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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie kommt ihr mit den Nachtdiensten klar?



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Muriel
14.10.2007, 12:41
Zweistein, darum geht es gar nicht. Natürlich sollte man sich informieren, bevor man blauäugig ein Studium beginnt, nur weil es sich so gut anhört. Was die meisten hier stört, ist die Tatsache, dass MatzeXXL leider seinem Namen sehr gerecht wird und dieses Thema in XXL-Manier in fünf von ihm eröffneten Threads bis in extenso ausbreitet und dabei immer wieder die gleichen Fragen stellt und nicht versteht, dass man auf Fragen, die persönliche Einschätzungen erfordern, nun mal keine allgemein gültigen Antworten geben kann und v.a. ihm nicht weiterhelfen kann, da keiner der hier Anwesenden sagen kann, wie er Arbeitsbedingungen toleriert oder eben nicht.

MatzeXXL
14.10.2007, 13:20
Naja wir können jetzt wieder 10 Postings über Sinn und Unsinn meiner Fragen diskutieren, aber ich sehe das Problem nicht. Wer genervt ist, kann mich ja auf die Ignore-Liste setzen. Es ist eine ganz normale Frage, und wie man an diesem gut besuchten Thread sehen kann, kommen auch viele neue Ansichten, Erfahrungen und Informationen zutage und das Thema scheint nicht nur mich zu interessieren...

Evil
14.10.2007, 13:52
Um mal eines klarzustellen: das ML-Forum ist kein Beantwortungsdienstleister für Dich, Matze, also gewöhn Dir bitte einen anderen Ton an, ja?

Ich kann Dir nur noch eines sagen: geh in ein KH, mach Praktika und schau Dir an, wie die Realität aussieht. Theoretische Diskussionen bringen nix.

Peter_1
14.10.2007, 14:09
Moin Matze,

Ich fürchte halt auch Du kannst nicht viel mitnehmen aus Deinen Fragen. Die Dienstbelastungen sind von Haus zu Haus und von Fach zu Fach völlig unterschiedlich. Ich habe z.B. in der Inneren in meinen Diensten nur extrem selten mal schlafen können und musste auch öfter noch nach dem (24h) Dienst länger bleiben um die Station zu versorgen (in der Regel bis 10-11 Uhr). Dienst hatte ich im Schnitt 4-6 x pro Monat. Jedes 2. Wochenende war im Schnitt durch irgendeinen Dienst tangiert. Die Dienstbelastung ist wirklich total unterschiedlich, es kommt darauf an wie groß das Haus ist, ob man die Intensivstat. im Dienst mit versorgen muss, ob man der einzige Diensthabende ist, ob Routinedinge wie Infusionen anhängen etc. vom Pflegepersonal oder aber durch den Dienstarzt übernommen werden etc. etc.
Deswegen lassen sich auch nicht so wirklich pauschal gültige Aussagen dazu treffen ob die Belastung durch Dienste nun subjektiv schlimm ist oder nicht. Letztlich sollte man deswegen bei der Stellensuche halt schauen wie dies geregelt ist und sich die Stelle dementsprechend aussuchen. Die Dienst-belastung als Argument für oder gegen ein Medizinstudium zu sehen ist deswegen denke ich auch nicht wirklich sinnvoll. Wenn man Spass dran hat dann machen, wenn nicht dann sein lassen, ansonsten später bei der Stellensuche und bei der Wahl des Fachgebietes halt genau schauen was man subjektiv als übermässige Belastung empfindet und was nicht.

primus
14.10.2007, 14:31
hallo matzexxl,

meine lösung deines problems lautet wie folgt:
ZAHNMEDIZIN !!!
kurativ? jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa !!!
nachtdienste? nööööööööööööööööö !!!
na also, geht doch.

SchwesterStefanie
14.10.2007, 19:59
deleted

alley_cat75
14.10.2007, 20:26
Gibt es hier jemand, der trotz Bereitschaftsdiensten nur auf durchschnittlich 40 oder höchstens auf 48 Stunden pro Woche kommt, oder kennt Ihr jemand, bei dem das so ist?

Ich kenne jemanden. MICH! :-dance

SchwesterStefanie
14.10.2007, 20:52
deleted

Kathibaby
14.10.2007, 21:47
Ich hab mich jetzt mal in dem Tarifvertrag des Marburger Bunds für kommunale Krankenhäuser wegen der Berechnung und Bezahlung der Bereitschaftsdienste umgesehen. Mann, ist das alles ganz schön kompliziert!



Nun konstruiere ich mal eine Woche, bei der etwa 40 Stunden als Arbeitszeit bewertet und bezahlt werden sollen und man nicht mehr als 48 Stunden arbeitend im Krankenhaus verbringt.

