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hennessy
25.03.2008, 07:24
sehr sehr viele Fragen. Und mit jedem Tag werden es mehr.
Ich denke, Du brauchst echt professionelle Hilfe. Gibt es bei Euch im Campus oder sonst wo keine derartige Anlaufstelle, die von der Uni aus angeboten wird?

little_lunatic
25.03.2008, 10:39
geh lieber zu jemanden der sich auskennt. psychologe, psy.therapeut, psychiater etc... zum beispiel ambulant eine krisenintervention. da hast du keine lange wartezeit, "schnupperst" mal in die psycho-sparte rein, übernimmt die kasse auch ohne probleme. einfach erstmal ein paar sitzungen um aus der aktuellen krise rauszukommen. falls es dann doch noch etwas mehr sein sollte können die dich meistens vermitteln oder direkt übernehmen. :-top nur mut!

hennessy
25.03.2008, 15:05
geh lieber zu jemanden der sich auskennt. psychologe, psy.therapeut, psychiater etc... zum beispiel ambulant eine krisenintervention. da hast du keine lange wartezeit, "schnupperst" mal in die psycho-sparte rein, übernimmt die kasse auch ohne probleme. einfach erstmal ein paar sitzungen um aus der aktuellen krise rauszukommen. falls es dann doch noch etwas mehr sein sollte können die dich meistens vermitteln oder direkt übernehmen. :-top nur mut!
genau dies meinte ich eigentlich. An vielen Unis gibt es eine psychologische Beratung/Therapie bei Fachleuten, die von der Uni übernommen wird. Dabei wäre zu beachten, dass im Gegensatz zur offiziellen Variante inkl. Krankenkasseninvolvierung dies i.d.R. nicht in der vita auftaucht.

Blondi
09.04.2008, 15:31
Derzeit ist es wieder ganz schlimm...komme auch mit der Doktorarbeit nicht klar...sitze den ganzen Tag im Lernraum und an der Uni, weil ich nicht weiß, was ich sonst tun soll, fühle mich wie gelähmt. Hatte noch nie eine derart heftige Antriebslosigkeit...weiß auch nicht, wie alles weitergehen soll, fühle mich dem Studium hinten und vorne nicht mehr gewachsen...so als ob ich innerlich zerfallen würde.

Habe auch schon einen Termin in der Psychotherapeutischen Ambulanz, hoffe, dass das was hilft, aber bis dahin muss ich es noch aushalten...glaubt ihr, dass ich das Studium schaffen kann? Hat man das selbst in der Hand?

Es wird immer klinischer und somit anstrengender, das macht mir wahnsinnige Angst...war diese Ferien schon unfähig, eine Famulatur zu machen. Hab keine Ahnung, wie das weitergehen soll!

HELFT MIR!

Feuerblick
09.04.2008, 15:37
*seufz* Blondi, bei aller Hilfsbereitschaft, aber dieses hier ist ein Forum für Medizinstudenten. Helfen kann dir ein Psychater/Psychotherapeut, wir nicht.
Vergiss deine Doktorarbeit (bzw. glaub uns endlich, die wir dir das im entsprechenden Thread oft genug geschrieben haben), vergiss Famulaturen und hör endlich auf, dich selbst unter Druck zu setzen. SO schaffst du das Studium nämlich nicht.
Geh zum Fachmann für deine Erkrankung und lass dir helfen. Ich kenne genug Leute, denen es nach entsprechender Therapie heute wieder sehr gut geht.
In Foren um Hilfe zu bitten ist schlichtweg nicht der richtige Weg!

Kopf hoch und alles Gute für dich!

funny
09.04.2008, 15:59
Derzeit ist es wieder ganz schlimm...komme auch mit der Doktorarbeit nicht klar...sitze den ganzen Tag im Lernraum und an der Uni, weil ich nicht weiß, was ich sonst tun soll, fühle mich wie gelähmt. Hatte noch nie eine derart heftige Antriebslosigkeit...weiß auch nicht, wie alles weitergehen soll, fühle mich dem Studium hinten und vorne nicht mehr gewachsen...so als ob ich innerlich zerfallen würde.

