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FrederikMD
04.02.2006, 18:00
Evil- Du hast ja so recht. Lass uns zugucken, wie ein Staat wie Iran Atomwaffen systematisch entwickelt.

lemonsoda
04.02.2006, 18:38
Auja toll, laßt uns nach der höchst erfolgreichen Irakinvasion den Iran plattmachen und dann mit Feuer und Schwert das Christentum über die Welt verteilen, denn wir sind ja Gutmenschen!! :-top :-)) :-keks


ganz genau das ist der Punkt! Ich bin keine Christin. Und will nie eine sein. Noch jemals irgendeiner anderen monotheistischen Religion angehören (müssen).

Ich will in einer Gesellschaft leben, die die Freiheit des Individuums respektiert und schützt.

Und ich will nichts mit Menschen zu tun haben, die mir eben diese Freiheit absprechen. Egal mit welchem Hintergrund.

Allen anderen begegne ich mit Toleranz...

suzi1609
04.02.2006, 19:14
Zu den Übergriffen auf dänische, deutsche und norwegische Einrichtungen: "Wenn irgendwo auf der Welt Muslime Terroranschläge begehen, wenn in Jordanien Familien ihre Töchter umbringen, weil sie mit einem Mann in einem Raum waren, der nicht ihr Verwandter war, wenn in Ägypten 90% aller Mädchen der Genitalverstümmelung unterzogen werden, wenn türkische Familien in Deutschland ihre Töchter ermorden, weil sie eine Beziehung zu einem Deutschen haben, dann hat das alles nichts mit dem Islam zu tun, Islam ist bekanntlich Frieden.
Aber irgendein EU-Büro in Palästina ist natürlich vollauf für Veröffentlichungen in dänsichen Zeitungen verantwortlich, ebenso die Norwegische Botschaft in Damaskus oder die dänsiche in Jakarta." :-keks hab ich wo gelesen
Seit den letzten Tagen stelle ich mir aber schon immer wieder die Frage, ob dieser Hass oder dieses scheinbar sehr starke Gefühl von Bevormundung und Unterdrückung durch den Westen in der muslimischen Welt gerechtfertigt ist?
Diese Wut auf die westliche Welt gab es ja schon lange vor den Kriegen gegen Afghanistan und den Irak aber eigentlich dachte ich auch immer, dass Europa versucht hatte mit den arabischen Ländern zusammen zu arbeiten und sie eigentlich auch immer als gleichberechtigte Partner behandelt hat. Trotzdem scheint sich in diesen Ländern ja eine Menge aufgestaut zu haben.

surfsmurf
04.02.2006, 19:37
Evil- Du hast ja so recht. Lass uns zugucken, wie ein Staat wie Iran Atomwaffen systematisch entwickelt.
Als wenn es nur zwei Optionen gäbe: Fröhlich auf Irans A-Bombe warten oder ihn mit B52s wieder Richtung Mittelalter bomben, oh und Nordkorea vielleicht auch noch, Völkerrecht, pah, Humbug. :-??? Damit wir uns richtig verstehen, ich bin auch nicht mit den Entwicklungen im Iran einverstanden. Aber militärische Mittel sollten meiner Meinung nach nunmal die letzte Abfahrt auf der Eskalationsautobahn sein.


Some call this evil Islamic radicalism; others, militant Jihadism; still others, Islamo-fascism. Whatever it's called, this ideology is very different from the religion of Islam. Quelle (http://www.whitehouse.gov/news/releases/2005/10/20051006-3.html)
Hat nicht irgendein verrückter Mulla gesagt, sondern "unser Leuchtturm der Demokratie"!

