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das ist aber definitiv typsache und liegt nicht am finanziellen Background...
Absolute Arrhythmie
25.06.2012, 10:45
Ach ja, die Welt ist nicht gerecht, und für die meisten von uns ist das gut so. Klar hat es Vorteile wenn die finanziellen Mittel da sind, aber das andere bildet Charakter. Wobei einem nichts so sehr den Spaß an einer Sache verderben kann wie herauszufinden, dass es den Charakter bildet.
Hmm, irgendwie bilden deine Postings hier übers Forum verteilt ein ziemlich seltsames Bild von dir oO
myinspiration
29.06.2012, 10:44
Meine gesamte Familie waren Ärzte, oder hatten eben mit Ärtzten [Werbelink gelöscht] ich denke kann. Also sprich seit 4 Generationen ist es so, denn mein Urgroßvater war schon Kinderortophäde, meine Gorßmutter war Krankenschwester, mein Vater ist Chhirurg und ich studiere um ein Zahnarztstudium zu absolvieren.
Liebe Grüße
Ich habe keine Ärzte in der Familie, Akademiker sind meine Eltern allerdings, ihr Studium wurde aber nicht anerkannt als wir nach deutschland kamen und so haben sie sich anderweitig orientiert. Meine Großeltern väterlicher seits sind auch Akademiker, bei meiner Mutter war sie die erste die studieren gegangen ist.
Zu dem finanziert werden muss ich jetzt aber auch mal was sagen. Dieses "sie müssen es ja bezahlen" find ich doof. Ich bekomme kein Bafög, da meine Eltern auf dem Papier zu viel verdienen und sie schaffen es auch mich zu unterstützen, jedoch muss ich einen großteil selber aufbringen. Ich habe etwas angespart und wenn das weg ist, muss ich schauen wie ich zurecht komme (dh von anfang an eventuell jobben damit es reicht). Ich möchte aber auch überhaupt nicht, dass meine Eltern einen gewissen Lebensstandart finanzieren müssen. Ich würde mir ziemlich mies vorkommen, von meinen Eltern einen Urlaub bezahlt zu bekommen, da ich genau weiß, wie hart sie für ihr Geld arbeiten. Wenn ich mir was gönnen möchte schaue ich definitiv selbst, wie ich das Geld dafür zusammen bekomm.
Kretschmann
01.07.2012, 03:43
Mein leiblicher Vater kam aus dem tiefsten Anatolien und ist mit 25 nach Deutschland emigriert. Nach der Scheidung lernte meine Mutter einen Zahnarzt kennen, meinen "Stiefvater". So gesehen bin ich Sohn eines Arztes. Sowohl die Erziehung als auch das Umfeld meines Vaters ( Akademiker ) haben mich bei meiner Wahl, Arzt zu werden stark beeinflusst. Trotz alledem kommen mir gelegentlich Zweifel, ob ich intelligent genug bin, um ein Medizin Studium zu absolvieren. Mütterlich als auch väterlich, bin ich der erste, der studiert. Und die ganze 1,0 Propaganda an allen deutschen Universitäten bekräftigt das, leider.
locumo123
01.07.2012, 13:00
Mein leiblicher Vater kam aus dem tiefsten Anatolien und ist mit 25 nach Deutschland emigriert. Nach der Scheidung lernte meine Mutter einen Zahnarzt kennen, meinen "Stiefvater". So gesehen bin ich Sohn eines Arztes. Sowohl die Erziehung als auch das Umfeld meines Vaters ( Akademiker ) haben mich bei meiner Wahl, Arzt zu werden stark beeinflusst.
Trotz alledem kommen mir gelegentlich Zweifel, ob ich intelligent genug bin, um ein Medizin Studium zu absolvieren. Mütterlich als auch väterlich, bin ich der erste, der studiert. Und die ganze 1,0 Propaganda an allen deutschen Universitäten bekräftigt das, leider.
Ich finde es immer wieder schade, wie viele sich runterziehen lassen. Bin zu blöd dafür? Nur hoch intelligente Leute dürfen Medizin studieren. Warum ich nicht?
