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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mord unter Zypressen - nach der Privatvisite...



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Doktor_No
14.10.2014, 11:36
bisher war sein bestreben, möglichst lautlos zu agieren erfolgreich gewesen. fieberhaft überlegte er, wie er auch weiterhin geräuscharm handeln könnte. sein soeben erlegtes opfer hatte einen LED-lenser in der seitentasche der combat-hose, er nahm diesen an sich und blickte vorsichtig aus der tür. die anderen beiden waren auf direktem wege in seine richtung.
der trick mit dem leichen-schutzschild hatte vorhin so gut geklappt, das probierte er doch gleich nochmal!!!

den toten vorgeschnallt schwang er aus der tür, mit der linken zog er sich sein nachtsichtgerät herunter und leuchtete den beiden angreifern mit dem LED-lenser direkt in deren wärmeverstärker, so dass sie sich geblendet die dinger runter rissen, leider gab einer dabei eine 4 schuss-salve aus der MP ab, bevor er seinerseits von der mit schalldämpfer versehenen glock frontal terminiert wurde.

der andere sprang hinter die sich ihm am nächsten befindliche mauer, woraufhin der assistent nach vorne ging, den toten immer noch wie ein paket vor sich her bugsierend. als er den mauervorsprung erreicht hatte sprang der andere aus dem dunkel auf ihn zu, weiter ohne nachtsichtgerät. jedoch hatte unser assistent seines wieder auf, er hatte sich irgendwie intuitiv gedacht dass das ein vorteil sein könnte, zudem stiess er die leiche in richtung des springenden und warf sich seinerseits nach lateral, so dass er nach dem hochrappeln den rücken des letzten im keller verbliebenen angreifers direkt vor sich hatte, optimal für den einsatz des langmessers, das, zugegebenermassen gekonnt von seitwärts zwischen die rippen gestochen, einen beiderseitigen hämatothorax verursachte, brodelnd und blutiges sputum speiend taumelte der andere vorwärts, bevor ein beidseitig an die carotiden krachender handkantenschlag die baro-rezeptoren verwirrte. der keller war somit clean.

auf dem weg zurück versah der assistent die seiner meinung nach tragenden wände weiter mit semtex, die über sein handy auslösbaren zünder stellte er auf direkte reaktion.

Doktor_No
14.10.2014, 11:53
kurz vor dem kellerausgang führte eine holztreppe hinauf ins ergeschoss. er hörte die schweren schritte bevor er sich anschickte, den weg hinauf anzutreten. wahrscheinlich hatte die 4er salve den oder die anderen her beordert. nun war das mit dem lautlosen handeln wohl auch gegessen. er versuchte herauszufiltern, ob es schritte von einer oder mehreren personen waren. der erste gegener hatte 7 gesagt, vier hatte er bereits geschafft. blieben noch drei, wenn er nicht gelogen hatte...

er schloss auf 2 personen anhand der schrittfolge.

Doktor_No
14.10.2014, 21:51
Neben ihm schien die Sonne durch ein verstaubtes Kellerfenster, so dass er das nachtsichtgerät herunter nahm. Es war nun früher Mittag.
Mit seiner Einschätzung, dass es sich um zwei Personen handelte lag er richtig. Ihre Waffen im Anschlag stürmten sie den Treppenabsatz herunter. Der vordere war etwas erstaunt als der Assistent ihn mit einem Tritt gegen das Knie begrüsste, um ihm dann das nachtsichtgerät über zu stülpen und aus der kellertür ins freie zu befördern. Da auch er von der Sonne maximal geblendet wurde hatte er genug zu tun, um sich das nachtsichtgerät vom Kopf zu reißen, so dass er die entsicherte Handgranate in seinem Nacken gar nicht richtig bemerkte. Sein Begleiter wurde von seinem Gekröse geduscht als selbige detonierte, der Assistent meinte mit Fach-und sachkundigem Blick ein Meckel-divertikel erkannt zu haben als der Darm wie ein braunroter Regenbogen mit einem satten platschen auf den Boden klatschte.

Doktor_No
15.10.2014, 08:41
der verbliebene kombattant starrte geschockt auf die gekröseplatte. der schwanz des explodierten inkl. der eier und der prostata hatte sich post detonationem im geäst eines baumes verfangen, eine krähe war ungerührt herbeigeflogen und pickte nun an diesem festmahl: vogel-fellatio!
der assistent nutzte die chance und liess seine faust krachend im 90° winkel auf die rechte clavicula des opfers hernieder fahren, dies sah zwar etwas plump aus, etwa so wie bud spencer in seinen kultfilmen, war aber effektiv: das schlüsselbein zerbarst, so dass die waffenführende hand des geiselnehmers out of order war.

