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Linda.1001
05.11.2009, 23:53
Hab nur ich das Gefühl, daß hier mal gar nichts vorankommt und die Dikussion dank Rechtsverdreht und Ihren Ergüssen auch niemals vorankommen wird??
BTW: Dein Therapeut würde nicht lachen, da er Aussagen aus einem offenen Board
wahrscheinlich nicht als Goldstandard für ärztliches Handeln ansehen würde.
Aber um es mal ganz pragmatisch zu sagen: Hör auf hier RumzuBorderlinern....und troll
dich zu deinem Therapeuten!
:-wow Ihr merkt aber schon, dass ihr euch im Kreis dreht, wie Coxy schon sagte?
Gute Nacht:-winky
Aus diesen ganzen zuletzt genannten Gründen, hab ich mich dann doch mal ganz schnell aus der Sache rausgehalten...obwohl sich mir die Nackenhaare sträuben bei so mancher Äußerung *kopfschüttel*
...warum steht man nicht zu dem was man gesagt/geschrieben hat und löscht seine Beiträge ?:-nix
Relaxometrie
06.11.2009, 09:05
...warum steht man nicht zu dem was man gesagt/geschrieben hat und löscht seine Beiträge ?:-nix
Vielleicht hat Rechtsverdreht Angst bekommen, daß sein/ihr Therapeut das liest? Ich habe die ewig langen Ausführungen nur überflogen, aber er/sie scheint ja, wenn es nicht gelogen war, Jurist/in zu sein und wäre von Menschen, die ihn/sie kennen, aufgrund der Beschreibungen doch ganz gut wiederzuerkennen.
Abgesehen davon: Borderliner sind unberechenbar. Außerdem ist die Diagnose sehr schwammig und wird auch schnell mal ungerechtfertigterweise gestellt, damit man "den komischen Verhaltensmustern" der Patienten endlich einen Namen geben kann. Mancher (Pseudo-)Borderliner freut sich sogar über die Diagnose, weil diese Diagnose dann immer als Entschuldigung für unberechenbares und dreistes Verhalten herhalten kann. Ich habe in meiner Psychiatriezeit (20 Monate auf unterschiedlichen Stationen gearbeitet) immer wieder gemerkt, daß auch angeblich professionelle Institutionen, sprich: psychiatrische Kliniken, mit Borderlinern nur schwer klar kommen. Diese Patienten schaffen es immer wieder, das Team zu spalten und für Unruhe zu sorgen. Das zeigt meiner Meinung nach, daß kein klares Behandlungskonzept steht.
Mein Fazit: das Thema "Borderline" gehört in besonders geschulte Hände, und das Thema ist aus meiner gesamten Psychiatriezeit das, welches ich am wenigsten vermisse. In den Diensten fand ich es immer sehr nervig, Entscheidungen bzgl. Borderline-Patienten zu treffen.
Vielleicht hat Rechtsverdreht Angst bekommen, daß sein/ihr Therapeut das liest? Ich habe die ewig langen Ausführungen nur überflogen, aber er/sie scheint ja, wenn es nicht gelogen war, Jurist/in zu sein und wäre von Menschen, die ihn/sie kennen, aufgrund der Beschreibungen doch ganz gut wiederzuerkennen.
Abgesehen davon: Borderliner sind unberechenbar. Außerdem ist die Diagnose sehr schwammig und wird auch schnell mal ungerechtfertigterweise gestellt, damit man "den komischen Verhaltensmustern" der Patienten endlich einen Namen geben kann. Mancher (Pseudo-)Borderliner freut sich sogar über die Diagnose, weil diese Diagnose dann immer als Entschuldigung für unberechenbares und dreistes Verhalten herhalten kann. Ich habe in meiner Psychiatriezeit (20 Monate auf unterschiedlichen Stationen gearbeitet) immer wieder gemerkt, daß auch angeblich professionelle Institutionen, sprich: psychiatrische Kliniken, mit Borderlinern nur schwer klar kommen. Diese Patienten schaffen es immer wieder, das Team zu spalten und für Unruhe zu sorgen. Das zeigt meiner Meinung nach, daß kein klares Behandlungskonzept steht.
Mein Fazit: das Thema "Borderline" gehört in besonders geschulte Hände, und das Thema ist aus meiner gesamten Psychiatriezeit das, welches ich am wenigsten vermisse. In den Diensten fand ich es immer sehr nervig, Entscheidungen bzgl. Borderline-Patienten zu treffen.
Hi Relaxometrie,
war eher eine nicht ganz ernst gemeinte Frage .. habe zwar keine Psychiatrieerfahrung, aber mir so was ähnliches gedacht, wie Du ausgeführt hast
Gruß von pieks
surfsmurf
06.11.2009, 10:02
Ohne mich in irgendeiner Form über den Inhalt oder Stil dieser Debatte äußern zu wollen, ein - wie ich finde - interessanter Link zum Thema Borderline / DBT.
Das ist das Notfallset von Thorsden, 34, Bildhauer. Er leidet am Borderline-Syndrom. Das bedeutet, seine Gefühle laufen aus dem Ruder, er steht oft unter immenser Spannung. Früher hätte sich Thorsden in einem solchen Zustand selbst verletzt. Heute greift er in sein Notfallset und beißt in eine Chilischote. Link (http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/31299)
Von DBT war ja hier schon mal die Rede, aber ich fand den Artikel (und die Idee hinter dem Notfallset) ziemlich eindrücklich.
