Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sorgenkind Amalgam
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Wo kommt denn da die Radioaktivität her?! Keramikwerkstoffe können Uran(spuren) enthalten. Bei dessen radioaktivem Zerfall entsteht Radon, das entweichen kann.
ich zimmer's noch rein, und bin eigentlich ganz glücklich damit - weil's eben für umme eine wirklich gute versorgung ist.
jetzt nur mal so als beispiel ...
also ich muss mich erstmal entschuldigen, denn ich bin kein za-studi. jedoch hab ich hier aus interesse reingeschaut ins forum, weil ich wissen wollte, wie heutzutage das thema amalgam bei studierenden und so gehandhabt wird.
wollte eigentlich einen thread erstellen, aber hier gabs ja schon diesen ellenlangen (allein die länge zeigt ja eigentlich auch schon, wie umstritten amalgam ist).
nun bin ich aber doch recht erschüttert, muss ich sagen. ich dachte, die (angehenden) zahnärzte von heute seien doch wieder etwas sensibilisierter und vorsichtiger?
nicht zuletzt geht es ja auch nicht nur um die gesundheit eurer patienten, sondern auch um eure eigene gesundheit (man schaue da mal nach statistiken im zusammenhang mit körperlichen und geistigen beschwerden, suizidrate, infertilität bei ärztinnen und artzhelferinnen, im zusammenhang mit amalgam).
lernt ihr eigentlich überhaupt irgendetwas über die gefährlichkeit von quecksilber und amalgam?
das soll jetzt keine beleidigung sein, nur eine wirklich ernst gemeinte erstaunte und neugierige frage eines laien, der sich mit dem thema intensiv auseinandergesetzt hat und betroffene kennt, die eine diagnostizierte, chronische quecksilbervergiftung aufgrund des amalgams haben.
interessieren würde mich jetzt ein ernsthafter, sachlicher austausch (auch wenn meine einführung anders geklungen haben mag).
mit besten grüßen in die runde,
hauts ruhig drauf, ich kanns vertragen ;°)
yo
...man schaue da mal nach statistiken im zusammenhang mit körperlichen und geistigen beschwerden, suizidrate, infertilität bei ärztinnen und artzhelferinnen, im zusammenhang mit amalgam....
Hast Du da schon mal nachgeschaut und kannst valide Quellen dazu posten?
Andernsfalls wäre es nur das Schüren einer Amalgamhysterie und -hypochondrie.
Speziell die Belege für amalgambedingte geistige Beschwerden von Ärztinnen würden mich interessieren.
...
man schaue da mal nach statistiken im zusammenhang mit körperlichen und geistigen beschwerden, suizidrate, infertilität bei ärztinnen und artzhelferinnen, im zusammenhang mit amalgam
Mich als kinderliebe Omi würden vor allem die Belege für die amalgambedingte Infertilität von Ärztinnen und Arzthelferinnen interessieren.
Aber am interessantesten wären die Belege für amalgambedingte Suizide von Ärzten und Arzthelferinnen.
selbstverständlich kann ich euch die entsprechenden quellen gerne heraussuchen und posten.
im gegenzug würde ich aber gerne von euch wissen, auf welchen grundlagen eure überzeugung der unbedenklichkeit des amalgams fußt (bitte auch mit entsprechenden studien).
es würde mich auch wirklich sehr interessieren, wie im studium dieses thema abgehandelt wird.
im moment kommt es mir so vor, als ob ihr das selbst noch nie, z.b. anhand von literatur oder ähnlichem, nachgeprüft habt, ob es nun so oder so sein könnte. jeder hat ja erstmal (wie bei allen themen) seine unbedarfte meinung dazu und diese ist dann erstmal so ... ich nehm mich da natürlich auch nicht aus, logo. jedoch habe ich mich, glaub ich, irgendwie mehr mit dem thema beschäftigt als ihr ... also bitte, überzeugt mich davon, dass das was ich erzähle schmarrn ist. dann kann ich nämlich auch wieder ruhig schlafen :peace:
also, dann mal los ...
yo
selbstverständlich kann ich euch die entsprechenden quellen gerne heraussuchen und posten.Ich bitte sehr darum.
im gegenzug würde ich aber gerne von euch wissen, auf welchen grundlagen eure überzeugung der unbedenklichkeit des amalgams fußt (bitte auch mit entsprechenden studien). Die beruht auf der Nichtexistenz valider Studien, die Deine Behauptungen belegen.
docmoechtegern
29.06.2007, 19:20
Wow, witzige Diskussion hier.