Doktor_No
15.10.2014, 09:10
nun kam des assistenten seine frühzeit als chirurgischer assi zupass: er war meister der ports gewesen!
blitzschnell inzidierte er die haut vor dem schlüsselbein mit dem kurzmesser auf ordentlicher länge und mit elan in der tiefe, dann zögerte er nicht lange und wühlte seine hand in das unterhaut-fettgewebe, mit den fingern spreizte er sich durch das ihm doch so vertraute warme, haptisch ansprechende gewebe, denn operieren ist präparieren in schichten! sein gegner wimmerte nur und blickte nit weit aufgerissenen augen auf seine rechte brust, unter deren haut sich wellenförmig die fingerbewegungen nachvollziehen liessen!
als die präpectorale tasche geformt war spuckte der assistent den semtex-klumpen aus, den er im mund gehabt hatte, stopfte den zünder rein und versenkte das überraschungsbonbon dann mit einem aufmunternden klopfen der anderen hand auf den linken oberschenkel in dieser iatrogen geformten körperhöhle. dann wurde aus dem klopfen auf den oberschenkel ein massiver tritt, denn nirgendwo entstehen so schön und so schnell grosse hämatome wie eben dort, so dass er nun eine menschliche bombe sein eigen nennen durfte, die ihm ganz bestimmt nicht wegrannte...

tortet
19.10.2014, 16:45
Taratin-esk

Doktor_No
20.10.2014, 08:26
"wo ist die geisel? und wieviele von euch warten auf uns?" zischte der assistent dem gegner in dessen ohr. er erhöhte den druck auf die implantationsstelle, so dass sein gegenüber wimmerte. mit der anderen hand drückte er ihm die glock in den nacken. wie quasimodo humpelte der versemtexte vornübergebeugt die treppe hoch. "unter dem dach..." winselte er dem assistenten entgegen. "es ist noch einer ausser mir." sein erstes opfer hatte offensichtlich tatsächlich die wahrheit gesagt!

Doktor_No
23.10.2014, 17:58
im dachgeschoss angekommen knebelte er seinen gefangenen, damit dieser nicht etwa bescheid gab. mit handzeichen herrschte er ihn an, in ca. 2 meter abstand vor ihm herzugehen. der assistent ging davon aus, dass der kidnapper blöd genug war, den versuch zu unternehmen abzuhauen oder sich und evtl. den verbliebenen zweiten mann zu retten sobald sie in der nähe der geisel wären. die uzi im anschlag schlich der assistent seinem menschlichen schutzschild hinterher.
ungefähr in der mitte des gebäudes ging eine gaube in richtung des gartens ab, sein gefangener war durch das oberschenkelhämatom sowieso bereits verlangsamt und in seinem bewegungsradius eingeschränkt, jetzt wurde er jedoch nochmal merklicher langsamer, der assistent sah wie er mit den augen strabistisch hin und her schwenkte, offensichtlich arbeitete es in seinem kopf panisch, um einen ausweg zu finden. naja, der kidnapper war nicht hier weil er das atom spalten konnte, insofern machte der assistent sich keine sorgen.
er sah, wie der vordermann mühsam sein bein hob, um den knapp über dem boden gespannten stolperdraht zu passieren...

Doktor_No
04.12.2014, 21:58
im nachhinein erinnerte sich der assistent an alles, was ab diesem zeitpunkt geschah als ob es in super slow motion geschehen wäre, ähnlich wie die "somewhere over the rainbow"-szene in face/off von john woo.

während sein gehirn mitschnitt, dass der schuh des kidnappers mit der profilsohle den draht berühren würde nahm er gleichzeitig aus den augenwinkeln das baby auf dem stuhl in der gaube wahr. das baby! vielleicht kam daher die assoziation zu face/off: die geisel war ein baby!!!!!!!!!!