Und ansonsten: :peace:
@Rechtverdreht:
Ich glaube auch, dass du dem hier in Summe zu viel Aufmerksamkeit schenkst.
Ich selber habe geschnippelt, weil der psychische Schmerz so schlimm war, dass ich den nur unterdrücken konnte, indem ich mir eine körperliche Wunde zufügte, die so heftig war, dass mein Gehirn sich lieber damit beschäftigte, als mit dem, was sonst da war. Ich empfand diese Schmerzen als viel leichter zu ertragen als die anderen. Eine Fleischwunde ist ein lächerlicher Klacks im Vergleich zu dem anderen Schmerz. Irgendwie muss man ihn stoppen, aushalten kann man das auf Dauer nicht.
Ich glaube oben stehendes hilft schon für das erste Verständnis in der NA - zumindest für mich, wenn ich auf so jemanden treffen werde, auch wenn es schwer ist, das nach zu empfinden und ich glaube auch, dass daher ungeeignete Kommentare rühren wie von dir beschrieben und deswegen folgt (auch wenn du das nicht möchstest) das psychologische Konsil.
Das ist irre schwer nachzuempfinden.
Was man lernen kann von alle dem, ist, dass man zumindest dem Wunsch des Patienten ein Ohr schenkt, ob man es erfüllen kann, ist natürlich noch was anderes.
Rechtverdreht
16.11.2009, 21:40
Ich wollte hier ja nicht mehr schreiben. Aber die ganzen Geschehnisse um Nationaltorwart Robert Enke kriegt man ja wohl derzeit überall mit.
Nachdem hier die Diskussion irgendwann nur noch in einen Schlagabtausch ausgeartet war, gab's keinen Grund hier noch was zu schreiben.
Kann sein, dass mich manche hier ziemlich mißverstanden haben. Vielleicht hat es dem einen oder anderen wirklich narz. gestörten Arzt hier auch nicht gefallen, dass ich an seinem Heiligenschein gerüttelt habe (Unter den Medizinern sind narz. Persönlichkeiten ja jetzt auch nicht weniger vertreten als im Bundesdurchschnitt. Eher häufiger, weil der Job so ein Prestige hat.).
Jedenfalls wollte ich nur dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Patient und Behandler etwas zu verbessern. Mehr wollte ich nicht und musste feststellen, dass das nicht klappt.
Mehr als Euch zu sagen, dass Vertrauen 'ne ziemlich wichtige Rolle spielt und auch der "Metzger" - wie Ihr immer so schön sagt - und auch der Internist und der NA mit Ihrer Reaktion für diese Patienten enorm wichtig sind, wollte ich nicht. Wer da Vertrauen verspielt, verspielt viel.
So wollte ich keine Unterstützung, aber der Fall Robert Enke hat deutlich gezeigt, dass man die Angst vor sozialer Ausgrenzung und vorm "IMAGESCHADEN" (Hatte mir ja jemand so schön unter die Nase gerieben.) mal nicht unterschätzen darf. Robert Enke hat halt dann nichts gesagt und es durchgezogen. Das ist die Kehrseite, wenn man mit zuviel Helfenwollen, mit Psychiatrie Druck macht. Nicht alle Menschen akzeptieren das für sich. Ich z.B. auch nicht. Robert Enke hat es für sich auch nicht akzeptiert, wie's aus der Presse zu vernehmen ist.
Letztlich seid Ihr da draußen und wenn jemand was hier mitnehmen wollte oder konnte, wär's schön.
Zum Schnippeln noch: Schnippeln ist die große Schwester vom Rauchen. Vielleicht versteht Ihr das an dem Beispiel besser: Rauchen ist ja auch extrem schädlich. Aber unsere Gefühlszentren stammen aus der frühen Entwicklungsgeschichte, daher sind sie dumm und primitiv. Sie finden das Klasse, was kurzfristig gut tut, längerfristige Folgen interessieren nicht.
So ist das beim Schnipplen und beim Rauchen. In dem Moment, wo man es macht, hilft es, sich besser zu fühlen. Mit der Zeit wird es zur Sucht und man muss immer mehr und immer öfter dazu greifen.
Anfangs ist es nicht so toll, aber ein gewisser Effekt ist von Anfang an da. Wem hat schon die erste Zigarette geschmeckt? So ist es beim Schnippeln auch. Und Schnippeln ist weit weniger gefährlich als Rauchen. Da sagt aber keiner, dass jeder Raucher total irre, gestört und ein Fall für den Irrenarzt ist, oder?!
@John Silver:
Ich denke sehr wohl, dass Du zu Deinen Patienten anders bist und Dich gut um Sie kümmerst, sonst wärst Du nicht so auf mich losgegangen.
Die Alternative richtet sich natürlich zuerst mal danach, was das Unterbringungsgesetz Deines Landes zulässt. Du sollst Dich ja nicht strafbar machen. Was ich meinte, war: Nutze den Spielraum aus, der Dir verbleibt. Nachts um drei kriegst Du wohl keinen Psychosomatiker bei, aber morgens um 8.30 Uhr vielleicht schon? Mit manchen Patienten kannst Du reden, dann tu's! Mit anderen vielleicht nicht, da musst Du es sein lassen. Manche sind absprachefähig, andere sind es nicht. Oft hat ein Arzt mehr Möglichkeiten, aber die ergeben sich erst, wenn er nachhakt. Oft hilft es, erst mal zur Beobachtung aufzunehmen und Zeit zu gewinnen. Da kannst Du vielleicht anderswo war organisieren statt Psychiatrie. Was ich meinte, war: Nimm' Deine Patienten ernst, seh' zunächst mal die gesunden Anteile und dann erst das, was bei ihnen problematisch ist. Stempel' keinen ab, nur weil sein Verhalten Dir nicht gleich einleuchtet. Wenn Du Vertrauen kaputt machst, wird es hinterher umso schwieriger zu helfen. Machen was geht, und versuchen, wirklich im Interesse des Patienten zu handeln, eben auch langfristig und nicht nur für den Moment.