Ich muss mich doch sehr wundern, FrederikMD, wie tief der Ärger (? oder Hass?) gegen den Islam sitzt und wie wenig du bereit bist, dich auch mit dem gemäßigteren Islam zu beschäftigen. Genau DAS ist nämlich das Übel und beantwortet vielleicht auch zu einem Teil die Frage, die suzi gestellt hat: Seit dem 11.09.01 steht jeder dunkle Vollbart unter Generalverdacht, jeder Muslim wird als Feind der westlichen Welt gesehen. Die Reaktion der islamischen Welt darauf ist, sich noch mehr abzugrenzen und nun ihrerseits den Westen als Feind zu sehen. Dann hast du genau das getan, worauf Ahmadinedschad hinarbeitet: Die Welt zu teilen in Islam und Rest. Willst Du das wirklich?

s*bärli
04.02.2006, 23:52
Aber irgendein EU-Büro in Palästina ist natürlich vollauf für Veröffentlichungen in dänsichen Zeitungen verantwortlich, ebenso die Norwegische Botschaft in Damaskus oder die dänsiche in Jakarta. :-keks :-meinung


Seit den letzten Tagen stelle ich mir aber schon immer wieder die Frage, ob dieser Hass oder dieses scheinbar sehr starke Gefühl von Bevormundung und Unterdrückung durch den Westen in der muslimischen Welt gerechtfertigt ist?
Diese Wut auf die westliche Welt gab es ja schon lange vor den Kriegen gegen Afghanistan und den Irak aber eigentlich dachte ich auch immer, dass Europa versucht hatte mit den arabischen Ländern zusammen zu arbeiten und sie eigentlich auch immer als gleichberechtigte Partner behandelt hat. Trotzdem scheint sich in diesen Ländern ja eine Menge aufgestaut zu haben. Diese Gedanken hatte ich auch gerade, als ich mich durch die Nachrichten gewühlt habe! :-nix
Die Bilder über die wütenden Menschen, die Flaggen verbrennen und Möbel zertrümmern! :-((
Sorry, aber ich kann es mir nicht verkneifen, ich finde das ganz schön pubertär und übertrieben so ein Verhalten.
Und mir macht sowas ehrlich Angst!
Ich meine, was soll denn das bringen eine Botschaft anzuzünden. Was ändert das?
Für mich tickt da eine Zeitbombe *mulmigesgefühlhabbeidenbildern*

Tse Tse
05.02.2006, 00:48
(...) Flaggen verbrennen und Möbel zertrümmern!
Vielleicht haben sie Schwierigkeiten Billy-Regale und dergleichen aus dem schwedischen Möbelhaus aufzubauen. Sieht dann womöglich etwas rabiat aus, wenn sie die nach einer dänischen Anleitung versuchen zusammenzuschrauben.

Die Karikaturen haben sich so wie ich eine im Internet gesehen und verstanden habe ja noch nicht einmal über die Religion lustig gemacht/karikiert, sondern ganz handfest die Leute die fanatisch dahinter stehen überzeichnet. :-nix

Das überzeichnete Bild von geldgierigen Heuschrecken hat ja auch kurzzeitig die Wellen der Empörung bei uns höher schlagen lassen. Verständlich dass sich die Leute aufregen, wer bekommt schon gerne einen Spiegel vor seine in diesem Fall mit Dollarzeichen in den Augen leuchtende unmenschliche Fratze gehalten.

