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Relaxometrie
12.04.2007, 18:58
ADENOSIN!!!
Ähmm, sorry.
Adrekar ist Adenosin.
Und Adenosin hatte ich gelernt. Also muß ich das Gelernte doch nicht über den Haufen werfen.
Nemesisthe2nd
12.04.2007, 19:02
adenosin = adrekar ist schon sinnvoll um eine re-entry-tachykardie zu behandeln...
nur ist eine VT keine re-entry-tachykardie, weil eine VT eben wie der name sagt vom ventrikel ausgeht... was nützt die schöne av-blockade wenn die erregung munter im ventrikel kreißt... und der av-knoten ist bei der sache außen vor ist...
aber um aufs eigentliche thema zurückzukommen... und eurem punkt lieber schlechter notarzt als kein notarzt...
die neue regelung mit mind. 6 Monate Intensiv/anästhesie trägt doch gerade dazu bei, dass die angehenden notärzte sicherer sind, weil sie eben auf jeden fall mal intensiv-medizinisch tätig waren... was bei der alten regelung ja nicht zwangsläufig so sein musste...
und von notarzt-mangel kann ja wohl wirklich keine rede sein, da ja jeder mit ner approbationsurkunde und dem kurs + 50 einsätze und 18 monate praktizierend aufs NEF darf...
Relaxometrie
12.04.2007, 19:04
adenosin = adrekar ist schon sinnvoll um eine re-entry-tachykardie zu behandeln...
nur ist eine VT keine re-entry-tachykardie, weil eine VT eben wie der name sagt vom ventrikel ausgeht... was nützt die schöne av-blockade wenn die erregung munter im ventrikel kreißt... und der av-knoten ist bei der sache außen vor ist...
Danke.
Jetzt herrscht Klarheit.
und von notarzt-mangel kann ja wohl wirklich keine rede sein, da ja jeder mit ner approbationsurkunde und dem kurs + 50 einsätze und 18 monate praktizierend aufs NEF darf...
Irgendwie scheint Ihr alle auf der Insel der Glückseligen zu wohnen...
Schaut mal hier:
http://www03.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2007/03/02/kammer_bald_zu_wenig_rettungsaerzte.jhtml?ofs=50
und hier:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2001/01/08/001a0602.asp
und hier:
http://www.aekwl.de/index.php?id=123&tx_ttnews%5Btt_news%5D=217&tx_ttnews%5BbackPid%5D=198&cHash=68fd4b42ca
Und mal ganz ehrlich:
Ich habe auch überhaupt kein Interesse mehr daran, in einem dt. System (sicherlich von Stadt zu Stadt verschieden) in der weit überwiegenden Zahl der Einsätze zu absoluten Befindlichkeitsstörungen zu fahren, wohl wissend, daß ich damit sowohl meine Gesundheit riskiere (Sonderrechte!!, als auch das Leben unbeteiligter). Hier gehören andere Strukturen etabliert, ggf. vielleicht auch Ärzte in Leitstellen??? Das würde sicherlich die Zahl der unnötigen Rettungsarzteinsätze (und deren Anzahl nimmt seit Jahren! stetig zu) zu vermindern helfen...
Meint...
Hypnos
Einfache Gleichung, wenn man sichs einfach macht. Das obige gilt wohl, wenn sonst kein Fachpersonal draussen ist, aber ich trau nem jungen, gut ausgebildeten RA durchaus zu, nen Patienten auch ohne Doc bis zu dessen Eintreffen am Leben zu halten. Und bitte nicht wieder den hypertrophen Rettungsrambo auspacken, ich red von halbwegs auf dem Boden gebliebenen Assis, die wissen was sie koennen und wo die Grenzen sind.Schon, nur ist das hier in D rechtlich halt nicht zulässig. Aber Du hast Recht, ein erfahrener Assi ist immer hilfreich.... und sagt dem jungen Arzt natürlich auch, was er machen soll.
