Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen Psychosomatik?
Ist in der Psychiatrie alles so übersichtlich, dass das ohne Probleme alles von einer einzigen Person, bzw. einem einzigen FA beherrscht werden kann?
Die Psychiatrie ist keineswegs übersichtlicher als andere Fächer und differenziert sich tatsächlich aus, so daß es gelegentlich Spezialisten für die Behandlung der einen oder anderen Krankheitsgruppe gibt.
Es wäre allerdings eine große Gefahr, deshalb Subfacharztweiterbildungen zu kreieren, denn häufig liegen mehrere Störungen gleichzeitig vor. Es kommt auch vor, daß sich eine Symptomatik im Laufe der Entwicklung eines Patienten wandelt und erst mit der Zeit klar wird, welche Erkrankung tatsächlich vorliegt. Klassisches Beispiel: ein Jugendlicher mit depressiver Symptomatik und evtl. unspezifischen Verhaltensauffälligkeiten, bei dem nach einigen Jahre das Vollbild einer Schizophrenie ausbricht.
Zum anderen: In der Psychiatrie, vor allem im stationären, aber auch im ambulanten Bereich, ist der Psychiater eine Art Teamführer, der viel mehr "Zuarbeiter" hat als in anderen Gebieten (Pflege, Sozialarbeit, Ergo- und Arbeitstherapie, Psychologen, evtl. noch weitere Berufe, einschließlich "Amtspersonen"), die er koordinieren, anleiten, korrigieren usw. muß.
Dafür braucht es einen definitiven Ansprechpartner, der sich medizinisch-psychotherapeutisch bestens auskennen und für die übrigen, sehr wichtigen genannten Gebiete viel Verständnis haben muß.
Häufig wird der Psychiater dadurch in gewisser Weise zu einer Art "Hausarzt", nicht nur für schwer chronisch Kranke und nicht nur im ambulanten Bereich.
Gerade ein Allgemeinmediziner kann aber nicht alles selber behandeln, sondern muß nötigenfalls an Spezialisten überweisen.
Und angesichts der zunehmenden Gebietsausdehnung wird es ja wohl immer schwieriger, daß ein Psychiater die Diagnostik und Therapie aller Gesundheitsstörungen seiner Fachrichtung voll beherrscht. Von daher wäre eine Subspezialisierung vielleicht gar keine schlechte Idee.
Bei komplizierten Fällen hat man manchmal besser einen Fachidioten, der nur dieses (Unter-)Gebiet sehr gut beherrscht, als einen Stümper, der alles kann, dafür aber nicht richtig.
Das schmälert nicht die Bedeutung des Generalisten in der Grundversorgung und ist ein Grundsatz, der für die "Somatik" voll zutrifft. Ist die Psychatrie so grundlegend anders?
Ist die Psychatrie so grundlegend anders?
Ja. Wirklich.
Rechtverdreht
26.06.2011, 22:13
Tja, da ja meine Beiträge eh nicht gelesen werden, kann ich ja schreiben, was ich will.
Wieviele Fachrichtungen gibt's für die somatische Medizin? Wieviele Prüfungsfächer gibt's da allein für das Hammer-Stex?
Und im Bereich Psy soll eine einzige Fachrichtung reichen und alles abdecken?
Ja, das hat man gesehen, wie das klappt. Genau deshalb gibt's die Psychosomatik ja. Und immer mehr spezialisierte Kliniken und Niedergelassene im Psy-Bereich. Es ist nicht so, wie das einzelne User hier hinstellen.
Grade die Traumapatienten (PTBSler) können ein trauriges Lied davon singen, dass die Psychiatrie in der Vergangenheit nicht das bieten konnte, was gebraucht wurde. Meine Erfahrung war die, dass je höher die Spezialisierung war, die Behandlung qualitativ besser war.
Und die Stigmatisierung der Psychiatrie hängt auch damit zusammen, wie früher die Menschen dort behandelt wurden. Und wenn man hier vielleicht irgendwo in einer guten Psychiatrie arbeitet, vielleicht an einer Uniklinik, was weiß ich, dann kann man das nicht auf jede andere Klinik übertragen. Es liegt vielerorts viel im Argen. Viele Therapeuten von Traumapatienten vermeiden Psychiatrieaufenthalte wegen der Gefahr der Retraumatisierung. Ganz einfach. Ja, die PTBSler und Depressiven fallen dort hinten runter und zwar massiv und es schädigt sie in vielen Fällen auch. Punkt! Das ist unzumutbar und auch nicht vertretbar.
Die Unterscheidung fängt nicht an bei Gehalt und Sozialstatus, sondern danach ob man mit jemandem noch vernünftig in Kontakt treten kann, ob Kommunikation geht usw.
Und es gibt nix Schlimmeres für Traumapatienten, als in einem Umfeld mit völlig unkalkulierbaren Personen zusammengesteckt zu werden. Darum geht's.
Aber manche hier sind null erreichbar, weil sie vor Vorurteilen überquillen, dann kommen noch frühere Kränkungen von Kollegen oben drauf, weil sie Psychiater geworden sind... Tja, da kommt man nicht gegen an. Will ich auch nicht.
