Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen rund um die BU
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Würde mich aus aktuellem Anlass auch interessieren. Lieber BU oder die Kombi (BUZ)? Lohnt sich da eher die einzelne Rentenversicherung? Die hätte doch den Nachteil, dass im BU-Fall niemand mehr einzahlt, oder?
LG
Ally
DrSkywalker
28.11.2011, 12:18
Wer kein Geld zu verschenken hat, sollte sich die Idee mit der (Riester-)Rente noch mal gründlich durch den Kopf gehen lassen.
Die Verwaltungskosten sind einfach zu hoch, die garantierte Rente ein Witz. Die Schlipsträger mit dem Grinsen auf der Backe wollen euch das Gegenteil einreden, aber es ist ein Abkassieren der Schafherde, nicht mehr.
http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article13732565/Riester-Rente-gutes-Geschaeft-fuer-Anbieter.html
Wer kein Geld zu verschenken hat, sollte sich die Idee mit der (Riester-)Rente noch mal gründlich durch den Kopf gehen lassen.
Äh, Riester geht doch sowieso nicht. Hierbei geht doch, wenn überhaupt, Rürup.
LG
Ally
Ich würde eine Versicherung NIE mit einem Finanzprodukt kombinieren :-meinung Lieber beides unabhängig voneinander abschließen, dann kannst du beides auch unabhängig voneinander kündigen. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es (leider) nicht.
Rieser ist - wie bobbydigital schon sagt - so eine Sache: Hohe Provisionen, utopische Sterbetabellen. Man muss schon sehr alt werden, um das eingezahlte Geld voll wieder rauszubekommen.
Generell eine gute Anlaufstelle für Finanzfragen ist - meiner Meinung nach - die Finanztest.
Naja ich habe die Ausgabe der Finanztest mit dem großen Bericht über BU hier liegen und fand es hilfreich, aber nicht wirklich umfassend.
Wenn überhaupt denke ich auch, dass die isolierte BU am Besten ist.
Aber wo informiert man sich jetzt am Besten weiter?
Und vor allem: wenn es nicht über einen Berater läuft, der eine Prämie einstreicht: werden durch die fehlende Prämie dann evtl. meine Beiträge geringer oder ist das Wunschdenken?
Fand es nämlich interessant im Angebot zu lesen, dass bei Abschluß ca 3000€ an Prämie und Verwaltungskosten abgezogen werden, die aber schon freundlicherweise in den Beiträgen einkalkuliert sind.
Ich glaube, dass das Wunschdenken ist. Wenn die Prämie nicht gezahlt wird, dann wird die Versicherung die Kohle gerne selber behalten ;-)
Ideal finde ich die Idee, sich von einem UNABHÄNGIGEN Finanzdienstleister beraten zu lassen, den man für diese Beratung bezahlt. Alles andere ist immer gefährlich, da es dann um Prämien geht.
Fragen wie BU sind - meiner Meinung nach - immer sehr individuell, insbesondere bei Ärzten. Dem kann eine Finanzzeitschrift nicht gerecht werden. Aber - und darum sollte es gehen: Sie kann die gröbsten Fallstricke aufzeigen.
DrSkywalker
28.11.2011, 15:48
Man kann sich für 15 Euro im Monat nicht schlecht bei der HUK24 gegen Berufsunfähigkeit versichern. Wenn ich sowas machen würde, dann beim Direktversicherer im Internet. Etwas mehr Arbeit, aber dafür deutlich Geld gespart.
medmaster
28.11.2011, 16:12
mit HONK liegst du auch im Thema BU richtig.
Sorry, aber so gehts nicht mit der Spam-Werbung...
Man kann sich für 15 Euro im Monat nicht schlecht bei der HUK24 gegen Berufsunfähigkeit versichern.
Ich denke bevor man in einem öffentlichen Forum Werbung für einen einzelnen Anbieter macht, sollte man das auch sehr gut begründen können. Hast Du als Hobby-Versicherungsjurist denn die Bedingungen schon auf Herz und Nieren geprüft, sodass man sie wirklich als "nicht schlecht" bezeichenen kann?
