Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stoiber redet Schmuh - ich wähle trotzdem die Union
Pulsatilla
15.08.2005, 20:46
ich bin ja mal froh, dass der nit kanzler is. schon deshalb, weil nicht ganz deutschland wie bayern ist (nicht abwertend) aber jede gegend hat ihre besonderheiten..
eine kanzlerin aus thüringen stammend könnte mal bewegung in unser starres unbewegliches land bringen. wohin die bewegung geht werden wir erleben, aber der aktuelle stillstand ist sicher nicht besser.
mfg stephan
Ach Mensch, jetzt hast du das so schön gesagt mit dem starren unbeweglichen Land. Leider verbinde ich mit Angela Merkel nicht im Entferntesten solche Attribute wie schwungvoll, locker, mutig....
Aus einem verkniffenen Arsch kommt kein fröhlicher Furz...
DrSkywalker
15.08.2005, 20:46
ich finde es wirklich erstaunlich, dass nicht-bayern die leistungen, die dort in den letzten vierzig jahren vollbracht worden sind, zu würdigen wissen! respekt dafür!
Dr.Evil sieht die Sache (als westfale) schon sehr richtigwenn er sagt:
"Ich bin ja nun (als Westfale) beileibe kein Bayernfan, aber wenn ich mir ansehe, wie Bayern nach 40 Jahren CSU und NRW nach 40 Jahren SPD aussehen, ist die Frage, wo ich mein Kreuzchen mache, schonmal etwas klarer..."
Bayern hat das aber nicht ohne Hilfe geschafft, die haben damals, weils eine reine Bauernregion war, ordentlich Subventionen eingestrichen. Mit viel Geld lässt sich auch viel machen.
Froschkönig
15.08.2005, 21:04
Bayern hat das aber nicht ohne Hilfe geschafft, die haben damals, weils eine reine Bauernregion war, ordentlich Subventionen eingestrichen. Mit viel Geld lässt sich auch viel machen.
Aber andererseits haben schon viele Politiker demonstriert, daß sie mit viel Geld nicht umgehen können, das sollte man auch nicht vergessen ;-)
CU-Viper
15.08.2005, 21:10
Ach Mensch, jetzt hast du das so schön gesagt mit dem starren unbeweglichen Land. Leider verbinde ich mit Angela Merkel nicht im Entferntesten solche Attribute wie schwungvoll, locker, mutig....
Aus einem verkniffenen Arsch kommt kein fröhlicher Furz...
nein .. das hab ich auch nicht so gemeint. sie halte ich für (fast schon) zu konservativ und sicher nciht locker .. aber sie ist das gegenteil von schröder
weiblich (im rahmen ihrer möglichkeiten ;) )
ossi (ja echt - ist so)
kein industrieliebling (echt nich!)
schwarz
..
ABER - ein regierungswechsel mit wechsel der köpfen aller ministerien könnte zu dynamik im land (industrie - handel - usw) führen ..
das ganze system halt wird mal wieder durchgewürfelt
mfg stephan
Dr. Pschy
15.08.2005, 21:10
Zumal wie schon erwaehnt z.B. im Ruhrgebiet mittlerweile wahrscheinlich mehr an Aufbaugeld steckt als ganz Bayern insgesamt bekommen hat.
Ich will hier nicht auf diesem Status rumreiten sondern nur mal die Realitaet darstellen. Ich habs schon mal erwaehnt, dass ich Stoiber wirklich lieber in Muenchen als in Berlin haette, weil er bundesweit bestimmt nicht soviel reisst wie in "seinem" Bundesland.
Aber egal, jeder soll das waehlen, was er meint, dass es das Beste ist (solangs nix Braunes oder sonstig Extremes ist).
Pulsatilla
15.08.2005, 21:23
nein .. das hab ich auch nicht so gemeint. sie halte ich für (fast schon) zu konservativ und sicher nciht locker ..