Und "Nein" es gibt keine supertolle Pauschallösung, sondern oft nur Schleichwege. Und ganz oft, hast Du aufgrund des Systems gar keine Wahl. Aber da bist Du dann auch nicht dafür verantwortlich, dass Du keine Chance hast, besser zu helfen.
Im Übrigen wusste ich lediglich nicht, wie Ihr dazu eingestellt seid, ob Ihr pauschal aus Angst recht schnell überreagiert oder ob Ihr Euch echt einen Kopf drum macht. Mir es einfach zu erkären, wie Ihr das Ganze seht und handhabt, hätte gereicht, anstatt mich nieder zu machen.
Irgendjemand hat gefragt: Ja, Psychosomatiker sind in puncto Selbstverletzung durch die Bank kompetenter als Psychiater, sofern die sich nicht gerade darauf spezialisiert haben. Richtiger Ansprechpartner wären Traumatherapeuten, aber woher nehmen? Mancher hat Glück und es gibt eine psychosomatische Abteilung im Haus oder an der Uniklinik.
Und ansonsten seid Ihr mich jetzt endgültig los, könnt also eine fette Party feiern!
Ich hab' nämlich keinen Bock mehr drauf, hier fertig gemacht zu werden, nur weil ich psychisch angeknackst bin. Das sind viele und ist nichts Besonderes. Wer mich hier auf irgendwelche Fernverdachtsdiagnosen reduziert, der disqualifiziert sich selber.
Toll fand ich allerdings, dass man mit manchen hier wirklich gut hat posten können.
Und manche waren leider auf einem Niveau, dass es echt keine Antwort mehr verdient. Mit so jemandem muss man nicht reden und nicht posten. So und jetzt werde ich woanders rumborderlinern, was mir halt schwer fallen wird, weil ich in klinischen Interviews bezüglich Borderline soweit unten in den Punkten bin, dass es für die Diagnose einfach nicht reichen will. Deshalb bin ich beim ZI Mannheim (DER DBT-Hochburg Deutschlands) auch nicht in die Studie reingekommen. Mann, so'n Mist! Einmal hätte ich mit meinem kranken Gehirn Geld machen können und dann nehmen die mich nicht, dabei war ich so pleite und hätte das Geld so nötig gebrauchen können.
So und jetzt mach' ich dann mal weiter an meiner Akte, aber die hab' ich ja auch erfunden. Schade, das Ding sieht hier auf meinem Schreibtisch aber so echt aus.
Und wer immer noch nicht glaubt, dass ich Juristin bin: PN an mich, dann sag' ich demjenigen, wo ich am diese Woche noch als Staatsanwältin antreten werde; Verhandlungen sind öffentlich, dann kann der sich das ja live geben, wenn ich wieder die Fledermaus mache.
Und es kann gut sein, dass ich meine Beiträge in diesem Forum über kurz oder lang alle wieder rauslösche. Der einfache Grund: Ja, ich mache mir Sorgen, dass mich hier jemand erkennt. Und für Juristen ist es eben ein Problem, sie leben von ihrer Glaubwürdigkeit. Je nachdem, wo und als was sie tätig sind, sind Psychiatrieaufenthalte wirklich existenzgefährdend. Man ist nicht überall so unabhängig wie beim Staat.
Und manche von Euch sind schon echt ganz schön krass drauf. Ihr habt mir ständig vorgeworfen, wie unverschämt ich Euch gegenüber wäre. Na, das lag ja auch dran, wie Ihr die Postings gelesen habt. So fies waren die von mir nie gemeint. Aber Ihr knallt mir ja auch Sachen hin, wo man nur noch den Kopf schütteln konnte, das merkt Ihr dann aber nicht, wenn Ihr zu weit geht.
Gruß und macht's gut! Bis zum Arzthaftungsprozess dann, da sehen wir uns vielleicht wieder?!
Rechtverdreht
Coxy-Baby
16.11.2009, 23:10
Ich wollte hier ja nicht mehr schreiben. Aber die ganzen Geschehnisse um Nationaltorwart Robert Enke kriegt man ja wohl derzeit überall mit.
Und warum hast du dich dann nicht dran gehalten??
Und zum Tod von Robert Enke, der macht mich genauso viel betroffen wie
der Todes jedes anderen beliebigen Menschen (oder genauer gesagt so wenig),
der mir nicht nahe steht und den ich nicht persönlich kannte.
Viel Spaß im Rest-Leben
John Silver
16.11.2009, 23:23
Das Gefasel über Robert Enke lasse ich unkommentiert stehen. Wir wissen überhaupt nicht, was in ihm vorging, und das dämliche Ausschlachten der Geschichte in der Presse ist lediglich ein Beispiel dafür, wie geil unsere Gesellschaft auf derartige Ereignisse ist. Du instrumentalisierst die Geschichte in Deinem Interesse, und das ist gelinde gesagt geschmacklos.
Die Alternative richtet sich natürlich zuerst mal danach, was das Unterbringungsgesetz Deines Landes zulässt. Du sollst Dich ja nicht strafbar machen. Was ich meinte, war: Nutze den Spielraum aus, der Dir verbleibt.
