Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arzt-Gehalt
Hellequin
17.02.2006, 08:34
Die "Buschzulage" gibt´s dann wohl nicht mehr? :-nix
Die gabs noch nie für Ärzte. Da muss du schon Beamter in irgendeiner Verwaltung sein, damit dir sowas angedeiht.
"Buschzulage" im Osten gibt`s sehr wohl, will allerdings wie am Bazar ausverhandelt werden - freiwillig kommt Dir da keiner entgegen.
Und da der Osten ungerne ("freiwillig") mindestens Westgehalt bezahlt, sind da auch soviele Stellen frei. Ebenso wie die fehlenden Unterkünfte.
Übrigens: In Dessau brauchste Dich nicht bewerben, die haben (als Beispiel) zwar laufend Stellen frei, zahlen aber nichts über Osttarif und haben keine Unterkünfte. :-))
@Muriel:
Das beim BAT die Gehälter nicht nur mit Alter, sondern auch mit Dauer der Betriebszugehörigkeit stiegen, weisst Du schon, oder?
Meines Wissens ist man dadurch höchstens in eine andere Klasse gekommen. also von IIa nach Ib nach 6 Jahren als Assi oder so, meiner Meinung nach nich unbedingt der BRinger. Finde das System wie im TVÖD nur nach arbeitserfahrung ehrlich gesagt auch fairer als nach Alter. Wenns eben nicht auf einen Betrieb bezogen wäre.
Hellequin
17.02.2006, 12:59
Meines Wissens ist man dadurch höchstens in eine andere Klasse gekommen.
Nein, du bist im BAT innerhalb deiner Vergütungsgruppe geblieben.
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qqp/Verg-BAT-Euro.html
Nein, du bist im BAT innerhalb deiner Vergütungsgruppe geblieben.
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qqp/Verg-BAT-Euro.html
stimmt so nicht es geht um die vergütungsordnung:
http://paul.schubbi.org/bat/vo/1b.html
Zitat:
"13. Ärzte nach fünfjähriger ärztlicher Tätigkeit. " werden in Ib eingestuft.
Hellequin
17.02.2006, 13:51
"13. Ärzte nach fünfjähriger ärztlicher Tätigkeit. " werden in Ib eingestuft.
Was ja relativ identisch ist mit dem Abschluss des FA.
Ich glaub aber wir reden irgendwie über was anderes?! :-blush :-nix
Was ja relativ identisch ist mit dem Abschluss des FA.
Ich glaub aber wir reden irgendwie über was anderes?! :-blush :-nix
Es ging darum, dass GOMER, wenn ich es richtig verstanden habe, meint, dass man auch im BAT schon mehr verdiente nach Dienstzeit und incht nach Alter. Und das war meines Wissens nur insofern berücksichtigt als dass man nach 5 Jahren wie gesagt in BAT Ib eingestuft wird auch ohne Facharzt (ich kenne nicht wenige die nach 5 Jahren noch kein Facharzt sind). Das ist meines Wissens die einzige Dienstalters bezogene Gehaltsanpassung bei BAT.
Gibt die gleiche Regel dann auch für Fachärzte, dass die nach gewisser Zeit in BAT Ia aufsteigen.
Verzeiht bitte, wenn ich mich total vertue. Aber ich weiß es von den AVR und habe es auch vom BAT so in Erinnerung, daß das Gehalt innerhalb einer Gruppe, sowohl nach Alter, als auch nach Betriebszugehörigkeit, steigt.
Verzeiht bitte, wenn ich mich total vertue. Aber ich weiß es von den AVR und habe es auch vom BAT so in Erinnerung, daß das Gehalt innerhalb einer Gruppe, sowohl nach Alter, als auch nach Betriebszugehörigkeit, steigt.
Hm davon habe ich persönlich noch nich gehört und auch nirgend im BAT gefunden, ist aber auch egal, da er ja jetzt eh nicht mehr gilt. :-nix
Philipp1986
17.02.2006, 19:21
Auch mla interessante Zahlen:
http://www.dkgev.de/dkgev.php/cat/35/aid/1564/title/Einkommen+von+Klinik%E4rzten+21+Prozent+%FCber+dem +anderer+Akademiker+im+%F6ffentlichen+Dienst
Arbeiten die Chefärzte noch im "öffentlichen Dienst", wenn sie diese hohen Gehälter bekommen?
