Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : abtreibung bei behinderung?
1) ich würde ein eigenes pränatal als behindert bezeichnetes Kind abtreiben lassen. Man kann hier geteilter Meinung sein. Meines Erachtens ist das eine persönliche Frage und es sollte die Selbstbestimmung der Eltern gelten, die ja schliesslich davon betroffen sind. Es gibt kein richtig und falsch. Stopp der ideologischen Verbrämmung dieser Frage.
2) ich möchte mir kein Leben mit einem behinderten Kind vorstellen. (Was eigentlich keine Aussage darüber macht, wie es dann gesetzten Falles wäre, das kann man nicht vorhersagen. Erstens kommt alles anders und zweites als du denkst).
3) ich würde Abtreibungen durchführen - ohne schlaflose Nächte.
4) gehört diese Diskussion in die 70er Jahre
5) bin ich für die pränatale Diagnostik.
6) bin ich für die prä-Implantationsdiagnostik, weil diese einer Abtreibung vorbeugen kann und Leid erspart.
@Leggo1
Ich stimm dir in allen Punkten zu, jedoch nicht das diese Diskussion unzeitgemäß sei.
Grad in der Frage des Tötens ungeborenen Lebens ist dauernde Diskussion notwendig!
Wie sieht das eigentlich aus? Gibt es nicht bei Abtreibungen einen Ethikrat der darüber entscheidet ob eine Abtreibung durchgeführt wird oder nicht?
Oder gilt das nur für Abtreibungen in späten Schwangerschaften durchgeführt werden sollen?
im aerzteblatt heisst es hierzu:
Paragraph 218 des Strafgesetzbuchs läßt seit 1995 bei medizinischer Indikation Schwangerschaftsabbrüche ohne zeitliche Begrenzung zu. Das heißt, stellt der Arzt fest, daß die Mutter physisch oder psychisch durch die Schwangerschaft schwerwiegend beeinträchtigt ist, kann eine Abtreibung bis zum Tag vor der Geburt vorgenommen werden. Zur Erinnerung: Eine frühere Fassung des Paragraphen 218 hatte bei embryopathischer Indikation - bei einer schweren Schädigung des Ungeborenen - eine Abtreibung nur bis zur 22. Woche erlaubt.
brav die quelle dazu (http://www.aerztezeitung.de/docs/1998/11/27/217a0203.asp?cat=)
@Leggo1
Ich stimm dir in allen Punkten zu, jedoch nicht das diese Diskussion unzeitgemäß sei.
Grad in der Frage des Tötens ungeborenen Lebens ist dauernde Diskussion notwendig!
Wie sieht das eigentlich aus? Gibt es nicht bei Abtreibungen einen Ethikrat der darüber entscheidet ob eine Abtreibung durchgeführt wird oder nicht?
Oder gilt das nur für Abtreibungen in späten Schwangerschaften durchgeführt werden sollen?
Klar diese Fragen muss sich jeder Arzt mal ganz genau überlegen. Heute wie in den 70er schon...
Aber die politische Diskussion darüber ist meines Erachtens passé, das Recht auf Abtreibung unter den genannten Voraussetzungen steht der Mutter/ den Eltern zu.
Leelaacoo
13.08.2005, 13:05
Ich hab dazu eine etwas pragmatische Meinung...vielleicht, weil man immer denkt, man selbst könne nicht betroffen sein...aber das ist ja schließlich Lebensrisiko.
Ich denke, die Medizin und die Gesellschaft ist in der Lage, Leben zu erhalten, das von Natur aus und in früheren Jahrhunderten und selbst Jahrzehnten nicht möglich gewesen wäre. Sie hat damit aber auch Verantwortung übernommen, die früher eben bei "Gott" oder sonstigen Zufällen und Einflüssen lag.
Die Verantwortung gilt aber auch dann für die Entscheidung, was man zulässt...sie ist ja nicht einseitig. Wenn man verantwortung für das Leben übernimmt, übernimmt man sie auch für die Entscheidung dagegen.