Irgendwie erinnert mich das an die Homöopathen.
Denen ist es bis heute nicht gelungen, einen naturwissenschaftlichen Beweis für die Richtigkeit von Hahnemanns Hypothesen (Wassergedächtnis und so) zu erbringen, obwohl dafür eine Million Dollar ausgesetzt ist.
Statt dessen fordern sie von anderen, den Beweis dafür zu erbringen, dass Hahnemanns Hypothesen falsch sind. LOL
flopipop
29.06.2007, 19:25
nicht zuletzt geht es ja auch nicht nur um die gesundheit eurer patienten, sondern auch um eure eigene gesundheit (man schaue da mal nach statistiken im zusammenhang mit körperlichen und geistigen beschwerden, suizidrate, infertilität bei ärztinnen und artzhelferinnen, im zusammenhang mit amalgam).
das soll jetzt keine beleidigung sein, nur eine wirklich ernst gemeinte erstaunte und neugierige frage eines laien, der sich mit dem thema intensiv auseinandergesetzt hat und betroffene kennt, die eine diagnostizierte, chronische quecksilbervergiftung aufgrund des amalgams haben.
yo
@yo969
wir lernen viel über amalgam, keine sorge. ich weiss nicht auf welche weise du dich so sehr mit der thematik auseinandergesetzt hast, aber amalgam ist der am meisten untersuchte füllungswerkstoff und seine schädlichkeit wurde nicht nachgewiesen.
das gefährliche an amalgam sind die dämpfe. diese dämpfe werden frei, wenn die füllung gelegt wird und wenn sie wieder entfernt wird. das ausgehärtete amalgam gibt nicht mehr quecksilber frei, als ne thunfischkonserve. das heisst dass gerade der, der sich alten füllungen rausbohren lässt, bekommt den ganzen quecksilber-dampf ins gehirn geboten.
ich kenne deine betroffene nicht, aber in den meisten fällen handelt es sich bei den ganzen amalgam-allergien, vergiftungen, geistige benschwerden und suizidraten nicht um amalgam als ursache, sondern um psychosomatische bescherden.
aber manche leute sind halt unbeirrbar und glauben alles was in der bildzeitung steht. gerade solche braucht man gar nicht erst versuchen davon abzubringen, deren alten und gut funktionierenden amalgam-füllungen ersetzen zu lassen. bringt nix, die sind stur. die haben irgendwo was gelesen und meinen,ihre geistige störung bzw. suizidversuch komme vom amalgam. tut mir leid, aber diejenigen, die wegen amalgamfüllungen suizidgefährdet o.ä. sein sollen, empfehle ich vor dem zahnarztbesuch tatsächlich einen psychiater aufzusuchen.
ok, dann möcht ich zuerst noch auf eure antworten eingehen, wenns genehm ist:
@derma:
- lesematerial folgt sogleich ;°)
- deine überzeugung beruht auf der nichtexistenz der studien? trotzdem muss es doch studien geben, die die ungefährlichkeit bestätigen können, oder? da hätte ich wirklich gerne hinweise zu ... konnte nämlich nix finden und bisher konnte mir auch keiner so etwas nennen.
@docmoechtegern:
nichtsdestoweniger hat hier bisher noch niemand mir hinweise auf studien gegeben, die die unbedenklichkeit belegen. du kannst dir also auch an die eigene nase fassen, mir kommt es nämlich genauso vor wie dir, nur eben andersherum ;°)
@flopipop:
auch hier wieder: sie wurde nicht nachgewiesen, sagst du. dass amalgam einer der meist untersuchten stoffe ist, mag ich gerne glauben. aber wo bleibt der beleg für die unbedenklichkeit? irgendeine studie, untersuchung, irgendein bericht, eine statistik? so etwas müsste euch doch vorliegen?
zum thema thunfischkonserve: hier bitte auch belege. ich habe sehr viele belege dagegen gefunden, keine dafür, sondern einfach immer nur die behauptung, dass dem so sei, ohne angabe von gründen.