Hellequin
17.02.2006, 19:31
Arbeiten die Chefärzte noch im "öffentlichen Dienst", wenn sie diese hohen Gehälter bekommen?
Nö, die meisten sind verbeamtet.
Der Artikel ist aber zu geil. Ein Assistenzarzt verdient demnach im Durchschnitt über 3000€ netto und das bei "nur" 46h die Woche. Das geilste ist aber, das die das Referendariat in anderem Studiengängen mit dem AIP (und nicht dem PJ) gleichsetzen. Sprich deswegen verdienen Ärzte in dem Zeitraum 170% mehr als in diesen Studiengängen.
Ich glaub es ist Karneval! :-))
PhineasGage
17.02.2006, 20:09
Hm, kann man die wegen Rufmord und Beleidigung anzeigen?! Oder besser Torten schmeissen?!
Philipp1986
18.02.2006, 11:20
Auch die Zahlen der "deutschen Krankenhausgesellschaft" sprechen meiner Meinung nach dafür, dass das Einkommen von Ärzten etwas unter dem des durchschnittlichen Akademiker im öffentlichen Dienst liegt.
Zitat:
http://www.dkgev.de/dkgev.php/cat/35/aid/1564/title/Einkommen+von+Klinik%E4rzten+21+Prozent+%FCber+dem +anderer+Akademiker+im+%F6ffentlichen+Dienst
"Danach lag das Einkommensniveau aller Klinikärzte um 21,2 Prozent über dem der übrigen Akademiker im öffentlichen Dienst. Die wöchentliche Arbeitszeit der Krankenhausärzte lag mit durchschnittlich 46,1 Stunden 13,3 Prozent über der anderer Akademiker, die 40,7 Stunden arbeiteten. Die Einkommen der Klinikärzte lagen danach sowohl absolut als auch pro Stunde deutlich über dem Niveau der anderen Akademiker im öffentlichen Dienst."
Ich folgere:
1. Der relative Mehrverdienst liegt ca. 8% (21,2%-13,3%) höher als der des
Durchschnittsakademiker.
2. in 12,5 Jahren(12,5*8%) gleicht der Akademiker ein Jahr, in dem er länger
studiert hat aus.
3. In 24 Jahren hat er den Durchschnittsakademiker eingeholt, wenn er keine
Wartezeit hatte.
4. Das Geld wird in den jungen Jahren dringend bei Leuten benötigt, die eine
Praxis kaufen wollen und sich in einen Schuldenberg stürzen
Wenn du nach Wartezeit Medizin studierst bekommst du auf jeden Fall weniger Geld.
Natürlich kann man auch vieles anzweifeln was da steht. Meine INtentiion war es nur mal diesen Fall durchzuspielen...
Philipp1986
18.02.2006, 11:23
Ich hab noch eine Sache anzumerken:
5. Durch die höheren Jahresbruttoeinkommen werden Ärzte auch in höhere
Steuersätze eingestuft, was auch zu einer Minderung des Realeinkommens
gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst beiträgt.
Nö, die meisten sind verbeamtet.
Äh, Uni-Chefs sind aufgrund ihres Lehr-und Forschungsauftrags verbeamtet, der Uni-Ltd. OA (Extra-Ordinarius) auch, aber sonst is an der Uni niemand verbeamtet, Chefs an normalen Häusern sind Angestellte. Das "Wahnsinnsgehalt" eines Chef's resultiert ausschließlich aus dem Liquidationsrecht.
Thomas24
18.02.2006, 14:32
Nö, die meisten sind verbeamtet.
Der Artikel ist aber zu geil. Ein Assistenzarzt verdient demnach im Durchschnitt über 3000€ netto und das bei "nur" 46h die Woche. Das geilste ist aber, das die das Referendariat in anderem Studiengängen mit dem AIP (und nicht dem PJ) gleichsetzen. Sprich deswegen verdienen Ärzte in dem Zeitraum 170% mehr als in diesen Studiengängen.
