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actin
08.07.2008, 12:55
das tun diejenigen zahnärzte, die in ihrer praxis kein amalgam mehr anbieten möchten doch gezwungenermaßen - schließlich müssen auch die dem patienten eine zuzahlungsfreie alternative zu höherwertigen versorgungen anbieten können.Und Quecksilberallergiker und Amalgamphobiker müssen dann eben einen solchen Zahnarzt suchen. Es soll ja schon relativ viele geben, die kein Amalgam mehr verwenden.

holtman
08.07.2008, 13:05
Und Quecksilberallergiker und Amalgamphobiker müssen dann eben einen solchen Zahnarzt suchen.
bei nachgewiesener quecksilberallergie darf der zahnarzt auch die teurere kunststofffüllung über kasse abrechnen. sonst absolut richtig.

es gibt aber auch das gegenteil: patienten auf der suche nach zahnärzten, die um die qualitäten von amalgam wissen und gezielt nach zahnärzten suchen, die es noch verwenden.

hennessy
08.07.2008, 13:20
bei nachgewiesener quecksilberallergie darf der zahnarzt auch die teurere kunststofffüllung über kasse abrechnen. sonst absolut richtig.

es gibt aber auch das gegenteil: patienten auf der suche nach zahnärzten, die um die qualitäten von amalgam wissen und gezielt nach zahnärzten suchen, die es noch verwenden.
wobei eine nachgewiesene Quecksilber-Allergie so selten ist, dass sie als Kasuistik in der Literatur erscheint.
Die Phobie indes scheint immer weitere Kreise zu ziehen.

Noch ganz kurz zum link, der von boaso angegeben wurde (toxcenter):
Ohne jetzt irgendjemandem nahe treten zu wollen und auch ganz ohne Polemik: Dieser eingetragene Verein ist weit davon entfernt, wissenschaftlich anerkannt zu sein.
Nichtsdestotrotz sind die links durchaus lesenswert. Allerdings sind die Vorkehrungen in der täglichen Praxis absolut nicht umsetzbar. Die Kassen zahlen den zusätzlichen Aufwand nicht und wenn man den Stundensatz einer Zahnarztpraxis in Ansatz bringt, wird auch der Patient diese evtl. doch erheblichen Summen nicht bereit sein zu übernehmen. Zumindest nicht der Durchschnittsverdiener.

Neuling08
08.07.2008, 13:35
ist nicht zumindest ein wichtiger punkt bei der entfernung, dass der patient sauerstoff angehängt bekommt?
und der sinn dieses sauerstoffs und auch der schutz des patienten nicht nur des zahnarztes leuchtet mir ein.
die nase des patienten ist ja durch diese anatomische begebenheit :-) ganz klar um einiges näher am mund, wo diese dämpfe dann rauskommen, als das gesicht des zahnarztes je rankommen würde.

das was mich an der toxseite stört ist, dass schon die herstellerbezeichnungen genannt werden.
allerdings geben die ja empfehlungen wie man billig an eine sauerstoffflasche kommen könnte. somit wollen sie keine geschäfte mit sauerstoff machen. sie teilen sauerstoff die wichtigkeit von 70% zu. es wirkt auf mich seriös. denn wenn sie sinnlose mittelchen verkaufen wollen würden, würden sie diese zahl nicht so hoch ansetzen.
außerdem finde ich den sauerstoff aus oben genannten gründen sinnvoll.
was würde dagegen sprechen. ist doch nicht soviel aufwand oder?

und DMSA/DMPS sind doch anerkannte komplexbildner, die bei schwermetallvergiftung angewendet werden.

hennessy
08.07.2008, 13:43
und DMSA/DMPS sind doch anerkannte komplexbildner, die bei schwermetallvergiftung angewendet werden.
Nur haben sie den entscheidenden Nachteil, dass undifferenziert ALLE Schwermetalle gebunden werden, beispielsweise auch lebenswichtiges Eisen. Wobei ich nicht weiß, ob der Mechanismus einer kompetitiven Hemmung auch hier greift. Evtl. kann uns actin mehr dazu sagen? Zumindest sollte man diese Mittel nicht einfach ohne Rücksprache mit einem kompetenten Arzt zu sich nehmen.