ABER - ein regierungswechsel mit wechsel der köpfen aller ministerien könnte zu dynamik im land (industrie - handel - usw) führen ..
das ganze system halt wird mal wieder durchgewürfelt
mfg stephan
Gut, da gebe ich dir Recht! Dynamik is nie verkehrt, war ja auch nich schön mit anzusehen, diese Stagnation und die faulen Kompromisse.
Die Frage ist nur, was für eine Art von Dynamik sich dort entwickelt. Wenn der Kündigungsschutz ganz dynamisch wegfällt, die sozialen Sicherungssysteme ganz dynamisch beschnitten werden...
Wenn der Kündigungsschutz ganz dynamisch wegfälltJaja, der geile Kündigungsschutz, den wir haben, den würd ich ja extrem vermissen.
Jetzt mal alle Assistenzärzte die Hand heben, die einen unbefristeten Vertrag gekriegt haben.... :-nix
Und jetzt alle, die Ein- oder Zweijahresverträge haben? :-winky :-winky :-winky :-winky :-winky :-winky :-winky :-winky :-winky :-winky
Mal ehrlich, wenn Arbeitgeber keinen Bock haben, sich ewig an ihre Mitarbeiter zu binden, dann kriegen diese eben nur einen entsprechend kurzen Vertrag, der dann bei weiterem Bedarf häppchenweise verlängert wird. Da sind die Kündigungsfristen ja bald so lang wie die ganze Arbeitsvertragslaufzeit, da muß man sich nicht mit juristischen Komplikationen einer Kündigung aufhalten, da wird dann einfach der Vertrag nicht verlängert.
Und jetzt erklär mir doch bitte einer, was so ein "Schutz" bringen soll, wenn er so eindach ausgehebelt werden kann?
Im Wirtschaftsbereich ist die FDP, bis auf wenige Ausrutscher, wirklich exzellent aufgestellt, aber der Rest lässt zu wünschen übrig. Man hat oft das Gefühl, dass jedem einfach nur blauäugig alles versprochen wird und nur Phrasen gedroschen werden, vor allem in der Außen-und Sicherheitspolitik. Das mit der Bundesagentur für Arbeit war etwas unglücklich, aber langfristig gehört sie abgeschafft, nur jetzt wäre es eben wegen der Beamtenpensionen nicht machbar.
Als Juniorpartner der Union hoffe ich jedoch auch auf sie (auch wenn die Jungen Liberalen eine absolute Katastrophe sind, ich habe noch nie so einen inkompetenten Stammtischverein wie die gesehen). Die Nachfrage korreliert stärker mit der Beschäftigungsrate als der Mehrwertsteuer, zu niedrige Preise können die Binnennachfrage sogar noch weiter schwächen, da Kaufentscheidungen aufgeschoben werden. Das ist zwar bei der derzeitigen Inflationsrate aufgrund des hohen Ölpreises unwahrscheinlich, aber Fakt ist: Nur mit einem stabilen Einkommen und solidem finanziellen und sozialen Rückhalt wird die Nachfrage wieder anziehen, sprich durch mehr Arbeitsplätze, für deren Neuschaffung die hohen Lohnnebenkosten Gift im wahrsten Sinne des Wortes sind. Deshalb muss die Mehrwertsteuer erhöht werden, auch angesichts des riesigen Haushaltsdefizits.
Auch der Kündigungsschutz muss gelockert oder abgeschafft werden, Tarifverträge sollten nur noch zwischen Belegschaft, Betriebsrat und Vorstand ausgehandelt werden, wobei man hier mit Mehrheitsverhältnissen arbeitet, in kleinen Betrieben kann man das dann auch komplett unter vier Augen regeln. Auch das Gewerkschaftsprivileg im Aktiengesetz muss gestrichen werden.
Des weiteren müssen Veräußerungsgewinne aus Kapitalerträgen wieder stark besteuert werden, es kann nicht angehen, dass sich das Netz an wechselseitigen Beteiligungen auflöst und deutsche Unternehmen dem internationalen Ausverkauf preisgegeben werden und der Staat, sprich rot-grün, das auch noch begünstigt.
