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mezzomixi
21.12.2005, 18:52
Ja, das stimmt. Es ist verdammter Mist, wenn man das Pech hat auf solch eine Station zu kommen. Sorry, es kam für mich etwas anders rüber.
Ich habe zwei Praktika in unterschiedlichen Häusern gemacht und ich konnte auch einen sehr großen Unterschied feststellen. Bei meinem zweiten Praktikum hatte ich auch das Pech, dass die Anleiterin gerade die Station verlassen hat. Da ich habe aber schon 30 Tage in nem anderen Haus hinter mir hatte wusste ich in etwas wie alles auf Station abläuft. Das war ein Pluspunkt für mich. Aber dort habe ich auch den riesen Unterschied gemerkt. Es klingelt so lange, bis ein Praktikant zur Klingel läuft. Später habe ich dann Patienten alleine betreut und das kanns nicht sein. Aber da merkt man mal den Qualitätsunterschied an den verschiedenen Häusern.

Ich habe IMMER die Patienten alleine betreut. Nur wenn die Leute so schwer waren, dass ich sie nicht alleine heben konnte, wurde mir mal kurz geholfen :-???
Naja ich kann nur hoffen, dass es beim 2. mal besser wird :)

nadie
21.12.2005, 18:59
Wünsche dir, dass es besser wird. Das Pflegepraktikum kann nämlich auch super Spaß machen. :-)

wakiki
21.12.2005, 19:05
Ich habe sehr viel im Kinder,- sowohl in der Erwachsenen , Alten und Ambulanten-Krankenplege gearbeitet und kann eigentlich ( oder besser gesagt zum Glück!) sagen dass ich erzürnte schwestern nur erlebt habe wenn die studenten

a) meinten sie könnten alles ( und nicht zugeben wollten dass sie vielleicht doch nicht das RR-Gerär richtig nutzen können ;-) )

oder b) mit intellektuellem Gerede und zwei linken Händen ( auch als MEdi- Praktikant!) in der ecke standen und nicht SAHEN was zu tun war...
c) sich einfach ( trotz erklärung!) nicht wissen kompetent anzustellen)
( was häufig der fall war...)
da kann ich manchen UNMUT von seiten der schwestern SEHR GUT verstehen!

und wenn ich hier nachts im KH für zwei stationen in der Pflege zuständig bin ( als med. Aushilfe) und immer noch genug Ärzte erlebe,die es nach 20 jahren immer noch nicht gelernt haben ihren DRECK ( zb nach Blutentnahmen in der Nacht) selber wegzumachen, werde ich auch laut! ( als med. student!)
etc etc.!!

Aber wie gesagt, das Respektieren der Kompetenzen eines jeden muss natürlich da sein, nur so klappts ohne Ärger sondern mit Freude an der Arbeit :-)

In diesem Sinne!

Frohe Weihnachten! :-blush :-bee :-oopss

Smibo
21.12.2005, 19:26
Und wenn der PJler zum Assi mutiert, so werden die Op Schwestern schnell zu *****Kriechern :-))

Cassy
22.12.2005, 04:23
Und wenn der PJler zum Assi mutiert, so werden die Op Schwestern schnell zu *****Kriechern :-))



Als ob alle Schwestern so etwas nötig hätten :-??? Es gibt eben solche und solche Leute. ICH würde aber garantiert niemandem in den Allerwertesten kriechen, und ich mache dies nicht einmal bei einem Chefarzt... Wieso denn auch???????????


Gruß von einer Schwester, die weiss wovon sie spricht (und sich auch mal gern mit Oberärzten anlegt)

Evil
22.12.2005, 13:49
Nach meiner Erfahrung sind die OP-, Anästhesie- und Intensiv-Schwestern und Pfleger in der Regel wesentlich fitter als die auf den "normalen" Stationen, dementsprechend sind auf letzteren auch häufig mehr miesgelaunte anzutreffen.

Trotzdem, ich finde, wenn andere sich schlecht benehmen, muß ich das selber ja nicht tun. Man kann mit (fast) allen gut auskommen, das hat nix mit arschkriechen zu tun.
:-meinung

wuendrik
22.12.2005, 13:59
o-ton der stationsschwester bei meinem kpp: "nimm dir mal nen eimer mit lösung und putz alle klinken auf dem flur ab"

Cassy
22.12.2005, 14:07
Ja und? Was ist daran so schlimm???? :-??? Wenn ich einen Patienten auf der Intensiv-Station entlasse, dann muss auch ich sämtliche Insufomaten, Perfusoren, Monitore, Beatmungsgeräte, Nachttische und sämtliches sonstiges Zeug putzen??? Und schadet es??? NEIN verdammt noch mal!!!! Auch ich muss Türklinken putzen wenn die Putzfrau mal nicht da ist... und die macht das jeden Tag!