Der ganze Thread ist da abgerutscht in eine absolut angemessene Art und Weise, als sich die PSYCHIATER ÜBER DIE PSYCHOSOMATIKER lustig gemacht und ausgelassen haben.
Sorry, es musste mal gesagt werden, wer hier damit geglänzt und angefangen hat, die Kollegen (Psychosomatiker) zu diskreditieren und mit Dreck zu bewerfen und sich absolut respektlos anderen gegenüber aufzuführen.
Und dann am Ende noch rumheulen, weil angeblich sie nicht respektiert werden... WOW!! Wie wär's mal, wenn man erst mal lernt, selber vor anderen Respekt aufzubringen, z.B. vor Psychosomatikern oder vor anderen Menschen generell. Wenn ich hinkucke, wie ich hier behandelt werde von manchen.... Nur weil ich Psychosomatik-Patientin bin und nicht das sage, was andere hören wollen...
Aber mit Psychotikern, Manikern und sonstigen Menschen, mit denen man leider nicht mehr in geregeltem Kontakt sein kann, soll sich alle Welt erbarmen.
Bei allem Verständnis dafür, dass die Psychiater hier eben mit dieser "Alles in einen großen Topf "Psychiatrie" werfen-Methode" verhindern wollen, dass IHRE Patienten stigmatisiert werden, es funktioniert nicht. Es hat nie funktioniert und es wird nie funktionieren.
Die Menschen gehen da nicht mit. Und sie gehen nicht deshalb nicht mit, weil sie alle so verkommen und unethisch sind, sondern weil diese Patienten einfach - für Laien - außer Kontrolle sind und sie ihnen Angst machen. Wer draußen allein mit Psychotikern und Manikern ohne jedes Vorwissen konfrontiert wird, ist überfordert. Und allein das ist der große Unterschied, warum gewisse Patientengruppen gesellschaftlich ausgeschlossen werden, selbst von anderen Patientengruppen aus dem Psy-Bereich.
Es nützt nichts, alle zusammenzustecken, weil es nichts ändert. Es passiert genau das Gegenteil. Die Psychiatrie wird das Stigma nicht los. Aber die, die drin waren, kriegen es alle ab. Was erreicht wird, ist nur, dass das Stigma dann auf noch mehr Patientengruppen ausgebracht wird.
Und genau deshalb hat sich die Psychosomatik entwickelt, weil man gemerkt hat, diese Patienten zusammen zu nehmen in einer Einrichtung führt dazu, dass die "eigentlich psychisch" Kranken, also kommunikationsfähigen und gesellschaftlich noch halbwegs akzeptierten Patienten schadet.
So einfach ist das. Und es ist gut, dass es so gemacht wurde. Deutschland ist in diesem Punkt das fortschrittlichste Land der Welt. So sieht das aus!
Man kann nicht alles zusammenfassen, sondern muss den Patientengruppen gerecht werden. Das ist die richtige Lösung, nicht diese Sozialpsychiatrie und Gleichmacherei.
Und wenn hier noch soviele Psychiater auf die Barrikaden gehen, es wird sich an der Gesellschaft nichts ändern. Und es nutzt nichts, noch mehr dem Stigma auszusetzen und ihnen damit Lebenschancen kaputt zu machen, weil die anderen davon trotzdem nicht profitieren werden.
Und es geht für die PTBSler nicht, dass sie in einem Kontext behandelt werden, der für sie nicht passt und sie schädigt. Und wer hier groß von menschlichen Gesten anfängt, den frag' ich, warum er das nicht checkt, dass man PTBSler und Depressive nicht als Mittel zum Zweck missbrauchen darf, um die Psychiatrie aufzuwerten und Maniker und Psychotiker vor der Ausgrenzung zu schützen. Wenn man das durchzieht, dann sollte man alles zusammenlegen. Dann war irgendwann jeder Bundesbürger in der Klapse und dann haben wir uns alle gegenseitig lieb und akzeptieren uns ohne Vorbehalte? He??? Das wäre die Reinkultur von solchen Überlegungen und Planungen....
Alles unbequeme Fragen und Punkte, ja, aber man muss sich ihnen stellen. Und es nützt gar nichts, eine Versorgung zu machen und zu planen, die an den Problemen vorbei geht.
Klar, Rechtverdreht hat einen Knall, alles nur Psychiaterbashing...
Haha, mein behandelnder Therapeut ist FA für Psychiatrie und Psychotherapie, und zwar ein eingefleischter. Und ich kenne etliche Psychiater, die auch ok sind. Aber die alle behandeln nicht in der Psychiatrie, sondern in psychosomatischen Kliniken und Praxen. Warum? Jeder, der sich für gewisse Störungsbilder interessiert, kommt irgendwann zu dem Schluss, dass man sich dafür spezialisieren muss und eine passende Umgebung schaffen muss.
Ich bin nicht gegen Psychiater an sich, aber gegen schlechte und gegen das Hochhalten einer Diziplin, die durchgängig bewiesen hat, dass sie in der Vergangenheit vielfach versagt hat.