Und noch etwas zum Thema Bundesrat: Meine Theorie ist, dass Koch und Co schön als Ministerpräsidenten in ihren Bundesländern bleiben und Merkel dann im Bundesrat auf Teufel komm raus durch den Reißwolf drehen und blockieren, was das Zeug hält, damit sie möglichst bald aufgibt und das Amt des Bundeskanzlers frei wird. Merkel war für die männlich-katholisch dominierte Union eine Art Betriebsunfall nach der Schwarzgeldaffäre, ein rotes Tuch, etwas, das man loswerden will, aber nicht kann. Jetzt haben sie die Gelegenheit dazu.
Also macht euch keine Gedanken wegen der letzten Figur aus Kohls Gruselkabinett, lange wird sie sich nicht halten, hoffe ich zumindest. Mir ist es nämlich auch verdammt unangenehm, dass so jemand Deutschland repräsentieren und für seine Zukunft verantwortlich sein soll, brrrrr :-dagegen
Aber sie ist das auch nicht allein, ich bin schon gespannt, wie's letztlich ausgehen wird (eine große Koalition wäre das Letzte, die würden sich nie einig, der linke Flügel der SPD ist zu unberechenbar und ein sicher sehr viel schwerer Bremsklotz als 5 mal die CSU und FDP zusammen).
Man wird sehen...
Binamaus
15.08.2005, 21:44
Aber andererseits haben schon viele Politiker demonstriert, daß sie mit viel Geld nicht umgehen können, das sollte man auch nicht vergessen ;-)
Fragt sich nur wie...du meinst nicht etwa sparsam? Ich möchte hier nur mal wieder an Stoibers Pläne zum derart sinnvollen Transrapid erwähnen! Und genügend andere Beispiele gibt es meiner Meinung nach...
Pulsatilla
15.08.2005, 22:53
Nur mit einem stabilen Einkommen und solidem finanziellen und sozialen Rückhalt wird die Nachfrage wieder anziehen, sprich durch mehr Arbeitsplätze, für deren Neuschaffung die hohen Lohnnebenkosten Gift im wahrsten Sinne des Wortes sind. Deshalb muss die Mehrwertsteuer erhöht werden, auch angesichts des riesigen Haushaltsdefizits.
Auch der Kündigungsschutz muss gelockert oder abgeschafft werden, Tarifverträge sollten nur noch zwischen Belegschaft, Betriebsrat und Vorstand ausgehandelt werden, wobei man hier mit Mehrheitsverhältnissen arbeitet, in kleinen Betrieben kann man das dann auch komplett unter vier Augen regeln. Auch das Gewerkschaftsprivileg im Aktiengesetz muss gestrichen werden.
Wie viele NEUE Arbeitsplätze werden denn dann geschaffen? Es soll ja immer noch hochrangige Politiker geben, wenn ich da mal meinen Landesvater Christian Wulff nennen darf, die sich nicht zu sagen trauen, dass NIEMALS mehr eine Vollbeschäftigung möglich sein wird. Außer wir stellen wieder auf Kommunismus um...
Ich glaube, es geht viel weniger darum neue Arbeitsplätze zu schaffen, als dafür zu sorgen, dass bei großen Unternehmen immer wieder Massenentlassungen -entschuldigt die Wortwahl, ich meine natürlich Freisetzungen oder die großzügige Rückführung qualifizierten Personals auf den freien Arbeitsmarkt - an der Tagesordnung stehen, obwohl Rekordgewinne eingefahren werden.
Natürlich kann man in Osteuropa billiger produzieren, aber dafür zahlt man auch einen Preis. Obwohl der ja egal sein kann, weil er nicht in der Rechnung auftaucht, sondern das Problem der Arbeiter ist. Beuten wir halt den Osten aus...
Und was den Kündigungsschutz angeht: so unter vier Augen, so von Arbeitnehmer zu Arbeitgeber, da wird sicher richtig gut verhandelt. Und wenn der Chef sagt, Hör mal zu, dieser Kündigungsschutz, das is nix für mich, und sein Angestellter aber vom Gegenteil überzeugt ist, dann kann der ganz schnell gehen. Wozu gibts denn wohl Gewerkschaften?
