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Conse
11.12.2006, 18:59
wenn ihr die möglichkeit habt euer kkp auf der intensivstation abzuleisten, würde ich das auf jeden fall wahrnehmen.

ich war 2 monate in der allgemeinchirurgie und danach wurde ich von der pflegedienstleitung gefragt, ob ich nicht interesse hätte auf der intensivstation den letzten monat abzuleisten, da ihr personal knapp war zu dem zeitpunkt. ich war natürlich einverstanden, aber auch nicht sicher, ob man mir die intensivstation anerkennen würde. aber die bescheinigung über das kkp ist eh ohne hinweis auf eine station ausgestellt worden bei mir.

der große vorteil auf der intensivstation ist u.a., dass es einfach weniger patienten gibt und du weniger patienten waschen musst. das ging mir nämlich ziemlich auf den sack mit der wascherei muss ich sagen. auf der intensivstation war ein pfleger für 2 patienten zuständig und da wurde ich dann einem zugeteilt. auf normalstation musste ich mit schwesternschülerinnen ganze gänge abarbeiten. ziemlich ätzend. und auf der intensivstation passiert auch einfach mehr. ich kann es nur empfehlen.

mfg conse

Grübler
11.12.2006, 19:30
Ich sag nur: "Waschstraße" :-)

30 Betten auf der Station. Davon _mindestens_ 15 zu waschen bei Vollbelegung (die meiste Zeit in 3 Monaten), natürlich extrem schwer zu mobilisieren, teilweise [...]

Das war ein Erlebnis, absolut :-top

Roxane
11.12.2006, 20:02
Mindestens genauso geliebt habe ich das Bettenbeziehen. Samstags, einzige Praktikantin - und die Betten müssen natürlich perfekt aussehen, wenn's nicht ganz so stimmt, geht die Welt gleich unter; dabei spielt auch keine Rolle, dass die meisten Patienten zufrieden sind. An diejenigen, die die Arbeitsbelastung beklagen, die Praktikaten angeblich verursachen: Erstens finde ich es seltsam, dass ich fast kein einziges Mal auch nur eine Minute früher heimgeschickt wurde. Zweitens waren auch Krankenschwestern einmal Schwesternschülerinnen und mithin auf Leute angewiesen, die willens sind, andere auszubilden.

Ich will nicht eine ganze Berufsgruppe unter einen Kamm scheren, aber zumindest über unsere Krankenschwestern kann ich nur den Kopf schütteln. Schlechte Stimmung, Frustration ohne Ende; alles wusste man besser als die Ärzte ("warum verschreibt dieser Idiot schon wieder das Bifi" (gemeint war das Bifiteral)), über dieselbigen wurde gelästert ohne Ende ("menschliche und fachliche Pfeifen"); dass die Essensbestellung oft fehlerhaft war, lag natürlich nur an dem bösen Programm und nicht etwa an der mangelhaften Beherrschung desselbigen etc.

Wäre das alles nur mein persönlicher Eindruck gewesen, würde ich das nicht posten - aber wir hatten auch zwei FSJlerinnen auf Station, die genauso wie ich wegen der Atmosphäre und dem Arbeitsniveau gefrustet waren. Ich weiß, dass hier viele immer die Ärzte als die arroganten, bösen Chefs ansehen. Aber wie immer ist die Wahrheit nicht ganz so einfach und plakativ. Den Eindruck, dass die Pflegerinnen von den Ärzten irgendwie getriezt wurden, hatte ich nicht, eher umgekehrt. Irgendwie scheint - ich verallgemeinere nicht, ich spreche nur für meine Station - bei den Schwestern ein tiefer Minderwertigkeitskomplex bestanden zu haben, den ich so nicht verstehe. Viele sind wahrscheinlich in die Ausbildung gegangen mit der Vorstellung, einen Beruf auszuüben, wie ihn das Fernsehen suggeriert. Die Wirklichkeit mit den Nachttöpfen, dem Dauerklingelkonzert und dem Leid sieht natürlich anders aus. Die Arbeitsbelastung kann allerdings nicht der einzige Grund für diese Unzufriedenheit sein - einer der Stationsärzte war regelmäßig von 8 bis 8 auf Station, und auch er hat Familie und Kinder. Trotzdem habe ich die Ärzte selten schlecht gelaunt erlebt; die PJler und Famulanten haben sie - wenn sie ihnen auch nicht allzu viel beigebracht haben - zumindest sehr kollegial behandelt.