Ich glaub es ist Karneval! :-))
Nee, dauert noch ein bischen zum Karneval :-D
Aber find den Artikel auch sehr geil... über 3000 € Nettoeinkommen- da sagt mein letzter Lohnzettel aber was ganz anderes ! :-blush
Ich denke mal, das die einfach den Lohnsumme aller Erfahrungsstufen genommen haben (vom Facharzt über OA bis Chef), und dann durch die Gesatmtzahl aller Ärzte geteilt haben. Geile Statistik.
Sollten wir auch mal machen: Summe des Alters aller Einwohner, geteilt durch die Einwohnerzahl = et voilá: alle Einwohner Deutschlands sind im Durchschnitt Mitte 40. Es gibt keine Kinder/ Jugendlichen mehr, und niemand ist so alt, das er Rente beziehen müsste... Die Rentenkasse ist gerettet.
:-keks
Hellequin
18.02.2006, 14:57
Äh, Uni-Chefs sind aufgrund ihres Lehr-und Forschungsauftrags verbeamtet, der Uni-Ltd. OA (Extra-Ordinarius) auch, aber sonst is an der Uni niemand verbeamtet, Chefs an normalen Häusern sind Angestellte. Das "Wahnsinnsgehalt" eines Chef's resultiert ausschließlich aus dem Liquidationsrecht.
Asche auf mein unwürdiges Haupt, du hast recht!:-blush
Das ganze Lernen macht einen noch ganz weich in der Birne. :-bee
Zum Thema Gehalt kann ich noch folgendes hinzufügen:
Habt ihr überhaupt bedacht, das in gut ein paar Jahren mindestens 20% eures potentiellen Gehalts für Anwaltskosten drauf gehen werden - "Krieg ich keine Heilung, verklag ich den Arzt" - ich glaub dieser Trend wird noch viel schlimmer in den nächsten Jahren....womit wir wieder weniger Geld haben *heul* :-lesen (ich hätte doch Jura machen sollen)
Medizin wird wahrscheinlich unweigerlich mit einer Juristischen Ausbildung gekoppelt werden MÜSSEN !!!!
(iss leider so bei den Patienten heutzutage.....................)
ich schließ mich test an.
Wär auch bereit die Assi zeit zu überdaueren bin aber auch der Meinung dass danach als Facharzt 80-100000 euro a faire Bezahlung wäre. So würd ma die ganze Arbeit schon in Kauf nehmen.
Ich finds eigentlich a Frechheit wo Ärzte heut gelandet sind. Ich mein vergleichts nur mal mit einer Apotheke: der Arzt hat eigentlich die Hauptarbeit am Patienten, überlegt die Diagnose, Trägt die Verantwortung, Überlegt die Medikation, Verschreibt das Passende Medikament und dann rennt der in die Apotheke und die tut nix anderes als schnell das Medikament über den Tisch schieben und macht schnell mehr Gewinn als der eigentliche Arzt. und das ist noch nicht alles: Als Apotheke kann man viel mehr Patienten bedienen als 1 Arzt. D.h. ich mach a Apotheke stell 3-4 Leute ein und schon bedien ich Patienten von 30 Ärzten. -> könnts euch ja mal überlegen wieviel bei sowas rausschauen müsst wenn man überlegt wie viel Apotheken überalle draufschlagen (30-40 % mindestens)
Außerdem jammern alle über hohe Arztrechnungen und dabei kostet schnell mal eine Mechanikerstunde (von irgendeinem Deppen der mit 15 mal schnell 3 Jahre Lehre gemacht hat) 50 Euro. Oder a Jahresservice für 1 Auto 300 Euro. Da find ich schon dass man als Arzt mit 12 Jahre Ausbildung (Studium + Facharzt) nach der Matura mal 200 - 400 Euro pro Stunde mindestens haben sollt (vor Spesen)
Hallo bei dir fangen die Menschen wohl erst beim Akademiker an?200-400 Euro die Stunde sind ja wohl eine bodenlose Frechheit !!!!Mit solchen Sprüchen wirst du sicherlich bei den Streiks nicht die Sympathie der Menschen erhalten !!!
:-blush
Ich hab gerade mal nach "Gehalt&Ärzte" gegooglet. Und was findetGoogle als Treffer Nr. 4? Diesen ML-Thread mit dem Titel "Arzt-gehalt".
