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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Lohnt" sich ein Medizinstudium?



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][truba][
08.01.2010, 17:26
Hi Tobi, ich hab nicht alles gelesen und ich will dir auch nur auf deinen Ausgangspost antworten.

Ich muss vorrausschicken das ich bisher nicht das Medizinstudium begonnen hab sondern nur als Krankenpfleger auf eine Stelle warte. Allerdings kenne ich den Klinikalltag und die Arbeit eines Arztes re.(!) gut.

So wie du deine Arbeit beschreibst klingt es für mich richtig gut. Es füllt dich nicht ganz aus aber es macht dir durchaus Spass und das gepaart mit gutem Gehalt und geregelter Arbeitszeit.
Der Beruf des Arztes, von dem du denkst das er dich besser erfüllt, kann durchaus auch ziemlich ätzend sein. Ich weiss nicht ob du schon Erfahrungen im med. Bereich hast aber der Alltag eines Arztes besteht leider, nicht wie im TV, vielfach aus Bürokratie und anderem Schreibkram. Dazu kommt Schichtarbeit, aufreibende Dienste und ne Menge Überstunden für ein ziemlich geringes Gehalt (gemessen an der Arbeitsbelastung).

Würde ich vor der Wahl stehen die sich dir stellt würde ich ganz klar sagen das ich beim jetzigen Beruf bleiben würde. Du kannst ja nebenbei was in der Richtung machen, rein ehrenamtlich. Oder du besuchst med. Vorlesungen wenn du Zeit und Lust hast.

MfG Thomas

sockenpuppe
08.01.2010, 17:58
[truba][;857891'] .

Ich muss vorrausschicken das ich bisher nicht das Medizinstudium begonnen hab sondern nur als Krankenpfleger auf eine Stelle warte. Allerdings kenne ich den Klinikalltag und die Arbeit eines Arztes re.(!) gut.

[.....]
Der Beruf des Arztes, von dem du denkst das er dich besser erfüllt, kann durchaus auch ziemlich ätzend sein. Ich weiss nicht ob du schon Erfahrungen im med. Bereich hast aber der Alltag eines Arztes besteht leider, nicht wie im TV, vielfach aus Bürokratie und anderem Schreibkram. Dazu kommt Schichtarbeit, aufreibende Dienste und ne Menge Überstunden für ein ziemlich geringes Gehalt (gemessen an der Arbeitsbelastung).[....]


Dann verstehe ich allerdings nicht, weshalb Du noch auf einen Medizinstudienplatz wartest und Dich nicht schon längst für ein anderes Studienfach entschieden hast.

Außerdem frage ich mich, weshalb Du ein Gehalt in dieser Größenordnung für ziemlich gering hältst:



[....] Das beläuft sich übrigens mit Diensten, Überstunden und Poolbeteiligung mir Ende 20 auf über 65.000€, meine Frau (Abteilung mit anderem Dienstmodell und mehr Pool) kommt auf fast 75.000€.

Spark
08.01.2010, 18:32
Ich will hier nicht dem Arzt aus Idealismus das Wort reden, aber ich finde dieser Thread zeigt dann doch ein wenig, dass es ganz ohne auch nicht geht.

Wenn man sich nämlich wie hier Gedanken über ökonomischen Nutzen macht, wird klar dass es trotz gutem Verdienst immer irgendeinen Haken geben wird. Es gibt immer Jobs die gleichviel oder mehr Geld bei kürzerer Ausbildung, geregelteren Arbeitszeiten, weniger menschlichem Leid und ohne Dauerdienst-Ochsentour im Krankenhaus bieten.

Insofern, ganz vorsichtig gesagt: die Idee, Arzt zu sein muss am anderen Hosenbein ausreichend ziehen damit man es unterm Strich dann als lohnend empfindet. Oder besser gesagt: als lohnend genug.

Tobi1987
08.01.2010, 19:18
Wo genau liegt der Unterschied im Gehalt im Hinblick auf Lebensqualität? Ich sehe ihn nicht so ganz...
Auch als Assistenzarzt sind...

Urlaub 2x im Jahr (bspw. Ski & Sommer)
ein solides Auto
ne nette Wohnung mit der Liebsten
lecker essen & essen gehen
Freizeit & Hobbys
Marken-Bekleidung
Rücklagen für Haus/Praxis
etc.

... - also gutbürgerliches Leben - doch drin.


Hey Logo,

ich kann deiner Aussage nur voll und ganz zustimmen. Ich glaube sowohl als BWLer, Ingenieur oder Mediziner (andere Berufsgruppen natürlich nicht ausgeschlossen ;-)) kann man sich alle oben genannten Dinge leisten, die einen gewissen Standard von Lebensqualität ausmachen.

