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Verstehe ich auch nicht, wäre halt lang geworden, aber vom Klang ok.
Vielleicht die ähnlich klingende Endung?
Genau, ähnliche Endung, je drei Silben und auch jeweils die erste betont.
War aber definitiv nicht der Hauptgrund. ;-)
LG
Ally
AryaStark
20.09.2017, 14:32
Ohh, das ist so ein Thema, was bei meinem normalerweise äußerst sanftmütigen Wesen dann doch die Kampf-Feministin hervorbringt :-))
Ich bin immer wieder erstaunt und enttäuscht, dass in unserer doch scheinbar so modernen und gleichberechtigten Gesellschaft so viele Männer doch noch so viel patriarchalischen Stolz und Gehabe in sich tragen, dass es für sie "auf keinen Fall" in Frage kommen würde, den Namen ihrer zukünftigen Frau anzunehmen.
Denn das ist ja der Casus Knaxus. Den meisten Männern ist entweder wichtig, dass die Frau ihren Namen annimmt, oder es ist ihnen "egal, was die Frau macht". Aber den Namen der Frau anzunehmen, kommt vielen nichtmal theoretisch in den Sinn, das wird von vornherein als völlig ausgeschlossen betrachtet. Warum ist das so?
In der Praxis führt das dann dazu, dass das "Namens-Thema" ein "Frauen-Thema" ist. Jaja, die doofen zickigen Frauen mit ihren Doppelnamen. Männer haben sehr selten Doppelnamen, weil für sie feststeht, dass sie ihren Namen behalten, und die Frau soll halt gucken, was sie macht:
1) Den Namen des Mannes annehmen, obwohl ggf. der eigene viel schöner ist?
2) Den eigenen Namen behalten, aber dann "Schuld sein", dass die Familie verschiedene Namen hat?
3) Doppelnamen, und dann ggf. mit den Vorurteilen klarkommen?
Das beste ist ja noch, wenn die Frau den eigenen Namen behalten "darf", der Mann aber darauf besteht, dass die Kinder seinen Namen tragen ;-)
Meiner Auffassung nach sollte es ganz neutral und vernünftig gehandhabt werden: entweder beide behalten ihren Namen, und die Kiner erhalten den Namen der primären Bezugsperson (meistens die Mutter). Oder, noch besser: beide einigen sich auf den Namen, der entweder schöner ist, und / oder wegen möglicher beruflicher Konsequenzen oder familiärer Gründe für eine Person wichtiger ist.
Natürlich ist auch das nicht immer eindeutig, und kann theoretisch zu Konflikten führen, wenn beide jeweils ihren Namen für schöner oder wichtiger halten. Und natürlich können Paare auch bei konservativen, traditionellen Regeln wie "Frau nimmt Namen des Mannes an" bleiben, wenn sie eben beide konservative Ansichten haben und das so möchten.
Übrigens:
Wer jetzt sagt "warum die Diskussion, ist doch nur ein Name" -- dann müsste es ja gar kein Problem sein für Männer, den Namen der Frau anzunehmen. Warum wollen das aber so viele partout nicht? Eben, weil es halt doch nicht "nur ein Name" ist. Namen sind meist Teil der Identität. Die Aufgabe des eigenen Namens (zumindest, wenn man ihn gern mag und sich damit identifiziert) ist für viele Leute zumindest auch ein kleines Aufgeben eines Teils von sich. Und das ist ja auch ursprünglich so gedacht gewesen: die Frau gibt ihre alte Familie mehr oder weniger auf, und wird Teil der Familie des Mannes. Dass das heutzutage meist nicht mehr so ist und Frauen das so nicht wollen, sollte eigentlich klar sein.
@ Ally: Lustig. Ich finde jetzt noch, dass das ziemlich gut geklungen hätte...
Ich kenne eben ein paar Fälle, wo dann nach einer Trennung die Kinder bei der Mutter geblieben sind und dann einen anderen Namen haben als diese. So lange man verheiratet ist oder liiert, finde ich das halb so wild. Aber ich kenne persönlich nur eine Familie, wo die Kinder nach der Scheidung beim Vater gelebt haben (neben einigen, wo es echt 50:50 ist) und doch diverse, wo die Kinder vor allem bei der Mutter leben. Und klar rechnet man nicht damit, dass eine Ehe schief geht. Aber irgendwie sollte man die Augen auch nicht davor verschliessen, dass es möglich ist. Und wenn ich dann mit meinen Kindern allein leben würde und sie dann anders heissen, dann fände ich das schon blöd...
@aryastark:
Du möchtest aber auch keine Gleichberechtigung sondern lieber eine Stärkung der Frau. Wieso sollte primäre Bezugsperson die Mutter sein? Also wenn man Gleichberechtigung möchte, dann auch in der Erziehung ;-)
AryaStark
20.09.2017, 15:53
@aryastark:
Du möchtest aber auch keine Gleichberechtigung sondern lieber eine Stärkung der Frau. Wieso sollte primäre Bezugsperson die Mutter sein? Also wenn man Gleichberechtigung möchte, dann auch in der Erziehung ;-)
Die primäre Bezugsperson ist aktuell meist die Mutter. Darum würde ich aktuell bei der Frage, ob die Kinder eher wie die Mutter oder wie der Vater heißen soll, eher zur Mutter tendieren.