Zu den anderen aktuellen Fragen:
Viele Versicherungsverkäufer (die sich ja selbst gerne Berater nennen, haha) drängen gerne auf die angesprochenen Kombi-Produkte. Hat aber eher wenig damit zu tun, dass die für den Kunden besser sind, vielmehr ist die Vermittlungsprovision wesentlich höher.
I.d.R. findet man bessere Altersvorsorgen wenn man nach Produkten sucht, die nicht an eine BU gekoppelt sind und den ganzen Markt zur Verfügung hat. Außerdem ist die beste Altersvorsorge nicht automatisch mit der besten BU verknüpft, das ganze läuft also immer auf einen nachteilbehafteten Kompromiss hinaus, den man bei zwei einzelnen Produkten nicht eingehen muss.
Als Ausnahme bleibt die Verknüpfung der BU mit einer RISIKO-(nicht Kapital!!!)Lebensversicherung. Hier geht es primär nicht darum, eine Risikolebensversicherung zu haben, aber manche BUs werden bei dieser Kombination, sofern man die niedrigst mögliche Todesfallsumme wählt, in der Tat günstiger als das Einzelprodukt. Muss man sich ausrechnen lassen.
Wenn man Angebote direkt von ner Versicherung anfordert zahlt man i.d.R. nicht mehr und nicht weniger als bei nem Verischerungsvertreter/Makler. Es nützt letztenendes nur dem Versicherer, der dann die Provision in die eigene Tasche stecken kann. Günstiger wirds wohl evtl. wenn man sich einen sog. Honorarberater leistet, hier kann man sich dann evtl. tatsächlich die in den Beitrag eingerechnete Provision sparen und bekommt eine absolut unabhängige Beratung. Diese Form der Beratung ist in Deutschland nicht sehr weit verbreitet, ist aber sicherlich auch bei anderen Finanzprodukten (wie o.g. Altersvorsorge) sinnvoll.
Relaxometrie
29.11.2011, 09:11
Man kann sich für 15 Euro im Monat nicht schlecht bei der HUK24 gegen Berufsunfähigkeit versichern. Wenn ich sowas machen würde, dann beim Direktversicherer im Internet. Etwas mehr Arbeit, aber dafür deutlich Geld gespart.
Sorry, aber das ist eine völlig undifferenzierte Aussage.
Für welches Einstiegsalter gilt dieses Angebot? Welche Vorerkrankungen? Abstrakte Verweisungsklausel ja/nein?
Der Vertrag einer BU sollte dringend ganz genau gelesen und verstanden werden. Billig ist hier nicht zielführend!
DrSkywalker
29.11.2011, 17:05
Sorry, aber das ist eine völlig undifferenzierte Aussage.
Für welches Einstiegsalter gilt dieses Angebot? Welche Vorerkrankungen? Abstrakte Verweisungsklausel ja/nein?
Der Vertrag einer BU sollte dringend ganz genau gelesen und verstanden werden. Billig ist hier nicht zielführend!
Du hast recht. Was ich am Beispiel eigentlich deutlich machen wollte: Es gibt einige sehr gute Direktversicherer, bei denen man sich ohne teure Provision zu guten Bedingungen sehr preiswert versichern kann. Wenn man bereit ist, ein wenig Zeit zu investieren kann man über die Versicherungsdauer eine beträchtliche Summe an Beiträgen einsparen, ohne dafür weniger Leistung zu erhalten.
Die empörten Beiträge der Kollegen über dir lasse ich mal (fast) unkommentiert stehen, nur zwei Feststellungen:
1. Die Ärztefinanz ist hier Premiumpartner. Vielleicht liest sie auch mit.
2. Beide Accounts befassen sich mit ihren Posts fast ausschließlich mit Fragen zu irgendwelchen Versicherungen.
Gestern noch ein Gespräch mit dem WVD vom Marburger Bund gehabt.
Die empfehlen Docd'Or von der DÄV, aber auch in Kombination mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung.
Insgesamt kam es mir schon transparenter vor als bei bestimmten AGs.
Nur dieses "Nur Mitgliederverbände dürfen DÄV anbieten, daher finden Sie das Angebot nicht bei anderen" lässt mich immer aufhorchen.
Interessant fand ich die Info, dass man die Rente jederzeit von der BU abtrennen und kündigen könnte, was das Argument der fehlenden Flexibilität ja etwas abmildern würde.