Zu sagen, heute kann man vielen Kindern mit sehr schweren Behinderungen ein Leben ermöglichen (egal, welches) und dann zu sagen, daß es dabei bleiben muss, weil es unethisch wäre, auch dagegen entscheiden zu können, halte ich für naiv. Schließlich hatte "Gott" oder sonstwer früher nichts dagegen, daß ein Kind nach der Geburt an schweren Behinderungen verstarb, aber heute soll das laut Religionsführern und anderen politisch korrekten Menschen auf einmal Sünde sein??? (ist jetzt krass formuliert, ist aber doch so)
Das ist eben die Kehrseite der "Macht"...die Bürde, die man auch als Arzt tragen sollte und tragen muss...sich einfach zu weigern halte ich für extrem schwierig und auch etwas feige...
Ich würde ein Kind nicht bekommen, von dem ich weiß, daß es schwer behindert zur Welt kommen wird (und ja, dazu zählt für mich auch die Trisomie 21, die ja eine extrem große Variationsbreite hat)...die Frage ist nur, ob ich auch alles dafür täte, um es rauszufinden...das kann ich noch nicht beantworten...ich würde mich wohl rein auf US-Untersuchungen beschränken.
Wenn es dann doch ein behindertes Kind sein sollte (ob unerkannt oder durch Asphyxie bei der geburt), dann würde ich damit leben und leben können...lieben tut man seine Kiddies trotzdem.
Aber in voller Absicht, wissend um die Möglichkeit, das es nicht sein müsste???
Das würde ich nicht schaffen, auch um des Kindes willen. So denke ich, jedem seine Meinung.
Im übrigen sollten alle darüber nachdenken, daß jede Pille danach und eigentlich jede IUP dauernd Abtreibungen produzieren...ist das auch verwerflich?
Und wieviel Männer bleiben denn tatsächlich bei ihrer Familie, wenn ein behindertes Kind kommt? Vorher kann man groß tönen, aber danach?
Und ich würde mir auch nicht anmaßen, eine Frau wegzuschicken, die eben diese Befürchtungen hat.
Dürft ruhig auf mich eindreschen :-oopss
LG Lee (die sich immer noch aufregt, daß Abtreibung illegal ist...nur eben straffrei...das ist so pervers)
Um die rechtliche Frage geht es auch hier nicht. Der ethische Aspekt ist hier gefragt!!
@Leggo1: Was würdest Du denn machen, wenn Dein geborenes Kind im Alter von ein paar Jahren durch einen Unfall schwerst mehrfachbehindert ist? Umtauschen? Oder vielleicht weggeben oder.... ???
@ w: dein einwand beruehrt die frage, ob ungeborenes leben (z.b. in der 11 ssw) mit geborenem gleich zu setzen ist. und das willst du doch nicht bejahen, oder?
ehemalige Userin 24092013
13.08.2005, 13:13
Und geborenes Leben weggeben/umtauschen, war hier net gefragt.
Dann könnte es man noch weiterspielen und fragen: "Gebt ihr eure schwer erkrankten Eltern in ein Pflegeheim, statt sie selber zu pflegen?"
Leelaacoo
13.08.2005, 13:18
Lieber W, was willst du denn auf diese Frage hin hören?
Das ist ja eine Unterstellung, die eigentlich garnichts mit dem Thema zu tun hat, oder? Leggo hat ja gesagt, das man das Leben nicht kalkulieren kann...und keiner will ein Kind "umtauschen", wenn so etwas geschieht...so ein Quark.
Aber das ist eben oft das Totschlagargument von Abtreibungsgegenern...was wäre wenn...aha...du böse, ich gut...einfache Weltsicht ist das!
Klar, alle, die pro-Abtreibung sind, erschlagen ihre lebenden Kinder, wenn diese mal im späteren Leben einen defekt zeigen, oder wie siehst du das? :-(
Das ist dann keine sachliche Auseinandersetzung mehr, wenn man so was in den Raum wirft, sondern Polemik.