Menschenskind, ich frag mich gerade, wie du das mit dem BLOND UND BLAUÄUGIG meinst...
Hm, mein Großonkel pflegt stets zu sagen "Die Schweine wechseln zwar, der Trog ist aber immer der selbe.". Mein guter alter Ex-Punk-Jetzt-Demokrat-Alternativ-Kumpel "Jede Stimme, die nicht die Nazis erhalten, ist eine gute Stimme". Beides richtig, schöne Sprichworte, Parolen. Dass man damit gut arbeiten kann hat die Politik auch erkannt. Wenn ich im Fernsehen politische Ansprachen höre, dann bin ich immer im Zweifel, ob ich nun lachen, oder vielleicht einfach eine Karriere als Hellseher anstreben sollte, weil ich aus irgendeinem Grund immer weiß, was da kommt. "Wir fördern den Mittelstand", "Wir bauen Bürokratie ab", "Wir führen Deutschland in die Zukunft", blah blah BLAH!!! Unglaublich! Und dann dieses sich-gegenseitig-ans-Bein-pinkeln, alles auf den Köpfen der Wähler. Ich weiß wirklich nicht, wen ich wählen soll! NICHT wählen kann ich jedenfalls:
FDP: Ich hab da immer den Eindruck, dass die ihre eigene Rechtschreibreform durchführen würden und die Wörter "Arbeitslosengeld", "Lohnausgleich", "Feiertag" und "sozial" aus dem Duden nehmen und deren Verwendung unter Strafe stellen würden.
CDU: Geht gar nicht. Frau Merkel klingt so mechanisch und künstlich wie Microsofts Versuch einen Sprachroboter zu erstellen, nur das der sich vermutlich nicht ständig versprechen würde. Die gleichen Aussagen hätte er aber vermutlich auch in einer halben Stunde programmiert bekommen. Das Programm kann ich auch immer schon auswendig, bevor ich's höre.
Linkspartei: Die Basis ist eine Mischung aus arbeitslosen DDR-Nostalgikern und Rentnern, die es damals doch nicht so schlecht fanden. Einfach überholt.
Tja, was bleibt übrig. Wieder eigentlich nur SPD und die Grünen, leider haben deren durchaus gute Ideen teilweise so einfach gar nicht geklappt, wer weiß wie es weiterläuft. Objektiv wäre vielleicht eine große Koalition wirklich am besten, wenn man sich da nur nicht gegenseitig auf den Füßen rumstünde. Naja, da muss ich mir wohl wirklich noch mal die Wahlprogramme richtig durchlesen, ich hoffe ich schlafe dabei nicht wieder vor langerweile ein, wie bei den Übertragungen vom Visa-Untersuchungsausschuss, wahrscheinlich wird mich aber dabei die Frustration wachhalten. Furchtbar!
Ich glaube, es geht viel weniger darum neue Arbeitsplätze zu schaffen, als dafür zu sorgen, dass bei großen Unternehmen immer wieder Massenentlassungen [...] an der Tagesordnung stehen, obwohl Rekordgewinne eingefahren werden. ich hab an anderer Stelle schonmal geschrieben, daß ich diese Stammtischparole: "Ha, die machen doch gewinn, die dürfen jetzt keine Leute entlassen." etwas undifferenziert.
Die Tatsache, daß Gewinne eingefahren werden heißt ja nicht zwangläufig, daß alle Sparten des Unternehmens gleichermaßen boomen. Es gibt bei den großen Unternehmen sicherlich einige Abteilungen, die knackige Verluste machen. Diese müssen von den florierenden Abteilungen aufgefangen werden (siehe z.B. smart und Daimler oder Rover und BMW).
Und wenn einem solche Verlustsparten jedes Mal die Bilanz verhageln, dann gefärdet das letztlich die Gesundheit des gesamten Unternehmens.