Welcher Spielraum verbleibt mir denn? Ich bin nicht dazu da, irgendwelche Gesetze auszulegen. Ich bin an eine Dienstanweisung meines Chefs gebunden, und diese lautet "Psych-Konsil". Mein Spielraum tendiert gegen Null.
Nachts um drei kriegst Du wohl keinen Psychosomatiker bei, aber morgens um 8.30 Uhr vielleicht schon?
Und was mache ich mit dem Patienten bis um 8:30 am Morgen? Außerdem ist die Zeitangabe unrealistisch. Bis ein Konsiliar vorbeikommt, ist es meistens eher Mittagszeit oder Nachmittag. Die haben auch genug zu tun und einen eigenen Tagesablauf. Die meisten Patienten mit selbstverletzendem Verhalten wollen eigentlich nur geflickt werden und dann verduften. Wie soll ich sie zum Bleiben bewegen? Etwa so:
Mit manchen Patienten kannst Du reden, dann tu's! Mit anderen vielleicht nicht, da musst Du es sein lassen. Manche sind absprachefähig, andere sind es nicht. Oft hat ein Arzt mehr Möglichkeiten, aber die ergeben sich erst, wenn er nachhakt. Oft hilft es, erst mal zur Beobachtung aufzunehmen und Zeit zu gewinnen. Da kannst Du vielleicht anderswo war organisieren statt Psychiatrie.
Das ist leider nichts anderes als ein typischer Auswuchs Deines Egozentrismus. Glaubst Du ernsthaft, daß ich die Zeit habe, mich stundenlang um einen einzigen Patienten zu kümmern? Hast Du eine Ahnung, wieviele Patienten insbesondere in größeren Kliniken nachts in der Notaufnahme aufschlagen? Ich habe nicht nur nicht die Qualifikation, sondern auch schlicht nicht die Zeit, um mich mit den Leuten ellenlang zu unterhalten, irgendwelche Absprachen zu treffen, nachzuhaken oder zu beobachten. Ich habe nur die Zeit, um ein psychiatrisches Konsil zu organisieren, und muß mich dann um andere Leute kümmern, die mindestens genausoviel Zuwendung brauchen.
Was ich meinte, war: Nimm' Deine Patienten ernst, seh' zunächst mal die gesunden Anteile und dann erst das, was bei ihnen problematisch ist. Stempel' keinen ab, nur weil sein Verhalten Dir nicht gleich einleuchtet. Wenn Du Vertrauen kaputt machst, wird es hinterher umso schwieriger zu helfen. Machen was geht, und versuchen, wirklich im Interesse des Patienten zu handeln, eben auch langfristig und nicht nur für den Moment.
Erstens bin ich nach wie vor nicht überzeugt, daß ein psychiatrisches Konsil nicht im Sinne der gemeinten Patienten sein soll, nur weil Du das meinst. Deine Meinung ist nichts weiter als einfach nur eine Meinung. Zweitens stempele ich niemanden ab. Es ist mir egal, wer sich was antut. Meinetwegen sollen die Leute machen, wonach ihnen der wirre Kopf steht; aber sie sollen mich nicht dafür verantwortlich machen, daß die Welt nicht so ist, wie sie sie haben wollen.
Und "Nein" es gibt keine supertolle Pauschallösung, sondern oft nur Schleichwege. Und ganz oft, hast Du aufgrund des Systems gar keine Wahl. Aber da bist Du dann auch nicht dafür verantwortlich, dass Du keine Chance hast, besser zu helfen.
Was ist denn das? Etwa eine Spur der Einsicht? Kaum zu glauben.
Auch psychiatrische u. psychosomatische Erkrankungen haben eine Mortalitätsrate, und wie man an dem Fussballmann Enke sehen kann, keine allzu geringe.
Die Gesellschaft meint oft zu glauben, diese bei psychiatrischen Erkrankungen regulieren zu können (auch aufgrund des oft sehr jahr-, bis jahrzehnte langen Verlaufs), da es Erkrankungen des ZNS sind und genau da ist ja auch der Sitz unseres Bewusstseins, Handelns.
Niemand käme auf die Idee zu glauben, einen Gehirntumor der inoperabel ist, heilen zu können. Es gibt Menschen, die haben Depressionen in dem Ausmass eines "Gehirntumors", wenn man so will (und je nach Sitz kann ein maligner und ein benigner Gehirntumor letal enden) und die Erkrankung endet letal.
Enke ist ein Teil trauriger medizinischer Statistik.
Und auch wenn es in den Medien hochgejubelt wird (denn die leben nun mal von der Einschalt-, und Auflagenquote) ist er nur einer von ganz vielen anderen.
Im Regelfall wird man nichts damit verbinden. Ich wusste bis ich eben gegoogelt habe, noch nicht mal a) dass es passiert ist und b) wer der Herr war und c) wo Eilvese ist. Wie ich nun gemerkt habe: Das einzige, was mich mit dem Ereignis verbindet ist, dass ich ca. 30 min davor an besagter Stelle mit dem ICE vorbeifuhr (und ich wohne normalerweise 900km südlich davon!!!!). Momentan staunt man darüber und das war es. Aber genau so ist es letztlich mit den Krankengeschichten der Patienten: Ich erlebe diese aus einer Distanz, zeitlich, örtlich... wie auch immer. Und das ist GUT so, sonst würde man als Arzt zu Grunde gehen.(was nicht impliziert, dass man nicht Empathie für seine Patienten empfinden kann, das geht sehr wohl trotzdem)
Espressa
17.11.2009, 06:39
Genial! Ich finde den Beitrag ja so lehrreich, man bekommt hier so richtig schön ein Fallbeispiel vorexerziert.