das fatale bei chronisch amalgam-/quecksilberkranken ist im übrigen gerade der fakt, dass sie einzelsymptomatisch behandelt werden und natürlich auch oft beim psychodoc landen aufgrund psychosomatischer beschwerden. in der zeit arbeitet das gift im körper in ruhe weiter. natürlich ist auch irgendwann tatsächlich psychotherapeutische behandlung erforderlich, da sich das gift ja auch im gehirn absetzt und dort (laut untersuchungen) auch gerne zu depressionen u.ä. netten dingen führt. das ist jetzt zumindest meine sicht der dinge, wie du die deine hast. man könnte sagen, ich bin in berlin und du in münchen und wir fahren beide auf der a9, nur in entgegengesetzte richtungen. ehrlich gesagt glaube ich auch, dass zu irgendeinem zeitpunkt der komplex körper-psyche-geist sich dann wechselwirkend verschlechtert. eben dann, wenn tatsächlich schon chronische organ- und nervenschäden vorhanden sind, die dann tatsächlich - wie im falle einer depression - eine therapeutische behandlung notwendig machen. uff, langer absatz, sorry.
die leute die du im letzten absatz abhandelst, kenne ich auch. aber ich hüte mich vor verallgemeinerungen. ich finde es ja auch gerade sehr angenehm, dass ich mich hier offenbar mit euch austauschen kann, denn bei leuten mit so nem tunnelblick wie die von dir beschriebenen hat sowieso keine diskussion sinn. ich kannte z.b. mal eine, die ungelogen jeden tag in der bild ihr horoskop gelesen hat und ihren tag und ihre stimmung danach ausrichtete. wenn sie einen anzickte und ihren egotrip fuhr, haste nix sagen können, denn dann hieß es höchstens: "nee also weißt du, ich kann ja nix dazu dass ich dich grad angeschrieen habe, mein mars steht doch grad im quadrat zu uranus ...." puh ... ich denke, du meinst so leut in der richtung, oder .... :-keks
*********
so, und jetzt wolln wer mal loslegen, wa ...
ich fang mal an mit folgendem text:
"Female dental technicians who work with amalgam tend to have increased menstrual disturbances (275,401,10,38), significantly reduced fertility and lowered probability of conception (10,24,38,121), increased spontaneous abortions (10,31,38,277,433), and their children have significantly lower average IQ compared to the general population (1,279,541,38,110). Populations with only slightly increased levels of mercury in hair had decreases in academic ability(3). Effects are directly related to length of time on the job(277). The level of mercury excreted in urine is significantly higher for female dental assistants than dentists due to biological factors (171,172,173,247,124a). Several dental assistants have been diagnosed with mercury toxicity and some have died of related health effects(32,245,246,247,248). From the medical register of births since 1967 in Norway, it can be seen that dental nurse/assistants have a clearly increased risk of having a deformed child or spontaneous abortion(433). Female dentists have increased rates of spontaneous abortion and perinatal mortality (193,38,10,433)),compared to controls. A study in Poland found a much higher incidence of birth defects among female dentist and dental assistants than normal(10). A chronically ill dental nurse diagnosed with mercury sensitivity recovered after replacement of fillings and changing jobs(60), and a female dentist recovered from Parkinson’s after mercury detox(248). Some studies have found increased risk of lung, kidney, brain, skin melanoma, and CNS system cancers among dental workers(14,34,99,143,283)."
B. Windham, President, DAMS, Minneapolis
taken from DAMS submissions to the FDA amalgam review panel
References:
(10) Proceedings of Intl Conference on Mercury Hazards in Dental Practice, Sept 2-4,1981 , Glasgow Scot, Dept. Of Clinical Physics and Bio-Engineering,(Gordon - Pregnancy in Female Dentists- a Mercury Hazard) & (several survey studies comparing level of mercury in hair of dental staff vs controls).
(24) J.B. Brodsky, "Occupational exposure to Mercury in dentistry and pregnancy outcome", JADA111(11):779-780., 1985
(38) S.Ziff and M.Ziff, Infertility and Birth Defects: Is Mercury from Dental Fillings a Hidden Cause?, Bio-Probe, Inc. ISBN: 0-941011-03-8.1987
(121) A.S.Rowland et al,"The Effect of Occupational Exposure to mercury vapor on the fertility of female dental assistants",Occupational & Environmental Medicine, v55,n1,1994
(171) A.Jokstad, "Mercury excretion and ocuupational exposure of dental personnel",Community Dent Oral Epidemiology, 18(3):143-8,1990.