Natürlich kann man in Osteuropa billiger produzieren, aber dafür zahlt man auch einen Preis. Obwohl der ja egal sein kann, weil er nicht in der Rechnung auftaucht, sondern das Problem der Arbeiter ist. Beuten wir halt den Osten aus...Das ist ja nicht wirklich Ausbeutung. Wenn dort die Stundenlöhne niedriger sind, weil dort die Lebenshaltungskosten niedriger sind, dann ist das nicht wirklich Ausbeutung.
Immerhin boomen ja die osteuropäischen Wirtschaftsstandorte angesichts dieses Standortvorteils.
Nichts anderes hat Deutschland auch nach dem Krieg gemacht: Zu einem Bruchteil von z.B. US-Löhnen eine ähnlich gute Ware hergestellt.
Und was den Kündigungsschutz angeht: so unter vier Augen, so von Arbeitnehmer zu Arbeitgeber, da wird sicher richtig gut verhandelt. Und wenn der Chef sagt, Hör mal zu, dieser Kündigungsschutz, das is nix für mich, und sein Angestellter aber vom Gegenteil überzeugt ist, dann kann der ganz schnell gehen.Nun will er Arbeitnehmer die Stelle aber vermutlich haben und die Drohung zu gehen setzt immer eine entsprechende Arbeitsmarktsituation vorraus. V.a. sollten nicht noch 30 Bewerbungen auf seinem Schreibtisch liegen.
Wozu gibts denn wohl Gewerkschaften?Ja, DAS frage ich mich auch...
Um alle Jubeljahre mal ihre Mitglieder in hübsche Plastiksäcke zu stecken und mit Trillerpfeifen vor's Werkstor zu stellen?
Die von mir oben erwähnten Zeitverträge sind zumindest im medizinischen Sektor seit Jahrzehnten Usus, was hat die Gewerkschaft dagegen getan? :-nix
Pulsatilla
16.08.2005, 08:09
Naja, da muss ich mir wohl wirklich noch mal die Wahlprogramme richtig durchlesen, ich hoffe ich schlafe dabei nicht wieder vor langerweile ein, wie bei den Übertragungen vom Visa-Untersuchungsausschuss, wahrscheinlich wird mich aber dabei die Frustration wachhalten. Furchtbar!
Mir geht es da ganz ähnlich mit den Parteien, nur was den Visa-Untersuchungsausschuss angeht, muss ich dir widersprechen! Selten so eine gute Unterhaltungsshow gesehen! Ich hab mich teilweise köstlich amüsiert! Ganz groß war dieser, der früher bei der UNO deutscher Botschafter war, Joschka war auch gut und immer wieder Eckart von Klaeden, dieses humorlose Muttersöhnchen...
Schade, dass es vorbei ist!
Hi CU Viper Du schriebst, dass Merkel aus Thüringen kommt.
Woher hast Du das denn???
Also ein bißchen mit der Bio der evtl. Kanzlers sollte man kennen.
Merkel ist in Hamburg geboren, der Vater damals als evg. Pfarrer samt Familie dann nach Brandenburg gezogen um der Kirche in der DDR einen Dienst zu erweisen. Soviel zur Kurzbio.
Nun mal was zu ihrer Intelligenz im vergleich zum Proletenkanzler Schröder.
Nun ich überlege mal wer hat studiert in einem natuwissentschaftlichen Fach was sicherlich für die meisten von uns zu kompliziert ist (Physik) und hat dort aus eigener Kraft einen richtigen Dr, gemacht??? Glaube das war Merkel, Schröder brachte es bislang nur auf, bitte korrigiert mich, 4 verschiedene Frauen und Doktortiteln der Ehre. Mensch was für eine Leistung.
Sicherlich ist Schröder medienwirksamer, aber ist es Bush nicht auch???
Wollten damals nicht die Mehrheit hier, dass der kleine Bush nicht nochmals 4 Jahre Diktator spielen darf???