Also zumindest in Südwestdeutschland herrscht akuter Mangel, hier z.B. wurden etliche ehemalige Klinikumsmitarbeiter reaktiviert, weil in der ANÄ nur noch Junggemüse ohne Schein arbeitet.
Zum Thema Qualifikation kann ich nur wenig sagen, ich kenne nur wenige junge WBAs besser. Ein Freund von mir (ehem. RA, richtiger Notfallmedizinspinner) hat in NRW den Schein (18 Mon.) gemacht, ist ERC Instructor und PHTLS Provider, ihm scheint die Arbeit draußen recht leicht zu fallen. Für meine Tätigkeit in ferner Zukunft ist mir dann aber eine mind. 2 jährige Tätigkeite mit 50 Einsätzen dann doch lieber.
mivacron
14.04.2007, 15:13
Nur um das ganze mit der Fachkunde nochmal zu verdeutlichen: Ich habe direkt mit der Dame von der BLAEK telefoniert und sie hat gesagt, dass alle, die den NA-Kurs bis Ende letzten Jahres gemacht haben, den Schein nach 18 Monaten Klinik bekommen!
Das genze Gerede hier was Kompetenz betrifft finde ich nicht gut, denn es sollte sich jeder selbst fragen nach welcher Zeit er sich was oder wieviel zutraut! (Kann da ehem. RD-Mitarbeiter auch ziemlich gut mitreden!)
Gruß,
Miva
Vietcong
15.04.2007, 12:11
Das genze Gerede hier was Kompetenz betrifft finde ich nicht gut, denn es sollte sich jeder selbst fragen nach welcher Zeit er sich was oder wieviel zutraut!
Also ich glaub, ich könnt jetzt sicher schon einen Herzkatheter machen, aber es gibt zum Glück Leute, die glauben ich bin nach 2 Jahren Assi-Zeit noch nicht so weit, und halten mich davon ab.
Warum glauben hier manche, in der präklinischen Rettung herrschen noch Wildwestmanieren, wo jeder glaubt, tun und lassen zu können, was er will, unabhängig von Kompetenz und Erfahrung?
Also ich glaub, ich könnt jetzt sicher schon einen Herzkatheter machen, aber es gibt zum Glück Leute, die glauben ich bin nach 2 Jahren Assi-Zeit noch nicht so weit, und halten mich davon ab.
Warum glauben hier manche, in der präklinischen Rettung herrschen noch Wildwestmanieren, wo jeder glaubt, tun und lassen zu können, was er will, unabhängig von Kompetenz und Erfahrung?
...weil es leider tatsächlich so gemacht wird...
Vietcong
15.04.2007, 15:05
...weil es leider tatsächlich so gemacht wird...
Toll, jeder der also arrogant und überheblich genug ist, darf mit Blaulicht durch die Gegend düsen, und sich als großer Held und Retter aufspielen. Ob er fachlich schon was kann oder net, ist völlig egal, Hauptsache wir füllen unsere NEF/NAW-Dienstpläne. Ich wünsch euch, das einer von euren engsten Angehörigen mal von so einem Supermann/-frau so richtig "gut" versorgt wird. In jedem klinischen Bereich gilt, daß man gewisse Dinge erst mit der nötigen Erfahrung alleine durchführen darf, draußen in der freien Wildbahn, darf offensichtlich jeder Jungspurn herumspielen wie's ihm paßt, frei jeder Qualitätskontrolle. Deutschland, juche! Das ist die Medizin, in der ich arbeiten will! :-love
Toll, jeder der also arrogant und überheblich genug ist, darf mit Blaulicht durch die Gegend düsen, und sich als großer Held und Retter aufspielen. Ob er fachlich schon was kann oder net, ist völlig egal, Hauptsache wir füllen unsere NEF/NAW-Dienstpläne. Ich wünsch euch, das einer von euren engsten Angehörigen mal von so einem Supermann/-frau so richtig "gut" versorgt wird. In jedem klinischen Bereich gilt, daß man gewisse Dinge erst mit der nötigen Erfahrung alleine durchführen darf, draußen in der freien Wildbahn, darf offensichtlich jeder Jungspurn herumspielen wie's ihm paßt, frei jeder Qualitätskontrolle. Deutschland, juche! Das ist die Medizin, in der ich arbeiten will! :-love
Willkommen in Deutschland, mein Lieber!