Besser machen, statt sich über die Kritiker auszulassen und eigene Grenzen akzeptieren und die Psychosomatiker in Frieden lassen, wäre anzuraten. Die machen nämlich einen verdammt guten Job. Und 'ne Menge Menschen hätten ohne die keine vernünftige Lebensperspektive.
Ich weiß, es wird wieder jemand kommen und behaupten, dass alles könnten doch die Psychiater eh besser und auch usw..
Nein, sie können eben nicht das alles auch und das alles besser!
Und sogar innerhalb der Psychosomatik gibt's schon viel Spezialisierung und die guten Top-Kliniken sind bekannt; gegen Leute, die dort arbeiten, hat kein Psychiater mit einer herkömmlichen Ausbildung eine Chance.
Ich find's auch nur traurig, wie hier in diesem Forum sowas läuft. Psychosomatiker werden runtergeputzt, dann werden die - logischerweise - verteidigt, dann fühlen sich die, die angefangen haben, beleidigt (Sehr seltsam...) und als Patientin biste eh der Untermensch, dem alles unterstellt wird, den man von vornherein nicht ernst nimmt und abqualifiziert...
In meinem ganzen Leben hab' ich noch nie soviele Vorurteile auf einmal gesehen.... Und genau die, die sie haben, werfen das dann anderen vor und wollen die Gesellschaft verändern...Klar, die sitzt schon und wartet drauf, bekehrt zu werden.....
Grotesk. Bizarr. Aber andere als bekloppt hinstellen....
Wie war das noch?
Andere kann man nicht ändern, nur sich selbst!!
Und die Realität anzuerkennen wäre auch noch was, was helfen könnte. Die Psychosomatik gibt's und es wird sie weiter geben. Und sie wird von Patienten besser angenommen und in der Gesellschaft besser akzeptiert. Die Leute machen nun mal einen Unterschied zwischen akuter Psychose und Burnout von Frauen mit Doppel-und Dreifachbelastung und magersüchtigen Teenies usw. So sieht's aus. Schluckt es und gut is!!
Wenn jemand sich über das Berufsbild des Psychosomatikers informieren will, dann kann man ihm Infos geben, statt einen Krieg draus zu machen.
So, noch so ein paar bescheuerte Thesen von Rechtverdreht, die keiner lesen wird.
Ich hatte früher einen Dozenten, der hat immer gesagt, die A 5 wäre die größte Psychiatrie Deutschlands.... Na ja, wenn man das hier dann mitkriegt, wie sich hier Ärzte gegenseitig bestätigen, dass die jeweils andere Richtung überflüssig ist, dann komm' ich ins Grübeln, ob er recht hatte mit dieser Aussage...
Ich find's auch so lustig, wie man sich über eine Psychosomatik-Patienten lustig macht und alles an Vorurteilen ablässt, was geht, und im gleichen Atemzug Forderungen danach stellt, dass die ganze Gesellschaft sich den "lieben Irren" aufgeschlossen zu wenden soll!
Ich hab' einen geistig behinderten Angehörigen, den ich Jahrzehnte lang aushalten durfte, ich hab' eine Demente gepflegt, viele Jahre, hab' einen Alkoholiker viele Jahrzehnte live erlebt und zwar total in Action... Und wo Menschen nicht mehr beeinflussbar sind, nicht mehr auf Ansprache reagieren, einfach außer Kontrolle sind, da haben normalsterbliche Menschen draußen Angst. Sie haben nämlich nicht die schönen geordneten Klinkverhältnisse, wo jederzeit Helfer kommen können, wenn's eskaliert und auch nicht das fachliche Know-How. Und genau deshalb weichen Menschen zurück. Und das kann kein Mensch verhindern. Es ist ein Riesenunterschied, ob jemand noch in der Lage ist, sich auf andere einzustellen, selbst wenn er schwer psychisch krank ist, oder wenn er das nicht mehr kann. Und dem trägt die Trennung von Psychosomatik und Psychiatrie Rechnung.
Ich hab' live erlebt, wie die "lieben Irren" so im Alltag sind, im häuslichen Umfeld... Wer sich dafür entscheidet, dass er das im Job macht.. Ok. Seine Sache. Aber man kann nicht erwarten, dass andere das auch einfach so locker nehmen werden und tun. Es ist einfach unrealistisch.
Und es geht ja auch um Selbstfürsorge. Warum soll man sich von solchen Leuten mit ihrer Problematik schädigen lassen, wenn's x andere Leute gibt, die diese Probleme nicht haben?
Man kann nichts erzwingen, auch nicht, wenn man alles in die Psychiatrie stopft, was man einfangen kann. Das Stigma ist und es bleibt, nicht, wegen der Klinik, sondern wegen der Symptomtik bestimmter Erkrankungen, die dort behandelt werden.
Ich find's traurig-lustig: Die Psychiater kämpfen dafür, dass alles in der Psychiatrie bleibt, damit ihre Schizophrenie-,Bipolar-Sucht-Patienten nicht so stark stigmatisiert werden. Und die Psychosomatiker kämpfen darum, dass ihre PTBSler und Depressive und Angststörungspatienten usw. aus der Psychiatrie rausgehalten werden, damit sie nicht stigmatisiert werden.