LG Lee
Sorpresa
13.08.2005, 14:11
Weitere Frage: Würdet ihr vorgeburtlich eine Chorionzottenbiopsie oder eine Amnioncentese machen lassen? Das Risiko, dadurch eine Fehlgeburt auszulösen ist meines Wissens in etwa so groß, wie die Wahrscheinlichkeit, dass ein pathologischer Chromosomenbefund bei dieser Unteruchung herauskommt.
also ich würde es sicher machen lassen, wenn bei der US-untersuchung etwas suspekt ist. das risiko bei der amniozentese, dass komplikationen auftreten liegt unter 1%. auch wenn eine biopsie notwendig wäre würde ich das tun (auch wenns etwas risikoreicher ist). stell dir mal die lage der mutter vor, die weiß, im US war was nicht in ordnung, sie würde sich bis zum ende der geburt fragen, was denn nun ist, sich ständig sorgen machen und könnte ihre schwangerschaft in dem falle nicht genießen.
zu der frage ob ich eine abtreibung vornehmen würde: ja, entscheidet man sich für eine fachrichtung wie gynäkologie, muss man sich im klaren sein, dass das dazugehört, ob man es nun gern macht ist die andere frage. ein gynäkologe hat mir mal gesagt: "ich hasse es, aber ich kann es nicht ablehnen, weil es 1. unkollegial ist und 2. man eben nicht nur die "angenehmeren" dinge machen kann." die entscheidung der jeweiligen frau ist dann sicher gut überdacht und sie wird ihre gründe haben. man kann keine frau verurteilen, weil sie das macht. dazu gehört immernoch ein ausführliches beratungsgespräch und ich glaube auch nicht, dass diese entscheidung leicht fällt, da kommen vorwürfe von außen schlecht.
zu mir: ich könnte mir nicht vorstellen ein kind zu bekommen, wenn ich genau weiß, dass es behindert ist. auch bei der trisomie 21. allerdings war ich noch nie in so einer situation und kann deshalb auch nur bedingt mitreden. aber die belastung der eltern ist sehr sehr groß. einer müsste wahrscheinlich den beruf aufgeben. eventuelle geschwister kommen zu kurz. man muss sich wirklich im klaren sein, dass man für das kind immer dasein muss. egal was kommt. ganz zu schweigen von einer belastung für die partnerschaft. sicher kann das kind sehr viel freude haben und auch bereiten. aber wenn ich die wahl hätte, ich würde mich wohl auch eher dagegen entscheiden.
Um die rechtliche Frage geht es auch hier nicht. Der ethische Aspekt ist hier gefragt!!
@Leggo1: Was würdest Du denn machen, wenn Dein geborenes Kind im Alter von ein paar Jahren durch einen Unfall schwerst mehrfachbehindert ist? Umtauschen? Oder vielleicht weggeben oder.... ???
Haha :-( Der Vergleich hinkt. Selbstverständlich würde ich es nicht verstossen.
Wir haben nun mal die Möglichkeit frühzeitig festzustellen, ob eine werdende Mutter ein Kind mit Krankheit XY bekommt oder nicht. Und wer wir das wissen, so haben wir nun mal die Möglichkeit der Abtreibung. Der Rest ist eine persönliche Entscheidung. Ist es zumutbar, der werdenden Mutter dieses Recht auf Selbstbestimmung zu entziehen? Sie dazu zu zwingen, das Kind auszutragen? Diese Fragen wurden gesellschaftlich mit einem Nein beantwortet.
Ist es nun ein Fluch oder ein Segen, dass es Abtreibung und Pränataldiagnostik gibt? Wiederum - es gibt keinen Zwang disese Instrumente zu gebrauchen - ebenso keine Verbote. Die medizinisch-technischen Möglichkeiten der Medizin zugunsten der Verbesserung der Lebensqualität aber auch des Überlebens von Menschen mit einer Behinderung von Geburtes wegen sind in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Gleichzeitig hat die Pränataldiagnostik Fortschritte gemacht. Was auch immer die Entscheidung ist - für oder gegen das kranke Kind. Der Verlauf ist kein natürlicher - sondern ein anthropologischer. Die Entscheidung über Tod und Leben liegt in jedem Fall in Menschenhand.
Ich finde es ist einfach falsch, wenn die Gesellschaft beschliesst, welches Schicksal eine Kleinfamilie erleiden soll! Aber bitte, dann verdrücken sich Abtreibungswillige wieder auf dubiöse irische Kreuzfahrtschiffe zwecks illegaler Abtreibuung oder noch schlimmeres...