*fluch* Wieso sind sich denn so viele zum Putzen zu schade???? Ihr könnt einfach nicht erwarten dass ihr gleich zu Beginn eures Praktikums alles machen dürft...

Sorry, etwas offtopic, aber das musste wohl mal wieder deutlich gesagt werden!!!! :-oopss


Cassy, die momentan latent gereizt ist dank der Arroganz, welche manche Personen an den Tag zu legen scheinen

Occipitalis
22.12.2005, 14:16
das ding ist aber, dass das kpp nicht dazu da ist, türklinken zu putzen, sondern den umgang mit den patienten zu lernen und pflegerische tätigkeiten zu erlernen, die keine große theoretische vorbildung benötigen. ich selbst mache gerade meinen zivildienst und bin relativ glücklich darüber, dass ich nicht nur die billigen sachen machen muss. z.b. darf ich patienten pflegerisch aufnehmen, voltarenverbände anlegen und solche sachen. auf der anderen seite hat man dann aber natürlich noch tätigkeiten wie essen und kaffee verteilen, rr, puls,temp messen, erbrochenes und andere kulinarische köstlichkeiten aufwischen usw.
ich durfte auch schonmal bei ner knie-tep zusehen und muss noch unbedingt das angebot vom oberarzt annehmen, mal haken zu halten! hehe

flavour
22.12.2005, 15:23
Cassy, die momentan latent gereizt ist dank der Arroganz, welche manche Personen an den Tag zu legen scheinen

Ich hab mal eine Definition zum Krankenpflegepraktikum gesucht, die hielt ich für relativ gut:

"Einführung des Studierenden in Betrieb und Organisation einer Krankenpflegeanstalt und dem Vertrautmachen mit den üblichen Verrichtungen der Krankenpflege und dem Umgang mit dem Kranken"

Türklinkenputzen würde ich nicht zu den üblichen Verrichtungen zählen.
Das hat nichts mit Arroganz zu tun, halte das oben aber für Schikane.

mezzomixi
22.12.2005, 16:28
Cassy, die momentan latent gereizt ist dank der Arroganz, welche manche Personen an den Tag zu legen scheinen

Ich denke _niemand_ würde sich ernsthaft beschweren, wenn er mal die Türklinken putzen muss, wenn er sonst ein ordentliches Praktikum hat (ich denke Du weißt, was ich mit "ordentlich" meine.. Dass man Dinge erklärt und gezeigt bekommt, und einem soweit vertraut wird, dass man auch mal mehr als Windeln wechseln darf.)

Wenn man so ein Praktikum hat wie ich es hatte, in dem man NUR die Drecksarbeit machen darf, dann stellt sich mir die Frage wer hier eine gewisse Arroganz "an den Tag legt".

Lava
22.12.2005, 17:30
Ach ja, heute im Kurs hab ich auch mal wieder was tolles erlebt... unsere Gruppe surfte bei einer Bronchoskopie zusehen und der Arzt hat usn schon mal zur Patientin geschickt, damit wir sie noch ein bisschen zu ihrer Geschichte befragen können. Dann kam die Schwester rein, um alles vorzubereiten und hat GESCHIMPFT, als ob wir irgendwas verbrochen hätten. Das könne sie jetzt gar nicht haben und wir sollen doch gefälligst rausgehen. Dann hat sie nicht nur uns sondern auch noch den OA aus dem Zimmer geschickt. Das war dermaßen frech, unglaublich! Dann meinte einer aus unserer Gruppe, wieso man sich sowas als OA gefallen lassen muss und wieso die nicht sofort gefeuert wird. Dann meinte der OA, dass man zumindest als Assi eher eins vom Chef auf den Deckel bekommt, als dass die Schwester zurecht gewisen wird...

Na jedenfalls tat ihr das wohl hinterher leid, weil sie ganz plötzlich so absolut überfreundlich zu uns war und uns noch zweimal gefragt hat, ob wir nicht bei dieser und jener Untersuchung noch zusehen wollen. *kopfschüttel*

Man kann ja mal einen schlechten Tag haben, aber wir hatten absolut nichts verbrochen und da kann man auch mal nett drum bitten, dass wir 10min draußen warten, statt uns so anzufahren. Wir sind an einer Uniklinik und da habe ich als Student auch ein Recht darauf, was beigebracht zu bekommen. Zumal wir sowieso nur einen Tag in der Thoraxchirurgie sind.

christo
22.12.2005, 17:35
Es geht auch mehr darum das viele glauben ein KPPler is dafür da ihnen die unliebsame Arbeit abzunehmen.

