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bauerlein
22.07.2007, 19:50
[und was studiert man als überflieger mit top abi? na klar: Medizin. Auf Platz 2 stand bestimmt Jura ;-)
Aber ich zweifel da wie gesagt als erstes schonmal an der Motivation fürs Medizinstudium. und während eines so zeitintensiven Studiums die Pubertät durchmachen?


Hör ich da Neid raus :-oopss
Warum ihre Motivation anzweifeln??? Nur weil sie nen verdammt gutes Abi hat??? :-notify

Vielleicht macht sie die Pubertät nie so durch wie andere? Ich mein, nicht so extrem, dass sie das am studieren (bzw. am guten Abi bei anderen) hindert

little_lunatic
22.07.2007, 19:58
ist im in der allgemeinen meinung eines der am höchsten angesehenen und anspruchsvollsten studiengänge. kenn einige bei denen das die einzige motivation ist. und an der kann man sich in demotivierenden zeiten nicht gerade nähren...
schau dir mal andere meldungen an von wegen jüngster professor/absolvent etc... Medizin ist da doch statistisch weit vorne mit dabei.
heißt nicht, dass es bei ihr so sein MUSS aber klingt mir sehr danach

maggi90w
22.07.2007, 20:00
Ansich stör mich das gar nicht. Soll sie doch studieren was sie möchte. Irgendwie wirds schon klappen.
Ich versteh nur nicht, warum sie das jetzt schon machen muss. Student und Arzt kann sie noch ihr ganzes Leben lang sein, aber so jung wie jetzt ist sie nur einmal.
Also ich würde glaube ich erst mal 1 zwei, vielleicht auch 3 jahre mein leben genießen und noch ein bisschen 14 (oder 15 oder 16) bevor ich mich endgültig in "den ernst des Lebens" werfe... aber naja... ihre entscheidung.

bauerlein
22.07.2007, 20:03
........

nanni83
22.07.2007, 20:13
Ich kenne min 4 Leute mit 1,0 Abi (davon 1 Arzt u 3 Studis im stark fortgeschrittenem Stadium des Medizin-Studiums) - bei denen ich alles, aber nicht die Motivation, anzweifeln würde. :-dafür

Damit wir noch etwas beim Thema bleiben, welche Motivation könnte einen denn mit 14 Jahren dazu treiben Medizin zu studieren und nicht Maschinenbau oder alles andere was auch schwierig ist, Physik? Ich denke eigentlich schon das man sagen könnte, dass es rein Interessenhalber ist.

bauerlein
22.07.2007, 20:16
Damit wir noch etwas beim Thema bleiben, welche Motivation könnte einen denn mit 14 Jahren dazu treiben Medizin zu studieren und nicht Maschinenbau oder alles andere was auch schwierig ist, Physik? Ich denke eigentlich schon das man schon sagen könnte, das es rein Interessenhalber ist.


Denke ich. :-dafür Wollt auch schon seit der 5./6. Klasse (also so mit 11/12) Medizin studieren.

Manchmal fasziniert einen ein Gebiet einfach, auch ohne das man wirklich begründen kann warum. :-))

Hoppla-Daisy
22.07.2007, 20:17
Ist es nicht so, dass wenn man hochbegabten Kindern den Zugang zu Wissenserwerb verwehrt oder nicht ermöglicht, diese dann erst recht Schaden nehmen? *nur mal so anmerk*. Hochbegabte Kinder leiden erst richtig, wenn man sie nicht LÄSST! Und dann wird die grüne, blühende Wiese schnell zum Brachland - und das in jeder Beziehung!

Dieses Mädel kennt es nicht anders, als anders als die anderen Kinder zu sein. Insofern dürfte das Gefühl an der Uni auch nicht anders sein. Und wenn sie (oder ihr Umfeld) das Gefühl bekommt, dass sie psychisch damit noch ein wenig überlastet sein dürfte, kann man ihr vorerst andere Möglichkeiten bieten. Wer sagt denn, dass sie ihr Studium in Regelstudienzeit bzw. die Vorklinik in 2 Jahren durchziehen muss? Und wirklichen Patientenkontakt hat sie - wenn man mal vom KPP absieht - auch erst in der Klinik. Bettpfannenjonglieren müssen nur 2 Jahre ältere Pflegeschüler auch. Bevor man die wirklich mal an den Patienten ranlässt, dauert es ebenso. So what!