Die Verwirrung ist also nun perfekt und meine Paranoida gegenüber jeglichem Versicherungsberater hat mich vor vorzeitigen Unterschriften bewahrt, aber erweist sich jetzt evtl. auch als Hindernis.
Hat jemand schlechte Erfahrungen bei der DÄV gemacht?
Bobby deinen Vorschlag finde ich interessant, ich lese mich mal ein. Aber kennst du Ärzte, die dort eine BU haben?
Die empörten Beiträge der Kollegen über dir lasse ich mal (fast) unkommentiert stehen, nur zwei Feststellungen:
1. Die Ärztefinanz ist hier Premiumpartner. Vielleicht liest sie auch mit.
2. Beide Accounts befassen sich mit ihren Posts fast ausschließlich mit Fragen zu irgendwelchen Versicherungen.
Gut recherchiert ;-)
Ich bin aber wie die meisten hier ganz normaler Arzt und auch nur als solcher tätig.
Dass ich viele Beiträge zum Thema Versicherung gepostet habe, hängt einfach damit zusammen, dass ich mich nach meinem Examen sehr ausführlich mit dem Thema Versicherungen beschäftigt habe, allerdings nur mit dem Zweck selber für mich solche abzuschließen oder eben auch nicht. Dabei habe ich sowohl auf die Informationen der Branche als auch diverser Verbraucherorganisationen zurückgegriffen. Alles was ich hier schreibe entspricht meiner persönlichen Meinung, die ich mir wie oben beschrieben gebildet habe.
Ich weiß nicht ob Du meine sonstigen Beiträge zu diesem Themenkreis nur gezählt oder auch gelesen hast, bei letzteren hätte Dir aber (hoffentlich, wenn es anders rüber kam hab ich mich wohl manchmal schlecht ausgedrückt) auffallen können, dass ich Versicherungsprodukten durchaus nicht vollkommen ohne Misstrauen gegenüberstehe und hoffentlich in keinem Beitrag Werbung für eine bestimmte Gesellschaft gemacht habe.
Zurück zum Thema:
Zur DÄV vielleicht soviel: Arztseife wäscht auch nicht sauberer, nur weil Arzt davor steht, schlechter als andere Seifen ist sie aber wahrscheinlich auch nicht. So wied man auch in der Bewertung bei Finanztest lesen können, dass es auch Versicherer mit schlechteren aber auch mit besseren Bedingungen gibt.
Und nochmal zusammenfassend zu den Kombiprodukten:
- I.d.R. gibts bessere Produkte auf dem Markt zur Altersvorsorge, als die Sachen, die an eine BU gekoppelt sind, einfach mal bischen umschauen, egal ob bei Anbietern mit oder ohne Arzt im Namen.
- Ein wesentlicher Nachteil der gekoppelten Produkte: Sollten die Beiträge jetzt steurlich bevorteilt sein (womit die Verischerungen ja oft werben) ist sowohl die resultierende Altersrente als auch die etwaige BU-Rente steuerpflichtig!
DrSkywalker
17.12.2011, 12:34
Das Handelsblatt zum Thema "Versicherungsverkäufer und ihre Argumente":
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/ratgeber-hintergrund/auf-welche-argumente-kunden-hereinfallen/4691202.html
der_querulator
19.12.2011, 16:08
Das Handelsblatt zum Thema "Versicherungsverkäufer und ihre Argumente":
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/ratgeber-hintergrund/auf-welche-argumente-kunden-hereinfallen/4691202.html
"Bei der Vermittlung von Kapitallebensversicherungen fallen die Kosten dagegen weit höher aus. Sie liegen laut BdV bei vertriebsstarken Versicherungsunternehmen bei etwa 20 bis 25 Prozent, zum Teil betragen sie sogar bis zu 30 Prozent. Die Kosten bei Direktversicherern hingegen betragen 16 bis 17 Prozent."
Wie kann man denn nur auf die Idee kommen, eine Kapitallebensversicherung abzuschliessen? Das Geld wird doch einfach nur verprasselt, versoffen und verhurt (siehe ERGO)...
fusselviech
25.07.2012, 09:37
Hallo,
was sagt Ihr zum Thema "Verzicht auf konkrete Verweisung"? Sinnvoll, oder reicht der Verzicht auf abstrakte Verweisung?