Abgesehen davon: was nutzen vielleicht 6 Monate Ausbildung mehr, wenn danach nichts, aber auch gar nichts weiteres mehr an Schulung, Fort- und Weiterbildung gefordert wird?
Nach meiner rettungsärztlichen Erfahrung aus mittlerweile 6 verschiedenen Städten, Kreisen, von der 600.000 Einwohnerstadt bishin zum 15000 Einwohner Städtchen kann ich folgendes sagen: solange nicht regelmäßiger "Zwang" zur Fort- und Weiterbildung besteht, wird sich die notfallmedizinische Qualität nicht verbessern lassen können. So wird es immer gute und schlechte Notärzte geben. Nur regelmäßige Weiterbildungspflicht kann die schlechten nach und nach eleminieren.
Aber ein zweiter Punkt ist einfach der, daß kaum noch wer zu diesen unattraktiven Diensten herangezogen werden möchte und daher auch erst gar nicht die Fachkunde erlangen will. Gut, es ist vielleicht für ein paar Jahr mal ganz witzig, mit Sonderrechten durch die Gegend zu hornen. Aber die Realität ist eben eine ganz andere... Und nach der 3. durchfahrenen Nacht wg. Befindlichkeitsstörungen lässt sich das auch niemand mehr gefallen. Und ich kann das gut nachvollziehen...
meint
Hypnos
Vietcong
15.04.2007, 16:01
solange nicht regelmäßiger "Zwang" zur Fort- und Weiterbildung besteht, wird sich die notfallmedizinische Qualität nicht verbessern lassen können.
Schön, wir verstehen uns. 100% meine Meinung.
Ich finde, jemand der Notarzt fährt, sollte einen ALS, ATLS und PALS-Kurs hinter sich haben, mind. 6 Monate Intensiv-Erfahrung, 100 Intubationen, 50 Zentrale Zugänge und 10 Thorax-Drains schon mal gemacht haben.
Was ich bei dir nicht ganz versteh, ist, daß du zwar gute Fort- und Weiterbildung forderst, bei der eigentlichen AUSbildung, bevor man an den Mann/Frau gelassen wird, aber in Anbetracht deines Dienstplans, ein Auge zudrückst.
Schön, wir verstehen uns. 100% meine Meinung.
Ich finde, jemand der Notarzt fährt, sollte einen ALS, ATLS und PALS-Kurs hinter sich haben, mind. 6 Monate Intensiv-Erfahrung, 100 Intubationen, 50 Zentrale Zugänge und 10 Thorax-Drains schon mal gemacht haben.
Was ich bei dir nicht ganz versteh, ist, daß du zwar gute Fort- und Weiterbildung forderst, bei der eigentlichen AUSbildung, bevor man an den Mann/Frau gelassen wird, aber in Anbetracht deines Dienstplans, ein Auge zudrückst.
Auch auf die Gefahr hin, daß wir uns jetzt hier ein wenig verzetteln, aber kannst Du mir mal eine Indikation sagen, bei der man einen ZVK im Rettungsdienst legen MUSS?
Ich kenne keine...
Vietcong
15.04.2007, 18:43
Auch auf die Gefahr hin, daß wir uns jetzt hier ein wenig verzetteln, aber kannst Du mir mal eine Indikation sagen, bei der man einen ZVK im Rettungsdienst legen MUSS?
Ich kenne keine...
Hämorrhagischer Schock, peripher keine Venen.... usw.........
Also die Aussage find ich schon etwas bedenklich, von einem Facharzt.
Kathibaby
15.04.2007, 19:35
Hämorrhagischer Schock, peripher keine Venen.... usw.........
