Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : späte Schwangerschaften sind im Trend
Original geschrieben von hobbes
Sich die Jungen einfach importieren, das soll nun die Lösung sein. Dann müssten wir keine Kinder aufziehen, nix, wir können dann einfach junge Arbeitskräfte aus aller Welt rekrutieren, die bezahlen uns dann die Rente und in höchstens 90 Jahren sind dann alle Mitteleuropäer ausgestorben. Tolle Aussichten! Grossartig! (Mensch - ich dreh einfach durch - das gibt's doch nicht). Europa wäre dann der Kontinent wo gearbeitet und gestorben wird und Afrika der Kontinent wo geboren wird. Heureka! So ist das nunmal...
Mal ganz davon abgesehen, ist das Problem der sinkenden Geburtenrate vor allem ein westeuropäisches Problem. Kannst ja auch gerne Osteuropäer importieren, solltest Du Probleme mit Negern haben.
Mir ist es übrigens herzlich egal, wer später mal meine Rente zahlt. Ich würde mich bloß freuen, wenn ich überhaupt noch eine bekomme.
Muss ich jetzt daraus folgern, dass Neurochirurgen keine Familie haben dürfen. Wer Kinder will soll gefälligst den Rest seines Lebens als Hausarzt fristen! Nö - da bin ich gar nicht einverstanden. Jetzt hör' doch einfach mal auf, die Welt nur in Schwarz / weiß zu sehen...
"Die Smarten sind die Interessanten!
Rugger“
Du hältst dich wohl für smart? Nö. Damit meinte ich die Mädels.
Rugger
Original geschrieben von luckyblue
(Außerdem - Achtung: Aufregemöglichkeit - gibt es Statistiken darüber, dass 80% aller Ärztinnen für eine gute Stelle mit ihren Vorgesetzen ins Bett gegangen sind. Die Möglichkeit gibt es also auch noch;-))...sind.??! Meinst Du nicht eher gegangen wären? Außerdem hätte ich gerne mal einen Beleg für diese Aussage...
R.
So, ich hoffe wir sind wieder beim Thema angelangt.
Ich bitte euch alle den thread nicht nur auf euch persönlich zu beziehen (@feuerblick). Das die Gesellschaft überaltert ist nicht ein individuelles Problem, hat nichts zu tun mit persönlichen Ansichten, sondern ist eine Konsequenz aus der Organisation von Staat, Wirtschaft und Politik. Also würde es gut tun, die Thematik so sachlich wie nur möglich anzugehen.
Rugger hat das Problem mit seiner Zuwanderungsforderung unfreiwillig auf den Punkt gebracht. Leider ist er jedoch ab seinem Horrorszenario gar nicht entsetzt. Ich aber schon und mit mir wohl einige mehr.
(Rugger: deinen subtilen Rassisvorwurf an mich (osteuropäer statt ...) übersehe ich gefliessentlich, bzw. weise ich diesen deutlich und klar zurück.)
Dieser thread hat bis jetzt ein sehr grosses Echo erfahren. Wenn ich einige (wenn's auch nur einer oder eine ist) dazu gebracht habe fundiert über diese Thematik nachzudenken; dann ist der Zweck bereits erfüllt.
Mir ist es übrigens herzlich egal, wer später mal meine Rente zahlt. Ich würde mich bloß freuen, wenn ich überhaupt noch eine bekomme.
Darin (sorry Rugger du stehst mir als Negativbeispiel geradezu zur Verfügung) - also darin liegt doch genau das Grundübel. Hauptsache Vater Staat wird für mich sorgen - wer dafür bluten muss ist mir egal. Und was ist, wenn die Renten mal nicht mehr bezahlt werden können???
luckyblue
14.12.2002, 23:36
@Rugger
Ja, wird wohl eher Konjunktiv gewesen sein. Auf 80 % will ich mich jetzt nicht festnageln lassen, auf jeden Fall waren die Medizinerinnen unangefochten an der Spitze im Vergleich zu anderen Berufsgruppen.