Was mich stört ist diese Haltung: Ihr Ärzte seid schuld dass Menschen krank sind. Denn - wären sie nicht von sich aus schon krank, würden sie doch gar nicht erst zum Arzt gehen müssen... Aber es muss ja immer ein anderer derjenige sein, der sich falsch verhält, klar. Der Patient macht alles richtig...
Und des weiteren - nein, ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wie jemand es nicht schafft, einfach nicht mehr zu rauchen.
Und über den Narzismus unter Ärzten musste ich einfach nur herzhaft lachen. Wir die uns hier demütig als nicht genug ausgebildet beschreiben, und deshalb gern auf unsere Kollegen verweisen, sollen narzistisch sein - aber die Threaderstellerin ist es nicht oder?
Ich wollte hier ja nicht mehr schreiben. Aber die ganzen Geschehnisse um Nationaltorwart Robert Enke kriegt man ja wohl derzeit überall mit.
Nachdem hier die Diskussion irgendwann nur noch in einen Schlagabtausch ausgeartet war, gab's keinen Grund hier noch was zu schreiben.
Kann sein, dass mich manche hier ziemlich mißverstanden haben. Vielleicht hat es dem einen oder anderen wirklich narz. gestörten Arzt hier auch nicht gefallen, dass ich an seinem Heiligenschein gerüttelt habe (Unter den Medizinern sind narz. Persönlichkeiten ja jetzt auch nicht weniger vertreten als im Bundesdurchschnitt. Eher häufiger, weil der Job so ein Prestige hat.).
Jedenfalls wollte ich nur dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Patient und Behandler etwas zu verbessern. Mehr wollte ich nicht und musste feststellen, dass das nicht klappt.
Mehr als Euch zu sagen, dass Vertrauen 'ne ziemlich wichtige Rolle spielt und auch der "Metzger" - wie Ihr immer so schön sagt - und auch der Internist und der NA mit Ihrer Reaktion für diese Patienten enorm wichtig sind, wollte ich nicht. Wer da Vertrauen verspielt, verspielt viel.
So wollte ich keine Unterstützung, aber der Fall Robert Enke hat deutlich gezeigt, dass man die Angst vor sozialer Ausgrenzung und vorm "IMAGESCHADEN" (Hatte mir ja jemand so schön unter die Nase gerieben.) mal nicht unterschätzen darf. Robert Enke hat halt dann nichts gesagt und es durchgezogen. Das ist die Kehrseite, wenn man mit zuviel Helfenwollen, mit Psychiatrie Druck macht. Nicht alle Menschen akzeptieren das für sich. Ich z.B. auch nicht. Robert Enke hat es für sich auch nicht akzeptiert, wie's aus der Presse zu vernehmen ist.
Letztlich seid Ihr da draußen und wenn jemand was hier mitnehmen wollte oder konnte, wär's schön.
Zum Schnippeln noch: Schnippeln ist die große Schwester vom Rauchen. Vielleicht versteht Ihr das an dem Beispiel besser: Rauchen ist ja auch extrem schädlich. Aber unsere Gefühlszentren stammen aus der frühen Entwicklungsgeschichte, daher sind sie dumm und primitiv. Sie finden das Klasse, was kurzfristig gut tut, längerfristige Folgen interessieren nicht.
So ist das beim Schnipplen und beim Rauchen. In dem Moment, wo man es macht, hilft es, sich besser zu fühlen. Mit der Zeit wird es zur Sucht und man muss immer mehr und immer öfter dazu greifen.
Anfangs ist es nicht so toll, aber ein gewisser Effekt ist von Anfang an da. Wem hat schon die erste Zigarette geschmeckt? So ist es beim Schnippeln auch. Und Schnippeln ist weit weniger gefährlich als Rauchen. Da sagt aber keiner, dass jeder Raucher total irre, gestört und ein Fall für den Irrenarzt ist, oder?!
@John Silver:
Ich denke sehr wohl, dass Du zu Deinen Patienten anders bist und Dich gut um Sie kümmerst, sonst wärst Du nicht so auf mich losgegangen.
Die Alternative richtet sich natürlich zuerst mal danach, was das Unterbringungsgesetz Deines Landes zulässt. Du sollst Dich ja nicht strafbar machen. Was ich meinte, war: Nutze den Spielraum aus, der Dir verbleibt. Nachts um drei kriegst Du wohl keinen Psychosomatiker bei, aber morgens um 8.30 Uhr vielleicht schon? Mit manchen Patienten kannst Du reden, dann tu's! Mit anderen vielleicht nicht, da musst Du es sein lassen. Manche sind absprachefähig, andere sind es nicht. Oft hat ein Arzt mehr Möglichkeiten, aber die ergeben sich erst, wenn er nachhakt. Oft hilft es, erst mal zur Beobachtung aufzunehmen und Zeit zu gewinnen. Da kannst Du vielleicht anderswo war organisieren statt Psychiatrie. Was ich meinte, war: Nimm' Deine Patienten ernst, seh' zunächst mal die gesunden Anteile und dann erst das, was bei ihnen problematisch ist. Stempel' keinen ab, nur weil sein Verhalten Dir nicht gleich einleuchtet. Wenn Du Vertrauen kaputt machst, wird es hinterher umso schwieriger zu helfen. Machen was geht, und versuchen, wirklich im Interesse des Patienten zu handeln, eben auch langfristig und nicht nur für den Moment.