Lasst das Mädel mal machen! Die geht ihren Weg *sicher bin*

Daisy, die aber dennoch froh ist, ne stinknormale Tochter zu haben (und die erfüllt mich auch dann mit Stolz, wenn sie mal ne nicht so gute Note schreibt)

bauerlein
22.07.2007, 20:20
Ist es nicht so, dass wenn man hochbegabten Kindern den Zugang zu Wissenserwerb verwehrt oder nicht ermöglicht, diese dann erst recht Schaden nehmen? *nur mal so anmerk*. Hochbegabte Kinder leiden erst richtig, wenn man sie nicht LÄSST! Und dann wird die grüne, blühende Wiese schnell zum Brachland - und das in jeder Beziehung!

Lasst das Mädel mal machen! Die geht ihren Weg *sicher bin*

:-dafür :-dafür :-meinung :-))

Schimmelschaf
22.07.2007, 23:20
Wollts nurmal so in den Raum stellen: Nur, weil man meint, dass das Mädel nicht für ein Studium geeignet wäre, heisst es noch lange nicht, dass man vor Neid fast an der Decke entlang krabbelt. Solche Bemerkungen finde ich ziemlich daneben.

Blondi
27.07.2007, 19:01
Wie reif jemand ist, kann man mit dem Abitur oder chronologischen Alter alleine sicherlich nicht feststellen. Es gibt ja noch nicht einmal eine ordentliche Definition von "Reife" oder dem viel zitierten "sozial kompetent". Tatsache ist, dass das Mädchen eine außerordentliche Leistung erbracht hat und eine solche Anstrengung erfordert durchaus Charakter.

Kleiner_Medicus_w
27.07.2007, 19:38
ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht was man dagegen habe sollte sie studieren zu lassen... wer mit 14jahren abitur hat, der hat das recht alles erdenkliche dieser welt in angriff zu nehmen und sollte auch jegliche unterstützung hoffen können, denn dieses abitur hat ihr charakterlich sicherlich sehr viel abgefordert (neid, ...).
inwiefern sie die praktischen tätigkeiten des medizinstudiums durchführen darf bleibt abzuwarten und muss eben erst rechtlich abgesprochen werden.
auch wird sich zeigen wie sie die strapazen des studiums verkraftet, denn leichter als in der schule wird es sicher nicht.

trotzdem sollte sie es auf jedenfall probieren :-meinung

Plotin
31.07.2007, 08:37
ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht was man dagegen habe sollte sie studieren zu lassen... wer mit 14jahren abitur hat, der hat das recht alles erdenkliche dieser welt in angriff zu nehmen und sollte auch jegliche unterstützung hoffen können, denn dieses abitur hat ihr charakterlich sicherlich sehr viel abgefordert (neid, ...).
So sehe ich das auch. Mit dem Bestehen der Hochschulreife hat jeder Mensch Zugang zu einem Studium an einer Hochschule. Die emotionale Reife ist dabei nicht das Kriterium (und wird es auch niemals sein), demzufolge über Zugang oder Nichtzugang entschieden werden kann.

Ich bin überhaupt der Meinung, dass das Abitur durchaus auch von eher durchschnittlich veranlagten Schülern schon mit 14 oder 15 Jahren abgelegt werden könnte, wenn die Art der Wissensvermittlung eine umfassende Restrukturierung erführe. Die bisherige Regelung ist, vom Standpunkt der Studierfähigkeit betrachtet, eine Verschwendung postnataler Lebenszeit und könnte erheblich gestrafft werden, ohne dass eine solche Abkürzung von den Schülern als zusätzliche Belastung empfunden werden müsste.

McBeal
31.07.2007, 08:44
Die bisherige Regelung ist, vom Standpunkt der Studierfähigkeit betrachtet, eine Verschwendung postnataler Lebenszeit und könnte erheblich gestrafft werden, ohne dass eine solche Abkürzung von den Schülern als zusätzliche Belastung empfunden werden müsste.
Meinst Du? Ich persönlich habe die viele Freizeit (viel mehr Zeit für viiiiiiele Hobbys) in der Schulzeit sehr genossen und hätte es schade gefunden, sie schon eher aufgeben zu müssen. Regelmäßig so viel Zeit für Hobbys und Freunde habe ich seit Beginn des Studiums eindeutig nicht mehr... Und wenns ins Berufsleben geht, werde ich froh sein, wenn ich noch einen regelmäßigen Termin in der Woche mit dem Arbeitspensum und Dienstplan vereinbaren kann - och nöö, ich hätte noch nicht mit 15 studieren wollen. mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht gewusst hätte, was ich studieren soll. Und wenn man sich dann vorstellt, dass regelmäßig PJler und Referendare unter 20 wären - och nöö. In Einzelfällen von mir aus ja, aber man sollte es nicht zur Regel machen.