Toll. Wie wäre es mit vernünftigen Lösungen, wie sie überall in der Medizin versucht werden, und man würde sich an der Erkrankung orientieren und für jede Patientengruppe das schaffen, was sie braucht? Ich denke, das wäre allemal besser als blöde Grabenkämpfe.
Vielleicht wird über die Psychiater auch soviel geschimpft, weil viele so uneinsichtig sind und jede Kritik gleich abschmettern, statt drüber nachzudenken?
Man kommt doch nicht ohne eigenes Zutun zu so einem schlechten Image? Oder doch?
Mit Sturheit kommt man selten weiter. Und überzeugend ist es auch nicht, wenn man nur auf andere runtersieht und die eigenen Fehler nicht erkennt und nicht behebt.
Ja, und es ist mir auch egal, ob wieder jemand blöde Kommentare abgibt. Hier lesen auch andere, als die, die laut schreien und damit sichtbar werden. Über ein paar Anti-Postings kann man da gut drüber wegsehen. Die spielen keine Rolle. Wichtig ist, was man via PN mitgeteilt bekommt, dass es auch andere Postitionen gibt, die Rechtverdreht fair lesen, ohne Vorurteile. Und besonders lustig ist, wie wenige Gegner es sind, die Rechtverdreht in die Tonne kloppen... Wenn ich so bescheuert wäre, müsste der Aufschrei über meine Postings zehnmal so groß sein!!
Ich find's extrem bezeichnend, wie hier Psychiater, Fachärzte (!!), jemanden abwerten und ihn von vornherein in eine Schublade stecken und gleichzeitig eine offene und tolerante Gesellschaft fordern...
Schön, dass man mir hier von vielen Seiten Gestörtheit bescheinigt...Komisch ist nur, dass mir das nur hier passiert und im RL nicht....
Antracis
26.06.2011, 22:36
Wichtig ist, was man via PN mitgeteilt bekommt, dass es auch andere Postitionen gibt, die Rechtverdreht fair lesen, ohne Vorurteile. Und besonders lustig ist, wie wenige Gegner es sind, die Rechtverdreht in die Tonne kloppen... Wenn ich so bescheuert wäre, müsste der Aufschrei über meine Postings zehnmal so groß sein!!
Ich wollte das nur noch mal für mich ganz privat Einrahmen und sozusagen an die Wand hängen! :-winky
Rechtverdreht
26.06.2011, 22:56
Man könnte jetzt auch anfangen, sein Großhirn zu aktivieren, weg von den subkortikalen Strukturen hin zu kortikalen....
Nur 'n Tipp, damit man sachlich bleiben kann; weg von der Gefühlsebene und mehr Ratio....
Rechtverdreht
26.06.2011, 23:08
Es ist echt schlimm, wenn die Leute immer persönlich werden müssen, wenn ihnen die sachlichen Argumente ausgehen....
Rechtverdreht
27.06.2011, 01:36
http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dssid=4171&dsmid=70391&dspaid=543012
Ist zwar ein alter Hut, aber dennoch immer wieder sehr lehrreich....
Wie qualifiziert zumindest die Psychiater in der Psychiatrie gewesen sein müssen, in der ein hochstapelnder Postbote sehr lange unbemerkt Oberarzt gespielt hat, obwohl im die offizielle Qualifikation dafür gefehlt hat, will ich lieber nicht fragen...
Da kann man das Vertrauen in so eine Institution schon verlieren... und zwar mit Recht.
Letzlich muss man es sehen, wie es mal ein Psychotherapeut zu mir gesagt hat: Die Diagnose eines Psychiaters ist immer auch in weiten Teilen sein subjektiver Eindruck. Und der kann immer falsch sein.
MissGarfield83
27.06.2011, 05:51
Liebe Rechtverdreht,
darf ich dich noch einmal daran errinnern dass dies ein Forum für Medizinstudenten und angehende Mediziner ist - kein Forum für deine privaten Feldzüge, weil du der Meinung bist als Patientin zu kurz gekommen zu sein ? Wer hier persönlich angreift bist du - konstruktives liest man von dir eher selten und wenn im Nebensatz. Mich persönlich bestärken deine egozentrischen Auftritte immer mehr in meinen Vorurteilen gegenüber psychiatrischen Patienten - besonders dem dass oft bei manifesten Störungen nicht unbedingt mit logischen Argumenten ihnen begegnet werden kann. Also wenn du wirklich was zu unserer Ausbildung wie du es immer postulierst beitragen willst, dann äußere dich sachlich und nicht in Seitenweisen Tiraden - und lass auch mal andere Ansichten neben deinen gleichberechtigt stehen. Dein Verhalten provoziert einfach Abwehr und dem nicht in der Materie verhafteten Leser ein manifestes Kopfschütteln.
So long.
MissG
Rechtverdreht
27.06.2011, 10:43
Liebe MissGarfield83,
ich kann Dir das Kompliment nur zurückgeben, was die fehlende Sachlichkeit betrifft.
