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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das erste Mal Blutabnehmen und Kanüle legen



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Nilani
22.08.2007, 21:08
Naja, er hat danebengestochen, dann gesucht und doch was gefunden und hat immerhin halbe Monovette vollbekommen, dann isser abgerutscht und hat durchgestochen, was man daran sah, dass der arm dann blau wurde. In diesem Fall sollte man schon rausziehen und nicht nochmal ziehen, um das Röhrchen doch noch vollzukriegen

Handschuh ist sicher jedem selbst überlassen, aber dass man desinfiziert, dann einmal rüberwischt (und zwar nur einmal und nicht mehrmals, als wenn er Fenster putzt oder so) und dann nicht nochmal anfaßt, sondern reinsticht, sollte man schon wissen, zumindest, wenn man so weit ist, wie derjenige :-nix

Hab letzte Woche meinem Lieblingsanästhesisten zugesehen und glücklicherweise sehen können, dass es auch anders geht, sonst hätte ich so langsam die Hoffnung verloren, weil sich so ne kleinen "Standardfehler" irgendwie schon häufen und als normal angesehen werden.

THawk
22.08.2007, 22:10
Sorry, aber ich finde dich hierbei etwas übersteigert.
Okay, sonderlich abgeklärt scheint er sich nicht verhalten zu haben, aber du bist schon mega kritisch.
Wenn der Arm blau wird muss er nicht durchgestochen haben - auch wenn man leicht zurückgezogen hat und damit nicht mehr in der Vene steckt kann Blut aus dem Gefäß ins Gewebe kommen und ein Hämatom entstehen. Wenn ich nur noch wenig fürs Röhrchen brauche würde ich auch versuchen es zu retten.
Und mit dem Desinfezieren: Warum 1x drüberwischen? Wenn du wirklich aseptisch arbeiten wölltest müsstest du die Desi eintrocknen lassen. Schließlich hast du keine sterilen Tupfer. Macht man nicht weils so lange dauert. Schlussendlich willst du die Keime reduzieren. Da hast du in der Theorie sicherlich recht, ob's in der Praxis einen Unterschied macht? Ich glaube nicht.
Es ist wichtig zu unterscheiden was man macht - Blutentnahme < PVK < ZVK < LP ...

Eilika
22.08.2007, 22:25
ich fass auch nochmal mit dem finger auf die vene...ok, normalerweise hab ich nen Handschuh an, aber unabhängig davon, ist Desinfektionsmittel auf meinem Finger genauso wirksam wie auf der Haut des Pat. Also beides desinfizieren und ich kann auch anfassen. Und ne Bakteriämie hast Du eh zweimal am Tag beim Zähneputzen...

derAnda
24.08.2007, 17:34
Naja, er hat danebengestochen, dann gesucht und doch was gefunden und hat immerhin halbe Monovette vollbekommen, dann isser abgerutscht und hat durchgestochen, was man daran sah, dass der arm dann blau wurde. In diesem Fall sollte man schon rausziehen und nicht nochmal ziehen, um das Röhrchen doch noch vollzukriegen



Weiter zu aspirieren wenn man durchstochen hat ist eigentlich ne gute Möglichkeit die Vene wieder zu "finden". Ein bisserl wie beim ZVK legen.
Blaue Flecken liegen zum Teil auch an Mangelnder Patientecompliance :-)). Wer brav drückt, der kann auch bei einer zerstochenen Vene den Schaden minimieren.

Schneewitche
25.08.2007, 08:23
Ich hab gestern auch zum ersten mal diese neuen Sicherheitsvigos kennengelernt. Auf station sind mir die normalen Nadeln mit diesem lustigen Klappteil schon einige male unter gekommen (bringt das wirklich was?). Ich habs bei der Vigo erst gar nicht gemerkt beim stechen. Hattet ihr da irgendwelche Unterschiede gemerkt? Vielleicht war ich auch ein wenig verwirrt, weil mir ein Sani-Praktikant "assistiert" hat und ich es gewöhnt bin selbst zu desenfizieren und ab zu wischen. Beim rückziehen hab ich dann erst dieses komische Teil auf der Nadel bemerkt.
Was ich mich jetzt frage, muß ich die Teile irgendwie anders bedienen? Oder hab ich die falsch behandelt (stechen, leicht zurück ziehen, blut kommt in Kontrollkammer, Vigo vorschieben, fest kleben, Nadel raus, Infuson dran) ?

