PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : arztkinder outet euch



Seiten : 1 2 3 [4] 5 6

Kackbratze
13.12.2008, 15:18
Aso, nur ein Semester. Klang irgendwie nach mehr, deswegen die Befremdung.

Nach einem Semester ist ja kein Akt...

roger rekless
13.12.2008, 15:48
Mein Vater ist niedergelassener Kardiologe und macht auch noch Vorlesungen an der Uni als PD. Er hat mir nicht vom Studium abgeraten^^

LasseReinböng
13.12.2008, 16:03
Mein Vater war niedergelassener Dermatologe und hat mir nicht vom Studium abgeraten, auch wenn er seine Entscheidung, sich in Deutschland niedergelassen zu haben, rückblickend für den größten Fehler seines Lebens hält.

Der Arztberuf per se ist nicht so vermurkst, daß man damit niemals glücklich werden kann, man sollte sich imho nur nicht freiwillig an die Kette legen lassen und seine Seele komplett an ein Gesundheitssystem verkaufen.

facialis
14.12.2008, 11:36
Mein Vater ist Anästhesist und hat mir vom Studium nicht abgeraen, jedoch die negativen Seiten klar und deutlich aufgelistet. So nach dem Motto: das ist ein schöner Beruf, aber auf dich kommen "blood, sweat and tears" zu....
Da er im Krankenhaus tätig ist, kann ich nach dem Studium auch nix übernehmen...Also ich seh mich auf jeden Fall nicht als ein "arrogantes Arztkind", wie die Vorurteile oft lauten..... ich denke, dass eine typische Eigenschaft eines Medizinstudenten es nicht wie oft propagiert, Arroganz, Oberflächlichkeit und Prestigegeilheit ist, sondern die Fähigkeit, Telefonbücher zu verstehen und in kürzester Zeit auswendig zu lernen. Da is es auch egal, was für Eltern man hat.. :-meinung

übrigens finde ich die eingangsfrage etwas konfus gestellt, dass man sich als arztkind "outen" muss, das hört sich an, als wäre das etwas wofür man sich schämen sollte...

Kackbratze
14.12.2008, 13:57
Ist nur für das irgendwann folgende Progrom durch einen Troll wichtig.
Ausserdem ist es DAS Totschlagargument für andere Diskussionen und Threads, wenn die Meinung nicht passabel ist, kann man so die Leute direkt diskreditieren...

:-))

Meiner Meinung nach ist die Herkunft vollkommen unwichtig.
Wichtig ist, was man selber macht, schafft und tut.

Gibt ja auch keine Sippenhaft mehr in Deutschland. :-oopss

Linda.1001
14.12.2008, 14:02
ihr seht das alles viiiiel zu eng, ich sagte ja schon just 4 fun


und nun möge der Thread bitte wieder in der Versenkung verschwinden

rogerM
14.12.2008, 15:10
Meiner Meinung nach ist die Herkunft vollkommen unwichtig.
Wichtig ist, was man selber macht, schafft und tut.

Gibt ja auch keine Sippenhaft mehr in Deutschland. :-oopss


meiner erfahrung nach stimmt das nicht ganz spätestens wenn es dann um gute stellen geht oder promotion spielt vitamin b schon ab und an eine wichtige rolle.

flopipop
15.12.2008, 15:42
meiner erfahrung nach stimmt das nicht ganz spätestens wenn es dann um gute stellen geht oder promotion spielt vitamin b schon ab und an eine wichtige rolle.

naja, aber das sind dann nuancen....wenn man ein troll ist, dann ist man ein troll auch mit einem sack voll vitamin b.. )

Evista
03.01.2009, 22:31
Eltern fragen? Das ging ja schon nach der Grundschulzeit nicht mehr...

Dennoch glaub ich, dass man auch wenn die Eltern keine Ärzte sind oft fremdbestimmt entscheidet, weil das halt hoch angesehen ist und man das Gefühl hat, die Erzeuger stolz zu machen, damit sich ihre Investition auch lohnt.

Mittlerweile denke ich, dass jede Investition jedoch einen eigenbestimmten Kurs nehmen darf, ich meine wenn das sogar Aktien dürfen dann doch auch Menschen...oder?

Vielleicht sind Arztkinder sogar weniger fremdbestimmt, da ich mir vorstellen kann, dass man da immer Angst hätte, dies zu sein und es sich deshalb noch gründlicher überlegt, ob man das Fach wirklich machen will. Ein guter Indikator für die richtige Wahl ist es immer, dass einem egal ist, was andere dann denken könnten.

Anoulie
15.06.2012, 09:48
Meine Eltern sind auch keine Ärzte (oder Akademiker), aber mein Cousin ist Radiologie-Assistent und will auch Medizin studieren (scheitert noch am NC) und seine Freundin Krankenschwester und meine andere Cousine ist Arzthelferin... ich denke schon, dass mich das irgendwie beeinflusst hat bei der Entscheidung.

wjsl
15.06.2012, 13:30
Ist doch egal was die Eltern sind oder wie lange sie einem helfen können, Hauptsache sie bezahlen einem das Studium. Und was man halt sonst noch alles so braucht...