(172) B.Nilsson et al, Dept. of Environmental Medicine, Univ. Of Umea, "Urinary mercury excretion in dental personnel", Swed Dent J, 1986,10(6):221-32; & Swed Dent J, 1986, 10(1-2):1-14; & Science of the Total Environment, 1990, 94(3):179-85.
(275) L.M.Mikhailova et al, "Influence of occupational factors on disease of reproductive organs", Pediatriya Akusherstvoi Ginekologiya,33(6):56-58,1971
(277) Wiksztrajtis & B. Baranski, "Epidemiological survey of Lithunia dental offices", Med. Pr., 24:248, 1973. (& 38)
(401) Sikorski R, Juszkiewicz T. Women in dental surguries: reproductive hazards in occupational exposure to mercury. Int Arch Occup Environ Health 1987; 59(6):551-7; & Lewczuk E, Affelska-Jercha A, Tomczyk J. [Occupational health problems in dental practice] [Article in Polish] Med Pr. 2002;53(2):161-5.
(433) Epidemiologisk undersokning av fosterkador hos 1.2 milj. barn, fodda sedan 1967; Norge yrkesmed. Avd. Haukelands sykehus. Aftenposton 6 mpv 1997."
Hab jetzt nich alle Referenzen reinkopiert, da ziemlich viel Arbeit ...
aber für den Anfang genügts ja vielleicht.
Yo
docmoechtegern
30.06.2007, 07:48
............................... ,und wenn sie auch
Die Absicht hat, den Freunden wohlzuthun,
So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt.
:-music
Aus der "Erklärung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Weltzahnärzteverbandes (FDI) zum Füllungswerkstoff Amalgam":
"[...]Basierend auf einer Auswertung zahlreicher, zum Teil widersprüchlicher und aus unterschiedlichen Quellen stammender Aussagen, hat die WHO die folgende Konsenserklärung zum Thema Dentalamalgam verfasst: [...]
Es ist seit über einhundert Jahren erfolgreich im Einsatz, wobei seine Qualität im Laufe der Zeit verbessert wurde.[...]
Obwohl in die Entwicklung dentaler Restaurationsmaterialien viel Forschungsarbeit geflossen ist, existiert derzeit kein Füllungsmaterial, das ein ähnlich breites Anwendungsspektrum bei dergleichen leichten Verarbeitbarkeit und den gleichen physikalischen Eigenschaften aufweist wie Dentalamalgam.[...]
Aus Dentalamalgam gefertigte Restaurationen gelten im allgemeinen als unbedenklich. Allerdings besteht in einigen seltenen Fällen die Möglichkeit, dass Bestandteile von Amalgam oder sonstigen Materialien lokale Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen hervorrufen. Zwar werden insbesondere während des Legens und Entfernens von Amalgamrestaurationen in geringe Mengen Quecksilbers freigesetzt. Allerdings ist bislang kein endgültiger Beweis dafür erbracht worden, dass dies zu gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen führt.
Besorgnis um die schädigende Wirkung von Quecksilber veranlasst manche Patienten dazu, Amalgamrestaurationen entfernen zu lassen, ganz gleich, ob bei ihnen die entsprechenden Symptome vorliegen oder nicht. Trotz der großen Zahl von Fallstudien und informellen Berichten liegen bislang keine kontrollierten Studien vor, die auf die Entstehung systemischer Nebenwirkungen durch Amalgam hinweisen. Umgekehrt ist bislang kein wissenschaftlicher Beweis darüber erbracht worden, dass das Entfernen von Amalgamrestaurationen zur Beseitigung von allgemeinen Symptomen führt. Daher sollte erwägt werden, Patienten, bei denen die Symptome trotz eingehender und sorgfältiger Untersuchung sowie Durchführung einer angemessener Behandlung des Zahnarztes auftreten, zur Diagnose und Behandlung an Kollegen in anderen medizinischen Disziplinen zu überweisen.
[...]
Für das Praxispersonal, das mit Quecksilber in Berührung kommt, besteht dann ein Gesundheitsrisiko, wenn unzulängliche Arbeitsbedingungen herrschen.[...]