Habe auch schon einen Termin in der Psychotherapeutischen Ambulanz, hoffe, dass das was hilft, aber bis dahin muss ich es noch aushalten...glaubt ihr, dass ich das Studium schaffen kann? Hat man das selbst in der Hand?

Es wird immer klinischer und somit anstrengender, das macht mir wahnsinnige Angst...war diese Ferien schon unfähig, eine Famulatur zu machen. Hab keine Ahnung, wie das weitergehen soll!

HELFT MIR!


Schließe mich Feuerblick in jedem Punkt an. Wenn der Termin in der Psychotherapeutischen Ambulanz noch nicht morgen ist und du dich wirklich elend fühlst, ruf den ärztlichen Bereitschaftsdienst deiner Stadt an und schildere deine Lage. Vielleicht wäre es das Beste, dir wird jetzt in dieser Sekunde geholfen. Aber du musst irgendetwas tun. Wir sind nur ein anonymes Forum und können dich nicht retten. TU DU WAS. Ruf den Notarzt oder sonst irgendwas. Ehrlich gesagt habe ich bei deinen Posts so langsam echt Angst um dich.

McBeal
09.04.2008, 21:35
@Blondi: erkundige Dich mal bei der Psychiatrie in Deiner Nähe, ob die eine offene Sprechstunde (kenne ich aus der Kinderpsych bei uns) oder ähnliches haben und stell Dich dort mal vor. Oder sonst geht dort mal notfallmäßig hin, so wie andere Leute nachts im Dienst in die Innere kommen und lass Dich zur Krisenintervention und Therapieplanung etc. aufnehmen.

Alles Gute!

LG,
Ally

wildfang
16.02.2009, 14:59
Hallo Blondi und alle Anderen,

es tut gut zu lesen, dass es jemandem auch so geht wie mir. Und wohl noch mehreren (ich habe jetzt nicht alle Beiträge hier durchgelesen). Ich habe mich jetzt hier angemeldet und möchte ien bißchen was von mir erzählen, da ich auch irgendwie verzweifelt bin.

Mir geht es schon länger nicht gut, aber nach dem Physikum hat es "richtig" angefangen. Die Zeit davor war sehr, sehr hart für mich und ich habe es irgendwie grad so geschafft. Es fällt mir sehr, sehr schwer. Danach bin ich ein Loch gefallen... über die Gründe möchte ich hier nichts schreiben.

Im Herbst ging gar nichts mehr, ich hab stundenlang geheult, konnte nichts, aber auch gar nichts für das Studium tun. Ich habe es versucht: ich saß in der Bibliothek, hab ein dutzend Mal den gleichen Absatz gelesen und konnte nicht sagen, was darin stand, weil ich einfach nur da saß und die Tränen auf das Buch kullerten (auch jetzt muss ich mich verdammt zusammen reissen, nicht los zu weinen). Zum Glück standen erstmal keine Klausuren an... ich hab mich damals abgefunden, in dem Semester in allem durchzufallen. Ich konnte oft nicht aufstehen, hatte keinen Antrieb mehr, hab sehr viel nachgedacht. Ich saß in der Psychiatrie-/Psychosomatik-Vorlesung und hätte echt ausflippen können.

Manche Freunde wissen, was los ist: sie haben mich bedrängt, zum Arzt zu gehen, aber das wollte/will ich nicht. Ich weiss nicht, warum nicht: das "offizielle" Zugeben, dass etwas nicht stimmt vielleicht.
Inzwischen spiele ich sehr viel Theater, bin sehr launisch.

Als Zugabe bin ich gerade auch noch richtig schön dabei, in eine Anorexie hineinzurutschen; ich habe schon immer wenig gegessen, aber jetzt ist es irgendwie ... extremer: Ich wiege mich jeden Tag (habe extra eine Waage gekauft), esse wenig... aber auch nicht immer: ich liebe Cola und trinke sie auch.

Über Weihnachten wurde das besser; ich dachte, jetzt geht es aufwärts: aber seit ein paar Wochen geht's eher wieder abwärts. Zum Beispiel hatte ich jetzt Geburtstag: es gab eine tolle Party, die Leute haben mich für mein Essen gelobt, eswar echt toll: und trotzdem lag ich dann um 4 im Bett, ich hätte glücklich sein müssen aber ich hab nur geheult... und ich kann nicht mal sagen, warum.