Doktor_No
04.12.2014, 22:14
jetzt übernahm sein stammhirn das kommando, er war nur noch ein agierendes bündel aus adrenalin, selbsterhaltungstrieb, instinkt, muskeln, reflexen und absolut ungehemmter aggression. er zog das langmesser und setzte den hieb von oben nach unten sichelförmig an, sprang mit dem linken fuss ab und trennte den unterschenkel des kidnappers im gelenkspalt zwischen femur, tibia und fibula durch. nun hing der reststumpf noch an der patellarsehne, so dass der assistent den völlig verdutzten gegner mit der schulter voran in die gaube stiess und gleichzeitig mit dem rechten ellenbogen den stumpf einklemmte und maximal nach vorne bog, so dass das restgelenk mit einem satten krachen zerbarst, den wegfliegenden unterschenkel stiess der assistent mit dem rechten fuss nach hinten, weg vom stolperdraht.
er schmiss sich hinter seinen gegner, auch dieses verhalten in den letzten wochen und monaten in unzähligen drills für einzelkämpfer erlernt. im krav maga nennt sich dieses training muggling: der auszubildende wird mit mehreren gegnern konfrontiert und muss die situation lösen, es gibt keinen abbruch, entweder wird das problem gelöst oder man hat selber eines oder mehrere...

Doktor_No
04.12.2014, 22:36
schon wenige sekunden später zahlte sich sein verhalten aus, denn sein menschlicher schutzschild wurde von einer salve kugeln durchsiebt. die schüsse kamen durch die türöffnung, glas splitterte. der schütze musste also draussen sein. der assistent sah zu, dass er vom nun toten gegner wegkam, er hatte keine lust dass das semtex hochging, wenn er noch hinter dem typen lag. er kauerte sich neben den türrahmen, so dass er vermuten konnte zumindest temporär im toten winkel zu sein.

das baby wirkte recht entspannt. interessiert schaute es den assistenten an, dieser überlegte fieberhaft wie er den kleinen menschen hier herausbekam.
er schätzte das kind auf ungefähr ein jahr, ob junge oder mädchen - keine ahnung! die augen hatte er irgendwo schon mal gesehen, er wusste aber nicht wo. grünblau, gross und irgendwie voller vertrauen. das baby war auf dem stuhl festgebunden, immerhin nicht mit irgendwelchen plastikriemen oder ähnlichem, sondern mit breiten, offensichtlich gepolsterten nylonbandagen, hätten auch rucksackriemen sein können. das baby war den arschlöchern also wohl nicht total egal.

Doktor_No
04.12.2014, 22:43
er robbte wieder hinten den mittlerweile nicht nur toten, sondern auch ausgebluteten gegner (mittlerweile das dritte mal, dass er sich dieses "human shield"-dinges bediente) und bugsierte diesen dann im liegen vor sich her zum baby. er schnitt das kind los und band sich die nylonriemen um die brust, so dass er das baby wie in eine trage setzen konnte. vor das kleine bündel hob er dann wieder den toten, das baby war nun sozusagen die wurst im hotdog (kurz kam ihm in den sinn, dass er mal in der klinik mit einem wertgeschätzten kollegen der unfallchirurgie einen dreier mit einer weltklasse op-schwester geschoben hatte, die scherzhaft meinte sie sei wohl die scheibe käse im sandwich... er wischte den gedanken zur seite, auch erinnerungsfetzen mit sätzen wie "dekoriert mich wie ein plunderstückchen mit zuckerguss!" hatten grade keine synaptischen vakanzen zur verfügung).

Doktor_No
04.12.2014, 22:53
falls dieses kind später dauerhaft psychologische hilfe brauchen würde wäre es eben so, ein risiko dass er bereit war auf seine kappe zu nehmen wenn es denn eintreten würde.

sein plan war gefasst.

er rannte los, aus der gaube heraus genau auf das fenster zu, durch dass die schüsse gekommen waren. auch jetzt hörte er das stakkato der uzi, ein geräusch das unverwechselbar war, irgendwie unregelmässig, passend zu der seltsamen form der waffe, die aber mit das beste ist was man zum töten benutzen kann. und nach dem motto "wie du mir, so ich dir!" feuerte er aus seiner eigenen uzi die 9x19 projektile in die richtung, aus der er glaubte die gegnerischen geschosse auf sich zu ziehen. die auf sie zufliegenden patronen schlugen in den semtex-mann ein, nur gut dass er seinen kevlar-rückenprotektor subcutan über den sprengstoff-klumpen geschoben hatte (er hatte eben jenen kevlar-protektor im toten winkel der gaube mit dem kurzmesser so zurecht geschnitten, dass er hierfür und zum polstern des kindes von vorne und seines eigenen halses genug material hatte).