FrederikMD
05.02.2006, 04:39
Mir ist die Ideologie des Islam eigentlich egal- von Hass kann dabei keine Rede sein. Fakt ist, dass ein diktatorischer und nicht-demokratischer Staat- erklärter Feind Israels und damit der gesamten westlichen Welt- mit allen Mitteln versucht, Atomwaffen zu bauen. Es kann und darf nicht in globalem Interesse sein, dies zuzulassen. Und hat die EU nicht lange versucht, auf diplomatischem Wege eine Lösung herbei zu führen? Ich würde mir nicht wünschen, dass es zu einer militärischen Lösung kommen sollte. Aber auszuschliessen Iran militärisch zu lösen, darauf setzen doch die Machthaber in Teheran. Mir geht es nicht darum, jedem Moslem zwischen Marrokko und Jakarta in den Erdboden zu bomben. Dass der Rückhalt für dieses Land, dass dem großen Erzfeind Israel (und den USA als sein Partner) Widerstand leistet, unter Moslems sehr gross ist, ist doch unbestritten. Oder wann hat der letzte moslemische Demokratie-Führer (falls es soetwas gibt), das Existenzrecht Israels anerkannt? Wann muss sich fragen, auf welcher Seite man steht im Nahen Osten. Mir persönlich ist die Existenz Israels ein moralisches Anliegen. Und damit meine ich eines, dass in Frieden leben kann. Für micht steht leider fest, und selbst die EU hat dies erkannt, dass nun weitere Massnahmen gegen Iran folgen müssen. Dies kann wirtschaftlicher und politischer Natur sein, was einem sehr isolierten Staat weniger schadet, aber selbstverständlich auch die militärische Option nicht ausschliesst. Die unheilige Rolle Chinas und Russlands, die durch Kooperation mit Iran die Amerikaner (und damit unsere westliche Wertewelt) ärgern zu glauben, braucht man nicht zu diskutieren- deren Verständnis von Menschenrecht ist ein anderes. Kein Mensch redet von Hass gegen den Islam, aber seine politische Ausprägung muss Grenzen gesetzt werden- wenn nötig auch militärisch. Immerhin scheut sich Iran nicht, die Terroristen in Libanon und den Palästinensergebieten offen zu unterstützen, ähnliches gilt für Syrien. Ich will nicht die Religion dafür verantwortlich machen, aber, den Islam als friedliche Religion zu bezeichnen ist eine geschichtliche Verkennung.

Evil
05.02.2006, 09:58
Ich will nicht die Religion dafür verantwortlich machen, aber, den Islam als friedliche Religion zu bezeichnen ist eine geschichtliche Verkennung.
Das gilt genauso für das Christen- und Judentum.

Die Holzhammer-Diplomatie der USA und Israels sind definitiv nicht der geeignete Weg zur Lösung dieses Problems.
Daß die momentane iranische Regierung totalitär ist und deren Politik indiskutabel, steht außer Frage, aber was ist die Ursache für die gegenwärtige Situation?
Letztendlich die Tatsache, daß der Westen die letzten Jahrhunderte immer die Oberhand behalten hat und die arabischen Länder ziemlich demütigend untergebuttert hat. Nach diesem Schema fortzufahren würde also lediglich den augenblicklichen Status Quo zementieren und vielleicht kurzfristig die Bedrohung durch das Mullah-Regime beseitigen. In 10 Jahren haben wir dann den nächsten radikal-islamistischen Erzfeind, und das Spielchen geht von vorne los.

Ich glaube, die einzige Möglichkeit besteht darin, Iran und alle muslimischen Fundamentalisten ihre Grenzen aufzuzeigen, aber nicht mit Waffengewalt. Insofern fand ich Merkels Antwort "dann müssen Sie halt das Gesetz ändern" sehr gelungen. Es muß klar sein, daß militärisch vom Westen niemals wieder der erste Schlag ausgehen wird, denn allein das nimmt den Radikalen ihre Legitimation.
Das bedeutet auf der anderen Seite natürlich auch, daß Verteidigung kein leeres Wort ist.

Vielleicht wäre es auch mal nicht schlecht, wirklich tolerant auf die islamische Kultur zuzugehen, also nicht mit geheucheltem Verständnis, dafür mit klaren Grenzen.
:-meinung

Pünktchen
05.02.2006, 10:26
Vielleicht wäre es auch mal nicht schlecht, wirklich tolerant auf die islamische Kultur zuzugehen, also nicht mit geheucheltem Verständnis, dafür mit klaren Grenzen.
:-meinung

hmmm...vielleicht habe ich andere Vorstellungen, aber warum immer "wir"??? warum kann man nicht auch unsere Kultur tolerieren inklusive ihrer Pressefreiheit? Das ist vielleicht überspitzt gesagt, aber warum sollten sich die Dänen einer Religion/Kultur beugen und das tuen was sie sagen. Wo soll das enden?