Ich lerne Pharma: Antidepressiva und denke nur: ich würde so gerne... vielleicht könnte das helfen.

Ich versuche nicht darüber nachzudenken; das Lernen geht auch wieder, ich habe sogar die Klausuren bisher bestanden. Ich habe mir eine Doktorarbeit gesucht, die sich gut anhört und mache jetzt auch eine Famulatur. Aber andererseits habe ich gestern ein Benzo genommen, damit ich ruhiger werde und ich einschlafen kann - und heute wieder Koffeintabletten, damit ich lernen kann... ********... ich weiss, dass das schlecht ist - bin ja "fast vom Fach". Das ist der falsche Weg.

So, ich höre jetzt mal auf mit meinem Bericht.

Was ich suche, ist ein bißchen Austausch: wer macht noch so etwas durch, bzw. hat es geschafft, da rauszukommen? Blondis Bericht ist schon ein bißchen älter. Wer mag, kann mir hier gerne über das Mailsystem schreiben, oder hier in das Thema hinein.

Gruß, wildfang

DeKl
16.02.2009, 15:40
*seufz* Blondi, bei aller Hilfsbereitschaft, aber dieses hier ist ein Forum für Medizinstudenten. Helfen kann dir ein Psychater/Psychotherapeut, wir nicht.
Vergiss deine Doktorarbeit (bzw. glaub uns endlich, die wir dir das im entsprechenden Thread oft genug geschrieben haben), vergiss Famulaturen und hör endlich auf, dich selbst unter Druck zu setzen. SO schaffst du das Studium nämlich nicht.
Geh zum Fachmann für deine Erkrankung und lass dir helfen. Ich kenne genug Leute, denen es nach entsprechender Therapie heute wieder sehr gut geht.
In Foren um Hilfe zu bitten ist schlichtweg nicht der richtige Weg!

Kopf hoch und alles Gute für dich!

@wildfanng: ich habe dies einfach mal zitiert, weil funkel in diesem post auch für dich den richtigen ratschlag gibt. die hilfe eines fachmanns lässt sich durch dieses forum nicht ersetzen!

hennessy
16.02.2009, 16:00
@ Wildfang:
Zuerst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Gleich aber eine Bitte, wenn Du möchtest: Es ist nicht immer von Vorteil, die e-mail Adresse in ein öffentliches Forum zu stellen. Falls Du nicht mit zusätzlichen Spam-mails etc. zugemüllt werden möchtest, dann ändere doch bitte Deinen Beitrag und gib Deine e-mail Adresse nur per PN heraus.
Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß hier im Forum. Vielleicht erkennst Du aber auch beim Lesen der Beiträge, dass hier im Forum zwar Anteilnahme und Verständnis gefunden werden kann, aber leider keine professionelle Hilfe für Dein Problem. Deshalb wie schon oben gepostet unser Rat: Geh bitte zu jemandem, der Dir aktuell und auch weiterhin helfen kann und wird. Alles Gute!

gruß
hennessy

wildfang
16.02.2009, 16:10
Hallo,

erstmal danke für eure Antworten: ich habe die Mail-Adresse bereits herausgenommen.

Das mit der professionellen Hilfe ist nicht so einfach, wie man sich das als nicht-Betroffener vorstellt. Ich habe einen sehr netten Hausarzt, kann mich aber (noch) nicht dazu überwinden, zu ihm zu geben, heulen zu müssen, etc. ... ich leide seit einiger Zeit unter rezidivierenden Virusinfekten und habe da auch keine Lust, dass das gleich auf die Psychoschiene geschoben wird.

Vielleicht kann mir jemand schreiben, der den 1. Schritt zum Arzt gewagt hat: wie ging es euch dabei?

Sorry, hätte nie geahnt, dass ich mal so werde und dass mir das solche Schwierigkeiten machen würde, die eigene Hilfsbedürftigkeit zuzugeben.