Doktor_No
04.12.2014, 23:01
als er durch das fenster nach draussen sprang kauerte er sich über dem kind zusammen und hoffte, dass er sich richtig erinnert hatte und sie direkt auf das dach eines autos krachen würden.

seine erinnerung war okay, allerdings schlugen sie auf der motorhaube auf. der tote federte den aufprall leidlich ab, mit einem griff hinter den rücken löste der assistent das nylon und rollte sich mit dem baby vor der brust nach links von der motorhaube herunter, schob das kind unter den wagen in richtung des kofferraumes und lehnte das kevlarstück an das baby, bevor er selbst sich mit den beinen davor legte und die zünder auslöste.

Doktor_No
05.12.2014, 00:28
das haus schien kurz wie ein apnoe-taucher einzuatmen bevor es in die luft flog. gleichzeitig hob das auto ab und fiel dann aus ca. 40cm höhe wieder herrunter. zu diesem zeitpunkt (vielleicht alles in allem 2 sekunden nachdem er auf seinem mobiltelefon die zündung ausgelöst hatte) war der assistent durch die detonation schon taub, weil ihm beide trommelfelle gerissen waren, durch die hitze der explosion waren seine haare versengt und die haut pellte sich an den ohren und der nase durch die verbrennungen. er wusste von seinen semtex-depots im keller und der menschlichen bombe die er gebaut hatte, zudem war im dachgeschoss der stolperdraht gewesen. vielleicht hätte er das mit dem nylonrest, denn er aufgeribbelt hatte und dann erst mit dem einen ende um sein bein gewickelt bzw. das andere ende um den stolperdraht sein lassen sollen, aber er fand die idee gut, den von seinen gegnern gelegten "bombastischen" draht nicht ungenutzt zu lassen sondern beim sprung aus dem fenster und dann beim erreichen der nylonspannung die sprenladung auszulösen. so wie das hier aussah war der gesamte dachstuhl mit orentlich sprengstoff ausstaffiert worden, denn der dachstuhl war einfach komplett weg und überall prasselten ziegel, holzstückchen und glassplitter herunter wie ein gewitter aus der hölle.

weil er taub war machte es ihm auch nichts aus dass der philosoph vor ihm stand und ihn anschrie, während andere aus seiner ausbildungstruppe ihm seine waffen abnahmen. er hatte keine ahnung was der philosoph im entgegen schleuderte, offensichtlich war sein instructor aber sehr aufgeregt. es war ihm grad scheissegal.

weil er immer noch voller endorphine war machte ihm auch der durch den aufprall des autowrackes gebrochene linke oberschenkel keinen kummer. er spürte, dass an seinen wangen blut herunter lief - total egal.

weil er ein idiot war erkannte er erst die augen des babies wieder, als durch den rauch, die flammen und das ganze chaos giulia mit einem combat-anzug und einer aus dem mündungslauf rauchenden uzi in der hand auf ihn zutrat. sie sah phantastisch aus. das baby hatte die perfekte mischung aus ihren augen und den augen ihrer schwester emilia!!!!

sie beugte sich zu ihm herunter, irgendjemand sprühte das vorne brennende autowrack mit löschschaum voll, langsam bemerkte er die schmerzen, aber ihr kuss, salzig, warm, feucht und bitter war das beste analgetikum dass es geben konnte. nachdem sie sich von ihm gelöst hatte übereichte der philosoph ihr das baby, sie nahm es liebevoll in den arm, die beiden wirkten vertraut miteinander. er wandte sich mit seinem gesicht in richtung des philosophen und fragte ihn so laut er konnte (er musste sich ja gerade mal nun auf seine knochenleitung verlassen): "habe ich bestanden?!"

dann wurde er bewusstlos.

Doktor_No
05.12.2014, 13:42
warm. hell. weich. angenehm. surreal. kuschelig. wohlriechend.

diese adjekive gingen ihm durch den kopf als er die augen aufschlug. er lag auf einem mit weissen laken bezogenen king size boxspring bett, der raum war riesig, der boden mit eichendielen belegt, die steinernen wände ragten mindestens 4,50 meter nach oben, an der decke tobias grau lichtobjekte. in einer ecke befand sich eine riesige waschtisch/ toiletten/ bidet-ansammlung, dort hatte man den boden mit granit bedeckt, daneben eine enorm ausladende rainshower-dusche nebst passendem jakuzi. alles vom feinsten.

durch die bodentiefen, vergitterten fenster strahlte die sonne herein, zypressenwipfel wogten in einer sanften brise. aus dem bose soundsystem erschallte sergio mendes.