Mit denen die auf die Strassen gehen und nordeuropäische mit Hakenkreuzen verzierte Flaggen verbrennen, kann man kaum reden, sie werden nicht verstehen warum man das nicht macht. Sie werden sich auch nicht mit der Entschuldigung der Zeitung (die das wahrscheinlich macht um den Weltfrieden!!! zu bewahren) zufrieden geben, weil sei den Unterschied auch nicht verstehen.

Doch wie will man die Unruhen unterbinden, wenn man auf dem Niveau der Diplomatie beim kleinen Mann nichts erreichen kann. Die Regierungen wissen das gut für sich zu nutzen, denn ich glaube, die sind die einzigen, die die Unruhen wieder unterbinden kann.




BTW Evil hat dazu ja schon was gesagt. Wie fandet ihr Merkels Stellungsnahme zum Thema Iran? Ich fand das war eine klare Ansage, die ich ihr so nicht zugetraut hätte.

surfsmurf
05.02.2006, 10:35
....die Tatsache, daß der Westen die letzten Jahrhunderte immer die Oberhand behalten hat und die arabischen Länder ziemlich demütigend untergebuttert hat. Nach diesem Schema fortzufahren würde also lediglich den augenblicklichen Status Quo zementieren....
Vielleicht wäre es auch mal nicht schlecht, wirklich tolerant auf die islamische Kultur zuzugehen, also nicht mit geheucheltem Verständnis, dafür mit klaren Grenzen. 100 % Zustimmung zu allem Gesagten !! :-top


Man muss sich fragen, auf welcher Seite man steht im Nahen Osten. Man muss Farbe bekennen, selbstverständlich, Europa und Deutschland muss sich auch zu Israel bekennen. Aber muss man damit verbunden zwangsläufig die islamische Welt ablehnen? Verdammt, Friedensprozesse dauern lange, so was erfordert Geduld und herbeibomben kann man einen Sinneswandel sicher nicht. Das ist vielleicht das einzige, was man aus dem Irakkrieg lernen kann.


hmmm...vielleicht habe ich andere Vorstellungen, aber warum immer "wir"??? Weil wir ein Interesse daran haben sollten. Ich finde es schade, dass so eine Annäherung immer als Bedrohung der eigenen Kultur erlebt wird. Wir müssen doch nicht unseren Werte abschwören, nur weil wir auf die Muslime zugehen. Integration und Annäherung sind immer Bemühungen, die von beiden Seiten ausgehen sollten. Aber manchmal muss halt einer den ersten Schritt machen, gerade wenn man diesen ersten Schritt lange verweigert hat - wie insbesondere wir Deutschen in unserem eigenen Land z.B. den Türken gegenüber.

Evil
05.02.2006, 10:41
hmmm...vielleicht habe ich andere Vorstellungen, aber warum immer "wir"???
Soll ich ehrlich sein? Der Klügere gibt nach, und meiner persönlichen Meinung nach ist der Islam in vielerlei Hinsicht tatsächlich rückständig.

Allerdings finde ich Arroganz von Seiten des Westens auch nicht angebracht, dazu hat der auch schon zu viele Fehler gemacht.
Was ich meine, ist, daß wir klare Ansagen ohne erhobenen Zeigefinger machen müssen.

lemonsoda
05.02.2006, 10:45
Das gilt genauso für das Christen- und Judentum.

Wie gesagt, ich lehne jede der 3 monotheistischen Weltreligionen ab. Aber, wenn du mal Zeit und Muße hast, vergleich mal Jesus mit Mohammed... so von wegen friedlich und moralischer Integrität...

Und die Ursache für die gegenwärtige Situation ist meines Erachtens darin zu suchen, dass "der Westen" eine Säkularisation durchgemacht hat, die sehr lange gedauert hat und für die viele Menschen hart gekämpt haben. Es geht da nicht um Politik... Höchstens im Sinne von Macht und Machtzementierung mittles Religion.

