so ganz klar. :-nix

Stichwort EU.

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