LG,
Ally

hennessy
31.07.2007, 08:49
Meinst Du? Ich persönlich habe die viele Freizeit (viel mehr Zeit für viiiiiiele Hobbys) in der Schulzeit sehr genossen und hätte es schade gefunden, sie schon eher aufgeben zu müssen. Regelmäßig so viel Zeit für Hobbys und Freunde habe ich seit Beginn des Studiums eindeutig nicht mehr... Und wenns ins Berufsleben geht, werde ich froh sein, wenn ich noch einen regelmäßigen Termin in der Woche mit dem Arbeitspensum und Dienstplan vereinbaren kann - och nöö, ich hätte noch nicht mit 15 studieren wollen. mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht gewusst hätte, was ich studieren soll. Und wenn man sich dann vorstellt, dass regelmäßig PJler und Referendare unter 20 wären - och nöö. In Einzelfällen von mir aus ja, aber man sollte es nicht zur Regel machen.

LG,
Ally

dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Warum sollte man die schönste Zeit des Lebens auch noch zusammenraffen und mit all dem Zeugs vollstopfen, das noch früh genug auf einen niederprasselt.

gruß
hennessy

funny
31.07.2007, 09:29
[QUOTE=Plotin]Die bisherige Regelung ist, vom Standpunkt der Studierfähigkeit betrachtet, eine Verschwendung postnataler Lebenszeit und könnte erheblich gestrafft werden, QUOTE]

Ich finde, dass auch die prä-natale Lebenszeit gestrafft und effizienter gestaltet sowie genutzt werden sollte. :-sleppy

Ein Vorteil hätte dein Modell allerdings. Der Burn-out käme schon mit 30 statt erst mit 40 Jahren und man wäre noch jung genug, sich umzuorientieren. Aber entschuldigt liebe 40-jährigen Zweit-Medizin-Studierenden: Das seid ihr ja auch noch :-top

Plotin
31.07.2007, 10:03
Meinst Du? Ich persönlich habe die viele Freizeit (viel mehr Zeit für viiiiiiele Hobbys) in der Schulzeit sehr genossen und hätte es schade gefunden, sie schon eher aufgeben zu müssen. Regelmäßig so viel Zeit für Hobbys und Freunde habe ich seit Beginn des Studiums eindeutig nicht mehr...
Ich sprach von einer Restrukturierung der Wissensvermittlung, so dass den Schülern das gleiche Maß an Freizeit zustünde wie heute. Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist für durchschnitliche Schüler ein Abitur mit 14 Jahren nicht zu schaffen.

Die 14 jährige Minu Dietlinde Tizabi aus Pforzheim empfindet ihren Werdegang ganz sicherlich nicht als belastend. Sie handelt aus freiem Willen (unterstellen wir mal, einen solchen gäbe es; aktuelle Forschungen in den Neurowissenschaften zweifeln einen solchen ja an) und hat sich aus Interesse an dem Fach für ein Medizinstudium entschieden. Sie empfände es aber ganz sicherlich als Zwang und damit als Einschnitt in ihre sogenannte "Willensfreiheit", wenn sie erst mit 18 Jahren studieren dürfte. Hier entscheidet also der individuelle "Wille" vorrangig vor einem Gesetz, welches ein Studium erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres ermöglichen würde.

funny
31.07.2007, 10:10
Ich sprach von einer Restrukturierung der Wissensvermittlung, so dass den Schülern das gleiche Maß an Freizeit zustünde wie heute. Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist für durchschnitliche Schüler ein Abitur mit 14 Jahren nicht zu schaffen.

Die 14 jährige Minu Dietlinde Tizabi aus Pforzheim empfindet ihren Werdegang ganz sicherlich nicht als belastend. Sie handelt aus freiem Willen (unterstellen wir mal, einen solchen gäbe es; aktuelle Forschungen in den Neurowissenschaften zweifeln einen solchen ja an) und hat sich aus Interesse an dem Fach für ein Medizinstudium entschieden. Sie empfände es aber ganz sicherlich als Zwang und damit als Einschnitt in ihre sogenannte "Willensfreiheit", wenn sie erst mit 18 Jahren studieren dürfte. Hier entscheidet also der individuelle "Wille" vorrangig vor einem Gesetz, welches ein Studium erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres ermöglichen würde.


