Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PJ'ler vs. Schwester
Dienstag gegen 10.30 Uhr, OP-Saal 5:
Ein PJ'ler gibt einer OTA-Schülerin "Tipps" wie sie einen Verband anlegen soll.
Sie hat dies jedoch nach vorheriger Anleitung richtig durchgeführt. Aber trotzdem nett, dass er darauf geachtet hat.
Ein anderer Student gibt einer examinierten OP-Schwester! ebenfalls Ratschläge, bzw. fordert sie auf ihre Arbeit so und so zu vollrichten.
Hey, das Studium ist hart, anspruchsvoll und man hat sicher auch ne Menge Ahnung als PJ'ler. Aber als so kleines "Würmchen" im OP hat man meiner Ansicht nach nicht die Aufgabe Schwestern "Tipps" zu geben.
Als angehende Medizinstudentin (nagut es liegen noch 2,5 Jahre Ausbildung zur OTA vor mir) denke ich, sollte man als Student nicht größenwahnsinnig werden. Ich bin froh als "kleine" OTA-Schülerin anzufangen, damit ich mich als Studentin später immer wieder an diese Situation zurück erinnern kann.
Jeder fängt mal klein an... Echt eine gute Erfahrung.
Dies soll nicht als Kritik gesehen werden, sondern nur als "Tipp" ;-)
Da stimme ich Dir zu, aber ich schätze, die examinierte OP-Schwester wird sich das Ganze innerlich grinsend angehört haben... außerdem kenn ich es eher so, daß die OP-Schwestern Studenten (und junge Assis) maßregeln... "UNSTERIL!!" ;-)
Feuerblick
20.12.2005, 18:06
*grins* Man kann sich das Ansehen bei den OTAs auch wirklich mit Macht versauen... Ich gebe offen zu, dass unsere OTAs wesentlich bessere Verbände machen als alle noch so erfahrenen Docs. Und ich komme heute noch nicht auf die Idee, irgendwem zu sagen, wie er oder sie seine Arbeit machen muss... es sein denn, man fragt mich oder es ist wirklich grundsätzlich völlig verkehrt. Aber manche brauchen die Erfahrung, von OTAs mal getriezt zu werden - manche kapieren es dann, andere kapieren es nie...:-nix
Funkel, die mit den meisten Leuten im OP gut auskommt und mit den OP-Schwestern / OTAs meist viel Spaß hat
Michi5880
20.12.2005, 18:16
... OP-Schwestern Studenten (und junge Assis) maßregeln... "UNSTERIL!!"
Aber irgendwann ist es dann aber auch gut und man sollte sich zur Wehr setzen. Nach 3 Famulaturen in operativen Fächern brauche ich mir die Leier nicht 10mal an einem Tag anhören. Für wen halten die sich denn? :-???
Hehe.. Feuerblick und Evil, finde eure Einstellung gut! Gibt leider viel zu wenig davon, oder liege ich da falsch?
Man kann es sich echt super schnell mit dem OP-Personal versauen, wenn man nicht ein bisschen Taktgefühl an den Tag legt. Viele denken darüber aber auch gar nicht nach habe ich das Gefühl.
Aber ich glaube Mister PJ musste sich einfach nur ein wenig profilieren, weil ich ihm die Woche zuvor erklären musste wo er sich während der OP hinstellen muss um Haken zu halten. :-))
Aber irgendwann ist es dann aber auch gut und man sollte sich zur Wehr setzen. Nach 3 Famulaturen in operativen Fächern brauche ich mir die Leier nicht 10mal an einem Tag anhören. Für wen halten die sich denn? :-???
Das OP-Personal tut nur seinen Job! 1. Hat es die Aufgabe auf absolute Sterilität zu achten, ansonsten gehts ihnen auch an den Kragen und 2. vielleicht hat es sich da schon jemand mit dem Personal versaut, wenn er sich das 10-mal am Tag anhören muss!? ;-)
Michi5880
20.12.2005, 18:32
An der Uniklinik brauch man glaube ich nur im OP aufzutauchen und schon hat man es sich als Student versaut. Und normalerweise bin ich ein sehr freundlicher und zuvorkommender Mensch...
Glücklicherweise habe ich an kleinen bis mittelgroßen Häusern immer nur positive Erfahrungen gemacht. Es liegt also nicht an mir sondern an der Uniklinik und der Stimmung die dort im Allgemeinen herrscht.