Skalpella
16.02.2009, 18:36
Einen klitzekleinen medizinischen Tipp darf ich Dir geben:
Benzos machen abhängig. Deshalb rate ich Dir dringend dazu, Dir medizinische Hilfe zu holen, anstatt längere Zeit Benzos zu nehmen. Der Hausarzt kann durchaus die richtige Anlaufstelle sein :-)

little_lunatic
16.02.2009, 19:51
ich glaub ich schreib dir das lieber per PN :-)

1up
16.02.2009, 23:28
@wildfanng: ich habe dies einfach mal zitiert, weil funkel in diesem post auch für dich den richtigen ratschlag gibt. die hilfe eines fachmanns lässt sich durch dieses forum nicht ersetzen!
Naja... ersetzen.

Wahrscheinlich tut das schreiben im forum mehr gut als umgekehrt, vorausgesetzt, die reaktionen nicht stark verurteilend sind.

Zulassen/nicht-zulassen ist mehr so eine sache, was nützt es den usern, könnte man rechtliche klagen bekommen, unsw. Was eigentlich nie auszuschliessen ist, wenn man ein forum treibt, aber wenn mann diskussionen ausschliesst, hat man kein forum.

DeKl
17.02.2009, 00:42
es kommt auch immer auf den gegenwert an, um welchen sich die diskussion dreht. da es hier um die gesundheit eines forenmitglieds geht, ist jegliche diskussion UNPASSEND, es ist ein höherer wert. wildfang sollte sich an fachpersonal wenden und nicht an unbekannte, größtenteils unausgebildete forenuser.

hennessy
17.02.2009, 07:01
wenn man seine Sorgen quasi "wegschreiben" kann, dann tut das sicher gut. Anders verhält es sich jedoch mit eindeutigen Therapieempfehlungen mittels Medikamenten. Dazu ist ein öffentliches Forum sicherlich die falsche Plattform. Erstens mal rein rechtlich gesehen und natürlich auch ethisch. :-meinung

DeKl
17.02.2009, 10:06
sehe ich genauso. "wegschreiben" ja, diskussion nein.

1up
17.02.2009, 10:15
wenn man seine Sorgen quasi "wegschreiben" kann, dann tut das sicher gut. Anders verhält es sich jedoch mit eindeutigen Therapieempfehlungen mittels Medikamenten. Dazu ist ein öffentliches Forum sicherlich die falsche Plattform. Erstens mal rein rechtlich gesehen und natürlich auch ethisch. :-meinung
Da hast du wohl recht.

Psychiatrische medikamentenempfehlungen basieren ja auf einen sorgfältigen anamnese (ausser vielleicht, haldol akut ;-) ), z.B kann man durch antidepressiva u.umständen eine manie demaskieren.

Allerdings sehe ich das nicht ganz so schwarz-weiss, benzos in einem medizinerforum zu diskutieren hat definitiv einen sinn, da diejeniegen von uns, die vor ein paar jahren fertig geworden sind, vielleicht nicht mitbekommen haben, dass antidepressiva nummer 1 geworden sind für angstzustände, z.B.

Hier sind ein paar links zu artikeln die interessieren könnten: http://www.nytimes.com/2008/10/31/health/chen10-30.html?_r=2&oref=slogin
http://medscape.typepad.com/thedifferential/2008/12/struggling-to-b.html

hennessy
17.02.2009, 15:55
Da hast du wohl recht.

Psychiatrische medikamentenempfehlungen basieren ja auf einen sorgfältigen anamnese (ausser vielleicht, haldol akut ;-) ), z.B kann man durch antidepressiva u.umständen eine manie demaskieren.

Allerdings sehe ich das nicht ganz so schwarz-weiss, benzos in einem medizinerforum zu diskutieren hat definitiv einen sinn, da diejeniegen von uns, die vor ein paar jahren fertig geworden sind, vielleicht nicht mitbekommen haben, dass antidepressiva nummer 1 geworden sind für angstzustände, z.B.

Hier sind ein paar links zu artikeln die interessieren könnten: http://www.nytimes.com/2008/10/31/health/chen10-30.html?_r=2&oref=slogin
http://medscape.typepad.com/thedifferential/2008/12/struggling-to-b.html
den letzten Absatz im ersten link finde ich sehr gut.