Nilani
27.08.2007, 19:44
Weiter zu aspirieren wenn man durchstochen hat ist eigentlich ne gute Möglichkeit die Vene wieder zu "finden". Ein bisserl wie beim ZVK legen.
Blaue Flecken liegen zum Teil auch an Mangelnder Patientecompliance :-)). Wer brav drückt, der kann auch bei einer zerstochenen Vene den Schaden minimieren.

Ich glaub, dazu war er dann doch etwas nervös, aber Schadensminimierung war in dem Fall schwer. Zum einen war Arm bereits blau, als Kanüle noch drin war, zum anderen konnte ich nicht richtig drücken, da ja anschließend noch der andere Arm herhalten mußte :-blush

Im Übrigen hab ich nix gegen durchstechen (naja, ein wenig doch, aber ok :-D ), passiert mir sicher auch noch das eine oder andere mal in meiner Karriere, aber wenn ich mit seinen Vorbereitungen in meine AH-Prüfung gegangen wäre, wäre ich durch den praktischen Teil durchgefallen. Auch wenns "nur" ne einfache Blutabnahme ist, sollte man einfach ein paar Dinge beherzigen. Zumindest weiß ich, dass ich es anders machen würde, fürs erste reicht mir das als Einsicht. Und in einem Jahr darf ich mich ja bis zum Erbrechen an Blutabnahmen und (hoffentlich) auch Viggos legen, probieren :-))

Hoppla-Daisy
27.08.2007, 19:54
Ich freu mich schon drauf :-D

medimädchen
27.08.2007, 20:00
Also das erste mal Blut abgenommen - während meines zweiten Pflegpraktikums....so etwa im 3 oder 4 Semester. Mein erster Versuch war an einer Ärztin *gg* - naja ging ganz gut. Und dann eigentlich so richtig während der ersten Famulatur. Perfektionniert hab ich das Ganze dann während des Tertials in der Inneren, als sie uns PJ´ler immer fein in die Geriatrie geschickt haben, um den armen, venenlosen Opfern das Letzte Blut auszusaugen.

Ja und meinen ersten Zugang hab ich recht spät erst gelegt - ich glaub in meiner letzten Famulatur erst; also so im 7-8 Semester mit einer Anfangserfolgsrate von 20 % (Erfolg selbstverständlich) - auch hier danke ich wieder dem Innere Tertial, was mich zur Höchstform brachte.

Letztlich ist es doch die Routine, die aus jedem von uns einen guten "Blutsauger" macht....das gleiche gilt dann für ZVK´s und co.

bangen
27.08.2007, 20:34
Und wie ist es mit IM-Spritzen setzten? Da kann man eigentlich viel mehr Schaden anrichten. Oder nicht?

PhineasGage
28.08.2007, 07:39
@schneewitche:

ja, hier bei meiner famulatur in der rettungsstelle gibts auch nur noch solche sicherheitsbraunülen....
sind m.e. ein wenig stumpfer als die standartbraunülen, ansonsten aber genauso gut zu bedienen....und man braucht bei patienten mit floriden psychosen, junkies etc. nicht mehr ganz so panisch zu sein, wenn die kanüle nicht direkt im abwurf landet........ich mag die dinger.....

derAnda
28.08.2007, 09:42
Und wie ist es mit IM-Spritzen setzten? Da kann man eigentlich viel mehr Schaden anrichten. Oder nicht?

Gluteal definitiv. Aber wenn man in den Deltoideus sticht und dabei nicht gleich die Vena cephalica punktiert, ist man eigentlich ganz gut auf der sicheren Seite.

@Nilani

Mit der Prüfung sprichst du was ganz wichtiges an: Die wenigsten von uns haben gelernt wie man nach dem Lehrbuch vorgeht. Klar in Mibi/Hygiene haben die schon was dazu erzählt, aber das ging bei mir ehrlich gesagt rechts rein und links wieder raus. Ohne entsprechende Übung/Drill bleibt die genaue Vorgehensweise kaum hängen. Man machts halt so wie mans auf Station gelernt hat.

zvesda
31.08.2007, 19:24
ich hab das erste mal am 3. tag meiner ausbildung zur medizinischen fachangestellten blut abgenommen..... ich sollte zuerst an einer banane üben -.-° .. allerdings hat sich zuhause schnell mein vater erbarmt und sich als versuchskaninchen zur verfügung gestellt - allerdings hab ich die vene durchstochen, es gab eine große "beule" an der einstichstelle und es wurde ganz fies blau^^ ..... bei den patienten klappte dann aber alles besser:) über fleißig weiter

bangen
31.08.2007, 19:41
Bei mir war das so:
Im Krankenpflegepraktikum durfte ich nur subcutan Heparin spritzen.