Vorsicht: Das hier soll keine Idealisierung von Ärzten und Verteufelung von Krankenschwestern sein. Ich selbst bin weder Arzttochter noch sehe ich auf irgendjemanden herablassend, dazu bin ich gar nicht in der Position. Aber nicht immer sind nur die Ärzte am schlechten Klima schuld.

Was die Chefärzte und ihre schlechte Beherrschung einfacher Tätigkeiten wie dem Loslösen der Bettbremse angeht: Auch wenn hier alle gleich mit Tomaten und Eiern werfen werden - er muss das nicht können. Irgendwie verlangen alle hier, dass jeder Arzt ein perfekter Krankenpfleger sein muss. Muss er aber nicht, genauso wenig wie Krankeschwestern Ärzte zu sein haben. Sie müssen vielleicht die medizinischen Anweisungen der Ärzte befolgen, sind aber keine Arztassistentinnen noch den Ärzten irgendwie unterstellt. Ein Chefarzt muss in erster Linie vor allem fachlich gut sein. Ob er jemanden lagern kann oder nicht, ist absolut nebensächlich. Wer schon mal vor dem OP-Saal um das Leben eines nahe stehenden Menschen gezittert hat, wird verstehen, was ich mit den letzten beiden Sätzen meine. Das Krankenpflegepraktikum soll Einblicke in die Krankenpflege gewähren (manchmal würde es dem Praktikanten deswegen schon sehr viel bringen, wenn man ihn einfach zugucken lassen würde), es soll aus ihm aber weder einen perfekten Krankenpfleger machen noch ist letzteres erforderlich.

Achtung: Der letzte Satz soll nicht die Qualifikation bzw. den Beruf der Krankenschwester abwerten. Ohne ein gutes Pflegeteam kann kaum ein Mediziner besonders viel ausrichten. Aber die Krankenpflege ist keine Hilfsdisziplin für die Medizin noch etwas, was ein Mediziner einfach nebenbei lernen kann. Und das stellt eine Wertschätzung dar.

KingLoui
11.12.2006, 20:39
Deckt sich sehr mit meinen Erfahrungen, ausser das bei mir der Stationsarzt wirklich 'ne ziemlich Pfeife war. Finde diesen latenten Minderwertigkeitskomplex vieler Pflegekräfte auch ziemlich unverständlich und ärgerlich. Ich persönlich behandele Menschen zumindest nicht schlechter wenn sie eine niedriger soziale Stellung haben, und finde das umgekehrt auch ziemlich bescheuert.

my_precious
12.12.2006, 14:48
Finde diesen latenten Minderwertigkeitskomplex vieler Pflegekräfte auch ziemlich unverständlich und ärgerlich. Ich persönlich behandele Menschen zumindest nicht schlechter wenn sie eine niedriger soziale Stellung haben, und finde das umgekehrt auch ziemlich bescheuert.

... sorry aber krankenschwestern sind doch nicht in einer niedrigen sozialen stellung. oder vll meintest du das nur ganz allgemein, hört sich trotzdem ein bisschen überheblich an...
:-nix

mama1979
12.12.2006, 14:53
doch krankenschwester sidn niedriger als ärzte

wanci
12.12.2006, 15:09
Arzt und Krankenschwester sind die zwei angesehensten Berufe überhaupt...

Aber es ist doch klar, dass es zwischenmenschlich immer mal wieder Reibereien gibt. Das kommt auch nicht nur im Krankenhaus vor. Ist zwar schade, aber letztendlich wohl kaum vermeidbar.