Wo gehtst Du denn sachlich auf das Geschriebene ein??
In keinem einzigen Punkt tust Du das. Stattdessen wird man als psychiatrische Patientin bezeichnet. Da gehst Du wieder auf persönliche Dinge ein. Nix mit sachlich, liebe Frau!! Sondern persönliche formulierte Angriffe und absolut keine sachliche Auseinandersetzung.
Mit welcher Überheblichkeit und Arroganz hier manche der Psychiater auftreten, das wird nicht gesehen. Und das genau daher das Image-Problem der Psychiater und Psychiatrie kommt.
Wenn hier einer was lernen wollte, hätte er mehr als genug Gelegenheit gehabt. Ich seh' verstärkt Ignoranz, allerdings durchbrochen von einigen anderen, die genauer hinschauen.
Und diese Arroganz und Ignorranz auf professioneller Seite provoziert in mir Abwehr und Anti-Haltung. Wen wundert's?!
Ganz ehrlich: Man kann hier mit vielen kein bisschen vernünftig Austausch betreiben. Und schreiben tu' ich für den Leser, der damit umgehen kann und was rausziehen kann, nicht für Leute, die sich hier wieder in ihrem Teritorialanspruch angegriffen fühlen oder in ihrem Status oder in ihrer Berufsehre, sondern für die, die wirklich offen sind. Davon gibt's hier auch welche und die sind nicht so doof, sich dann öffentlich in Threads mit Kollegen rumzuschlagen.
Ich mach' aber gerne einen konstruktiven Vorschlag:
Nachdem ich ja als Gesprächspartner absolut nicht auszuhalten bin, gebe ich folgenden Rat:
Sucht Euch Gesprächspartner, die sich in der Psychosomatik auskennen und gleichfalls Ärzte sind und baut mal eure beklopppten Vorurteile ab!!
Ich empfehle den Psychiatern hier, die die Psychosomatik für so überflüssig halten und die Psychosomatiker als "halbgebildete..."(Irgendwas, hab's vergessen...) bezeichnen, mal in den psychosomatischen Kliniken anzurufen und es dort auszudiskutieren. Die Gespräche können die verehrten Herren und Frauen Psychiaterinnen dann so beginnen:
"Guten Tag Herr Kollege, ich wollte Ihnen mal mitteilen, dass Sie überflüssig sind, weil es uns Psychiater gibt. Sie braucht man eigentlich nicht und auch Ihre Einrichtung ist unnötig, frißt nur Geld. Wir in der Psychiatrie können alles und sowieso noch besser als die Psychosomatiker, die nur halbgebildete... sind!".
Ich bin gespannt, wie lange sich die Psychosomatik-Kollegen mit diesen Anrufern unterhalten werden?!
So long!
Rechtverdreht
PS Ich hab's schon mal gesagt: Bei sich selber anfangen, Kritik annehmen und lernen!!!
Wenn man Psychiater ist/wird, sollte man mit Menschen kommunizieren und umgehen können. Ich sehe hier bei manchen mehr Defizit als Können....
Ich hab' meinen Therapeuten zu den Reaktionen im medi-learn-Forum auf mich befragt, hab' ihn gefragt, wie studierte Leute vom Fach so eine Haltung und soviel Ignorranz und Arroganz an den Tag legen können, mit sovielen Vorurteilen durch die Gegend rennen können? Ich hab' gesagt, dass er es mir erklären soll.
Seine Antwort drauf:
"Es gibt auf der Welt auch Menschen, die an Außerirdische glauben. Erklären Sie mir mal, warum die das tun, warum die an Außerirdische glauben??!"...
Jepp, so ist es halt... Es gibt Sachen, die gibt's gar nicht.
Und dass man Psychiater ist, heißt auf gar keinen Fall, dass man nicht selber eine manifeste psychiatrische Störung hat, ist sogar gar nicht selten der Fall.
Aber auch das ist alles nur böser Verriß... Nee, es ist in Studien rausgefunden worden. Ist auch logisch, wer würde sich ohne persönlichen Anlass für so ein Fach interessieren... Vermutlich nur sehr wenige....
Jedenfalls werde ich nicht die Kränkungen aller Psychiater in diesem Forum mit diesen aufarbeiten, hab' Besseres zu tun.
Der ewige Trick, mich als Irre hinzustellen, ist doch schon so abgedroschen und langweilig. Fällt keinem was Neues ein??
Rechtverdreht
27.06.2011, 10:52
Meine Texte in diesem Forum sind für Leute gedacht, die wirklich Interesse an der Materie haben.
Wenn hier jemand was zum Bereich Psychosomatik gefragt wird in diesem Forum, kommen immer gleich x Psychiater an, die denen dann eine Horrorgeschichte über die Psychiatrie und Schizophrenie-Patienten usw. auftischen. Und damit vertreiben sie Leute aus diesem Bereich, die dort vielleicht Ihr Fach finden würden und den Patienten als Zuwachs von kompetenten Behandlern verloren gehen.