FrederikMD
05.02.2006, 10:54
Evil- ist die präventive Vernichtung des iranischen Atomprogramms nicht auch ein Verteidigungsschlag? Oder meinst Du mit Verteidigung den Zweitschlag als Reaktion auf die bedrohung durch den Iran? Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in der besseren Hälfte der Welt leben, weil bei uns Menschenrechte einen Stellenwert haben. Und dass die Hamas als Irans langer Arm Wahlen gewinnen kann, während Scharon Gaza und grosse Teile des Westjordanlandes räumt???? Das wäre so, als würde Polen freiwillig die ehemaligen deutschen Ostgebiete abgeben. Und daraufhin würden wir als dankeschön wieder die NSDAP wählen. Ich würde ja gerne der arabischen Seite etwas mehr positives abgewinnen, aber nach meiner Ansicht ist ein eminenter Minderwertigkeitskomplex Triebfeder von islamischen Terrorismus und dem dahinter stehenden Denken. Und ich denke, dass Beispiele wie Lybien zeigen, dass Härte der Weg im Umgang mit Diktatoren ist, auch in der arabischen Welt. Mit Appeasement kommt man bei diesen Jungs nicht weiter. Das hat doch rein gar nichts mit interkultureller Kompentez oder Toleranz zu tun, sondern mit einer faktischen Analyse der gegenwärtigen Situation im Nahen Osten und anderswo. Überall, wo Moslems auf "Christen" treffen, kommt es zu Spannungen, teilweise unter der Oberfläche. Ob in Frankreich, Russland, England der eben im Nahen Osten- da kann man doch ein gewisses Muster erkennen.

Pünktchen
05.02.2006, 10:55
Soll ich ehrlich sein? Der Klügere gibt nach, und meiner persönlichen Meinung nach ist der Islam in vielerlei Hinsicht tatsächlich rückständig.

Gut, wir sollen also die klügeren sein indem wir nachgeben? Was ist an nachgeben klug? Ich vergleich das hier mal absichtlich mit kleinen Kindern. Was machen die wenn sie merken, dass sie mehr haben können? Sie fordern das auch und wenn sie es nicht kriegen, dann machen sie eine Revolte.

Ich finde eine Linie der Toleranz sollte von beiden Seiten gezeigt werden. Ok, die eine Seite zeigt keien Toleranz also gibt die tolerante Seite auf um sich selbst und ihre Vorstellungen, die weit welt- und religionsoffener sind, zu unterdrücken.



Natürlich ist mir bewusst, dass es nichts bringen wird, den Konflikt zu lösen, wenn die westliche Welt nicht nachgibt und seine Meinung nicht unterdrückt.

Evil
05.02.2006, 11:05
Evil- ist die präventive Vernichtung des iranischen Atomprogramms nicht auch ein Verteidigungsschlag?Nein




Oder meinst Du mit Verteidigung den Zweitschlag als Reaktion auf die bedrohung durch den Iran?
Ja. Der muß nämlich erstmal kommen.




Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in der besseren Hälfte der Welt leben, weil bei uns Menschenrechte einen Stellenwert haben.DAS klingt nach Gutmenschentum.






Ich würde ja gerne der arabischen Seite etwas mehr positives abgewinnen, aber nach meiner Ansicht ist ein eminenter Minderwertigkeitskomplex Triebfeder von islamischen Terrorismus und dem dahinter stehenden Denken. Genau DAS ist das Problem, aber auf Deinem Weg verstärkst Du diesen Komplex bloß, und löst das Problem nicht.
Das Problem des Appeasement ist die latente und recht deutliche Arroganz des Westens. Besser wäre die Einstellung "O.k. Jungs, wir machen auch Mist, aber hört auf mit dem Quatsch, wir sehen auch so, daß Ihr Eier habt!"



@ Punkt: Kinder haut man aber auch nicht prophylaktisch, sondern erst, nachdem sie etwas ausgefressen haben. Und genau das meine ich.