Doktor_No
05.12.2014, 14:06
er war zugedröhnt. aber giulia erkannte er sofort. sie sass neben seinem bett auf einem eames lounge chair, ein ipad auf dem schoss, die beine auf dem ottoman gelehnt. langsam hob sie den kopf und lächelte ihn an, erhob sich langsam, kam ans bett, setzte sich auf die kante, beugte sich über ihn und küsste ihn sanft und doch offensiv. trotz grosser mengen dipi bekam er sofort einen ständer, ein umstand der ihr nicht verborgen blieb, sie nahm seinen schwanz in die hand und strich ein paar mal am schaft auf und ab, nicht ohne auch die eichel und das frenulum mit gechicktem fingerschlag zu verwöhnen. bevor es jedoch eskalierte liess sie von seinem dödel ab und grinste frech.

"jetzt bist du bestimmt verwirrt, oder?!" fragte sie ihn. er konnte nicht umhin, auf diese frage mit einem leichten kopfnicken und schulter hochziehen zu antworten.

jetzt blickte er an sich hinunter, neben seinem riesigen prügel fiel ihm das dick eingepackte linke bein auf, eine redon drainage ragte auf höhe des beckens heraus.

"komm, trink erstmal was, wir lösen das rätsel gleich auf" sagte giulia und reichte ihm ein glas aqua panna.

die tür öffnete sich, und herein kamen der philosoph und ein mann, mit dem er nun so gar nicht gerechnet hatte...

Doktor_No
05.12.2014, 14:23
flavio stürmte direkt auf ihn zu und schloss ihn in die arme, der assistent meinte dabei sogar tränen im gesicht des paten zu erkennen. jetzt verstand er gar nichts mehr!

dann schaute er noch einmal aus den vergitterten fenstern. vergittert... zypressen... hohe steinmauern... alles vom feinsten... dann verstand er... "wir sind in volterra!" entfuhr es ihm.

Doktor_No
05.12.2014, 14:49
und dann löste sich der gordische knoten auf:

flavio war über marios machenschaften die ganze zeit bestens im bilde. er hatte giulia bei mario eingeschleust um aus erster hand zu erfahren, was die gegenseite plante. dann hatte er über seine kontakte den philosophen bei marios söldner truppe ins spiel gebracht, man kannte sich von früheren geschäften. der philosoph war loyal und vertrauenswürdig, denn: er war mit emilia zusammen! das baby war das ergebnis dieser hoch brisanten und den meisten gegenüber verheimlichten verbindung, doch kurz nach der geburt trennte sich emilia vom philosophen, typisches frauen-ding: sie hatte angst dass er sterben würde bla bla bla, kind ohne vater, besser gleich die verbindung kappen usw. usf. .

flavio blieb entspannt, "dottore, man muss warten können als mann!" sagte er nur lapidar. das baby wurde die meiste zeit von emilias mutter betreut, damit es im wahrsten sinn des wortes aus der schusslinie kam.

Doktor_No
05.12.2014, 15:13
und dann kam der assistent ins spiel - ein zufall, ein treppenwitz des schicksals, aber ein mafioso weiss wenn er die gelegenheit am schopf packen muss!

an dieser stelle der geschichte unterbrach flavio seine erzählung, der philosoph fuhr mit seinen ausführungen fort. "du hast mich fertig gemacht mann! mario hat über schwatzhafte möchtegern-fritzen von emilia und mir erfahren, wir waren da zwar schon nicht mehr zusammen, aber er erfuhr auch von unserem gemeinsamen kind. dann hat er als demütigung und signal an flavio emilia ermorden lassen und mich letztendlich gezwungen mein eigenes kind bei deinem "all in" als geisel zur verfügung zu stellen. als ultimative probe des bekenntnisses ihm gegenüber sollte giulia dann den last sniper machen, die tante des kindes! kannst du dir das vorstellen?! bloss gut, dass ich beide, emilia und giulia auf wunsch von flavio seit kindesbeinen an an der uzi trainiert habe. giulia hätte weder marco (AHA, ein junge also!) noch dich getötet, aber reallistisch musste es schon aussehen, und dann drehst du völlig durch wie in so einem action-film! ich hatte wirklich angst. offensichtlich haben wir mit dir ein pulverfass bekommen und fröhlich die lunte angesteckt...! und übrigens: du hast bestanden!"