Wieso eigentlich ist die Abtreibung eines Kindes mit Phokomyelie ein Akt gegen alle Behinderten und deren Angehörige?? Heisst das denn - wenn man Abtreibungen befürwortet - das man ein notorischer Behindertenhasser ist? Das war doch nun wirklich blanker Unsinn!
Um die rechtliche Frage geht es auch hier nicht. Der ethische Aspekt ist hier gefragt!!
@Leggo1: Was würdest Du denn machen, wenn Dein geborenes Kind im Alter von ein paar Jahren durch einen Unfall schwerst mehrfachbehindert ist? Umtauschen? Oder vielleicht weggeben oder.... ???
Und nochmals, nein man kann sich nicht vor jedem Schicksal verschliessen. Aber das heisst noch lange nicht, dass man es dort nicht machen darf, wo es möglich ist.
Feuerblick
13.08.2005, 14:27
Meines Erachtens hat das Eine nichts mit dem Anderen zu tun. Im Falle einer möglichen Abtreibung weiß ich im voraus, daß etwas nicht in Ordnung ist und daß aus diesem Grunde viele Probleme und Belastungen für alle Beteiligten ins Haus stehen. Im Fall eines schweren Unfalls oder einer Krankheit kann ich im voraus das Geschehen nicht verhindern. Ich habe keine Möglichkeit, im voraus zu entscheiden, ob ich dem gewachsen bin oder nicht. Also nimmt man es an.
Aber daraus den Schluß zu ziehen "Wer ungeborenes Leben abtreibt ,der kommt auch nicht damit klar, wenn das eigene Kind später schwer pflegebedürftig wird" ist einfach nicht in Ordnung. Da vergleichst du Äpfel mit Birnen.
@Lee: So sehe ich das auch. Wenn ich mich einerseits darüber freue, was die Medizin alles möglich macht, dann muss ich auch die andere Seite sehen und mich fragen, ob etwas gut ist, nur weil es möglich ist.
Der Vergleich mag vielleicht hinken, aber wieso rechtfertigt es pränatal eine Tötung=Abtreibung und postnatal nicht?
Und nochmal: Ich habe nirgendwo missioniert oder will andere Leute dazu zwingen mit einem behinderten Kind leben zu müssen. Das hier ist ein Diskussionsforum und ich bin klar gegen eine Abtreibung behinderter Kinder. Fakt, Ende.
Feuerblick
13.08.2005, 14:35
Der Vergleich mag vielleicht hinken, aber wieso rechtfertigt es pränatal eine Tötung=Abtreibung und postnatal nicht?
Das fragst du jetzt aber nicht wirklich, oder?? Und wieder die alte Frage: Wann genau "lebt" das Kind? Wann also ist es "Tötung" im engeren Sinne und wann nicht?
Das fragst du jetzt aber nicht wirklich, oder?? Und wieder die alte Frage: Wann genau "lebt" das Kind? Wann also ist es "Tötung" im engeren Sinne und wann nicht?
wieso nicht?
manchmal provoziert der W auch gerne ein klein wenig :-))
Der Vergleich mag vielleicht hinken, aber wieso rechtfertigt es pränatal eine Tötung=Abtreibung und postnatal nicht?.
Eine vieldiskutierte Frage. Nix neues im Westen - es ist eine wichtige Frage, die immer wieder diskutiert werden muss...
Ok, es ist eine Tötung. Und die Verwendung eines Kondoms ist übrigens demnach eine Art Semi-Tötung - jedenfalls verhindert diese genauso die Entstehung von neuem Leben. Deshalb ist der Papst ja auch gegen beides..... (der Leser möge die leise Ironie erkennen).