Und wer jetzt höher oder niedriger ist, ist im Grunde auch relativ egal. Wenn man von der Bezahlung und vom Ansehen in der Bevölkerung ausgeht, wird es wohl schon der Arzt sein. Wenn man vom Wert der Arbeit ausgeht lässt sich diese Frage unmöglich beantworten.

my_precious
12.12.2006, 16:29
ich hatte die ausdrucksweise "niedrige soziale position" kritisiert. eine niedrige soziale position haben meiner meinung nach ungebildete, zu dem meist noch arbeitslose menschen. das sind wirklich leute im "abgehängten prekariat", wie man heutzutage so schön sagt.
es sind ja nicht alle nicht-akademiker sozial neidrig gestellt. ich bitte dich.
man kann nicht von einer niedrigen sozialen stellung reden, wenn ein mensch eine abgeschlossene berufsausbildung, einen job und ein dach über dem kopf hat. nur weil er nicht studiert hat... manchmal finde ich die ansichten, besonders von medizinstudenten, schon arg krass und auch hochnäsig, muss ich wirklich sagen.

Dr. Pschy
12.12.2006, 16:51
Hier verwechseln einige die "soziale Stellung" (in der Gesellschaft) mit dem "Sozialprestige"! Vom Prestige her wird der Arzt innerhalb des Spitales (und auch in der Gesellschaft) kaum zu toppen sein, von der sozialen Stellung her schon viel eher...

my_precious
12.12.2006, 17:11
das kam mir auch in den sinn.
ich hoffe doch, dass es sich um so eine verwechslung handelte. kann mir aber auch gut vorstellen, dass tatsächlich die soziale stellung gemeint war. und zwar die des pflegepersonals.

Roxane
12.12.2006, 17:32
Um zum abgehängten Prekariat zu gehören, muss man nicht ohne Abschluss sein - es gibt Leute, die über einen Hochschulabschluss verfügen, und trotzdem dazu gezählt werden.

Im Übrigen glaube ich missversteht Ihr hier ein wenig KingLoui - und das sage ich, obwohl beim ursprünglichen Thema diametral entgegengesetzter Meinung war als er. Die soziale Stellung eines Pflegers ist niedriger als die des Arztes - neutral ablesbar an Parametern wie Bildungsabschluss, Verdienst, Verantwortung; zumal ich nicht genau verstehe, wo Ihr einen scharfen Trennstrich zum sozialen Prestige ziehen wollt. Das enthält übrigens keine Wertung, sagt nicht, dass dass der eine Beruf besser als der andere ist, sondern beschreibt nur die realen Verhältnisse. Der Herzchirurg wird auch im Allgemeinen eine höhere soziale Stellung als der Allgemeinmediziner haben; das wertet weder die Arbeit des letzteren ab noch ist das ein Grund eine künstliche Feindschaft herbeizuführen - ganz einfach weil es ziemlich unterschiedlich Arbeitsbereiche sind. Was KingLoui mit seinem Posting ausgedrückt hat ist im Übrigen so ziemlich das Gegenteil von Verachtung gegenüber Krankenschwestern, das aber nur am Rande. Manchmal würde allen schon durch genaues Lesen der Beiträge geholfen sein.

Die das so munter schreibt, kommt übrigens aus dem abgehängten Prekariat - das nur, bevor Ihr Euch gleich wieder empört und aufregt. Und vielleicht als letzte kleine Anmerkung: Abgehängtes Prekariat beschreibt einen sozialen Umstand, es wertet ihn nicht. Der Hauptschüler, der aus einem bildungsfernen Haushalt kommt und unter schlechtesten Bedingungen aufgewachsen ist, kann nicht unbedingt etwas dafür, dass er keinen Anschluss findet. Abgehängtes Prekariat ist ein Prädikat, dass man zudem nicht wie die Pest behandeln sollte. Denn es kann jeden treffen.