Das Merkel nun wirklich nicht Medienwirksam gut geschult ist und auch nicht gerade eine augenweide, will ich nicht bestreiten, aber sie ist kompetenter als unser Boss tragender Proletenkanzler Schröder.
:peace:
die chondropathia
16.08.2005, 08:32
Dass Merkel gebürtige Hamburgerin ist, stellt auch so ziemlich den einzigen Sympathiepunkt für mich dar...aber sie ist schon von ihrer Art her absolut nicht hamburgois, sondern spürbar ossifziert...*duckundwech* :-))
CU-Viper
16.08.2005, 11:32
Hi CU Viper Du schriebst, dass Merkel aus Thüringen kommt.
Woher hast Du das denn???
Also ein bißchen mit der Bio der evtl. Kanzlers sollte man kennen.
Merkel ist in Hamburg geboren, der Vater damals als evg. Pfarrer samt Familie dann nach Brandenburg gezogen um der Kirche in der DDR einen Dienst zu erweisen. Soviel zur Kurzbio.
ähm - stimmt .. irgendwie war ich davon ausgegangen, dass sie in erfurt/ilmenau länger gelebt hat und da auch ihren abschluss gemacht hat .. wo sie geboren ist ist egal, da war sie noch unter nem meter ;)
(ich bin auch im krankenhaus geboren und kann mich doch nimmer dran erinnern ;) )
.. mfg stephan
Zumal wie schon erwaehnt z.B. im Ruhrgebiet mittlerweile wahrscheinlich mehr an Aufbaugeld steckt als ganz Bayern insgesamt bekommen hat.
Nö, definitiv nicht. NRW liegt beim Länderfinanzausgleich meines Wissens bei plus/minus null.
Aber die Subventionen für Bayern, die kamen damals zu einem großen Teil aus dem Pott.
Also: he, Ihr Bayern, spendet uns Ruhrpottlern mal was! :-D
@ Rico: ich hab einen Halbjahresvertrag ;-)
Tja, was bleibt übrig. Wieder eigentlich nur SPD und die Grünen, leider haben deren durchaus gute Ideen teilweise so einfach gar nicht geklappt
Daß die gute Ideen haben, bestreite ich nicht. Aber mit handwerklicher Inkompetenz kann man aus guten Ideen riesengroßen Mist machen, ich erinnere nur mal an uns' Ullas Rückzahlungen an die Apotheker.
Und was Gewerkschaften angeht: derselbe Marburger Bund, der sich gerade wegen der AiP-Abschaffung auf die Schulter klopft, hat vor Jahren maßgeblich zur Einführung genau dieses AiP beigetragen...
@Dr Evil: Na, ich sehe das doch ähnlich, denke allerdings nicht, dass es im allgemeinen (!) die Inkompetenz war, die die Ideen versaut haben. Überhaupt glaube ich, dass in jeder einigermaßen guten Partei clevere Leute sitzen und letztlich werden doch sowieso irgendwelche Expertenkomissionen benutzt um wichtige Entscheidungen zu planen, fällen und umzusetzen. Wenn es dann vor den Baum geht, dann ist das ärgerlich und irgendjemand hat sicherlich einen Fehler begangen, es heißt aber noch lange nicht, dass die andern es besser gemacht hätten.
@Pulsatilla: Also Schily hatte mir da einfach zu viele Vorbemerkungen gemacht... Als der Strom weg war, war ich allerdings auch wieder wach und habe herzlich gelacht :-)) .
@Karl: Ich kann den Zusammenhang zwischen Physikpromotion und politische Kompetenz nicht so ganz erkennen... Und "Proletenkanzler", hör mal, jetzt brauchst du die SPD-Anhänger nur noch Sozen nennen und schon fühle ich mich wieder bitter erinnert an meinen alten Klassenkameraden, der sich mit allen SPD-Wähler damals (ich war der einzige, glaube ich) regelrecht angefeindet hat, weil doch nur mit der CDU die Arbeit kommt und der Mittelstand mit der SPD krachen geht, am Bsp. der Firma seines eigenen Vaters, die gerade mal genug Geld für einen neuen 5er BMW für die Familie und einen 3er zum 18. Geburtstag vom Söhnchen abwarf.