Und ab einem gewissen Standard, erhöht sich die Lebensqualität eigentlich kaum noch.
Ob sich das Leben wirklich verbessert, wenn man anstatt eines A4 einen vollausgestatteten A8 mit 250 PS und allem Schnickschnack hat - das wage ich zu bezweifeln. Man hat vielleicht etwas mehr Spaß auf der Autobahn - aber das gleicht sich durch die vielen Geschwindigkeitstickets wieder aus, denn die verderben einem die Laune wieder ;-)
Genauso ist es bei einer Wohnung oder einem Haus. Ob sich durch 2 oder 3 Zimmer mehr und ein paar Hektar mehr Grundstück mein Leben direkt verbessern würden, glaub ich nicht.

Im Prinzip ist es doch so ... ab einem gewissen Verdienst und einem damit verbundenen Lebensstandard kann man seine Lebensqualität durch Anschaffungen eigentlich nur noch in geringem Maße verbessern.
Es seidenn man fährt auf Statussymbole ab und bekommt einen Kick wenn man mit seinem gepimpten 7er-BMW und im Armani-Anzug darumfährt:-dance.
(Warren Buffet wohnt zum Beispiel immer noch in seinem Haus, das er sich vor 40 Jahren für knapp 30.000 Dollar gekauft hat und hat auch nicht vor auszuziehen ;-))

Bei mir würde ein weiteres Studium eben bedeuten, dass ich mir diesen Standard erst 10 Jahre später leisten könnte. (Wenn man annimmt, dass jetzt 12 Semester "Verdienstausfall" anstehen und ich in der Zeit wahrscheinlich auch noch Schulden mache...") Somit müsste man schon überlegen, ob sich diese zusätzlich investierte Zeit lohnt und durch den später evtl. (intrinsisch) erfüllenderen Job ausgeglichen wird.
Mit 30 erst einmal ein paar Zehntausend Euro Schulden abbezahlen ist nicht ganz so komfortabel ;-)

Giant0777
08.01.2010, 19:58
Somit müsste man schon überlegen, ob sich diese zusätzlich investierte Zeit lohnt und durch den später evtl. (intrinsisch) erfüllenderen Job ausgeglichen wird.
Mit 30 erst einmal ein paar Zehntausend Euro Schulden abbezahlen ist nicht ganz so komfortabel ;-)

genau das kannste im hier und jetzt für dich eben NICHT einschätzen; du bist kein arzt, arbeitest nicht im job,...

bisher habe ich den eindruck, dass du gar nicht weisst, was du willst. was ist dir denn nun wichtig??? geld, der job, freizeit, anerkennung,...

arbeite doch ein paar jahre in dem job, den du studiert hast. jetzt so kurz nach dem studium gleich das nächste anhängen? damit gibst du deinem jetzigen job auch keine chance.

auch wenn ich tiefsten verständnis dafür habe, dass du als bwl alles versuchst monetär zu erfassen, sind genau hier die grenzen dieser kunst.

also, überlege mal was du willst, was dein bauchgefühl so sagt, danach kannste dich um die dinge drumherum kümmern. im augenblick machste es jedenfalls genau falsch rum!:-meinung

][truba][
10.01.2010, 18:45
Dann verstehe ich allerdings nicht, weshalb Du noch auf einen Medizinstudienplatz wartest und Dich nicht schon längst für ein anderes Studienfach entschieden hast.

Außerdem frage ich mich, weshalb Du ein Gehalt in dieser Größenordnung für ziemlich gering hältst:

Weil ich das in Bezug auf den Threadstarter schrieb. Ich wollte ihm nur klar machen das der Arztberuf ebend nicht der, so oft im TV dargestellten Variante entspricht, sondern durchaus auch Kehrseiten hat oder möchtest du mir sagen das Arzt sein nur aus Traumaufgaben besteht (wobei das ja auch wieder Geschmackssache ist)?

Der Threadstarter wollte eine ehrliche Antwort auf seine Ausgangsfrage und mein Post war einfach nur die Empfehlung aus meiner Sicht.

Übrigens stand in meinem Posting als erster Satz das ich nicht alles in diesem Thread gelesen hätte und ich auch durchaus Ärzte kenne die nicht als Einsteiger 65000 Euro verdienen.

MfG Thomas

P.S: Ich warte weil mich das Studium an sich interessiert und es der Beruf ist in dem ich, trotz der oben aufgeführten Belastungen, am liebsten arbeiten möchte. So einfach kanns sein.