Ich fänd's schon einfach Klasse, wenn sich zukünftig auf solche Anfragen und Threads nur User melden würden, die tatsächlich in der Psychosomatik gearbeitet haben oder solche, die mit der Psychosomatik zusammenarbeiten, dort behandelt wurden oder was auch immer, auf alle Fälle sollten die Infos aus zuverlässigen Quellen kommen, damit ein reales Bild von diesem Fach gezeichnet wird.
Was kommt stattdessen?
Der x-te Beitrag von Leuten, die in der Psychiatrie arbeiten und NIE in der Psychosomatik waren.
Soviel zum Thema "sich selbst einschätzen können und seine Grenzen kennen und beachten".
Ich seh' mich nicht als jemanden, der alles weiß und alles kennt. Ich kann nur meine Erfahrungen weitergeben. Und die waren mit der Psychiatrie durchgängig so wie hier:
Arrogante Leute, die nicht bereit sind, wirklich zuzuhören, sondern abwerten.
Und genau das ist in der Psychosomatik eben anders.
Ich find's daher sehr schön, dass man mich in der Psychiatrie abgelehnt hat und gesagt hat, dass ich in die Psychosomatik gehen soll, weil die Psychiatrie für mich ungeeignet wäre und mir nur Retraumatisierungen drohen würden.
Nun ja, dafür hol' ich sie mir hier. Aber da bin ich selber schuld, wenn ich so blöde bin.
Also: Wer die Psychosomatik nicht kennt, sollte vielleicht einfach mal still sein, wenn danach gefragt wird.
Rechtverdreht
27.06.2011, 11:01
Ich hoffe, das ist dann mal ein Argument, das den Ansprüchen an die Sachlichkeit hier genügt, wenn man sagt, dass die Leute, die überhaupt nicht in diesem Fach arbeiten, dort nie gearbeitet haben, darüber keine brauchbaren Angaben machen können.
Insofern seh' ich das Meiste, was Psychiater ohne Psychosomatik-Erfahrungen über die Psychosomatik äußern als heiße Luft an und das mit Recht.
Michael72
27.06.2011, 11:25
Wenn man immer nur rechts rum dreht, verliert man das Gleichgewicht. Nur, indem man ab und an mal Linksverdreht schafft man Ausgeglichenheit. Und wenn garnichts mehr hilft immer dran denken: Den Löffel gibt es nicht!
Relaxometrie
27.06.2011, 11:50
Meine Sicht der Dinge mit knapp zwei Jahren Berufserfahrung in der Psychiatrie:
Die Grundidee, die Rechtverdreht (wenn auch sehr logorrhoeisch) vermitteln möchte, ist richtig.
Ich habe die Psychiatrie leider auch oft als Verwahranstalt empfunden, in der
1.
man Patienten falsche Hoffnung auf Heilung macht. Es war bei etlichen Patienten klar, daß sie Systemsprenger sind. D.h. nicht heilbar, aber auch nicht gefährlich genug, um forensische Patienten zu werden. Solche Patienten immer und immer wieder stationär aufzunehmen, was nicht nur bzgl. der Aufwandes, sondern auch bzgl. der verursachenden Kosten sinnlos war, hat nun wirklich gar keinen Spaß gemacht. Hier fand ich die Psychiatrie unehrlich. Es ist klar, woher es kommt, daß man solche Patienten immer wieder aufnimmt: die Bevölkerung verlangt, daß auffällige Menschen behandelt werden und ist immer weniger dazu bereit, "liebenswürdig bekloppte" Personen einfach zu akzeptieren.
2.
psychosomatisch erkrankte Patienten kaum versorgt wurden, da vor lauter Verwaltung und Rechtssicherheitschaffen keine Zeit blieb.
3.
Ärzte kaum ausgebildet wurden, was eine straffe, aber zielgerichtete Behandlung von Patienten (psychiatrische und psychosomatische) angeht. Ohne eine gute Ausbildung ist man jedoch nicht in der Lage, diesen Patienten nötige Grenzen zu setzen und Behandlungskonzepte zu entwerfen. Ohne solche Konzepte wird aber die gesamte Behandlung ad absurdum geführt und ein Behandlungsteam wird ständig gespalten, weil es zulässt, daß der Patient einem auf der Nase herumtanzt.
Das alles hat dazu geführt, daß ich keine Lust mehr auf dieses Trara hatte und jetzt werde ich mich erstmal in der Somatik austoben.
Aber Wahnsinn... Da denkt man immer "Jetzt ist sie durch mit ihrem Gedöns" und dann ist sie wieder da. Wie so ein mit Chitinüberzogenes Tierchen.
Rechtverdreht
27.06.2011, 17:19
@ Relaxometrie:
Danke! Immerhin einer, der mal fähig ist, einen sachlichen Beitrag zu leisten. Super!
@ Rest, der hier zum Teil doch mit sehr seltsamen Umgangsformen und Kommunikationsmethoden rumhüpft:
Es ist Euer Leben, nicht meins. Also, wer seinen grausamen Persönlichkeits- und Kommunikationsstil beibehalten will, der soll nur machen...
