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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen rund um die BU



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OhDaeSu
14.10.2018, 08:38
Das kann dir doch niemand sagen, ob 2k für dich ausreichen? Hast du mal berechnet, wie viel du netto dann hast? Mir wäre ein Lebensstil wie ein Student nicht so angenehm, Schlussalter 60 eh schon knapp kalkuliert.

Moorhühnchen
14.10.2018, 10:07
Das kann dir doch niemand sagen, ob 2k für dich ausreichen? Hast du mal berechnet, wie viel du netto dann hast? Mir wäre ein Lebensstil wie ein Student nicht so angenehm, Schlussalter 60 eh schon knapp kalkuliert.Es geht mir nicht um die Einschätzung, ob die 2000 Euro für mich ausreichen, sondern ob ich generell etwas übersehe.
Als Beispiel hab ich grad meinen Vater, der nach Eintritt ins Rentenalter weitergearbeitet hat und dann von seinem Gehalt den vollen KK-Beitrag (bis zur Bemessungsgrenze) zahlen musste plus von seiner Rente (die er ja parallel zum Gehalt bekam) nochmal KK-Beiträge. Doppelt also, obwohl er in 40 Jahren nur einmal krank war. Oder in den 90'ern ne Direktversicherung mit Entgeltumwandlung abgeschlossen hat, auf die nach einer Gesetzesänderung Anfang der 2000'er nun auch KK-Beiträge gezahlt werden müssen, so dass von dem Betrag kaum noch Erlös übrigbleibt. Das sind Faktoren, die er vorher so nicht eingeplant hatte.

Dass die 2000 Euro nicht viel sind, ist mir klar. Aber es ging mir dabei immer nur um einen Notgroschen für den Fall der Fälle und nicht um eine komplette Grundabsicherung. Wie Firebird schreibt, habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, nur jedes 2. Jahr auszusetzen, das müsste ja dann funktionieren. Aber es kann ja sein, dass ich dabei etwas Grundlegendes übersehe - eben eine Gesetzesänderung wie oben - deswegen frage ich den Schwarm.... :-)

Mir erschien die Steigerung der monatlichen Rate von 40 Euro in 2010 auf 60 Euro in 2018 jetzt relativ hoch.
Ich sehe in meiner Milchmädchenrechnung aber auch nur, dass die Beiträge knapp 50% gestiegen sind in 8 Jahren, die monatliche BU-Rente aber nur etwas mehr als ein Drittel höher wäre...

Relaxometrie
14.10.2018, 12:27
Bzgl. BU-Versicherung: Ich würde einen Zeitpunkt in der Zukunft festmachen, ab dem ich die Dynamik komplett kündigen würde. Bis dahin dann die Dynamik entweder jedes Jahr mitnehmen, oder ab und zu mal ein Jahr aussetzen.

"Mit einer Beitragsdynamik steigt der Beitrag jährlich um einen festgelegten Prozentsatz, beispielsweise um 3 Prozent. Dafür erhöht sich auch Ihre BU-Rente, allerdings nicht ebenfalls um 3 Prozent, sondern in etwas geringerem Umfang als der Beitrag. Denn wie bei der Nachversicherungsgarantie wird für jeden Erhöhungsschritt Ihr aktuelles Lebensalter zugrunde gelegt. Damit fällt der Rentenzuwachs mit zunehmendem Alter immer geringer aus und die Dynamik lohnt sich immer weniger."
Quelle: Finanztip (https://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/)

Moorhühnchen
16.10.2018, 15:03
Bzgl. BU-Versicherung: Ich würde einen Zeitpunkt in der Zukunft festmachen, ab dem ich die Dynamik komplett kündigen würde. Bis dahin dann die Dynamik entweder jedes Jahr mitnehmen, oder ab und zu mal ein Jahr aussetzen.Ok, so ganz falsch scheint mein Gedankengang dann ja nicht zu sein... :-)

Dynamik jetzt erstmal einmalig aussetzen, dann kann ich nächstes Jahr nochmal drüber grübeln. ;-)

tarumo
16.10.2018, 21:58
Das kann dir doch niemand sagen, ob 2k für dich ausreichen? Hast du mal berechnet, wie viel du netto dann hast? Mir wäre ein Lebensstil wie ein Student nicht so angenehm, Schlussalter 60 eh schon knapp kalkuliert.

Du zahlst vielleicht jetzt schon vielleicht 1100 EUR Miete für die Wohnung in Citylage (KH in Fünfhundert-Seelen-Dörfern gibt es halt nicht soviele). Tendenz bei weiter anschwellender Bevölkerung weiter steigend.
Wie weit kommt man dann mit 2k im Monat? Die Gemeinheiten der Sozialgesetzgebung mal außen vorgelassen, falls man tatsächlich Hilfe benötigt. Gilt übrigens nicht nur für die BU, sondern auch für die Bezüge aus der ÄV.
Eine Kristallkugel hat keiner, aber ein Gespräch mit älteren Kollegen (z.B. Honorarärzten im Rentenalter) fördert bisweilen Erschreckendes zutage- und diese Generation hat noch die goldenen Jahre mitgemacht.

Diese Finanzdiskussionen bei ML laufen teils auf dem intellektuellen Niveau von KollegInnen, die sich bei der GKV als freiwillig versichert führen lassen, die offerierte betriebliche Zusatzversorgung dankend entgegennehmen und vielleicht sogar noch aufstocken, dann überall herumerzählen, sie würden total gut für später vorsorgen und dabei völlig ignorieren, daß auf die bestenfalls mit 1-2% verzinste ZV dann 15, 16 oder mehr % Beitragszahlung an die GKV fällig sind und zwar, ohne daß sich ein AG daran beteiligen würde... :-( medicus non calculat...

Moorhühnchen
18.10.2018, 16:57
Lieber tarumo,
ich zahle bei weitem keine 1100 Euro Miete (ein knappes Drittel Deiner genannten Summe kommt hin), bin alleinstehend und habe keine Kinder. Kredite muss ich auch keine abbezahlen. Bitte sag mir, wofür ich hohe Beiträge für eine Versicherung für den "Fall der Fälle" zahlen sollte, der hoffentlich nie eintritt? Warum sollte ich so tun, als müsste ich einen Partner, 3 Kinder und ein Haus absichern?
Dass es sich um einen reinen Notgroschen handelt, hab ich weiter oben schon geschrieben, es war mir halt wichtig. Was soll also das Gemecker?