Und "Nein" es gibt keine supertolle Pauschallösung, sondern oft nur Schleichwege. Und ganz oft, hast Du aufgrund des Systems gar keine Wahl. Aber da bist Du dann auch nicht dafür verantwortlich, dass Du keine Chance hast, besser zu helfen.
Im Übrigen wusste ich lediglich nicht, wie Ihr dazu eingestellt seid, ob Ihr pauschal aus Angst recht schnell überreagiert oder ob Ihr Euch echt einen Kopf drum macht. Mir es einfach zu erkären, wie Ihr das Ganze seht und handhabt, hätte gereicht, anstatt mich nieder zu machen.
Irgendjemand hat gefragt: Ja, Psychosomatiker sind in puncto Selbstverletzung durch die Bank kompetenter als Psychiater, sofern die sich nicht gerade darauf spezialisiert haben. Richtiger Ansprechpartner wären Traumatherapeuten, aber woher nehmen? Mancher hat Glück und es gibt eine psychosomatische Abteilung im Haus oder an der Uniklinik.
Und ansonsten seid Ihr mich jetzt endgültig los, könnt also eine fette Party feiern!
Ich hab' nämlich keinen Bock mehr drauf, hier fertig gemacht zu werden, nur weil ich psychisch angeknackst bin. Das sind viele und ist nichts Besonderes. Wer mich hier auf irgendwelche Fernverdachtsdiagnosen reduziert, der disqualifiziert sich selber.
Toll fand ich allerdings, dass man mit manchen hier wirklich gut hat posten können.
Und manche waren leider auf einem Niveau, dass es echt keine Antwort mehr verdient. Mit so jemandem muss man nicht reden und nicht posten. So und jetzt werde ich woanders rumborderlinern, was mir halt schwer fallen wird, weil ich in klinischen Interviews bezüglich Borderline soweit unten in den Punkten bin, dass es für die Diagnose einfach nicht reichen will. Deshalb bin ich beim ZI Mannheim (DER DBT-Hochburg Deutschlands) auch nicht in die Studie reingekommen. Mann, so'n Mist! Einmal hätte ich mit meinem kranken Gehirn Geld machen können und dann nehmen die mich nicht, dabei war ich so pleite und hätte das Geld so nötig gebrauchen können.
So und jetzt mach' ich dann mal weiter an meiner Akte, aber die hab' ich ja auch erfunden. Schade, das Ding sieht hier auf meinem Schreibtisch aber so echt aus.
Und wer immer noch nicht glaubt, dass ich Juristin bin: PN an mich, dann sag' ich demjenigen, wo ich am diese Woche noch als Staatsanwältin antreten werde; Verhandlungen sind öffentlich, dann kann der sich das ja live geben, wenn ich wieder die Fledermaus mache.
Und es kann gut sein, dass ich meine Beiträge in diesem Forum über kurz oder lang alle wieder rauslösche. Der einfache Grund: Ja, ich mache mir Sorgen, dass mich hier jemand erkennt. Und für Juristen ist es eben ein Problem, sie leben von ihrer Glaubwürdigkeit. Je nachdem, wo und als was sie tätig sind, sind Psychiatrieaufenthalte wirklich existenzgefährdend. Man ist nicht überall so unabhängig wie beim Staat.
Und manche von Euch sind schon echt ganz schön krass drauf. Ihr habt mir ständig vorgeworfen, wie unverschämt ich Euch gegenüber wäre. Na, das lag ja auch dran, wie Ihr die Postings gelesen habt. So fies waren die von mir nie gemeint. Aber Ihr knallt mir ja auch Sachen hin, wo man nur noch den Kopf schütteln konnte, das merkt Ihr dann aber nicht, wenn Ihr zu weit geht.
Gruß und macht's gut! Bis zum Arzthaftungsprozess dann, da sehen wir uns vielleicht wieder?!
Rechtverdreht
Rechtverdreht
17.11.2009, 23:13
@ Espressa:
Wenn Du schon auf ein Posting antwortest, solltest Du sicher gehen, dass Du es auch inhaltlich verstanden hast.
Überhaupt: Ich bin keine Patientin von Dir und such' Dir Deine Fallbeispiele in Lehrbüchern. Du verletzt Grenzen, wenn Du jemanden hier zum Objekt Deiner Verdachtsdignosen machst. Außerdem blamierst Du Dich, wenn Du Unzutreffendes unterstellst, auch wenn es nur angedeutet ist. Kauf' Dir 'ne Laborratte, dann hast Du was zum Erforschen und lass' mich damit in Ruhe!!
Was an den Worten differential diagnostisch ausgeschlossen hast Du nicht verstanden? Wenn man es genau nimmt, dann bin ich hier die einzige Person im Thread, von der wir es ganz offiziell wissen, dass 'ne narz. Störung nicht vorliegt. Aber Du machst weiterhin solche Andeutungen um mich herabzuwürdigen.
Fairplay vom Feinsten, oder?
Wie gesagt: Wer was nicht glaubt: PN an mich: Ich führe den Nachweis. Ich hab' keine Angst vor der Wahrheit. Im Übrigen hab' ich's schon schriftlich hier, worüber hier manche so rätseln.
Und jetzt ist das hier wirklich für mich zu Ende. Bei manchen Leuten kann man sowieso sagen oder posten, was man will, die sind zu vernagelt im Geiste, als dass man vernünftig mit ihnen kommunizieren könnte.