Doctora
12.01.2010, 09:53
Interessanter Thread! :-)


Es geht nicht immer um "was könnte ich", sondern auch "was will ich - für mich".

An meinen z.T. verqueren/verquasten Ausführungen (;-)) fällt es vielleicht auch auf: Ich finde es äußerst schwer hier einen Ratschlag zu geben - man muß irgendwie spüren, was sich für einen selbst gut und richtig anfühlt :-top


@Logo: Fand Deinen Beitrag sehr gut, und gar nicht so verquast. Spricht mir aus der Seele. Mache selbst Medizin als Zweitstudium nach BWL und Job. Was Du da so beschreibst, ist genau das, worüber ich mir einige Jahre des Nachdenkens über Medizin so den Kopf zerbrochen habe.


Was alle Ärzte, die Bürojob/ BWL-Job und Arztberuf vergleichen, in ihrer Auflistung bzgl. Gehalt, Arbeitszeiten, Stressbelastung vergessen, ist, dass man meines Eindrucks nach als BWLer gerade in Großunternehmen mit gutem Gehalt viel stärker in irgendwelche Politik verwickelt ist. AAargh. Allgemeine Sachen: Irgendwelche Planungsprojekte, die in der Leitung schon bekannt sind, die aber dieStabsstellen/ der Rest des Unternehmens so nicht wissen darf bzw. auch nicht die eine Hälfte des Gremiums X, weil die gerade eine andere Variante prüfen und es hoch herginge, wenn die mitbekämen, dass... Schwer zu beschreiben.

Ein kleines Beispiel: Hatte am ersten Tag meines Pflegepraktikums, als ich da so dastand und mich fragte, ob ich komplett bescheuert bin, mit Anfang 30 nochmal Praktikant zu sein, eine Jobofferte für den Klinikverbund gesehen als Assistent einer der Geschäftsführer (nicht Sekretärin). Habe ein bisschen "überlegt", bis ich dann paar Tage später mitbekommen habe, dass das ganze Klinikum, bzw. speziell die eine Klinik, um die es ging, einige! Mauscheleien hat, weil dieses Krankenhaus teuer aufgebaut wurde, mit Beteiligung des Landes wie eben auch privat, jetzt ziemliche Miese macht, und die Kosten eher -in Absprache aber trotzdem irgendwie unrund (so genau stecke ich da jetzt auch nicht drin)- auf das Land abgewälzt werden. Ist jetzt nur ein -grobes- Beispiel, fällt mir schwer, das jetzt im Detail auszuführen. Fände es schön, von anderen Erst-BWLern ihre Meinung zum Thema "Politik im Job" zu hören. Jedenfalls war dieses Beispiel für mich genau der Aha-Moment, mich daran zu erinnern, wie sehr mich diese ganze Rumpolitisiererei im BWL-Job nervte. Wie gesagt meine ich jetzt gut bezahlte Jobs "im Management" (hört sich jetzt so hochgestochen an, ist aber genau das, wo man als Diplomand mit sden genannten sehr guten Anfangsgehältern nun mal so landet) nach BWL-Studium, nicht Steuerfachberater oder Fachleute aus dem Einkauf oder der Logistik.

Mein Eindruck ist, dass man als "Fach-Arbeitender" nach einem fachlichen Studium wie zB als Arzt, Ingenieur, Metereologe oder was weiss ich, halt mehr "an der Sache selbst" arbeiten kann, ohne so extrem von Firmenpolitik tangiert zu werden, wie man es als BWLer in Management (auch schon in berufsjungen Bereichen für Absolventen) nun mal ist.

Be-/Wundere (mich) dann auch immer über die ehrliche Entrüstung zB von Ärzten, wenn zB ein Privatpatient mit einer Lappalie bei einer OP vorgezogen wird, während ein Kassenpatient mit Dringlichkeit noch warten muss. Oder über die Entrüstung, ob man denn nun gute Medizin oder kostenadequate Medizin betreiben soll, etc und überhaupt tara. Kann es ja verstehen, weil in der Sache richtig, aber hab dann immer den Eindruck, dass das diesbzgl. die einzige Berührung mit politischen/ wirtschaftlichen Zwängen im Job ist. Was wenig wäre...

Na, mal sehen, was ich in 10 Jahren sage... :-)

hennessy
12.01.2010, 14:49
...Na, mal sehen, was ich in 10 Jahren sage... :-)
spätestens dann, wenn Du in einer Facharztpraxis tätig sein wirst, werden Dich wirtschaftliche und politische Zwänge interessieren, weil es dann nämlich Dein täglich Brot sein wird. Und in der Klinik sieht es nicht viel anders aus.