War mal eine Zeitungsmeldung im letzten Herbst, werde ich wohl entweder in der "Welt" oder im "Tagesspiegel" aufgeschnappt haben. Genaueren Verweis kann ich dir jetzt nicht bieten.
Hab's auf jeden Fall nicht selbst erfunden;-)
cu
luckyblue
Original geschrieben von hobbes
Rugger hat das Problem mit seiner Zuwanderungsforderung unfreiwillig auf den Punkt gebracht. Leider ist er jedoch ab seinem Horrorszenario gar nicht entsetzt.
...
Darin (sorry Rugger du stehst mir als Negativbeispiel geradezu zur Verfügung) - also darin liegt doch genau das Grundübel. Hauptsache Vater Staat wird für mich sorgen - wer dafür bluten muss ist mir egal. Und was ist, wenn die Renten mal nicht mehr bezahlt werden können??? Tut mir leid, aber da bin ich Fatalist. Der demographische & gesellschaftliche Wandel ist nun mal vollzogen. Daraus aber den Schluss zu ziehen, daß Frauen (wieder mal überspitzt formuliert) wieder zurück zu Heim und Herd sollten, ist nunmal der falsche Weg.
Da gibt es doch diesen schönen Spruch: Gott gebe mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann (oder so ähnlich).
Mal davon abgesehen (und um ein wenig konstruktiv zu sein):
Warum denn nicht ein vernünftiges Zuwanderungsgesetz? Was spricht denn wirklich dagegen?
Rugger
Original geschrieben von luckyblue
Hab's auf jeden Fall nicht selbst erfunden;-)
Ok, dann will ich es Dir ausnahmsweise mal glauben (auch wenn ich die 80% doch für ziemlich hochgegriffen halte). :-top
R.
@Rugger: Ich habe ja nichts gegen Realitätssinn. Ich bin aber nicht Fatalist genug das einfach hinzunehmen. Ich gehe auch davon aus, dass es nicht allgemein bekannt, dass im Jahr 2030 70% der Bevölkerung in Deutschland (inklusive Zuwanderer) über 60 Jahre alt sein werden. Dann sicherlich werden wir Probleme haben, die es zu lösen gilt. die man nicht mehr fatalistisch ertragen kann.
Vielleicht gelingt es mir nun die Zuwanderungsfrage nüchterner zu beantworten. Ich halte unser heutiges Zuwanderungsgesetz für ziehmlich vernünftig.
Ein Land, eine Nation (jetzt bitte keine Hitler-Vergleiche!) zerfällt, wenn die junge Generation nur aus Frisch-Zuwanderern besteht. Wieso soll einer bereit sein einen guten Teil seines Lohnes abzugeben, wenn nicht einen einzigen Alten kennt, dem die Rente zugute kommt? Was sagen will: eine reine Immigrationsgesellschaft wird anonym, die Menschen sind sich fremd - nicht verbunden. Der Staat wird nicht mehr zur Bruderschaft sondern zur ungeliebten Vorschrift, zum Gebilde, welches sich die Steuern stiehlt (vergleiche Steuersong). So ungeliebt und unverständlich wie die Grossgrundbesitzer, welche den Bauern den zehnten nahmen (damals waren es lächerliche 10%). Die Probleme sind vorprogrammiert: Unruhen, Gewalt, Aggressionen, Ausländerhass, Schwarzarbeit...
Ich bin jedoch realistischer Optimist: Ich glaube Entwicklungen welche weniger als 34 Jahre alt sind, sind umkehrbar. Und umkehren heisst nicht, Frauen zurück an den Herd! Sondern intelligente vollziehbare Konzepte entwickeln, die nicht familienfeindlich sind!
Feuerblick
15.12.2002, 09:44
@Hobbes: Wenn ich persönlich zu einem Randtehema angegriffen werde, dann darf ich das aber doch persönlich nehmen, oder?
Das Thema an sich nehme ich nur so persönlich, wie es mir als verantwortungsloser Frau zusteht :-)) :-)) :-))
Feuerblick
(kann mal wieder die Klappe nicht halten)
leider missversteht man die Dinge sehr rasch, wenn man sie zu konkret auf sich bezieht.