Wo ist denn das Problem? Sie durfte ja mit 14 Abi machen und jeder andere darf das auch mit entsprechender Begabung. Ich hätte beispielsweise gerne eine Ganztagesschule besucht. Ging bei uns auf dem Land aber nicht, deshalb musste ich eine Teilzeitschule besuchen. Wahrscheinlich hätte ich dadurch 1 Jahr Schule gespart. Aber 5 Jahre Schule sparen durch Restrukturierung oder Umstrukturierung? Das wage ich zu bezweifeln. Es gab bei uns einige viele, die mit dem Teilzeitgymnasium alle Hände voll zu tun hatten mit Nachhilfe in ihren Schwachpunktfächern etc. Die sind keineswegs dumm gewesen, sondern studieren heute wie du und ich. Wie genau möchtest du umstrukturieren und die gleiche Wissensvermittlung um 4-5 Jahre abkürzen mit gleichbleibender Freizeit für die Schüler? Halte ich für unrealistisch. Und wenn man die Pubertät an die Unis verlagert, dann ist der Gesellschaft damit auch nicht gedient, denke ich. Frei herumlaufende Hormon-bomben. Ne, ne, die sollen mal lieber in der Schule bleiben. :-D

McBeal
31.07.2007, 10:11
Ich sprach von einer Restrukturierung der Wissensvermittlung, so dass den Schülern das gleiche Maß an Freizeit zustünde wie heute. Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist für durchschnitliche Schüler ein Abitur mit 14 Jahren nicht zu schaffen.

So habe ich das durchaus auch verstanden, also, dass die Schulzeit so wenig stressig bleiben würde, wie sie ist (wobei ich nicht glaube, dass das gutginge und man mitten in der Pubertät andere Entwicklungsaufgaben hat als das Abi). Aber das Studium ist einfach aufwendiger, zumindest ist das Leben auch weniger gleichmäßiger und man hat weniger Zeit für regelmäßige Hobbys. Und die Zeit für solche Dinge hätte ich mir halt nicht gern nehmen lassen.

LG,
Ally

Plotin
31.07.2007, 10:24
Wie genau möchtest du umstrukturieren und die gleiche Wissensvermittlung um 4-5 Jahre abkürzen mit gleichbleibender Freizeit für die Schüler?
Ich würde mir eine individuellere Betreuung der Schüler wünschen. Wenn Schüler eine umfassendere Wahrnehmung ihrer Interessen, ihrer Schwächen und Stärken durch das Lehrpersonal erführen, empfänden sie die Schule nicht als Zwang und notwendiges Übel und könnten sich wissensmäßig schneller entwickeln. Die emotionale Reife allerdings, auf welche du anspielst, kann dadurch (und soll auch gar nicht) beeinflusst werden; diese wird individuell durch persönliche Veranlagung, Lebenserfahrungen und das soziale Umfeld geprägt - und dieser Prozess ist genau genommen ein lebenslänglicher.

Ich stimme aber mit dir überein, dass unter den gegenwärtigen politischen Gegebenheiten eine Restruktierung der Schulen völlig unrealistisch ist. Ich wüsste eigentlich auch nicht, ob diesbezüglich überhaupt schon mal laut nachgedacht wurde und ob die dabei gewonnenen Einsichten beschlussfähig gewesen wären.

Ich finde es jedenfalls in Ordnung, dass eine Immatrikulation an einer deutschen Uni auch schon für 14 Jährige möglich ist, im Gegensatz etwa zu England (Cambridge nimmt Minderjährige nicht auf).

bauerlein
31.07.2007, 11:58
, wenn die Art der Wissensvermittlung eine umfassende Restrukturierung erführe. Die bisherige Regelung ist, vom Standpunkt der Studierfähigkeit betrachtet, eine Verschwendung postnataler Lebenszeit und könnte erheblich gestrafft werden, ohne dass eine solche Abkürzung von den Schülern als zusätzliche Belastung empfunden werden müsste.


:-meinung Da wär ich mal für. Wenn ich mir ansehe, was ich auf dem Gym gelernt habe :-lesen -dann frage ich mich echt, warum ich dafür 12 Jahre zur Schule gehen mußte :-notify . Bio-LK in der Unterstufe und ich wäre nach der 10. Klasse (mit 16 J.) auch nicht schlechter aufs Studium vorbereitet gewesen. :-meinung