Boaso
08.07.2008, 13:50
wobei eine nachgewiesene Quecksilber-Allergie so selten ist, dass sie als Kasuistik in der Literatur erscheint.
Die Phobie indes scheint immer weitere Kreise zu ziehen.

Noch ganz kurz zum link, der von boaso angegeben wurde (toxcenter):
Ohne jetzt irgendjemandem nahe treten zu wollen und auch ganz ohne Polemik: Dieser eingetragene Verein ist weit davon entfernt, wissenschaftlich anerkannt zu sein.
Nichtsdestotrotz sind die links durchaus lesenswert. Allerdings sind die Vorkehrungen in der täglichen Praxis absolut nicht umsetzbar. Die Kassen zahlen den zusätzlichen Aufwand nicht und wenn man den Stundensatz einer Zahnarztpraxis in Ansatz bringt, wird auch der Patient diese evtl. doch erheblichen Summen nicht bereit sein zu übernehmen. Zumindest nicht der Durchschnittsverdiener.

Stimmt doch gar nicht, die Leute werden noch gar nicht auf eine Quecksilberallergie untersucht.
Sollte man doch mal die Bevölkerungen darauf untersuchen, wäre spannend was dabei herauskommt, da würden vielleicht so manchem die Augen übergehen.
Mein Mann hat das kürzlich beim Dermatologen untersuchen lassen...und bingo , er hat eine Quecksilberallergie.

Es ist einfach zu behaupten eine Quecksilberallergie ist äußerst selten, wenn man es unterlässt zu untersuchen.

actin
08.07.2008, 14:07
@Hennessy:

Klar: DMPS und DMSA bilden auch mit anderen Schwermetallionen Chelatkomplexe, aber ich bin nur für die Chemie zuständig; nicht für die Pharmakologie. ;-) Will aber heute Abend gern mal nach Fachliteratur dazu suchen.
Hab nur gerade beim schnellen Googeln einiges über Nebenwirkungen von Behandlungen mit Komplexbildnern gelesen (u. a. auch allergische Reaktionen :-)) ) und dass Komplexbildner für die Indikation "Amalgamvergiftung" laut BfArM nicht zugelassen seien.

hennessy
08.07.2008, 14:09
Stimmt doch gar nicht, die Leute werden noch gar nicht auf eine Quecksilberallergie untersucht.
Sollte man doch mal die Bevölkerungen darauf untersuchen, wäre spannend was dabei herauskommt, da würden vielleicht so manchem die Augen übergehen.
Mein Mann hat das kürzlich beim Dermatologen untersuchen lassen...und bingo , er hat eine Quecksilberallergie.

Es ist einfach zu behaupten eine Quecksilberallergie ist äußerst selten, wenn man es unterlässt zu untersuchen.
Es wurden in einer neuen Studie Patienten untersucht: GAT (German Amalgam Trial)
nachzulesen in: zm 98, Nr.9, 1.5.2008, (1226)
Dabei zeigte sich u.a., dass hinsichtlich der Diagnostik keine der untersuchten diagnostischen Testmethoden in der Lage war, zwischen gesunden Probanden und subjektiv amalgamgeschädigten Probanden zuverlässig zu differenzieren.

Soweit zur Aussagekraft von Testungen.

Boaso
08.07.2008, 14:12
Genau, das BfArM weiß ganz genau warum DMPS nicht zugelassen ist.
Dann müsste ja zugegeben werden, dass die Menschen eine hohe Quecksilberbelastung haben.
Ohne vorherige Mobilisation (da ja eine Speichergift) ist es ja nicht offensichtlich.

Neuling08
08.07.2008, 14:27
http://de.wikipedia.org/wiki/DMSA
http://de.wikipedia.org/wiki/DMPS
http://de.wikipedia.org/wiki/Chelat-Therapie
find ich ganz kompetent geschrieben.
um eisen müsste man sich denk ich keine gedanken machen, weil es ja als ferritin gespeichert wird. und dann wieder als freies eisen ins blut kommen könnte.

wann spricht man denn von einer (quecksilber)vergiftung?

unbestritten ist ja, dass das giftige die dämpfe sind.
bleibt also noch die sauerstoffflasche zu klären

hennessy
08.07.2008, 14:48
Genau, das BfArM weiß ganz genau warum DMPS nicht zugelassen ist.
Dann müsste ja zugegeben werden, dass die Menschen eine hohe Quecksilberbelastung haben.
Ohne vorherige Mobilisation (da ja eine Speichergift) ist es ja nicht offensichtlich.
Na ja, das ist vorsichtig gesagt eine ziemlich einseitige Betrachtung der Sachlage.
Im Rahmen der o.a. Studie wurden auch Messungen des anorganischen Quecksilbers durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass die gemessenen Werte der Amalgamträger weit unter dem kritischen Warnwert lagen.