Nein die Zulassung hat nichts mit Intelligenz zu tun, denn den NC wird nicht von irgeneindem Hochleistungsrechner generiert, sondern der entsteht durch die Anzahl der Plätze und Bewerber. Nächstes Jahr könnte der NC bei den Unis bei 3,0 liegen. Und dann kann man in der Schule eine ruhige Kugel schieben und man bekommt trotzdem einen Platz. Wie man sich dann im Studium verhält, ist individuell.
Wer weiß. Wirtschaftliche Situation in Deutschland wird immer schlechter, da die Exportwirtschaft in den letzten Monaten eingebrochen ist und diese ein wichtiger Stützpfeiler unserer Wirtschaft ist. Und dann kommt noch die Fiskalunion dazu. Und somit sich dann viele ein Studium nicht mehr leisten können.
In den letzten Jahren wurde viel Propaganda gemacht, da der Arztberuf ein krisensicherer Job sei. Dann kommt noch hinzu, dass es auch Leute gibt, die es aus Prestigegründen machen und nicht der Wissenschaft zu liebe. Andere gehen dann doch in die Forschung, aber diesen Leuten rate ich, dass sie molekulare Medizin oder ähnliches studieren sollten.
Lass den Kopf nicht hängen. Wenn dein Wille da ist, dann findest auch du einen Weg.
:-meinung
Ich bin die erste aus meiner Familie die studieren geht. (Mein Bruder dann nach mir) Meine Eltern, Großeltern etc sind alles Arbeiter, haben auch kein Abitur. Meine Eltern haben damals so gut es geht versucht uns eine gute Schulbildung zu geben, wollten dass wir es einmal besser haben als sie und haben sich den ***** abegspart damit wir auf eine Privatschule gehen konnte. (Ob es jetzt von Vorteil war, weiß ich nicht, aber ich habe meine Schule immer geliebt)
Das Studium finanziern können Sie uns bei weitem nicht, ab und an mal zugticket nach Hause bezahlen, das wars dann aber auch schon. Zu Beginn des Studiums bin ich so bei einem Studienkredit gelandet, mit dem Resultat, dass ich (auf Grund von nicht geschafften Klausuren/Physikum) seit dem Physikum verschuldet bin und diesen sogar schon zurückzahlen muss.
Seit der Klinik jobbe ich so nebenbei...zeitweise hatte ich drei Jobs gleichzeitig um Leben zu können....es geht, aber es kotzt mich manchmal wahnsinnig an....da einfach ein großer Neidfaktor dabei ist. Wenn man bei mir in der Uni auch nur erwähnt das man nebenbei arbeitet, dann bekommt man von einigen nur große Augen und Sätze wie "aber doch nur um dir mal nen vernünftigen Urlaub leisten zu können".....aäh nein, im Urlaub war ich schon seit 6 Jahren nicht mehr :)
Um mich herrum fast nur Studenten aus Ärzte oder Akademikerfamilien. Selten mal welche ohne "angenmessene" Hintergrund. Ich verurteile sie nicht, gebe aber zu, dass ich neidisch bin. Neidisch darauf, den Kopf nur für Uni und Doktorarbeit frei haben zu können....neidisch darauf jede Semesterferien ein anderes Land besuchen zu können.
Aber schaffen tue ich es trotzdem. Nächstes Jahr gehts ins PJ und dafür eine Lösung zu suchen ist sehr schwer, da ich keinerlei Lust habe mir die Examensphase von Jobs verderben zu lassen. Aber eine geeignete Lösung habe ich noch nicht gefunden.
Ob ich deswegen jetzt besser bin oder mich mehr entwickelt habe? Ich denke nicht...manchmal habe ich nur das Gefühl, dass ich Geld ein bisschen mehr schätze :D
soviel zu meinem Bescheidenen Dasein.
Sobal ich dann endlich Ärztin bin, wird das Geld rausgeschmissen ;)
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