Stephie84
29.07.2012, 10:58
Mal in eine andere Richtung: Hat jemand von euch es geschafft, eine BU zu bekommen trotz Vorerkrankungen? Ich fühle mich zwar völlig fit und doch hat sich bei mir schon einiges angesammelt (Asthma ohne Medikamente aber die Diagnose bleibt ja, Schilddrüse, Allergien von denen ich nichts merke also eher Sensibilisierungen, ein paar Sportunfälle, Im Zuge dessen ist eine leichte Skoliose festgestellt worden... ich hatte nie Rückenschmerzen aber das interessiert wohl keine Versicherung, Krampfadern... das ist halt ne Familienseuche bei uns... na usw....) Also ein Polytrauma für jede Versicherung, obowohl ich mich gesund fühle... Ich hatte das Gesamtpaket nur mal kurz erwähnt und nen Kommentar Richtung "aussichtslos" erhalten.
Gibts hier noch jemanden, der so multimorbide ist wie ich und ne bessere Erfahrung gemacht hat?
Erstmal die Diagnosen überprüfen: Also beim Asthma Vorstellung Pulmologe, bei unauff. LuFu eine Provo machen lassen. Wenn die unauffällig ist kannst du damit die alte Diagnose abhaken.
Bei den Allergien das gleiche: Ein positiver Prick / RAST ohne klinische Symptomatik ist keine Allergie, sondern eine Sensibilisierung.
Bei der Skoliose (eine leichte haben schließlich viele) würde ich angeben, dass nie eine klinische Symptomatik bestand.
Ich denke, wir sind als Mediziner diesbzgl. sensibilisiert und geben tendenziell mehr Erkrankungen an als Laien. Es kann gut sein, dass du Ausschlüsse bekommen wirst (z.B. keine Zahlung bei BU aufgrund Rückenbeschwerden) oder mehr zahlen musst. Eine Vorantrage bei mehreren Versicherungen kann da Sinn machen, die unterscheiden sich teils deutlich in ihrer Interpretation deiner Angaben.
Hallo,
du musst meist nur angeben, weswegen du die letzten 5 Jahre in Behandlung warst! Daher würde ich empfehlen, wenn die Diagnosen länger zurückliegen jetzt nicht wieder zum Arzt zu gehen.
FirebirdUSA
30.07.2012, 13:12
Mal in eine andere Richtung: Hat jemand von euch es geschafft, eine BU zu bekommen trotz Vorerkrankungen? Ich fühle mich zwar völlig fit und doch hat sich bei mir schon einiges angesammelt (Asthma ohne Medikamente aber die Diagnose bleibt ja, Schilddrüse, Allergien von denen ich nichts merke also eher Sensibilisierungen, ein paar Sportunfälle, Im Zuge dessen ist eine leichte Skoliose festgestellt worden... ich hatte nie Rückenschmerzen aber das interessiert wohl keine Versicherung, Krampfadern... das ist halt ne Familienseuche bei uns... na usw....) Also ein Polytrauma für jede Versicherung, obowohl ich mich gesund fühle... Ich hatte das Gesamtpaket nur mal kurz erwähnt und nen Kommentar Richtung "aussichtslos" erhalten.
Gibts hier noch jemanden, der so multimorbide ist wie ich und ne bessere Erfahrung gemacht hat?
Wenn aktuell keine Beschwerden vorliegen deswegen nicht zum Arzt gehen. Wenn der letzte Arztbesuch 5 Jahre zurücklag sind die Chancen gut (z.T. muss man aber auch 10 Jahre zurück angeben). Nicht gleich Antrag stellen sondern auf Risikovoranfrage bestehen, am besten bei mehreren Versicherungen zum vergleich. Ich hab so trotz Asthma in Vorgeschichte und mehreren Sportunfällen eine BU ohne Risikoaufschlag erhalten. Risikovoranfrage deshalb da ein abgelehnter oder nicht angenommener Antrag in einer zentralen Liste registriert wird die alle Versicherungen einsehen können (da kommt dann schon die Nachfrage, warum dort nicht, etc.).
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