Pünktchen
05.02.2006, 11:09
@ Punkt: Kinder haut man aber auch nicht prophylaktisch, sondern erst, nachdem sie etwas ausgefressen haben. Und genau das meine ich.

Ich hab auch nicht von schlagen gesprochen!!!! sondern von ich geb dir was du willst oder ich geb es dir nicht, alles auf dem nicht handgreiflichen Weg....und im grunde sollte man lerneffekte voraussetzen, da das Kind ja nicht gerade geboren wurde...oder???

FrederikMD
05.02.2006, 11:19
Ja. Der muß nämlich erstmal kommen.

- Nun, dass hat man den Hitlers, Stalins und Milosevics dieser Welt zugebilligt. Ich würde sagen, dass das ein Fehler war. Hier kommt aber mit der nuklearen Komponente eine völlig neue Dimension hinzu. Der Westen kann und darf einen Iran mit Atomwaffen nicht dulden. Deshalb ist Pazifismus im Umgang mit Diktatoren noch nie eine Lösung gewesen, auch wenn es populärer klingt.

DAS klingt nach Gutmenschentum.

- Ich will in keinem Land leben, wo ich meine Meinung nicht sagen, meine Ideen und Träume nicht verwirklichen darf. Wo man mir diktiert, was ich zu tun und zu lassen habe. Diese Werte und Privilegien sollten verteidigt werden, dass ist nicht Gutmenschentum. Vielleicht Egoismus, in jedem Fall aber lebenswerter. Ich will nicht ertragen (tolerieren), dass wir uns der lächerlichen Gewalt einiger rückständiger Länder beugen sollen, auch wenn das in Deinen Ohren arrogant klingen mag. Wenn man sich klar ist, was man selber möchte, dann lässt man sich auch nicht so schnell einschüchtern.



Genau DAS ist das Problem, aber auf Deinem Weg verstärkst Du diesen Komplex bloß, und löst das Problem nicht.
Das Problem des Appeasement ist die latente und recht deutliche Arroganz des Westens. Besser wäre die Einstellung "O.k. Jungs, wir machen auch Mist, aber hört auf mit dem Quatsch, wir sehen auch so, daß Ihr Eier habt!"


- Der Komplex ist doch viel tiefer verwurzelt. Und ich denke persönlich, dass Israel der Stachel im Fleisch der arabischen Länder ist. Da gibt es nur zwei Optionen: Entweder man tilgt Israel (nuklear) von der Landkarte, oder die arabischen Länder akzeptieren die Realítät, die sie sowieso nicht ändern können. Und dass Amerika so gehasst wird, ist doch seit vielen JAhren schon so, da die Unterstützung Israels von Washington am augenscheinlichsten ist.

Evil
05.02.2006, 11:21
Mit Nachgeben meine ich weder, denen einen Atomreaktor zu genehmigen noch sich wegen der Karikaturen Asche aufs Haupt zu streuen.

Sondern klar zu sagen: Wir wollen Euren Propheten nicht beleidigen, tut uns leid, wenn Ihr das so auffaßt, aber unseren Zeitungen werden wir trotzdem nix verbieten.

Kompromisse sind keine Schande.

FrederikMD
05.02.2006, 11:22
Wenn ich meine Meinung über den Propheten äußere, dann ist das mein Recht. Nur weil es den Islamisten nicht passt, mache ich keine Zugeständnisse. Hätte ein Diplomat diese Figuren gezeichnet, gebe ich Dir recht. Aber in einer freien Zeitung sollte eine freie Meinung stehen.

Pünktchen
05.02.2006, 11:24
Sondern klar zu sagen: Wir wollen Euren Propheten nicht beleidigen, tut uns leid, wenn Ihr das so auffaßt, aber unseren Zeitungen werden wir trotzdem nix verbieten.


Das ist kein Kompromiss :-oopss das ist nen Satz der einfach nur die Situation beschreibt, denn schliesslich wollte hier niemand etwas beleidigen. :-wow