Laut aktuellem Kenntnisstand sind die derzeit vorhandenen Restaurationsmaterialien, einschließlich Dentalamalgam, als sicher und zuverlässig zu betrachten. Allerdings kommt es gelegentlich zu biologischen Gegenanzeigen. Diese sind jedoch individuell bedingt und demgemäss individuell zu behandeln.[...]"
Aus der neuen Stellungnahme der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (2002):
"... no persuasive evidence that the physiological and psychological symptoms attributed to amalgam fillings are caused by amalgam fillings ..."
vollständig hier: http://www.fda.gov/OHRMS/DOCKETS/98fr/022002a.htm
und hier: http://www.fda.gov/cdrh/consumer/amalgams.html
Aus einer großangelegten amerikanischen Studie (2004):
"
- There is insufficient evidence to support a correlation between dental amalgam exposure and kidney or cognitive dysfunction; neurodegenerative disease, specifically Alzheimer’s disease and Parkinson’s disease; or autoimmune disease, including multiple sclerosis;
- Various non-specific complaints attributed to dental amalgam have not been
shown to be due to increased mercury release and absorption from dental
amalgam;
- Mercury exposure from dental amalgam in the general U.S. population is low, but increases with the number of dental amalgam restorations; and
- Long term use of nicotine chewing gum combined with intense chewing habits and greater than 20 dental amalgam surfaces has been shown to have more impact on exposure to mercury vapor than bruxism (teeth clenching or grinding) or dental amalgam placement and removal."
vollständig hier: http://www.lsro.org/presentation_files/amalgam/amalgam_pressrelease.pdf
auch hier: http://www.welt.de/print-welt/article358310/Zahnfuellungen_aus_Amalgam_sind_ungefaehrlich.html
Risikobewertung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Bonn (BfArM):
"Nach gegenwärtigem Stand wissenschaftlicher Erkenntnis besteht kein begründeter Verdacht dafür, dass ordnungsgemäß gelegte Amalgamfüllungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit zahnärztlicher Patienten haben."
aus: Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz 2001.44:149-154 ©: Springer-Verlag 2001
Ich denke das ist es wonach sich ein gewissenhafter Zahnarzt richten sollte, da Ihre Quellen doch größtenteils eher dubios sind. Das sehen übrigens auch die deutschen Gerichte so:
Angesichts der gesamten neueren Erkenntnislage wird die Existenz eines Amalgamproblems aus toxikologischer Sicht zunehmend in Frage gestellt.
Urteil des 3. Zivilsenats OLG Frankfurt/Main vom 10.04 2003 – Az. 3 U 30/2000 / Das Urteil ist rechtskräftig
Das OLG Koblenz hat im März 1999 (AZ.: 3 0 328/97) Schadensersatzansprüche gegen einen Zahnarzt wegen des Legens von Amalgam-Füllungen abgelehnt, da diese Füllungen i.d.R. nicht gesundheitsgefährdend seien.
jabba666
30.06.2007, 12:28
ich glaube der yo12345 ist einer von denen,die einem in der praxis mit ihrem heilpraktiker kram,ganz schön auf den keks gehen können und die vor jeder rö aufnahme erstmal ordentlich über sinn und unsinn derselben diskutieren.
was müssen das für schöne zeiten gewesen sein,als man als zahnarzt noch in ruhe arbeiten konnte,ohne dem patient einen zahnmedizinischen crashkurs verpassen zu müssen,um ihn zufrieden zu stellen!
am geilsten find ich den teil mit suizidrate,ist echt besser als fernsehen hier..... :-top
jabba du nervst, jetzt gibts mal ne interessante diskussion und du gehst gleich wieder unter die gürtellinie. wenn du dem thema nichts sinnvolles beifügen kannst, dann lass es einfach sein.