Aber natürlich bin ich auch in der Erziehung für Gleichberechtigung. Genau wie die Frage mit dem Nachnamen, sollte die Frage der Kinderbetreuung und Erziehung von jedem Paar selbst entschieden werden abhängig von den eigenen Vorlieben und Gegebenheiten, und unabhängig von Traditionen und Konventionen. Sprich, es sollte egal sein, was die Verwandschaft und die anderen Eltern im Bekanntenkreis denken, wenn eben z.B. mal lieber der Mann die volle Elternzeit nimmt. Genau sollte es egal sein, was denn die Verwandschaft und die Kumpels denken, wenn eben z.B. der Mann den Namen seiner Frau annimmt.
“Die primäre Bezugsperson ist aktuell meist die Mutter. Darum würde ich aktuell bei der Frage, ob die Kinder eher wie die Mutter oder wie der Vater heißen soll, eher zur Mutter tendieren.“
Und wieso ist das okay und den Namen des Mannes annehmen nicht. Ist doch totaler Quatsch.
Ist es denn tatsächlich so, dass "so viele Männer" nicht den Namen der Frau annehmen wollen?? Vielleicht sind sich die Paare einfach einig, den Namen des Mannes anzunehmen.
Bezugsperson Frau ist halt traditionell. Eine andere Rollenverteilung wird weiterhin oft belächelt, ständig hinterfragt und stößt auf wenig Aktzeptanz. Trotzdem sind zumindest Elternzeiten bei Männern am Steigen.
Colourful
20.09.2017, 20:14
Ach, ich war ja sowieso nicht verheiratet, aber bin sehr froh darüber, dass wir uns damals darauf einigen konnten, dass die Kleine meinen Namen bekommt. Auch wenn die Kombination mit Vor- und Nachnamen mit dem Names ihres Vaters besser klingt. Ist eben so, muss der Zweitname eben herhalten.
Unsere große Tochter hat meinen Namen erhalten und wir hießen 2,5 Jahre zusammen mit diesem Allerweltsnamen mit einer Silbe. Da ihr Name und der meines Mannes einsilbig sind, haben wir beschlossen, dass wir bei Heirat seinen Namen nehmen. Der ist nicht sonderlich hübsch, aber eben nicht einsilbig und nicht allerwelts. Ich wollte auch gerne einen gemeinsamen Namen.
Bei uns in der Praxis haben wir abweichende Nachnamen der Eltern extra vorne eingetragen, damit wir die Eltern korrekt ansprechen können. Irgendwie gehört sich das für uns so, wenn man eine dauerhafte Hausarztversorgung macht.
Jule-Aline
21.09.2017, 11:04
Bei uns in der Kita wurden die unterschiedl Namen der Eltern auch in die Adressliste eingetragen.
Wir sind verheiratet, tragen unterschiedliche Namen und die Kinder heißen wie ich (weil mein Name der objektiv schönere ist). Im Traum wäre ich nicht darauf gekommen, dass man deshalb glauben könnte, mein Mann sei nicht der Vater.
Hier haben in Schule und Kita höchstens 2/3 der Eltern den gleichen Nachnamen, beim Rest gibt es alle Varianten.
Gast26092018
22.09.2017, 20:13
Ich würde meinen Nachnamen schon gerne behalten. Nicht weil er schön ist, aber es ist der Name meiner Väter !
Aber meine Frau kann frei entscheiden, welchen Namen sie möchte...mir ist das schnurz ;-)
MsLifeunderRock
28.09.2017, 15:12
Mein Mann und ich hatten beide einen Allerweltsnamen. Uns war es auch beiden egal welchen Namen wir annehmen. Im Endeffekt habe ich entschieden, dass wir seinen Namen annehmen, da mein Onkel den gleichen Vornamen hat wie er und die beiden dann den komplett gleichen Namen gehabt hätten. Gefiel mir irgendwie nicht.
Nen Doppelnamen wollten wie beide nicht, weil mich das immer an Lehrerinnen vom alten Schlag oder so typische Frauen vom Chefarzt, Oberstudienrat etc., die am liebsten noch mit dem Doktortitel des Mannes angesprochen werden möchten. Ich hoffe, dass ich hier nun niemandem auf die Füße trete.
Ansonsten ist es bei uns im Freundeskreis so, dass es eigentlich bei allen offen stand, welchen Namen man annimmt und auch häufig der Name der Frau genommen wurde. Es gibt dagegen kein Paar, bei denen die Namen behalten wurde. Scheint hier in der Kleinstadt unüblich zu sein :)
Eine Schulfreundin von mir und ihr Mann hatten schon vorher den gleichen Nachnamen, sie hat aber bei der Hochzeit dieses Jahr trotzdem seinen Namen angenommen und heißt jetzt Frau XY geb. XY :-oopss
Eine Schulfreundin von mir und ihr Mann hatten schon vorher den gleichen Nachnamen, sie hat aber bei der Hochzeit dieses Jahr trotzdem seinen Namen angenommen und heißt jetzt Frau XY geb. XY :-oopss
Kenne ich auch ;-), allerdings bin ich überfragt, ob da jetzt auch bei einem von beiden geb XY steht
Fazit nach gut drei Wochen mit neuem Nachnamen: Sooo groß ist die Umstellung gar nicht, also keine Angst davor ;-) Nur beim Unterschreiben muss ich mich noch drauf konzentrieren, den neuen Namen zu nehmen :-blush
Eine Schulfreundin von mir und ihr Mann hatten schon vorher den gleichen Nachnamen, sie hat aber bei der Hochzeit dieses Jahr trotzdem seinen Namen angenommen und heißt jetzt Frau XY geb. XY :-oopss
Sowohl meine Großtante als auch meine Tante haben einen Mann geheiratet hat, der den gleichen Namen hatte. ;-) Müsste mal fragen, ob die eigentlich geb. XY dazuschreiben.
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