Es geht nicht darum einmal etwas zu putzen.
Arroganz? Den Ball kann ich aus meiner vorletzten Erfahrung nur zurückspielen.
Nen anderen Studenten wollten sie drei Monate als Zivi einsetzen, weil die Stelle wegfiel. Semmeln holen, Tisch für die übergabe decken, Während der Ubergabe den Raum verlassen, ansonsten Botengänge zu 90% des Tages. Das sind echte Probleme.
@Cassy: Wo bitte ist da die Arroganz wenn jener das Handtuch nach 3 Tagen warf?

Übrigens: KPP auf intensiv war ein Traum. kann ich jedem (zumindest den RAs) nur empfehlen, zudem es meist ein "Heimspiel" is.

Kackbratze
22.12.2005, 19:26
Ich denke es kommt immer darauf an, wie alles organisiert ist und wieviel Stress der jeweilig "schuldige" Teilnehmer hat, oder wie die Erziehung war/ist.

Ich hatte gute, nette und grausame Krankenschwestern, gute und grausame Mitstudenten, ich hab michselber auch mal zu weit aus dem Fenster gelehnt...alles ist möglich.

Ich glaube, wenn man versucht den anderen zu verstehen (ausgenommen jetzt die total vergrätzten), kann man mit allen Leuten gut klarkommen und jedes PRaktikum ist am Ende ein Gewinn, selbst wenn man nur lernt einem meckernden Griesgram aus dem Weg zu gehen... :-))

christo
22.12.2005, 21:56
Sorry, kann ich nicht mitziehen. Nochmal: obiges Beispiel, ich habs letzten Winter so erlebt. Glaubst du wirklich da gibts noch den goldenen Mittelweg der Kompromisse?

Pünktchen
22.12.2005, 22:18
Dann kam die Schwester rein, um alles vorzubereiten und hat GESCHIMPFT, als ob wir irgendwas verbrochen hätten. Das könne sie jetzt gar nicht haben und wir sollen doch gefälligst rausgehen.


:-D da fallen mir soviele Situationen auf ner Privatstation ein...die Schwestern waren berühmt dafür...ich bekam hinterher immer den Anschiss vom Chef wenn ich nicht rechtzeitig den Patienten gesehen hatte, aber das die Schwestern mich ständig aus dem Zimmer geschmissen haben, zäöhlte nicht!!! Ich zeigte Respekt, weil die Schwestern nun mal das Sagen auf Station hatten, aber ich konnte weder meine Arbeit schaffen noch rechtzeitig schaffen und wie der OA so schön sagte...erst sehen sie den Patienten, dann geht er ins Röntgen und ins EKG, sie müssen schneller als die Schwester...jaja :-blush

Kackbratze
23.12.2005, 13:23
@ Christo

Vielleicht war ich immer auf den falschen Stationen, aber irgendwie hats am Ende doch immer geklappt.

Ich denke es ist immer ein Geben und Nehmen, und wenn sich die Schwester zuviel rausnimmt, kann man immer irgendwann dafür sorgen, dass sie es wieder zurückbekommt.

Ich hab bei meiner einen FAmulatur nicht davor zurückgeschreckt die eine Meckerziege stumpf zu erpressen, weil die Bockmist gebaut hat und das leidlich kaschiert hat (aber ein gestresster Stationsarzt hätte das übersehen).
Da der Patient keinen Schaden durch den Fehler erlitten hat oder auch erlitten hätte (WICHTIG!! schließlich geht es um Menschenleben!), hab ich kein Problem darin gesehen es für meine Zwecke zu nutzen.
Danach hatte ich meinen Kompromiss und meine Ruhe.

flavour
24.12.2005, 14:59
Sorry, aber mit manchen Menschen kann man auch einfach nicht.
Ich war auch immer nett und zuvorkommend, trotzdem hat mich die eine Schwester immer angeschnauzt. Sie war einfach etwas überfordert, hat man gemerkt (hat aber nie jemand gesagt).

Dein Geheimrezept bitte?

Dr.Hibbert
25.12.2005, 12:14
Dein Geheimrezept bitte?

Na, die drei K's natürlich! Kippen, Kuchen und Kaffe auf Station mitbringen, das finden Schwestern immer ganz toll! :-party

mezzomixi
25.12.2005, 12:59
Und Bunte lesen! Es schade nie, wenn man weiß, was Kronprinz xyz diese Woche schon wieder angestellt hat :-)) :-)) ;-)