KingLoui
12.12.2006, 18:06
Danke Roxanne! Also wie gesagt überheblich bin ich überhaupt nicht, ich finde aber soziale Positon ist durchaus ein Begriff der vom Bildungstand, dem Einkommen und und dem Ansehen abhängt. Da liegt der Arztberuf jawohl eindeutig über dem des Pflegeberufs, dies hat aber nix damit zu tun wer der bessere Mensch ist!

Ich wollte auch niedrigerE Position schreiben und nicht niedrige, also 'tschuldigung falls das missverständlich war. Aber die Aufregung verstehe ich trotzdem nicht so ganz :-nix

Dr. Pschy
12.12.2006, 18:14
Eine exakte Trennung zwischen sozialer Stellung und Sozialprestige ist mit Sicherheit nicht moeglich. Es war in dem Sinne gedacht, dass ich die Stellung innerhalb der Gesellschaft an Werten wie Bildungsabschluss, Verdienst etc. aufhaengen kann, waehrend das Sozialprestige eine schwammige Umschreibung des eigenen sozialen Status, der massgeblich vom Beruf abhaengt darstellt.

De facto ist der Arztberuf einer der angesehensten ueberhaupt, auch wenns natuerlich Unterschiede (z.B. Herzchirurgie - Arbeitsmedizin) gibt. Die logische Konsequenz ist imho aber nicht unbedingt die hohe soziale Stellung in der Gesellschaft: Betrachtet man z.B. den wichtigen Richtwert Verdienst, steht man da in der Schlange der Akademiker im eigenen Ort womoeglich ziemlich weit hinten.

Die ganze Darstellung beruht auf meiner eigenen Meinung und meinen Erfahrungen - ich bin kein Soziologe (und willl auch keiner sein, glaub ich).

HalloBallo
12.12.2006, 19:23
[QUOTE=Dr. Pschy]...
Betrachtet man z.B. den wichtigen Richtwert Verdienst, steht man da in der Schlange der Akademiker im eigenen Ort womoeglich ziemlich weit hinten.
[QUOTE]

Und genau das, glaube ich, ist ein weiterer Irrglaube: Nur sehr wenige Akademiker starten mit höheren Einstiegsgehältern als die Ärzte. Es mag vielleicht ein paar Ingenieure und Naturwissenschaftler geben, die wenige hundert Euro mehr bekommen.
Ich glaube aber kaum, dass Politologen, Psychologen, BWLer, Historiker, Linguistiker (gibts das Wort???) im Durchschnitt mit mehr als 3600 Euro Brutto im ersten Jahr nachhause gehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!

Quellen: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,449966,00.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,453178,00.html

DoomSE
12.12.2006, 23:29
Nun, mit Verlaub, die haben auch
a) nicht so ne Verantwortung,
b) bringen idR nicht so viel Kapital ein (Markt regeirt die Preise!)
und zu aller letzt um am wichtigsten
c) haben sich auch während des Studium den A*** längst nicht so aufgerissen wie Mediziner... ;-)

@Roxanne, TOP Beitrag!

Derma
13.12.2006, 00:00
Nun, mit Verlaub, die haben auch
a) nicht so ne Verantwortung,
b) bringen idR nicht so viel Kapital ein (Markt regeirt die Preise!)
und zu aller letzt um am wichtigsten
c) haben sich auch während des Studium den A*** längst nicht so aufgerissen wie Mediziner... ;-)
und noch wichtiger:

d) die haben nicht so ein langes Studium wie wir

Rico
13.12.2006, 05:37
Und genau das, glaube ich, ist ein weiterer Irrglaube: Nur sehr wenige Akademiker starten mit höheren Einstiegsgehältern als die Ärzte. Es mag vielleicht ein paar Ingenieure und Naturwissenschaftler geben, die wenige hundert Euro mehr bekommen.
Ich glaube aber kaum, dass Politologen, Psychologen, BWLer, Historiker, Linguistiker (gibts das Wort???) im Durchschnitt mit mehr als 3600 Euro Brutto im ersten Jahr nachhause gehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!Aber kuck mal deren Arbeitszeit an und dann die eines Arztes:
Ne tuffige 38,5-Stunden-Woche vs. 45h + Dienste + Wochenenden
Würde man den ärztichen Stundenlohn ausrechnen, kämen meist ganz traurige Sachen dabei raus. :-meinung