Zum Glück sind ja auch viele hier anders drauf.
@Coxy-Baby:
Du hast mich hier zum Schluss am meisten und positiv überrascht.
Danke und ich hab' schon meinen Spaß! Wünsch' Dir das Gleiche!
Espressa
18.11.2009, 06:53
Ah, da ist sie ja wieder. Ich hab deinem letzten Posting vertraut, in dem du dich verabschiedet hast und nicht mehr schreiben wolltest.
Offensichtlich kann man Menschen (und Patienten) aber nicht vertrauen, dass sie das was sie sagen, auch tun...
So viel zum Thema:
Mehr als Euch zu sagen, dass Vertrauen 'ne ziemlich wichtige Rolle spielt und auch der "Metzger" - wie Ihr immer so schön sagt - und auch der Internist und der NA mit Ihrer Reaktion für diese Patienten enorm wichtig sind, wollte ich nicht. Wer da Vertrauen verspielt, verspielt viel.
Und ehrlich gesagt finde ich das ständige beteuern und beweisen wollen einfach sehr auffällig. Und auch die negierenden Vorwürfe an die Fories, keiner hält hier jemanden für sonstwas, aber du rechtfertigst dich trotzdem immer von vorherein. Jemand mit der Gewissheit psychisch gesund zu sein fängt sowas gar nicht erst an.
MissGarfield83
18.11.2009, 09:02
@rechtverdreht : Wenn du dich im realen Leben genauso verhälst wie du es hier durchexerzierst kann ich die Kollegen gut verstehen, wenn sie ein PsychKonsil anordnen wenn du in deren Notaufnahme mit SVV aufschlägst.
Herr Enkes Fall mit deinem zu vergleichen halte ich ebenso für anmaßend und geschmacklos - sein Fall ist sicherlich nicht mit deinem zu vergleichen, zumal das Krankheitsbild und die persönlichen Lebensumstände sicher andere waren als bei dir.
Jedenfalls mit deinen Postings demonstrierst du definitiv dass bei dir doch einiges im Argen liegt und wir wohl die falschen Ansprechpartner für deine Beratungsresistenz sind. Dir geht es nur darum einen Schuldigen für deine persönliche Misere zu finden und bei weitem nicht darum Lehre für Studenten der Medizin zu verbessern ( wofür dir auch die nötige Qualifikation fehlt , nur mal so nebenbei angemerkt ) - du trollst hier rum in dem Wahn dass alle deine Ansichten teilen müssten, nur weil sie in deinem Kopf ja so arg logisch sind. Die Realität stellt sich nunmal anders dar - z.B. weisst du was es kostet einen Patienten , wie du sagst bis 8.30, dazubehalten, nur um einen Psychosomatiker zum Konsil zu bitten? Der Patient belegt einen Behandlungsraum, muss überwacht werden dass er sich nicht doch um die Ecke bringt usw. Zahlst du das?
John Silver
18.11.2009, 22:05
Leute, mit dieser Tante ist doch eh alles klar: egozentrisch bis zum Erbrechen, sonst nichts. Es ist ihr alles egal, solange alles so läuft, wie sie es will, und sie so behandelt wird, wie sie will; und wer das nicht tut, ist ein böser böser Mensch, uneinsichtig und überhaupt kein guter Arzt. Lächerlich.
Kackbratze
18.11.2009, 22:53
Und wieder hat ein Troll mehr als 25 Threadseiten geschafft. Äußerlich sicherlich befriedigend, aber innerlich bleibt einfach das Gefühl von Leere.
:-meinung
netfinder
18.11.2009, 23:25
Und wieder hat ein Troll mehr als 25 Threadseiten geschafft. Äußerlich sicherlich befriedigend, aber innerlich bleibt einfach das Gefühl von Leere.
:-meinung
bei mri sinds nur 7, schwache Leistung...
Rechtverdreht
25.11.2009, 16:20
@ die, die es interessiert (Ein paar hier haben ja gemeint, ich sollte den Thread hier mit meinem Therapeuten besprechen.)
Ja, hab' ich gemacht.
Seine Antwort:
Ich soll mich auf meine eigene Meinung und Einschätzung verlassen. Er sagt, ich wäre objektiv, hätte die Fähigkeit, sowas richtig zu beurteilen und soll nach meiner Meinung gehen und das, ignorieren, wo ich die Auffassung anderer als unzutreffend ansehe.
Wenn mich hier jemand als uneinsichtig, krankheitsuneinsichtig, beratungsresistent etca. bezeichnet, dann ist das seiner Meinung nach "Blödsinn!".
Einen Menschen auf ein psychische Erkrankung zu reduzieren, finde ich und findet er ziemlich bescheuert. Sein Tipp dazu war: "Wenn Sie jemand so behandelt, dann ist das der falsche Gesprächspartner, gehen Sie da weg.".
Letzlich muss man wohl einfach sagen, dass man einen Menschen nicht aufgrund von Postings in einem Forum einschätzen kann. Der Eindruck kann täuschen. Ihr habt euch in mir getäuscht und ich kann viele hier nicht einschätzen und will es auch nicht. Ihr kennt mich nicht wirklich und ich euch nicht wirklich.
Und ich finde es schade, wenn hier jemand denkt, dass ich ihn angreifen wollte, denn das war nicht der Fall. Ich verstehe nur sehr viel nicht, davon, was im medizinischen Bereich läuft und hätte es gerne verstanden und war daher auch um jedes Posting von Eurer Seite froh, dass mir Infos geliefert hat. Und manche Beiträge waren auch richtig gut. Ich musste auch feststellen, dass ihr wohl sehr häufig mit Patienten zu tun habt, die auf einem völlig anderen Niveau sind, als die, die man aus der Psychosomatik kennt?!