Leelaacoo
16.08.2005, 22:02
Hach, isch des herrlich...ich liebe es....tra la la :-dance
Meine Überlegung war folgende: Erst werde ich mir klar darüber, was für eine Politik ich will...und dann muss ich schauen, welche Partei dafür einsteht.
Also meine Wünsche waren:
1. Deutschland sollte nun langsam mal aufhören, in die ewige Laier einzustimmen, man müsse alle billiger, globaler, gewinnbingender machen und mitsamt der Globalisierung aus dem Fenster hüpfen. Leute, die Lohnnebenkosten haben ja einen SINN! Die hat man nicht in 50 Jahren Demokratie eingeführt, um Arbeitsplätze zu vernichten. Man sichert damit paritätisch das soziale Netzt in Deutschland. Klar ist es dichter und teurer als in anderen Ländern...aber ist das nicht ein Fortschritt? Ist es uns das nicht wert? Kann man nicht stolz darauf sein, wofür uns Hunderte Länder beneiden...und es funktionierte...ja...tatsächlich, auch wenn nun viele kommen und behaupten, dass es uns in den Ruin treibt...es ist eben Ansichtssache. Kündigungsschutz ist eine Errungenschaft, kein Ärgerniss. Ebenso die Arbeitslosenversicherung. Ebenso die Regelung der Arbeitszeit (wobei man natürlich über die tatsächliche Läbge streiten kann), ebenso der Mutterschutz....der Arbeitsschutz...Krankenversicherung...etc. etc. etc.
Ich bin stolz drauf und wenn sich ein paar hardcore-Kapitalisten einbilden, ihrer sei das einzig mögliche Way of Life...springt man nur, weil die anderen aus dem Fenster hüpfen? Also will ich eine Partei, die nicht mit den USA und anderen Ländern brüllt: Back to Steinzeit..nur der Stärkste überlebt, sondern eine, die die Einzigartigkeit des deutschen Systems begreift, verteitigt und zu ihrem Zwecke nutzt, nämlich dem, dass das deutsche Wirtschaftssystem seine Vorteile hat, daß der hohe Lebensstandart auch Nachfrage gebiert und das es auch auf Qualität ankommt...nicht in allen Bereichen, aber in denen, in denen Deutschland noch was reissen kann. Man kann die Lohnnebenkosten sowieso nicht auf Null senken, wie es China teils praktiziert...oder will das jemand? Wäre ja auch mal interessant, in solch einem Land zu leben...oder auch nicht...
Weder der arbeitslose Arbeiter in D, noch der Niedriglohnverdiener in Asien kann nämlich einen BMW kaufen...wo ist da die Logik? Die Nachhaltigkeit?
2. Um dies zu tun, ist es natürlich unabdingbar, politisch in gewisse Bereiche einzugreifen. natürlich bin ich gegen staatliche Zwangsmaßnahmen, um die Unternehmen dazu zu bewegen, daß sie hier bleiben...aber man kann den gedanken weiterspinnen und betrachten, dass man auch das deutsche System exportieren kann, und zwar folgendermaßen. Eingeführte Güter müssen darauf geprüft werden, ob bei ihrer Herstellung, sei es in China oder sonstwo, ein Mindestmaß an Menschenrechten, Arbeitsschutz, sozialer Vorsorge und Krankenvorsorge gegeben hat...dann ok. Sollte es jedoch so sein, dass die Bedingungen im produzierenden Betrieb weit unterhalb der deutschen Norm lagen, so kommen Strafzölle drauf. Dies würde auch den Arbeitnehmern in fernen Ländern nützen, die teilweise auf äußerst prähistorische Art und Weise ausgebeutet werden. Und das von Unternehmen, die brav für das Holocaust-Andenken spenden...interessant.
Man kann auch soziale Marktwirtschaft exportieren, nicht nur Kapitalismus und Zucker.