Feuerblick
15.12.2002, 13:53
Ach, Tigerchen, lass das einfach mal mein Problem sein, okay?!
aber sicher. Wer sich ärgern will, der soll. Das Ärgern ist manchmal auch mein Steckenpferd.
RadioDoc
15.12.2002, 15:27
Wenn man sich die ganzen Probleme anschaut, die wir heute haben, und wenn man sich dann überlegt, daß die Hauptschuld daran wohl bei den 68ern liegt, frage ich mich, ob man nicht am besten den ganzen Prozeß wieder rückgängig machen sollte. Was war denn an der Gesellschaft der 50/60-er Jahre schlecht? Wir hatten keine Arbeitslosigkeit (vielmehr sogar zu wenig Arbeitskräfte), es gab genug Nachwuchs (folglich keine Überalterung), um die Bildung stand es vor der antiautoritären Erziehung auch bestens, es gab noch funktionierde Familien (anstatt vieler psychisch gestörter Scheidungskinder), etc. Wenn man sich also 68 einfach wegdenkt, wäre doch die Folge, daß alle wesentlichen gesellschaftlichen Probleme der heutigen Zeit vermutlich nicht existieren würden. Ich denke, es wäre also der beste Weg der Problemlösung, zu versuchen, die ganzen "Errungenschaften" der 68er (die in Wahrheit wohl eher Vernichtungsmittel für die Gesellschaft darstellen), wieder rückgängig zu machen.
rolexralf
15.12.2002, 16:18
Original geschrieben von RadioDoc
Wenn man sich also 68 einfach wegdenkt, wäre doch die Folge, daß alle wesentlichen gesellschaftlichen Probleme der heutigen Zeit vermutlich nicht existieren würden.
Das ist geil. Und dazu kann zumindest auch ich kaum mehr etwas sagen. Ausser vielleicht, dass es der Inbegriff kleingeistig-provinziellen Schrebergärtnertums ist, der selbst Lieschen Müller noch wie eine global denkende Politikerin von Weltformat aussehen lässt.
Beste Grüsse,
ralf
Original geschrieben von RadioDoc
Wenn man sich also 68 einfach wegdenkt, wäre doch die Folge, daß alle wesentlichen gesellschaftlichen Probleme der heutigen Zeit vermutlich nicht existieren würden. Ich denke, es wäre also der beste Weg der Problemlösung, zu versuchen, die ganzen "Errungenschaften" der 68er (die in Wahrheit wohl eher Vernichtungsmittel für die Gesellschaft darstellen), wieder rückgängig zu machen.
Cool! :-))
Das ist mein geheimster Wunsch, ich wollte immer so sein wie Doris Day. Die sagte in irgendeinem Film: "Ich bin eine Arztfrau, was gibt es Schöneres?" :-top
RadioDoc
15.12.2002, 17:06
(rolexralf schrieb) "...Inbegriff kleingeistig-provinziellen Schrebergärtnertums ist, der selbst Lieschen Müller noch wie eine global denkende Politikerin von Weltformat aussehen lässt"
Dazu kann ich nun kaum mehr etwas sagen. Außer, daß es sehr armselig ist, die Ideen anderer in beleidigender und herabsetzender Weise zu kommentieren, ohne in irgendeiner Art und Weise sachlich dazu Stellung zu beziehen, geschweige denn eigene, vielleicht bessere, Ideen anzubringen. Genau das sind die Leute, die unsere Gesellschaft garantiert nicht braucht, diejenigen, die immer nur Kritik üben, die aber selbst nicht im Ansatz fähig sind, Besseres anzubieten.
rolexralf
15.12.2002, 17:29
Wenn Du mir erklärst, wie Deine "Idee" sich "68 einfach wegzudenken", unserer Gesellschaft in irgendeiner Weise weiterhilft, bin ich gerne bereit darüber zu diskutieren. Ich befürchte nur, dass diese "Idee" vollkommen hypothetisch und damit keinesfalls umsetzbar ist.