Das wird sich noch im Leben gewaltig rächen bei diesen Leuten, die nur Scheune verstehen (wollen), oder immer pünktlich auftauchen, um Seitehiebe zu verteilen...
Das hohe Niveau in diesem Forum macht sprachlos. Man kann aus Menschen eben nicht mehr machen, als sie eben sind....
Coxy-Baby
27.06.2011, 17:26
...eigentlich kann der Thread so langsam ins OT und umbenannt werden in "recht verdreht, der Privatthread"
Rechtverdreht
28.06.2011, 10:18
Ja, und vorstehend noch ein unsachlicher Beitrag (und unnötiger Beitrag, den die, die hier nicht zum Thema schreiben, sind die Ärzte!!!, die die persönliche Ebene bevorzugen, statt das Sachthema zu verfolgen).
Wenn es halt nicht zu mehr langt, als zum billigen und schäbigen Nachtreten...
Themenwechsel: Dr. Ignaz Semmelweis
Ändert bloß nix!! Es könnte ja was besser werden!!!!
Es ist ja nun nichts Neues, dass die Eitelkeit gewisser Ärzte so gigantisch ausgefallen ist, dass sie jede Kritik und sei sie noch so sachlich begründet an ihr abprallt. Auch, dass man den Kritiker dann als psychisch/psychiatrisch Kranken, der damit sowieso mit seiner Meinung irrelevant sein soll, diskreditiert und abtut, ist nix Neues.
Es gibt dafür sogar einen Fachbegriff, nennt sich "Semmelweis-Reflex"
Es waren Mediziner, Ärzte, die Semmelweis mit seiner fachlichen Meinung beschimpft haben, diskretitiert haben, gegen ihn intrigiert haben, weil sie in ihrer Eitelkeit nicht wahrhaben wollen, dass durch ihre Unsauberkeit Krankheitserreger von den Leichenhäusern in die Wöchnerinnenstationen getragen wurden. Wer weiß, wieviele junge Mütter gestorben sind, weil man Semmelweis ausgebuht hat, für irrelevant erklärt hat und ihn abschließend als psychisch Kranken in eine Irrenanstalt eingeliefert hat??!!
Ein paar Auszüge aus Wikipedia dazu:
ZITAT:
Semmelweis führte unterschiedlich starkes Auftreten von Kindbettfieber auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin in Österreich. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und insbesondere von positivistisch eingestellten Kritikern und Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte teilweise in Ungarn und starb nach seiner Rückkehr nach Wien in geistiger Umnachtung.
Der „Semmelweis-Reflex“, demzufolge Innovationen in der Wissenschaft eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge haben, weil etablierte Paradigmen und Verhaltensmuster entgegenstehen, wurde von Robert Anton Wilson geprägt und nach Semmelweis benannt.
aus http://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Semmelweis
Für diejenigen, die nicht mal wissen, was Psychosomatik ist und was Psychosomatiker sind:
http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=&p_aid=&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=11616
Leider keine gute Quelle, aber eine besser hab' ich nicht gefunden. Jedenfalls ist der Bereich der niedergelassenen Psychotherapeuten und die Anzahl der Fachkliniken und Fachabteilungen für psychosomatische Medizin und Psychotherapie ständig angestiegen in den letzten Jahren. Inwiefern sich der Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie durchsetzen konnte, kann ich nicht beurteilen. Auf alle Fälle ist die Arbeitsweise dort deutlich anders als in der Psychiatrie und die Strukturen sind auch andere. Von daher sind Patienten mit psychosomatischen/psychischen Erkrankungen dort weniger Belastungen ausgesetzt als in herkömmlichen Psychiatrien, weswegen viele Psychotherapeuten möglichst eine Psychiatrie-Behandlung vermeiden und diese nur noch auf absolute Krisen beschränken, wo eben keine schnellere Versorgung anderswo organisiert werden kann.
Zur Durchmischung auf Stationen der Psychiatrie in Bezug auf komplex. Traumatisierte, also PTBSler, einfach oder kompl.:
http://www.schattauer.de/fileadmin/assets/Presse/Pressemitteilungen/Dulz_Stationaere_Therapie.pdf
Das "Durchmischen" von Schizophrenen, Manikern, kompl.Traumatisierten hatte man Jahrzehnte lang und es hat NICHT funktioniert; im Gegenteil: Es war nachteilig für alle Patientengruppen, aber den absolut Kurzen gezogen haben die kompl. Traumatisierten und das ist auch heute noch vielfach so.
Das hier spiegelt deutlich wieder, was Relaxometrie als Erfahrungswert mitgeteilt hat:
http://cat.inist.fr/?aModele=afficheN&cpsidt=23709123
Nur jeder 1000. Borderline-Patient (sind ja der Hauptanteil der komplex traumatisierten Patienten) bekommt eine angemessene Therapie!!!!!!!!!!!
Ja, das muss man sich mal geben!!