Pünktchen
20.12.2005, 18:34
Das OP-Personal tut nur seinen Job! 1. Hat es die Aufgabe auf absolute Sterilität zu achten, ansonsten gehts ihnen auch an den Kragen
sorry...aber ich bin als Student nicht im OP aus Sensationsgeilheit...man ist da um was zu lernen, etwas zu sehen und auch aus Pflicht! also tue ich dort auch meinen job!!! und das verstehen die meisten OP-Pfleger und Schwestern nicht! und ich bin nicht Student im 5.Jahr um mich anschnauzen zu lassen, das ich aus 5 Meter Entfernung ihren Tisch unsteril mache. Ich bin nicht blöd!
Und ich muss mich auch nicht aus dem OP entfernen lassen, weil die Op-Schwester meint, das die Studenten ihren Sauerstoff wegatmen! (Das einzig relativierende an der Situation war, das sie den Professor genauso herabwürdigend behandelten.)
Ich finde Verständnis sollte auf beiden Seiten herrschen, das beste OTA-Team hatte ich in der Schweiz! Die Leute respektierten einen Studenten und halfen einem, man war willkommen, und der Ton machte die Musik.
Aber irgendwann ist es dann aber auch gut und man sollte sich zur Wehr setzen. Nach 3 Famulaturen in operativen Fächern brauche ich mir die Leier nicht 10mal an einem Tag anhören. Für wen halten die sich denn? :-???
DAS find ich aber auch!!! Ich war schon mal kurz davor, jemanden anzuschnauzen, dass ich schließlich nicht zum ersten Mal im OP bin und weiß, wovon ich mich fernhalten muss und wovon nicht... aber erstaunlicherweise ging doch schnell alles gut. Wenn die einen kennen und wissen, dass man kein Volltrottel ist, kann das Verhältnis ganz entspannt sein. :-)
Kann Michi schon verstehen.
Ich muss auch sagen, dass ich sehr viel OP Personal ziemlich ätzend finde. Zumindest im Chirurgie Praktikum gerade. Wir sind nicht blöd und waren alle schon desöfteren im OP. Aber das werden die meisten wohl nie kapieren. Habe wirklich oft den Eindruck die brauchen nur mal jemanden, wo sie sich profilieren können. Vor allem gegenüber Frauen (betrifft mich also noch nich mal so sehr selber). :-meinung
Mögen sicher nicht alle sein aber bisher sind mir sehr viele solcher Exemplare untergekommen. :-nix
Ich denke, da hast du schon Recht. Ich habe auch das Glück in einer Klinik mit 450 Betten meine Ausbildung zu machen. Das Klima (ausgenommen von besonderen Situationen und Leuten) ist schon angenehmer als in einer Uniklinik. Die Häuser sind einfach zu groß um auf die einzelnen Mitarbeiter einzugehen und somit werden die Studenten auch über einen Kamm geschert.
Aber zu sagen, dass es an den anderen liegt.. Vorsicht: Damit kann man auch sehr sehr leicht auf die Nase fallen.
[QUOTE=Pünktchen] ich bin nicht Student im 5.Jahr um mich anschnauzen zu lassen, das ich aus 5 Meter Entfernung ihren Tisch unsteril mache. Ich bin nicht blöd!
Und ich muss mich auch nicht aus dem OP entfernen lassen, weil die Op-Schwester meint, das die Studenten ihren Sauerstoff wegatmen!
Natürlich gibt es auch unter den Schwestern und OTAs gefrustete Leute! Schade, ich hoffe, dass ich später nicht auf solche stoßen werde. Aber wenn diese merken, dass ich examinierte OTA bin, dann sehen sie das ganze wohl auch mit anderen Augen. Ich hoffe es zumindest...
Pünktchen
20.12.2005, 18:45
@nadie
Das Dumme daran ist, das die OP-Schwestern von ihrer "Macht" wissen! Welcher Student stellt sich hin und legt sich mit ner OP-Schwester an? Welcher Student sagt dem Prof. das man schlecht behandelt wird? Keiner, weil man nicht blöd ist! Lieber ertragen als emckern, weil es geht ja irgendwann vorbei! Und deswegen wird sich daran nichts ändern!
Tja, Ärzte lernen früh und schnell die Schnauze zu halten :peace:
Aber als so kleines "Würmchen" im OP hat man meiner Ansicht nach nicht die Aufgabe Schwestern "Tipps" zu geben.
Ich finde niemand sollte jemand anders als "kleines Würmchen" empfinden. Das schafft doch nur Unfrieden. Wenn man neu irgendwo ist - sei es meinetwegen im OP - dann hat man nun mal keine Ahnung, egal ob man Student, OTA-Schüler oder was auch immer ist.