Ausserdem ist es m.E. unterstes Bildzeitungsniveau zu glauben, der Wandel und die Probleme einer Gesellschaft liesen sich monokausal ("die 68er") erklären. Wer sich nur ein klein wenig mit Politik, Wirtschaft, soziologischen Strukturen etc. ausseinandersetzt, der wird feststellen, dass die Gründe für Veränderungen und Probleme immer vielschichtig sind. Genau das macht Politik auch so schwierig und Stammtischparolen so einfach.
Ich bin gerne bereit, über die Vor- und Nachteile (die es sicher gibt) der 68er-Geschehnisse zu diskutieren, aber nicht auf dem Niveau, das du hier anbietest.
ralf
RadioDoc
15.12.2002, 17:42
Natürlich ist die Überlegung, 68 wegzudenken, rein hypothetischer Natur. Leider kann man diese Prozesse nicht mehr ungeschehen machen. Man kann aber sehr wohl darüber nachdenken, wie man negative Entwicklungen, die sich aus 68 ergeben haben, bekämpfen kann. Ich behaupte keineswegs, daß ALLE gesellschaftlichen Probleme ausschließlich auf 68 zurückzuführen sind, natürlich sind die Gründe vielschichtig. Dennoch gibt es zweifellos viele Probleme, die es ohne 68 nicht geben würde. Das läßt sich gewiß nicht leugnen, auch nicht von Dir.
Wogegen ich mich allerdings verwahre, ist die Art, mit der Du meinen Beitrag kommentierst. Wenn Du hier ein fehlendes Niveau beklagst, dann solltest Du Dir vielleicht nocheinmal Deinen ersten Kommentar durchlesen und Dir überlegen, was für ein Niveau Du da anbietest. Ich denke, auf einer solchen Basis sollte der Stil der Diskussion hier nicht ablaufen.
Lasst jetzt mal endlich diesen Hitler aus dem Spiel. Der hat nichts in meinem thread verloren!! Macht doch dazu einen eigenen thread wenn das so wichtig ist.
Eigentlich möchte ich gerne wieder auf das eigentliche Thema aufmerksam machen. Airmaria: Es ist schon klar, dass wenn es mal bei uns persönlich konkret wird, dann läuft alles auf einen Kompromis hinaus. Ohne Kompromisse kann man wohl per definitionem nicht in einer Beziehung leben. Ok, soviel zu deinem Allgemeinplatz.
Ich finde RadioDoc's provokante These interessant. Ich würde sie gerne aufnehmen. RadioDoc scheint ein ähnliches Talent zu polarisieren zu haben, wie es auch mir eigen ist.
Was sind die Errungenschaften der 68er Bewegung? Soziale Sicherheit? Umweltschutz?
Welche negativen Konsequenzen dieser Bewegungen wirken sich heute aus? Gesellschaftliche Überalterung? Zuwenig ökonomische Anreize wegen zu hoher sozialer Sicherheit? Individualisierung und Verlust einer gesellschaftlichen Gesamtschau? Verlust einer gesamtgesellschaftlichen Identität? Auseinanderdividieren von alt und jung? Ja, vielleicht ist gerade das das Schlimste von allem: Der Generationenbruch!
Anstelle von persönlichen Anfeindungen wären Gedanken, Meinugnen und Argumente gefragt - auch solche mit Emotionen.
luckyblue
15.12.2002, 23:00
Um allmählich mal wieder zum eigentlichen Thema dieses Threads zurückzufinden: Wer sich mal über die Möglichkeiten informieren will, Kindersegen und Wissenschaftskarriere zu verbinden, wird mal wieder hier (http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,226728,00.html) bei SPIEGEL-Online fündig.
Froschkönig
15.12.2002, 23:37
Um Hobbes ein wenig bei seiner " Back to the Theme" Aktion zu unterstützen, möchte ich alle Diskussionswütigen zum Thema NS-Vergleiche bitte, sich fortan hier (http://www.medi-foren.de/showthread.php?s=&threadid=5307) zu verewigen. Dankeschön.
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