NiclaS
13.12.2006, 07:34
Und genau das, glaube ich, ist ein weiterer Irrglaube: Nur sehr wenige Akademiker starten mit höheren Einstiegsgehältern als die Ärzte. Es mag vielleicht ein paar Ingenieure und Naturwissenschaftler geben, die wenige hundert Euro mehr bekommen.
Ich glaube aber kaum, dass Politologen, Psychologen, BWLer, Historiker, Linguistiker (gibts das Wort???) im Durchschnitt mit mehr als 3600 Euro Brutto im ersten Jahr nachhause gehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel! Aber kuck mal deren Arbeitszeit an und dann die eines Arztes:
Ne tuffige 38,5-Stunden-Woche vs. 45h + Dienste + Wochenenden
Würde man den ärztichen Stundenlohn ausrechnen, kämen meist ganz traurige Sachen dabei raus.Da kommt man ja als Arzt auf mindestens 70 Wochenstunden. Und das für nur 3600 Euro brutto? Das ist ja ein Stundenlohn von brutto knapp 12 Euro und netto 6-7 Euro. Da müsste ich ja meiner Putzfrau einen höheren Stundenlohn zahlen, als ich selbst bekäme, denn die arbeitet nicht unter 10 Euro netto pro Stunde. :-nix
Ich glaub, da lass ich lieber die Finger von der Medizin und such mir ein anderes Fach fürs Zweitstudium. :-((

catgut
13.12.2006, 09:51
@NiclaS:
Bist Du jetzt echt überrascht ob dieser Aussichten? Des war klar. Deswegen wird Medizin immer weniger Prestigefach und immer mehr ein Beruf, ohne den man sich einfach nicht anders vorstellen kann.
Nicht dass ich es prickelnd finden würde, dieser fehlenden Relation Zeit-Gehalt entgegen zu sehen, aber ich habe mich damit abgefunden, weil Medizin mein Leben ist und ich nichts anderes machen möchte.
Dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen:
Eine Bekannte von mir ist seit ca drei Jahren Assistenzärztin in München. Sie hat die Medizin immer geliebt. Als sie anfing zu arbeiten, war sie auch noch idealistisch eingestellt. Und nach ein paar Monaten wollte sie im Urlaub nicht mal von Kollegen privat angerufen werden, weil es ihr so zugesetzt hat. Das hat mich zwar erschreckt, aber nicht abgebracht.
Grüße

HalloBallo
13.12.2006, 09:52
Macht mal halblang....

zum Thema Arbeitszeiten: In der freien Wirtschaft ist es nicht gerade unüblich eine 60 Stunden Woche zu haben.
zum Thema Studiendauer: wir studieren ca. 1,5-2 Jahre länger. Ob diese doch relativ kurze Zeit immer als DER Punkt zur Aufwertung unseres Einkommens herhalten soll...ich weiß ja nicht.
Es stimmt sicherlich, dass der Markt die Preise bestimmt: heißt das denn im Umkehrschluss, dass ihr in den 90ern auch für 2000 Euro brutto gearbeitet hättet??? (siehe Ärzteschwämme)
Zum Thema Arschaufreißen: Soweit ich informiert bin, ist z.B. der Dr. med. DER einfachste Titel, den man bekommen kann. (im Sinne von Aufwand).
Biologen und andere Naturwissenschaftler studieren zwar nur 9-10 Semester, machen jedoch 3 Jahre Dr. rer. !!!
Unser Startgehalt von 3600 Euro steigt bereits während der Facharztausbildung rapide an und liegt dann am Ende bei ca. 4500 Euro.
Andere Berufseinsteiger bekommen gleich erstmal einen festen Lohn, welcher a) nicht bei 3600 Euro liegt und b) auch nicht jedes Jahr um ca. 200 Euro wächst.