Neuling08
08.07.2008, 15:25
mit dem Ergebnis, dass die gemessenen Werte der Amalgamträger weit unter dem kritischen Warnwert lagen.
naja der amalgamträger.
die gefahr ist ja bei der rausnahme der amalgam-füllungen. gibts dazu - also kurz nach füllungsentfernung auch repräsentative messwerte?

actin
08.07.2008, 15:31
Genau, das BfArM weiß ganz genau warum DMPS nicht zugelassen ist.
Dann müsste ja zugegeben werden, dass die Menschen eine hohe Quecksilberbelastung haben.
Das ist Unfug. Für Tests und zur Behandlung wirklicher Quecksilbervergiftungen ist es schon zugelassen.

Es ist anscheinend nur nicht für die "Behandlung" (vermeintlicher? ;-) ) "Amalgamvergiftungen" zugelassen.

hennessy
08.07.2008, 15:33
naja der amalgamträger.
die gefahr ist ja bei der rausnahme der amalgam-füllungen. gibts dazu - also kurz nach füllungsentfernung auch repräsentative messwerte?
eine u.a. chemische Messung von Quecksilber in Speichel und Blut sowie im Sammelurin vor und nach Mobilisation mit dem Medikament Dimaval (R) konnte genausowenig zwischen gesunden Probanden und subjektiv amalgamgeschäfigten Probanden zuverlässig unterscheiden.

Neuling08
08.07.2008, 16:03
Aussage zu einem tagesschaubericht:
"Dann ein kurzer Ausschnitt mit Dr. Mutter, der sagt: Studien seien oft fehlerhaft, weil nicht das Hg im Urin interessiert sondern in Knochen und Organen."

zuerst einmal muss man ganz klar zwischen amalgam-füllungen-träger, welche die füllungen noch drin haben und
denen entscheiden, bei denen sie rausgenommen wurden.
bei letzterem liegt ja eben wie auch hier schon öfter gesagt wurde die gefahr.
und bei amalgam-trägern ist die gefahr umso höher je mehr amalgam-füllingen im mund sind.

wenn das Hg tatsächlich schon in den organen und knochen abgelagert ist, ist es ja nur logisch, dass es dann nicht mehr im blut signifikant erhöht ist.
deswegen überzeugt mich der kopierte absatz nicht.

man müsste direkt nach der amalgam-bohrung im blut die quecksilber-konzentration messen. anschließend die konzentrationen in allen möglichen ausscheidungen. die differenz wäre die konzentration, die dann in den knochen, gehirn abgelagert ist. bzw. ein teil des dampfes wird wohl gleich in der lunge bleiben.
und um auch noch daran zu kommen bräuchte man z.b. den knochen.
gut gehirn geht nicht. aber die werte vom knochen haben wir eigentlich von boaso, welche von einem umweltmediziner! gemessen wurde.
aber man bräuchte nicht mal den beweis durch die kieferfräsung, denn wenn man wie oben beschrieben die körperausscheidungen(hauptsächlich urin, oder) messen würde hätte man ein eindeutiges ergebnis. den wo soll das quecksilber sonst hin. es löst sich nicht in luft auf.

@hennessy
ist das eine zeitschrift, die du angegeben hast. im internet ist die studie nicht oder?

hennessy
08.07.2008, 16:14
Aussage zu einem tagesschaubericht:
"Dann ein kurzer Ausschnitt mit Dr. Mutter, der sagt: Studien seien oft fehlerhaft, weil nicht das Hg im Urin interessiert sondern in Knochen und Organen."

zuerst einmal muss man ganz klar zwischen amalgam-füllungen-träger, welche die füllungen noch drin haben und
denen entscheiden, bei denen sie rausgenommen wurden.
bei letzterem liegt ja eben wie auch hier schon öfter gesagt wurde die gefahr.
und bei amalgam-trägern ist die gefahr umso höher je mehr amalgam-füllingen im mund sind.