Colourful
15.06.2012, 14:12
Ist doch egal was die Eltern sind oder wie lange sie einem helfen können, Hauptsache sie bezahlen einem das Studium. Und was man halt sonst noch alles so braucht...

Wie schön, dass meine Eltern mich neben dem Studium immer schön arbeiten geschickt/schicken, mir nichts (sehr wenig) bezahlen und ich weiß, wie man einen Bafög-Antrag ausfüllt. Dadurch habe ich wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt erhalten und viele interessante Erfahrungen gesammelt.
(Und ja, das geht auch in Regelstudienzeit, mit fertig geschriebener Promotion und Pseudo-Leistungssport)

Manchmal wundert es mich schon, wie unterschiedlich da die Lebensentwürfe und Lebenseinstellungen sind.

M!coud
15.06.2012, 14:30
Wie schön, dass meine Eltern mich neben dem Studium immer schön arbeiten geschickt/schicken, mir nichts (sehr wenig) bezahlen und ich weiß, wie man einen Bafög-Antrag ausfüllt. Dadurch habe ich wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt erhalten und viele interessante Erfahrungen gesammelt.
(Und ja, das geht auch in Regelstudienzeit, mit fertig geschriebener Promotion und Pseudo-Leistungssport)

Manchmal wundert es mich schon, wie unterschiedlich da die Lebensentwürfe und Lebenseinstellungen sind.

Wie heißt das noch? "Ich war jung und dumm und brauchte das Geld." :-))
Gut vielleicht war "dumm" nicht Bestandteil des Zitats.

Kackbratze
15.06.2012, 15:14
In letzter Konsequenz hat jeder auf seine Weise Erfahrungen gesammelt. Klar, man kann es sicherlich auch anders formulieren, aber insgesamt muss jeder für sich selber den Erfolg und die Leistung sehen.

Ausserdem ist es keine Schande, wenn einem die Tür aufgehalten wird, schliesslich muss man trotzdem selber durchgehen, oder?

Kensington
15.06.2012, 16:50
Ist doch egal was die Eltern sind oder wie lange sie einem helfen können, Hauptsache sie bezahlen einem das Studium. Und was man halt sonst noch alles so braucht...

Zum Glück bist du nicht mein Kind. :-lesen

wjsl
15.06.2012, 18:02
Klar, Nebenjobs hat jeder, aber eine vernünftige DA und einigermaßen gute Noten schreiben ist meiner Meinung nach eben doch etwas schwer kompatibel mit einer Vollfinanzierung durch eigene Bemühungen. Irgendwo liegen die Kompromisse halt dann doch immer, und ich hasse Kompromisse.

Übrigens scheinen einige hier keinen Sinn für Humor zu haben, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Kackbratze
15.06.2012, 19:02
Du hasst Kompromisse?
Hast Du deine Eltern gezwungen, Dir dein Studium zu finanzieren oder warum haust Du hier so auf die Kacke?

Sei froh und dankbar, dass es bei Dir so gelaufen ist, bleib in deinem goldenen Käfig, wo gute Noten und Leistungen nur mit Mamas Kreditkarte möglich sind und versuche bitte deine Art von Humor woanders unterzubringen. Sowas könnte andere Leute sehr sauer machen.

Colourful
15.06.2012, 19:30
In der Tat!

wjsl - ich habe auch kein Problem damit, dass das bei dir so sehr gut läuft, ist nur nicht bei allen so und ich wage mal zu behaupten, dass andere Leute auch fähige Ärzte sind und werden, selbst, wenn sie sich das Studium selbst finanziert haben.
;-)

EVT
15.06.2012, 22:41
eltern sind verpflichtet, die erste ausbildung zu bezahlen. wenn sie es nicht können, bekommt man bafög.
man könnte den unterhalt sogar einklagen.
ganz ohne unterstützung stelle ich mir sehr schwierig vor, besonders in studiengängen, bei denen man kaum zeit zum arbeiten hat und es sehr auf die noten ankommt.

wjsl
15.06.2012, 22:52
Genau das meinte ich; mir stand kein Bafög zu(Vater verdiente zu viel), und ich arbeitete auch nebenbei als Hiwi und gab Nachhilfe. Aber ganz allein wäre es nicht gegangen; klar kenne ich Kommilitonen, die erst eine Ausbildung gemacht und deshalb ihre Ansprüche verloren hatten, alles selbst finanzierten (ohne Bafög übrigens, das ist ja auch eine Form der Subvention ohne Gegenleistung), aber die verloren auch Semester und konnten für das Studium gerade mal das notwendigste machen. Mag aber auch sein, dass es an unserer Uni nicht so viele Überflieger gab wie an euren, die alles auf einmal perfekt allein hinkriegen.
(P.S.: Außerdem wollte ich scherzhaft darauf anspielen, dass das Thema Ärztekinder schon ein wenig ausgelutscht ist, aber das scheint wohl nicht angekommen zu sein)