Also die Aussage find ich schon etwas bedenklich, von einem Facharzt.
Ist doch Quatsch, großlumige periphere Zugänge "fördern" viel mehr Infusionsflüssigkeit als ein ZVK. Steht eigentlich in jedem Fachbuch drin ;-) .
Alzheimer
15.04.2007, 19:44
Wenn ich peripher keine Vene finde kann ich auch eine große Vigo in eine zentrale Vene ( Jugularis... ) legen. Ich denke das ist genauso effektiv, sicherer und geht schneller wie einen Zvk zu legen.
Vietcong
15.04.2007, 19:53
Ist doch Quatsch, großlumige periphere Zugänge "fördern" viel mehr Infusionsflüssigkeit als ein ZVK. Steht eigentlich in jedem Fachbuch drin ;-) .
Schön. In diesen Fachbüchern steht aber auch drinnen, daß, wenn du keine peripheren Venen findest, wo du einen Zugang legen kannst, du eben auf zentrale Venen ausweichst. So ein femoraler ZVK is schnell gelegt, ein Subclavia-Katheter auch.
Ich empfehle, mal ein ALS- oder ATLS-Skript näher anzukucken, va. die Kapitel über Möglichkeiten intravenöser Zugänge.
Feuerblick
15.04.2007, 20:30
Auch auf die Gefahr hin, daß wir uns jetzt hier ein wenig verzetteln, aber kannst Du mir mal eine Indikation sagen, bei der man einen ZVK im Rettungsdienst legen MUSS?
Ich kenne keine...Ich muss Hypnos da jetzt mal eindeutig recht geben. Klar, in der Theorie ist so ein ZVK "draußen" bei mieser Venensituation aus welchem Grund auch immer, eine tolle Sache. ABER... mal ehrlich... möchtest du wirklich unter unsterilen Bedingungen mitten auf der Straße oder im schlecht ausgeleuchteten, engen RTW einen ZVK reinbasteln? Mir sind ja schon viele Harakiri-Notärzte begegnet (durchaus auch Gasleute und Internisten mit Intensiverfahrung), aber da ist nur ein einziger dabei, der das tatsächlich ein oder zwei Male durchgeführt hat. Würde ich für die gängige Praxis nicht empfehlen.
Zwei Dinge noch zur schlechten Ausbildung und fehlenden Erfahrung (ich möchte mit folgender Aussage NICHT behaupten, dass ich GEGEN eine gute Aus-und Weiterbildung bin):
1. Ein guter bis sehr guter RettAss mit viel Erfahrung und ein Doc mit offenem Ohr können gemeinsam (!) viel erreichen.
2. Das nächste Krankenhaus ist selten so weit weg, dass man den Patienten bis dahin umbringen könnte (falls er nicht sowieso schon auf dem besten, umkehrfreien Weg dorthin war). Tote erwecken ist nicht der Job des Notarztes.;-)
Kathibaby
15.04.2007, 20:48
Schön. In diesen Fachbüchern steht aber auch drinnen, daß, wenn du keine peripheren Venen findest, wo du einen Zugang legen kannst, du eben auf zentrale Venen ausweichst. So ein femoraler ZVK is schnell gelegt, ein Subclavia-Katheter auch.
Ich empfehle, mal ein ALS- oder ATLS-Skript näher anzukucken, va. die Kapitel über Möglichkeiten intravenöser Zugänge.
Wenn Du aber viel Volumenersatz in kurzer Zeit geben willst, dann läuft es nunmal schneller über einen großlumigen Zugang (also eine Braunüle) oder legst Du einen Shaldon mal eben im Vorbeigehen auf dem RTW?
Vietcong
16.04.2007, 00:29
Also ich weiß net, irgendwie kommt mir vor, als ob keiner eigentlich liest, was ich schreibe.
Was schlagt ihr denn vor, wenn ihr einen hypotensiven polytraumatisierten Patienten vor euch habt, in den ihr keinen Venflon reinbekommt?
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