Aber zurück zur Frage. Ab wann diese Tötung gerechtfertigt ist und weshalb, diese Frage wird letztlich willkürlich beantwortet. Entweder kann man damit leben oder nicht. Das hier ist ein interessantes Zitat:
Wenn wir den Tod eines Patienten feststellen um denjenigen Zeitpunkt auszumachen, an dem wir Hoffnungen aufgeben und die medizinischen Bemühungen einstellen, dann haben wir den Zeitpunkt bestimmt, an dem keine Umkehr mehr gibt. Wir können ihn nicht wieder zum Leben erwecken. Zumindest sind wir wissenschaftlich von dieser Tatsache überzeugt. Wenn wir jedoch Gehirnströme eines Embryo nachweisen, so zeigt uns dies keinen besonders kritischen Punkt in der Lebensentwicklung an. Die befruchtete Zygote und der Embryo mit Gehirnströmen haben dasselbe Potential sich zu einem gesunden Individuum zu entwickeln. Die Abtreibung beendet dieses Potential. Dazu brauchen wir uns an keinerlei medizinische Fakten oder Entwicklungsstufen zu klammern. Was im Zellhaufen, Embryo, Kleinkind (=geborenes Leben sic!) vorgeht, können wir nur ungenügend beurteilen. Die Zeitpunkte nach denen wir eine Abtreibung als zulässig betrachten richten sich einzig nach dem Empfinden von Erwachsenen, bzw. nach dem inwiefern wir fähig wären eine Beziehung zu dem "Ding" das wir abtreiben aufzubauen. Der Zeitpunkt ist also absolut willkürlich. .....
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airmaria
13.08.2005, 15:36
Prinzipiell denke ich, dass dies eine Frage ist, die man unter Umständen im Vorfeld als unbeteiligter völlig anders beantwortet, als wenn man dann irgendwann konkret betroffen ist.
Für mich könnte ich mir vorstellen, ab einem gewissen Schweregrad und einer entsprechenden Prognose eine Abtreibung zu befürworten.
(nur Diskussionsbeispiel: Debilität + durchschnittliche Lebenserwatung 2 Jahre + diverse notwendige apparative lebenserhaltende Unterstützungsmassnahmen erforderlich... mit zusätzlich hohem Risiko für die Mutter durch die Schwangerschaft... usw).
Ob das ethisch korrekt ist? Ich finde es nicht unethischer, als die tägliche Entscheidung über REA ja oder nein.
"Mary" airmaria
Abtreibung behinderter Kinder? Ja. Wenn die Behidnerung schwerwiegend ist, würde ich das tun, denke ich. Zumindest schließe ich es zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollkommen aus. Bei Trisomie 21 würde ich mich vielleicht gegen eine Abtreibung entscheiden, aber bei schwerwiegenderen Sachen...
Ich kann Fire's Meinung nachvollziehen, dass man sich fragt, ob ein solches Leben lebenswert ist. Damit würde man zwar für einen anderen Menschen über dessen Leben entscheiden - aber ich entscheide ja auch, ob ich überhaupt ein Kind in die Welt setzen oder nicht. Und im Falle eines Kindes geht es nun mal nicht nur um ein Leben, sondern auch um meins, das meines Partners, der Familie, etc.
ehemalige Userin 24092013
13.08.2005, 22:11
Der ethische Aspekt ist hier gefragt!!
Ist es etwa ethisch, wenn ich das Kind behalte, obwohl ich es nicht will.
Ist es ethisch, wenn ich dieses Kind dann mein Leben lang ansehe ( je nach eigenem Überforderungsgrad ) und mir denke: " Ach hätte ich dich nie bekommen!!!" und das alles noch aufs Kind übertrage?
Oder ist es ethisch, wenn ich ich aufgrund mangelnder Kraft und eben wegen Überforderung und ja am Ende vielleicht auch Abneigung gegenüber dem Kind, dieses dann in ein Behindertenheim gebe und mich nie wieder blicken lasse?
Ist es etwa ethisch, wenn ich das Kind behalte, obwohl ich es nicht will.
Ist es ethisch, wenn ich dieses Kind dann mein Leben lang ansehe ( je nach eigenem Überforderungsgrad ) und mir denke: " Ach hätte ich dich nie bekommen!!!" und das alles noch aufs Kind übertrage?
Oder ist es ethisch, wenn ich ich aufgrund mangelnder Kraft und eben wegen Überforderung und ja am Ende vielleicht auch Abneigung gegenüber dem Kind, dieses dann in ein Behindertenheim gebe und mich nie wieder blicken lasse?
Eben. Man muß auch überlegen, zu was für einem Leben man das Kind dann verurteilt.
Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was ich machen würde.
Allerdings tendiere ich dazu, der Mutter da die oberste Entscheidung zuzubilligen, da sie mit großer Wahrscheinlichkeit die größte Belastung mit der Versorgung des Kindes hat.
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