Sehr schade, dass eine vernünftige Diskussion nur phasenweise möglich war!!!
Was ich doof finde, ist, wenn man dann anfängt, andere persönlich fertig zu machen. Und dass ich auch mal drauf reagiere, wenn man mich dumm anmacht, ist wohl nachvollziehbar.
Wer von den Ärzten hier selbstkritisch ist, objektiv hinschaut, was bei ihm an der Arbeitsstelle läuft und dann zu dem Fazit kommt, dass er seinen Job gut macht oder so gut, wie das System es zulässt, der sollte sich auch von jemandem wie mir, der kritische Fragen stellt, nicht aus der Bahn werfen lassen. Da könnt ihr auch ganz selbstbewusst und gelassen bleiben und sagen: Wir machen es gut.
Und ich denke, dass viele von euch ihren Job gut machen. Und gleichzeitig denke ich, dass man noch vieles verbessern könnte. Wer weiß, wie ihr darüber denkt, wenn ihr mal lange im Job seid?
Und wer jetzt wieder meckert, dass ich nochmal gepostet habe:
Verklag' mich doch!!;-)
Fazit insgesamt: Wir können nicht miteinander reden; ich bin der falsche Gesprächspartner für euch und ihr für mich. Jede Seite ist und war mit der anderen überfordert.
Was ich noch sagen kann: Ich hab' nie behauptet, psychisch gesund oder stabil zu sein (Wäre ich gerne, wäre schön, war aber auch in zehn Jahren Therapie nicht machbar.). Und mir ging's tatsächlich darum, die Kommunikation zwischen Arztseite und Patientenseite zu verbessern. Was allerdings dann auch gut torpediert wurde, durch persönliche und unsachliche Angriffe von einzelnen hier (Wo ich tatsächlich befürchte, dass die narz. gestört sein könnten.). Was man auch noch feststellen kann, ist, dass hier manche die Postings nicht genau lesen und einem dann das Wort im Mund umdrehen. Das schadet dem Austausch extrem.
Die nötige Ausbildung zur Beurteilung solcher Fragen habe ich durchaus, aber eben aus einer anderen Richtung. Und in diesem Bereich bin ich eben den Ärzten dann auch überlegen, ist ja logo. Ich denke, dass das so ein Punkt war, wo ich als arrogant erschienen bin, was ich in Wirklichkeit aber nicht war; ich hatte einfach da einen besseren Überblick als die anderen. Das sind ja fächerübergreifende Fragen. Weil man das erkannt hat, arbeiten mittlerweile in vielen Gremien, die sich mit solchen Fragestellungen auseinandersetzen Psychiater, Juristen und Sozialarbeiter zusammen. Dass solche Gremien nötig sind, resultiert daraus, dass im Bereich Behandlung psychisch Kranker das Machtgefälle zwischen Arzt und Patient so gewaltig ist und viele Patienten aufgrund ihrer gesundheitlichen Problematik damit überfordert sind, ihre Recht in eigener Person zu wahren. Umso mehr sind wir Juristen gefragt, aber nur nachgeordnet: Uns ist es lieber, die Ärzte wahren diese Interessen von sich aus.
Und ja: Was bei mir zurückbleibt, ist auch Leere.
Rechtverdreht
25.11.2009, 21:54
Hab' noch was vergessen:
Ich find's schlimm, dass ich auf meinen Therapeuten verweisen muss und damit quasi den Beweis liefern muss, dass ich Sachverhalte objektiv betrachten kann, einschätzen kann, dass ich selbstkritisch bin und von anderen was annehmen kann, dass die Realitätsprüfung bei mir super klappt, und man mir selbst einfach absolut nichts glaubt, ehe ich es nicht bewiesen habe.
Das sind Vorurteile gegen psychisch kranke Patienten, die hier viele auf mir abgeladen haben, mich von vornherein viel kritischer gesehen haben und angezweifelt haben, was sie bei den anderen Usern nicht gemacht haben.
Dabei gibt's ja auch genug Ärzte, die psychisch krank sind oder werden (wie in jeder Berufsgruppe).
Ich finde, da können die Ärzte mal was lernen, nämlich wie vorgefertigt die eigene Meinung oft schon ist und wie wenig offen. Ihr habt mich hier auch gut in die Ecke gedrängt und am Ende hab' ich mich nur noch verteidigen müssen und zum Glück können und hätte auch entsprechende Beweise liefern können.
Trotzdem ist es eine ganz üble Sache, wenn man einfach nur, weil man psychisch krank ist, schon nicht mehr ernst genommen und verlacht wird.
Wenn Ärzte schon so reagieren, dann kann man sich vorstellen, wie nicht aufgeklärte Laien mit sowas umgehen, oder?!
Dabei: Hallo?! Wieviele Mädels sind hier und wieviele Typen hier haben eine feste Freundin? Was ist, wenn ihr oder eure Freundin überfallen und vergewaltigt werdet/wird; würdet ihr dann auch sagen, dass man ab dem Tag dann gaga im Kopf ist und alles, was man redet, nur noch Blech sein kann und man nur noch das als Fakt nehmen kann, was ein Therapeut dann bestätigt hat?
Ich glaub' nicht, dass ihr das so seht. Und es ist auch nicht so.
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