Das könnten pro Woche 4 Tage zu je 8 Stunden Volldienst und einmal pro Woche noch zusätzlich 15,5 Stunden Bereitschaftsdienst sein.

Ein Beispiel: :

Mo: 8 bis 16.30 Uhr (mit 30 Min Pause);
Di: 8 bis 16.30 Uhr (mit 30 Min Pause);
Mi 8 bis 16.30 Uhr (mit 30 Min Pause); danach bis Do 8.00 Bereitschaftsdienst Stufe I
Do frei
Fr: 8 bis 16.30 Uhr (mit 30 Min Pause);

Das wären 4*8 h zu 100 % als Arbeitszeit bewertet = 32 h
plus 15,5 h, die nur zu 60 Prozent als Arbeitszeit bewertet werden = 9,3 Stunden

Man hätte dann 47,5 Stunden arbeitend im Krankenhaus verbracht, aber es würden einem nur 41,3 Stunden als Arbeit angerechnet.

@alley cat75: Könntest Du bitte mal eine entsprechende Berechnung für Deine Arbeitszeit posten?

Du hast etwas vergessen, am Donnerstag fehlt man in der Arbeit, d.h. es wird die Arbeitszeit zu 100% abgezogen von der Bereitschaftszeit zu 60%. Also von 15,5 h Dienst werden einem 8hx1,4=11,2 h abgezogen. Also werden 15,5h-11,2h=4,3 h zu 60% bezahlt. Bei einem Stundensatz von 20 Euro (bei uns im Haus) sind das 4,3x20x0,6=51,60 Euro brutto. Also ganz schön wenig
:-dagegen . Fürs Arbeitszeitgesetz muss jedoch die ganze Zeit gerechnet werden abzüglich des FZA, nur in der Bezahlung sieht das Ganze ein wenig anders aus. Da wird das Grundgehalt für 40 h bezahlt und dazu das Geld aus den Diensten addiert, was aber der oberen Berechung zu Folge nicht wirklich viel ist. Je höher die BD-Stufe desto "besser" fällt das Ganze geldmäßig natürlich aus.

SchwesterStefanie
14.10.2007, 22:12
deleted

abcd
15.10.2007, 10:04
Man gewöhnt sich an die Nachtdienste muss ich sagen. Vor dem ersten Nachtdienst das heulende Elend und ein Jahr später sieht das schon ganz anders aus.
Die Dienstmodelle sind allerdings so unterschiedlich, dass sich einfach keine allgemeingültige Aussage treffen lässt. Wir haben einen Nachtdienst oder 6 Nachtdienste pro Monat.
Beispiel aus meiner Klinik.
Pro Monat im Schnitt drei Wochenenddienste.
1x 24h Rufbereitschaft:
man erscheint morgens und hilft dem Tagdienst, das sind im Normalfall etwa 3-4h. Danach geht man wieder nach Hause und hofft bis zum nächsten morgen nicht angerufen zu werden.
1x 12h Nachtdienst:
zählt als Bereitschaftsdienst mit 90% und kann sehr unterschiedlich sein. Mal schläft man von 0:00 bis 6:00 mal nur von 4:00-6:00 unvorhersehbar.
1x 12h Tagdienst:
ebenfalls Bereitschaftsdienst 90%, allerdings ist man fast immer komplett ausgelastet und man ist froh mal ne Essenspause machen zu können.

MO-FR gibt es parallel zur normalen Arbeitszeit drei verschiedene Dienstwochen. Zwei verkürzte Spätdienste mit je nur 6h Arbeitszeit und 12h Nachtdienst. Jeden der drei Dienste hat man 5 Tage.
Spätdienst bedeutet man baut quasi Überstunden ab, weil man dann täglich 2h Minus aufs Gleitzeitkonto bekommt. Nachtdienst zählen drei h als Vollzeit mit Nachtzuschlag, Rest ist Bereitschaft und da man am nächsten Tag nach Hause geht, wird das nicht extra vergütet, man fällt ja an einem normalen Arbeitstag dadurch aus. Nu ja 2h plus auf dem Zeitkonto pro Nacht. In der darauffolgenden Woche ein freier Tag, der vom Zeitkonto wieder abgezogen wird.
Häufigkeit der ganzen Sache:
ca. alle 8-10 Wochen eine Nachtdienstwoche, jeden Monat eine der beiden Spätdienstwochen und jeden Monat die drei Wochenenddienste.

Kathibaby
15.10.2007, 13:25
Wie Du auf 1,4 * 8h kommst, verstehe ich nicht.