Und jetzt yo hab ich mir mal deine Quellen angeschaut. Ist dir schon aufgefallen daß die meisten aus einer Zeit stammen als ich kaum laufen konnte? Und das in einer Zeit in der sich das medizinische Wissen durch Forschung alle 5 Jahre verdoppelt...
zB sind meines Wissens die Non-Gamma-2-Phasen-Silberamalgame erst seit den 80ern üblich. Und wie konnten dann in den 80ern schon ausführliche Studien zu heutigen Amalgamlegierungen bestehen? Nene. Tut mir leid das so pauschal sagen zu müssen aber das was du anführst ist hoffnungslos veraltet und daher weitgehend irrelevant.
jabba666
30.06.2007, 13:04
als ob ich es gerochen hätte!mit deiner erlaubnis füge ich dem etwas hinzu.
ich finde einfach,dass der zusammenhang zwischen suizid und amalgam nach einer guten x-akte klingt.fertig!mulder und scully,bitte übernehmen sie!
ich hab an der uni auch jede menge über amalgam gelernt(das meiste wieder vergessen...) und habe mich nach der vorlesung aber nicht hingesetzt und das eben gelernte mit fleissig googeln zuhause nachgeprüft und hinterfragt.da hätte ich bei den vielen vermittelten inhalten aber ordentlich zu tun gehabt.
das zeug wird seit zig jahren verwendet und hat sich bewährt.da brauche ich keine studien....
meine rückschlüsse auf yo123`s person sind natürlich stereotypbehaftet,geb ich zu.aber leider zeigt die praxis,dass diese vorurteile sich immer wieder bestätigen.
da kommen leute rein,die 2 päckchen am tag wegquarzen und mit dem zahnarzt über die gefahren von rö.strahlen und amalgam diskutieren wollen.
hast du das in der praxis noch nie erlebt? :-)
wer kein amalgam will,der solls lassen und für die alternativen ein bisschen in die tasche greifen,ganz einfach.
Wir (ich mache Humanmedizin) hörten zu dem Thema auch mal einen Vortrag in der Arbeits- und Umweltmedizin. Die Gefahr durch Amalgam wird als eher gering eingeschätzt und man nimmt wahrscheinlich mehr Quecksilber mit dem Essen auf (Fisch). Tasächliche Quecksilber-Vergiftungen können im Blut nachgewiesen werden und sind sehr selten. Auf der anderen Seite haben Patienten mit unerklärlichen / psychosomatischen Beschwerden ein hohes Kausalitätsbedürfnis und sind suggestibel für alle möglichen Erklärungen (Amalgam, "Impfschäden", Wasseradern, Elektrosmog, gestörte Meridiane usw.), wenn sie vom Arzt keine richtige bekommen und mit dem Gerümpel wird in der Alternativszene viel Geld gemacht (Amalgam"ausleitung", diagnostisch wertlose Speichel- und Haartests, "Kundenbindung" usw.).
flopipop
30.06.2007, 14:58
aber wo bleibt der beleg für die unbedenklichkeit?
nirgendwo. niemand sagt, amalgam wäre völlig unbedenklich. eine zahnarzt, der radikal behauptet, amalgam wäre völlig unbedenklich würde ich als patient ebenso meiden, wie den zahnarzt, der einem die gefahr des amalgams beteuert. beides ist falsch. bei der patientenaufklärung sollte man da als zahnarzt differenziert und objektiv bleiben. das bedeutet aber lediglich, dass man amalgam nicht bagatelisieren soll und gibt den patienten kein freibrief, ihre migräne auf amalgamvergiftungen zurückzuführen. solche oder ähnliche symptome sind sehr sehr selten und das ist nachgewiesen.
es gilt nach wie vor der grundsatz: solange niemand nachgewiesen hat, dass ein stoff gefährlich ist, ist er ungefährlich! so einfach ist das. das ist jedoch kein freibrief, die patienten dazu zu drängen oder zu überrreden, sich amalgam einsetzen zu lassen. misstrauische patienten, die kein amalgam wollen, sollen auch über alternative füllungmaterialien aufgeklärt werden. allerdings müssen sie dabei wissen, dass die indikation nicht 100% getroffen werden kann
flopipop
30.06.2007, 15:02
edited
jabba666
30.06.2007, 15:10
das ist jedoch kein freibrief, die patienten dazu zu drängen oder zu überrreden, sich amalgam einsetzen zu lassen.
das macht ja auch niemand,der bei sinnen ist.ich würde eher versuchen ihn zu gold oder keramik inlays zu überreden.
dennoch bleibt amalgam die beste alternative bei zuzahlungsunwilligen patienten.es ist günstig, einfach zu verarbeiten und hält ewig und solide!
was bleibt denn sonst noch?glasionomerzement etwa?das ist ja wohl der letzte quatsch,mit dem sowohl der patient als auch der behandler nichts als scherereien hat.
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