Doctora
13.01.2010, 16:44
@hennessy: Welche politischen Zwänge hast Du/ man denn in der Klinik? (und mit politisch jetzt bitte nicht: Chef hat immer Recht etc usw.)

Muriel
13.01.2010, 16:52
MDK, Krankenkassen als solche, das alleine reicht schon. Papierkram völlig unnützer Dinge, bei denen die Bearbeitung wahrscheinlich deutlich mehr kostet als das, worüber sie entscheiden sollen. Und dann die Machtsspielchen wer kann mit wem, wem sagt man besser nichts, wem sollte man zustimmen, wem besser nicht. Das beeinträchtigt die tägliche Arbeit ungemein.

Doctora
13.01.2010, 21:46
Und dann die Machtsspielchen wer kann mit wem, wem sagt man besser nichts, wem sollte man zustimmen, wem besser nicht. Das beeinträchtigt die tägliche Arbeit ungemein.

Das hast Du aber auch teilweise schon in Kleinbetrieben. Ist doch meistens/ fast überall so. Stell Dir mal den Büroflur einer beliebigen Krankenkasse vor... Wobei ich auch den Eindruck habe, dass Mobbing und schlechtes Betriebsklima als Extrem der Machtspielchen im öff. Geusndheitswesen schon öfter vorkommen als im allgemeinen Schnitt.

Papierkram und Bürokratie ist sicher etwas, was einem dem Alltag verleiden kann, unbestritten, ist aber weniger die "Politikbeeinflussung", die ich meinte.

Aber Danke für die Antworten.

Und ich möchte nochmals betonen, dass ich die oft genannten Ärgernisse/ Nervereien des Arztjobs wie Bürokratie, Abrechnungsärger, zeitl. Überlastung, Keilereien in/ zwischen Abteilungen NICHT in Abrede stelle, weil ich mit "Politiknervereien bei BWLern" was anderes meine. Ich kram die Kommentare hier in 10 Jahren nochmal vor und erkläre, ob ich doch lieber zurck möchte... :-)

Leelaacoo
14.01.2010, 06:48
Ich glaube, ich weiß was du meinst, Doctora. Und sicher hast du nicht unrecht, ich ehrlich gesagt bin froh, dass ich mich über "politische Entscheidungen" noch etwas entrüsten kann, was aber nicht heißt, dass es sie nicht gibt: Entlassungen nach Grenzverweildauern (wir bekommen eine Liste vom Case-Management, wann der Pat. möglichst gehe sollte!), Behandlung nur noch der DRG-Hauptdiagnose, Entlassungen und Wiedereinbestellungen 2 Wochen später, damit es sich "lohnt". Als Assi kann man sich darüber aufregen (wenn auch nichts daran ändern), als OA oder Chef musst du aber mitspielen, machen wir uns nichts vor....

Und Verwaltung und Chef kämpfen bei uns täglich um Kleinkrams...

Trotzdem soll der Patient davon nichts merken...weil man ja auf dem Drahtseil zwischen Profit und Altruismus balanciert....diese schizophrene Situation darf man nicht unterschätzen! Ich mit meinen fehleneden BWL-Kenntnissen frage mich eh schon seit Jahren, WIE man mit Kranken Profit machen soll...da entsteht ja kein Produkt, das KANN ja nur kosten, ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe meiner Meinung nach (aber das ist ein anderes Thema und ich vielleicht noch zu sehr vom Kommunismus geprägt:-D )

PS: In der Praxis hast du die ganze Sch**** auch noch alleine...ein Grund für mich, sich NICHT niederzulassen...

LG Lee

risingsun
14.01.2010, 08:21
Ich mit meinen fehleneden BWL-Kenntnissen frage mich eh schon seit Jahren, WIE man mit Kranken Profit machen soll...da entsteht ja kein Produkt, das KANN ja nur kosten, ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe meiner Meinung nach (aber das ist ein anderes Thema und ich vielleicht noch zu sehr vom Kommunismus geprägt:-D )


Erhalt der Ware Arbeitskraft ;-)

putonghua
14.01.2010, 14:49
Ich mit meinen fehleneden BWL-Kenntnissen frage mich eh schon seit Jahren, WIE man mit Kranken Profit machen soll...da entsteht ja kein Produkt, das KANN ja nur kosten, ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe meiner Meinung nach (aber das ist ein anderes Thema und ich vielleicht noch zu sehr vom Kommunismus geprägt:-D )

Gesundheit und schönheit sind nunmal die dinge, die den meisten leuten am wertvollsten sind in ihrem leben. Deswegen sind wir auch bereit dafür viel Geld auszugeben, in Form von Versicherungen und auch teilweise indem Behandlungen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Und das mit Dienstleistungen heutzutage weit mehr Geld gemacht wird als mit materiellen Waren solltest du eigentlich auch als nicht-bwler schonmal gehört haben.

gnuff
14.01.2010, 15:07
Antwort auf die Eingangs-Frage: In Deutschland? Nein!

gnuff
14.01.2010, 15:11
Auch als Assistenzarzt sind...