wenn das Hg tatsächlich schon in den organen und knochen abgelagert ist, ist es ja nur logisch, dass es dann nicht mehr im blut signifikant erhöht ist.
deswegen überzeugt mich der kopierte absatz nicht.

man müsste direkt nach der amalgam-bohrung im blut die quecksilber-konzentration messen. anschließend die konzentrationen in allen möglichen ausscheidungen. die differenz wäre die konzentration, die dann in den knochen, gehirn abgelagert ist. bzw. ein teil des dampfes wird wohl gleich in der lunge bleiben.
und um auch noch daran zu kommen bräuchte man z.b. den knochen.
gut gehirn geht nicht. aber die werte vom knochen haben wir eigentlich von boaso, welche von einem umweltmediziner! gemessen wurde.
aber man bräuchte nicht mal den beweis durch die kieferfräsung, denn wenn man wie oben beschrieben die körperausscheidungen(hauptsächlich urin, oder) messen würde hätte man ein eindeutiges ergebnis. den wo soll das quecksilber sonst hin. es löst sich nicht in luft auf.

@hennessy
ist das eine zeitschrift, die du angegeben hast. im internet ist die studie nicht oder?
Ja, das ist eine Fachzeitschrift. Und hier steht auch:
"...Das anorganische Hg wird nach Entfernung der Füllungen innerhalb eines Jahres auf natürlichem Wege aus dem Körper ausgeschieden. Untersuchungen des "low dose"-Effektes von Amalgam auf verschiedene Zelltypen zeigten keine deutlich zellschädigende Wirkung. "

actin
08.07.2008, 16:24
Ich hab die Beiträge von heute nachmittag nur noch quergelesen, deshalb nur noch ein Kommentar hierzu


..man müsste direkt nach der amalgam-bohrung im blut die quecksilber-konzentration messen. anschließend die konzentrationen in allen möglichen ausscheidungen. die differenz wäre die konzentration, die dann in den knochen, gehirn abgelagert ist. bzw. ein teil des dampfes wird wohl gleich in der lunge bleiben.
und um auch noch daran zu kommen bräuchte man z.b. den knochen.
gut gehirn geht nicht.... Und welche therapeutischen Konsequenzen sollte das haben?


..
....gut gehirn geht nicht....Oooch, das ginge schon :-))

Neuling08
08.07.2008, 16:25
Ja, das ist eine Fachzeitschrift. Und hier steht auch:
"...Das anorganische Hg wird nach Entfernung der Füllungen innerhalb eines Jahres auf natürlichem Wege aus dem Körper ausgeschieden. Untersuchungen des "low dose"-Effektes von Amalgam auf verschiedene Zelltypen zeigten keine deutlich zellschädigende Wirkung. "

ich will diese studie haben
:-lesen :-stud

das ist doch voll die vera....
amalgam/hg kommt in großer menge bei entfernung der füllung in den körper. und bis dann soll es innerhalb eines jahres auf natürlichem wege ausgeschieden werden?! es schwimmt also munter 1 jahr im blut rum, kleine menge werden über urin ausgeschieden und nach einem jahr ist es dann weg?!!
low dose effekt kann ja sein. wenn man das schön in zellkulturen testet.
aber das im körper nur eine low-belastung stattfindet können sie nicht ausschließen.

hennessy
08.07.2008, 16:27
ich will diese studie haben
:-lesen :-stud

das ist doch voll die vera....
der körper kommt in großer menge bei entfernung der füllung in den körper. und bis dann soll es innerhalb eines jahres auf natürlichem wege ausgeschieden werden?! es schwimmt also munter 1 jahr im blut rum, kleine menge werden über urin ausgeschieden und nach einem jahr ist es dann weg?!!
low dose effekt kann ja sein. wenn man das schön in zellkulturen testet.
aber das im körper nur eine low-belastung stattfindet können sie nicht ausschließen.
versuchs mal über die Eingabe GAT = German Amlgam Trial

Neuling08
08.07.2008, 16:29
Und welche therapeutischen Konsequenzen sollte das haben?

ersteinmal die erkenntnis, welche anscheinend verdrängt wird, dass das quecksilber im körper bleibt.
und dann sollte es nicht zu therapeutischen konsequenzen kommen müssen, weil die vorbeugenden maßnahmen bei der amalgam-entnahme eingehalten würden.