Natürlich gibt es Persönlichkeiten, die sich irgendwie bedroht fühlen, sich dann profilieren müssen und damit eben anecken. Ich hab mittlerweile gelernt, dass es am besten ist auf diese Machtkämpfe gar nicht einzugehen. Die gibt es übrigens auch auf Normalstation zu Hauf. Ist doch irgendwie albern das ganze.
:-meinung :peace:
@nadie
Das Dumme daran ist, das die OP-Schwestern von ihrer "Macht" wissen! Welcher Student stellt sich hin und legt sich mit ner OP-Schwester an? Welcher Student sagt dem Prof. das man schlecht behandelt wird? Keiner, weil man nicht blöd ist! Lieber ertragen als emckern, weil es geht ja irgendwann vorbei! Und deswegen wird sich daran nichts ändern!
Tja, Ärzte lernen früh und schnell die Schnauze zu halten :peace:
Ich denke, dass es von vielen Studenten auch nicht beabsichtigt ist einer Schwester Tipps zu geben. Natürlich sieht es eine Schwester mit langer Erfahrung nicht gerne von einem "Neuling im OP" Ratschläge zu bekommen. Kann ich auch gut nachvollziehen. Das ist halt das Problem an der Sache. Da müssen beide Parteien taktvoller miteinander umgehen. Und glaub mir, schon aus OTA-Schülerin lernst du in den ersten Wochen viel zu ertragen. Diskutieren bringt absolut mal gar nichts! Ich freue mich jeden Tag aufs Neue wenn ich mit meinen Lieblingsschwestern oder -pflegern und natürlich mit meinen Lieblingsärzten im Saal bin. ;-)
LOL, Studenten vs. Pflegepersonal, der ewige Kampf.
Is nicht leicht für die Studenten, wenn die einmal eine/n sackdumme/n Schwester/Pfleger erlebt haben, dauert es lang bis die Fronten wieder klar sind.
Insbesondere bei Fachpflegepersonal tut der Stud. gut daran einfach mal die Fresse zu halten, auch wenn es ihm schwer gegen den Strich geht.
Meine 0,02€
Ich finde niemand sollte jemand anders als "kleines Würmchen" empfinden. Das schafft doch nur Unfrieden. Wenn man neu irgendwo ist - sei es meinetwegen im OP - dann hat man nun mal keine Ahnung, egal ob man Student, OTA-Schüler oder was auch immer ist.
:-meinung :peace:
Ich meinte das auch gar nicht negativ. Man ist halt am Anfang ein kleines Ding ohne Ahnung. Aber das kann sich nur ändern, wenn man von allen Seiten das Gefühl bekommt erwünscht zu sein. Da haben alle etwas davon: Man selbst, weil man an Selbstvertrauen gewinnt und die Ärzte und Schestern, weil sie merken: Oh, der/die hat ja etwas drauf und kann uns bei der Arbeit sehr behilflich sein.
Ich finde solche Machtkämpfe auch nur albern. Da hat niemand etwas davon, nur das Klima wird maßgeblich verschlechtert.
Man braucht halt ein etwas dickeres Fell. Mittlerweile kriegen die Schwestern einen Spruch von mir gedrückt, wenn sie mich anschnauzen, auf der anderen Seite bin ich mir aber auch nicht zu schade, ihnen etwas anzureichen, wenn der Springer grad nicht da ist.
Man kann eigentlich mit jedem gut auskommen, find ich.
Pünktchen
20.12.2005, 19:19
@gomer
Ich hab genug nette Schwestern kennengelernt auf Stationen :-top jeder hat den anderen respektiert und das waren die besten 4 Monate meines Lebens...OP ist einfach etwas ganz anderes als eine Station! Kleine Reiche baut sich jeder auf mit viel Erfahrung und verteidigt sie. Ich denke, wenn man versuhct mal Studenten zu verstehen und sie nicht als lästiges Übel anzusehen, dann klappt so einiges besser....:-top :peace:
Nu, wie drück ich mich jetzt am Besten aus: Auf Station sind mir auch nie Probleme zu Ohren gekommen, aber dennoch macht man da häufig die Negativ-Erlebnisse in Sachen Kompetenz. Andersherum hat das Pflegepersonal häufig im OP die Negativerlebnisse in Sachen Kompetenz der Studenten. Wenn ich da an so manche PJler denke, die mir im OP, besser gesagt in der ANÄ, über den Weg gelaufen sind, grusig.
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