3. Politiker MÜSSEN nach einer Zeit im Bundestag, Bundesrat, Landrat etc. nach spätestens 8 Jahren (oder so) in ihren Beruf zurückkehren und ihre Brötchen selbst verdienen. Denn dann muss man Suppe löffeln, die man sich möglicherweise selbst eingebrockt hat. heute kann sich ein MdB ziemlich sicher sein, dies nie tun zu müssen...also, weg damit!
4. Kinderbetreuung hat höchste Priorität! Man kann nicht komplette, gut ausgebildete Bevölkerungsschichten von der Fortpflanzung quasi ausschließen und dann erwarten, dass es dem Land besser geht. Auch kann sich das Land nicht leisten, dass eine Frau, die mit teurem Geld ausgebildet wurde, einfach mal so 3 oder mehr Jahre daheim bleibt. Das ist KONTRAPRODUKTIV. Betreuung schon ab dem 6ten Monat und Ganztagsschulen...das ist zu machen, wenn man an anderen Dingen spart. Nein zu sagen ist da zu einfach gedacht.
5. Die privaten Krankenkassen sollten abgeschafft werden (obwohl das wohl kaum umsetzbar ist...die würden das wohl net so toll finden). Man zahlt gemäß seinem Einkommen (plus Mieteinnahmen, Dividenden,Erbschaften etc. etc. ) in eine gesetzliche Kasse ein und kann für Sonderwünsche Zusatzverträge abschließen...schließlich ist nicht einzusehen, warum die privaten alle jungen, gesunden, gut verdienenden Leutchen einsacken und der Allgemeinheit den Stinkefinger zeigen. Klar, dass die dann billiger sind...aber was ist mit dem Rest? Hier muss das Volk zusammenhalten.
Und schließlich ...
6. die Rente...schwieriges Thema. man weiss seit mindestens 20 Jahren, wie sich die Bevölkerungspyramide entwickelt...und man tat NICHTS...um eben seine Wähler nicht zu verprellen...von allen Seiten, ich will das nicht nur der CDU und Kohl ankreiden, die sitzen doch alle im selben Boot.
Die verstärkte Selbstbeteiligung ist grundsätzlich eine sehr gute Idee...allerdings kann sich nur derjenige beteiligen, der einen Job hat...und Kinder in die Welt setzt...wobei wir bei Punkt 1. bis 5. wären. Ohne Nachhaltigkeit und Mitziehen von Seiten der Industrie, der Politik und der Bevölkerung ist das System nicht zu erhalten...also muss man da anfangen, wo wir angefangen haben: Ja zum Selbstbewußtsein, zwar nicht so tolle billige DVD-Player herstellen zu können, aber dafür eine Menge gut ausgebildeter, motivierter, abgesicherter Leute zu haben, die ihr Geld lieber im land lassen...
An diesem Punkt beendete ich meine Politik-Wunschzettel-Träumereien und krachte in die Wirklichkeit, wo keine Partei meinem Wunsch entsprach...ich werde also das kleinere Übel wählen, und das ist für mich die SPD.
Den Linken glaube ich nicht ein Wort ihres Kampfgeduldels, schließlich können Lafontaine und Gysi keine Vertrauenspersonen für mich sein, die soch in der Verantwortung selbst davongerannt sind und sich nun ihr Ego von verzweifelten Menschen streicheln lassen, ohne wirklich nachhaltigkeit zu wollen...
Und Merkel ist für mich eine einsame Frau in der CDU, die mit vollen Absicht von ihrem teuren "Freund" Stoiber geschanzt wird, weil der immer noch im Münchner Biergarten sitzt und grummelt, WARUM nur keiner IHN zum Bundeskanzler wollte...hmm...das sollte er doch am Besten wissen, schließlich wollen wir unsere eigenen Metzger nicht selbst aussuchen...oder?
LG Lee (wer das jetzt tatsächlich GANZ gelesen hat, kriegt von mir Bonuspunkte :-)) ...und net zu stark dreschen, das ist eben nur MEINE Meinung...andere sind wie immer herzlichst willkommen)
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