Die erste IV Punktion dann im Kurs klinische Chemie gegenseitig unter Mitstudenten unter Aufsicht des Kursleiters.

Ich dachte immer einfach so mit IV anfangen wäre auch aus Haftungsgründen garnicht erlaubt.

Miss_Verständnis
04.01.2008, 15:21
Ich musste/durfte bereits am 2. Tag meines ersten Krankenpflegepraktikums Blut abnehmen. Und von da an dann täglich von mehreren Patienten... Hat zum Schluß wirklich gut geklappt..auch wenn ich am Anfang echt ganz schön rumgezittert hab... ;-) Kanülen legen durfte ich noch nicht, aber dafür s.c. injiziieren (Monoembolex u.ä.)..

derAnda
04.01.2008, 19:29
Ich dachte immer einfach so mit IV anfangen wäre auch aus Haftungsgründen garnicht erlaubt.

Wär mir neu. Ich will mir allerdings auch nicht ausmalen, wie viele Versicherungsauflagen und Gesetzesvorschriften ich während des Studiums (unwissentlich) gebrochen bzw verletzt hab.

Fersenbein
06.01.2008, 16:09
erstes Mal Braunüle gelegt habe ich in der Ausbildung zum Sani, beim ersten Mal hat es zwar geklappt (Milimeter für Milimeter das Ding reingezittert), aber dafür habe ich dann beim zweiten Mal eine riesen Sauerei gemacht und das ganze Bettzeug war reif für den Wechsel. "Gelernt" habe ich es dann erst in der letzten Famulatur und "richtig gut" konnte ich es dann nach dem Innere-Tertial im PJ. Blut abnehmen, kann mich gar nicht richtig erinnern, wann es das erste Mal war. Ich glaub im Physio-Praktikum. Hab ich aber auch erst in der letzten Famulatur wirklich gelernt - weil einfach häufig gemacht.

Moorhühnchen
06.01.2008, 18:54
Bei mir war's in der ersten Famulatur nach dem 5. Semester. Hatte eine ganz liebe russische HNO-Ärztin an meiner Seite, die hier ihr Anerkennungsjahr machen mußte - die hat es mir ganz toll erklärt und war bei den ersten Malen immer dabei. Nach der Famu in der Notaufnahme war ich richtig fit, aber das ist lange her....
Nun bin ich im PJ und lerne es langsam wieder......... :-))

Kleiner_Medicus_w
06.01.2008, 20:07
wann? im 2. ausbildungsjahr zur MTRA. in der facharztpraxis für nuklearmedizin. blutabnehmen wars damals. hat alles super geklappt. habs bei 4 patienten gemacht und 4 mal getroffen. in der radiologie sollte ich dann mal eine flexüle legen für ein Intavenöses Pyelogramm. Das ging total daneben :-)) Hab die Vene einfach verfehlt. Die MTRA musste aber nicht nochmal neu stechen sonden hat die Flexüle einfach ein wenig zurückgezogen und an richtiger Stelle eingeführt :-)) :-)) :-))

Cassy
08.01.2008, 17:51
Mein erstes mal Bluabnehem war gleich zu Beginn des 2. Ausbildungsjahrs (Krankenpflege) während meines Einsatzes auf der Intensivstation. Damals hatte ich ehrlich gesagt sehr viel Angst davor. Mit der Zeit nahm die Angst ab, auch wenn die Venen bescheiden waren.

Das erste mal, dass ich eine Viggo gelegt habe war erst ca 1 Jahr nach meinem Examen als ich von Intensivstation in die Anästhesie gewechselt habe. Auf der ITS war den Pflegekräften das Legen einer Viggo verboten. Meine erste Viggo habe ich dann einfach zur Übung einem damaligen Kollegen gelegt und sofort getroffen. Mit der Zeit war die Angst weg und die größte Herausforderung war, in winzige Venen möglichst große Zugänge zu bohren :-))

Jetzt habe ich seit Studiumbeginn im Oktober keine einzige Viggo mehr gelegt, geschweige denn Blut abgenommen. Ich hoffe sehr dass man das nicht so schnell verlernt :-blush Es hat mir damals nämlich immer sehr viel Spaß gemacht wenn man erfolgreicher war als die Ärzte *pfeiff*

Aneta
08.01.2008, 18:36
in der 2. woche meines ersten krankenpflegepraktikums :) hat spaß gemacht