Urlaub 2x im Jahr (bspw. Ski & Sommer)
ein solides Auto
ne nette Wohnung mit der Liebsten
lecker essen & essen gehen
Freizeit & Hobbys
Marken-Bekleidung
Rücklagen für Haus/Praxis
etc.

... - also gutbürgerliches Leben - doch drin.

Das kannst Du alles vergessen sobald Du kleine Kinder hast und die ab und an auch sehen willst...

putonghua
17.01.2010, 15:24
Das kannst Du alles vergessen sobald Du kleine Kinder hast und die ab und an auch sehen willst...

sobald man kleine kinder hat kann man sich als arzt keine wohnung und kein auto mehr leisten? :-oopss
würde ich eher bezweifeln...

gnuff
17.01.2010, 15:54
sobald man kleine kinder hat kann man sich als arzt keine wohnung und kein auto mehr leisten? :-oopss
würde ich eher bezweifeln...

das war ja nun etwas vereinfacht zitiert, oder?


Urlaub 2x im Jahr (bspw. Ski & Sommer)
ein solides Auto
ne nette Wohnung mit der Liebsten
lecker essen & essen gehen
Freizeit & Hobbys
Marken-Bekleidung
Rücklagen für Haus/Praxis
etc.
... - also gutbürgerliches Leben - doch drin


- ich habe drei Kinder, natuerlich haben wir ein Auto, aber das ist halt neun Jahre alt und birgt das eine oder andere Reparatur-Risiko...
- Wohnung/Haus ist mit Familie aus Platzgruenden teuer und ein Kompromiss jagt den anderen
- der Rest aus der obigen Liste war bis zu unserer Flucht aus Deutschland schwierig... am Ende vom Monat war das Konto leer... Ruecklagen? Fehlanzeige!

Das soll kein Gejammer sein, ich bin gluecklich, aber ich wollte nur mit der Illusion aufräumen, dass Ärzte nie aufs Geld schauen muessen...

DocEmmetBrown
20.01.2010, 19:07
Ich denke mit 3 Kindern wird es für jede Familie eng, wenn einer das ganze Geld verdienen muss und der Verdiener noch relativ neu im Berufsleben ist.
Auch ein neu eingestellter Betriebswirt hat mit Mitte 20 sicherlich Probleme, besagten Lebensstandard als Alleinverdiener mit 3 Kindern zu halten.

Leelaacoo
21.01.2010, 03:03
Gesundheit und schönheit sind nunmal die dinge, die den meisten leuten am wertvollsten sind in ihrem leben. Deswegen sind wir auch bereit dafür viel Geld auszugeben, in Form von Versicherungen und auch teilweise indem Behandlungen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Und das mit Dienstleistungen heutzutage weit mehr Geld gemacht wird als mit materiellen Waren solltest du eigentlich auch als nicht-bwler schonmal gehört haben.

Überheblichkeit kannst du dir gerne sparen. Für die meisten Leute, die ich in der Inneren behandle spielt das Argument Arbeitskrafterhaltung keine Rolle mehr. Und Dienstleister sind von mir aus Plastische Chirurgen und Anbieter von IGEL-Leistungen...ich sehe mich weder so noch möchte ich auf die gleiche Stufe mit Restaurants und Hotels gestellt werden. Es geht hier nicht um "Gesundheitsmedizin" (so Lifestylezeugs mag tatsächlich Geld bringen, ist aber nicht die Medizin, die ich meine) sondern um Katastrophenverwaltung...mag in anderen Fächern anders sein. Vom knallharten finanziellen Standpunkt aus müsste man mind. der Hälfte unserer Pat. auf ITS die Geräte ausmachen... selbstverständlich tut man dies nicht. Und das ist auch gut so. Informier du dich doch mal richtig.

LG Lee (grantig...wenn noch einmal einer "Dienstleister" sagt, krieg ich die Krise...das ist die schöne neue Verwaltungs-/Gremien-/Gesundheitspolitiker-Welt und reines Wunschdenken)

So viel zu off-topic. Im Übrigen hab ich grad 5 Überstunden hinter mir...die kein Schwein zahlt...also soviel zum "Lohnen".