Nach meiner Rechnung wären es sogar nicht 4,3 sondern nur 1,3 Stunden, die man für diesen BD zusätzlich zu den bereits durch das Grundgehalt abgegoltenen acht Stunden bezahlt bekäme, wenn man einen Vertrag über eine 40 Stundenwoche hätte:
Du machst einen Denkfehler, erst wird der FZA des nächsten Tages abgezogen, d.h. 8 h a 100%. Da der "normale" Arbeitstag mehr wert ist als die Dienststunde entsprechen 8hx1,4=11,2 h BD (bei 60%). Also haben wir nur noch 4,3 h, die dann zu 60% des individuellen Stundensatzes bezahlt werden. So sieht das Ganze für die Dienstabrechnung aus. Diese erfolgt zusätzlich zum Grundgehalt.
Für die WE kriege ich zum Beispiel keine steuerfreie Zulage und das wird beim Mb-Tarifvertrag auch m.E. nicht erwähnt.

Als Beispiel von mir mein Dienstplan vom Mai (wo nichts steht normaler Arbeitstag, der Dienst fängt immer nach dem normalem Arbeitstag an außer am Sa/So/Feiertag):
04.05. Fr 16 h BD
09.05. Mi 15,5 h BD
10.05. Do 7 h FZA
12.05. Sa 24 h BD
15.05. Di 15,5 h BD
15.05. Mi 7 h FZA
19.05. Sa 24 h BD
21.05. 8 h FZA
26.05. Sa 24 h BD
28.05 Pfingstmontag 24 h BD
29.05. 7 h FZA

SchwesterStefanie
15.10.2007, 15:02
deleted

alley_cat75
15.10.2007, 17:30
@alley cat: Dein Dienstplan für einen ganzen Monat wäre als Beispiel mal interessant.

01 Frei
02 Frei
03 Dienst (17,5 h)
04 Frei
05 FD (8,5 h)
06 FD (8,5 h)
07 FD (8,5 h)
08 Frei
09 Frei
10 FD (8,5 h)
11 FD (8,5 h)
12 FD(8,5 h)
13 Dienst (17,5 h)
14 Frei
15 Frei
16 Frei
17 FD (8,5 h)
18 FD(8,5 h)
19 Dienst (17,5 h)
20 Frei
21 FD (8,5 h)
22 Frei
23 Frei
24 FD (8,5 h)
25 FD (8,5 h)
26 FD (8,5 h)
27 FD (8,5 h)
28 frei
29 Dienst (24 h)30 frei


Das war mein Dienstplan für den September. Waren 187 h bzw. 9,35 h/d bzw. 46,75 h/Woche. Was ich dafür bekomme, habe ich schon tausend Mal geschrieben. Eure Rechnungen oben sind für mich zu hoch - bin Ärztin, keine Mathematikerin - und das ist auch besser so. :-))

SchwesterStefanie
15.10.2007, 17:52
deleted

SchwesterStefanie
15.10.2007, 18:29
deleted

Kathibaby
15.10.2007, 19:26
Nach Deiner Rechnung müsste man pro erlassener 'Normalstunde' 1,4 BD-Stunden machen. Aber das stimmt nicht. Der Faktor 1,4 träfe für 70% zu!

Bei 60% muss der Faktor 1,67 lauten:

1 BD-Stunde : 0,6 Normalstunden = x BD-Stunden : 1 Normalstunde

x = 1:0,6

= 1,67 (aufgerundet von 1,66....)

Also müsste man für die 8 Stunden FZA 8*1,67 BD-Stunden machen. Das wären
13,36 Stunden.



Hmm, sehe ich nicht so, denn die normale Arbeitsstunde ist 40% mehr wert als die Dienststunde also äquivalent zu 1,4 h BD.

SchwesterStefanie
15.10.2007, 19:44
[deleted

Charles77
16.10.2007, 21:58
1.FD
2.FD
3.frei
4.FD
5.FD
6.frei
7.frei
8.FD
9.FD
10.FD
11.FD
12.FD
13.SD+BD bis 14.10. 7.00 Uhr
14frei
15FD
16FD
17ZW
18FD
19FD
20frei
21frei
22FD
23FD
24FD
25FD
26FD
27frei
28frei
29FD
30FD
31SD+BD bis 1.11 7.00 Uhr

Also das ist mein Diesntplan für Oktober. Die Stunden für die Bereitschaftsdienste werden bei uns nirgends erwähnt. Dafür das ich am
13. 10. gearbeitet habe von 15.30 Uhr bis 23.00 Uhr habe ich laut Dienstplan 8 Stunden plus. Da ich aber vom 31.10. bis 1.11. Bereitschaftsdienst habe und danach frei hab bin ich auf plus minus null weil ich ja am 1.11. keinen regulären Dienst mache. Die Bereitschaftszeit wird nirgends erwähnt zählt also nicht als Arbeitszeit. Das kann doch nicht sein, oder?

SchwesterStefanie
16.10.2007, 22:09
deleted