Und worum geht es in diesen Thread? Natürlich um Lehrergehälter vs. Ärztegehälter und teilweise gravierend falsche Aussagen über Lehrergehälter: :-))
Okay, zur Ehrenrettung der ML-User muss ich allerdings auch sagen, dass einige der falschen Aussagen dann innerhalb des Threads von anderen Usern korrigiert worden sind.
Edit.:
[...]
Heute lese ich in der SZ, dass das Gehalt der Ärzte auf dem Niveau von Lehrer stagniere.
Damit wäre ich persönlich sehr zufrieden, weil Lehrer superviel verdienen. Ein verbeamteter Gymnasiallehrer verdient knapp 2900. Davon muss er noch ein bissel für die private Versicherung abziehen, [...]
Bei den Lehrern geht es aber mit den Gehaltserhöhungen noch munter weiter, sodass man scheinbar als Arzt in einer Klinik wohl niemals auf das Gehaltsniveau eines Lehrers kommt.[....] Da wird für Lehrer pauschal ein Gehalt von 2900 Euro/Monat genannt, von dem nur noch "ein bissel für die private Versicherung" wegginge.
Und dann wird noch behauptet, von diesen 2900 Euro aus ginge es "mit den Gehaltserhöhungen noch munter weiter".
Und so sieht die Wirklichkeit aus:
Gymnasiallehrer steigen nach dem Referendariat mit A13 ein und die Mehrzahl kommt niemals über A13 hinaus. Das war vor sehr langer Zeit mal anders. Damals ist früher oder später jeder nach A14 gekommen und kaum jemand (vielleicht auch niemand) in A13 geblieben. Das ist aber in einigen Bundesländern schon seit 20- 30 Jahren vorbei.
An meiner Schule ist von ca. 120 Lehrern einer in A16 (Cheffe), fünf sind in A15, ca. zehn sind in A14, der Rest (ca. 100 Kollegen) ist und bleibt in A13.
In der Besoldungsgruppe A13 gibt es die Stufen 3 bis 12:
Man fängt nach dem Referendariat mit Stufe 3 an (brutto ca. 37 000 Euro/Jahr ). Stufe 12 (brutto ca. 50 000 €/Jahr) erreicht man frühestens mit 53 Jahren.
Wer die einzelnen Intervalle sehen will: Guckst Du hier (http://paul.schubbi.org/beamte/vergleich.html)
Es gibt geringfügige Unterschiede zwischen den Besoldungsordnungen der einzelnen Bundesländer (z. B. bei Arbeitszeiten und Sonderzahlungen). Ich nehme hier exemplarisch die Besoldungsordnung für NRW.
A13, Stufe 3:
Jahres-Brutto: 37 364.94 €
Davon gehen weg:
Lohnsteuer bei Steuerklasse 1: 7 835,91 €/Jahr
PKV als relativ junger Lehrer: 2000 -3000 €/Jahr
Arbeitsmaterialien, Investitions- und Betriebskosten für häusliches Büro: 4000 - 6000 €/Jahr
Übrig bleiben: 21 529,03 bis 23 529,03 €/Jahr
umgerechnet auf Monate: 1794 bis 1958 €/Monat
A13, Stufe 12:
brutto Jahresgehalt: 50 523.11 €
Davon gehen weg:
Lohnsteuer bei Steuerklasse 1: 12 989,16 €/Jahr
PKV als relativ alter Lehrer: 3000 - 4000 €/Jahr
Arbeitsmaterialien, Investitions- und Betriebskosten für häusliches Büro: 4000 - 6000 €/Jahr
übrig bleiben: 27 534 bis 30 534 €/Jahr
umgerecht auf Monate: 2295 €/Monat bis 2544 €/Monat
Das sind die momentan aktuellen Zahlen für A13. Der Eingangsbeitrag dieses Threads, in dem 2900 Euro/Monat genannt werden, von dem nur noch "ein bissel für die private Versicherung" weggingen, stammt aus dem Jahr 2005, als die Gehälter noch etwas niedriger waren.
Fazit:
Im Eingangsbeitrag dieses Threads wird als Gymnasiallehrergehalt ein Betrag genannt, der für die meisten Gymnasiallehrer das maximal erreichbare Endgehalt nach Anzug der Lohnsteuer darstellt. Diesen Betrag als Ausgangspunkt für "munter weitergehende Gehaltssteigerungen" zu nennen, finde ich schon recht gewagt. :-))
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