Ganz interessant zur medikamentösen Therapie generell:
http://www.youtube.com/watch?v=j-lcg0PYsPo&NR=1
http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=&p_aid=&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=11616
Als Jurist ist man zwangsläufig mit solchen Fragen in seinem Fach auch "aufgewachsen". Und es ist überhaupt kein Anstoß daran zu nehmen, wenn sich jemand mit diesen Fragestellungen kritisch auseinandersetzt. Das tut im Übrigen auch Amnesty International, und meines Wissens nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland.
http://www.amnesty.de/umleitung/2004/eur39/003?lang=de%26mimetype%3dapplication%2fpdf
Und dass auch in Deutschland in der Psychiatrie keine Menschenrechtsverletzungen auszuschließen sind, ist klar, kam auch schon vor. Von daher sind Juristen immer wieder in solche Thematiken eingebunden, wenn auch oft nur um zu gewährleisten, dass die Rechte der Patienten nicht ganz platt gemacht werden. Vieles scheitert natürlich an der Beweisbarkeit. Aber wenn die Justiz hier versagt, dann sind Patienten an Ärzte ausgeliefert. Und wenn ich hier so hinschaue, mit welcher Inoranz und Arroganz und Borniertheit hier manche anderen Menschen begegnen, dann denke, brauchen viele Patienten Rechtschutz vor ihren Behandlern.
Aber ganz toll ist das hier am Schluss:
http://www.youtube.com/watch?v=xNP871P_zHE&NR=1
DAS sollte jeder anschauen, der in der Psychiatrie arbeitet, der die Psychiatrie hochhält, insbesondere die letzten paar Minuten, wo gezeigt wird, wo die Psychiatrie ihre Wurzeln hat, die sich auf's Wegsperren und auf physische und psychische Langzeitfolter von psychisch Kranken beschränkt hat. Es ist echt grausam und man sollte sich das gerade deshalb nicht ersparen!!
Die Angst vor der Psychiatrie ist tief verwurzelt in der Bevölkerung und auch die Angst vor bestimmten Erkrankungen.
Das muss man begreifen, wenn man Lösungen finden will. Wer das nicht tut, der wird nur gegen Wände laufen, so oder so.
Wer Infos sucht zu Psychosomatik:
Psychosomatik-Plattform:
http://www.youtube.com/watch?v=xNP871P_zHE&NR=1
Da kann man mal schauen, wieviele "überflüssige" psychosomatische Kliniken und Psychosomatiker es gibt. Die werden sich freuen, von den Kollegen zu hören, die ihnen ihre Überflüssigkeit bescheinigen.
Im Übrigen warte ich immer noch auf einen einzigen vernünftigen Beitrag von jemandem, der wirklich in der Psychosomatik arbeitet oder gearbeitet hat. Scheinbar bin ich die Einzige, die wenigstens dort behandelt wurde.
Wenigstens was, was irgendwas mit dem Thread-Thema zu tun hat...
Und grundsätzlich:
Mir kann man ja noch den gesunden Menschenverstand absprechen, wenn der Kontext stimmt und genug intrigant sind, aber ob man das mit dem SWR auch schafft, mit führenden Spezialisten in der Psychiatrie, in der Psychosomatik, bei den Juristen, das erlaube ich mir anzuzweifeln.
Letztlich haben sich hier manche nur bis auf die Knochen blamiert, sowohl fachlich als auch menschlich.
Und es gibt dafür keinen deutlicheren Beweis als die Existenz der Psychosomatik, die von Psychiatern geschaffen wurde, weil diese erkannt haben, dass so unterschiedliche Störungsbilder spezifische Therapien brauchen, verschiedene Behandlungseinheiten, mit verschiedenen Strukturen und Rahmenbedingungen, insbesondere auch deshalb, um psychisch Kranke, die tatsächlich seelisch leiden, vor den Belastungen durch andere Patientengruppen zu schützen.
Es geht auch einfach nicht, dass man z.B. Gruppentherapien sinnvoll gestalten kann, wenn die intellektuelle Leistungsfähigkeit und Kritikfähigkeit, Fähigkeit zur Mitarbeit so stark unterschielich ist in einer Gruppe, dass die einen Patienten davon nicht mehr profitieren, weil sie gar nicht folgen können, und die anderen dadurch geschädigt werden, weil sie mit "echten Irren" zusammengesperrt werden und dadurch den Rest an Hoffnung auf eine Lebensperspektive verlieren und retraumatisiert werden, weil sie von einer Kontrollverlustsituation in die nächste geschleudert werden.
Aber langsam glaube ich auch, dass in der Psychiatrie nur der Kittel die Ärzte von den Patienten unterscheidet. Und den Spott der Somatiker kann ich langsam nur allzu gut verstehen, so wie sich hier manche gebärden.
Die Eitelkeit und Resistenz gegen Sachverstand ist atemberaubend.
Nee, es gibt keine Psychiater, die einen Knall haben, das kann gar nicht sein. Ein Chirurg kann auch keinen Knochenbruch haben, ein Orthopäde kann niemals einen Bandscheibenvorfall kriegen und ein Dermatologe ist Pickel-sicher... Ja, und ein Pathologe stirbt NIE!!
Ich würde mich hier schief lachen, wenn's nicht so traurig wäre.
Abschließend eine der bekanntesten Trauma-Spezialisten in Deutschland Michaela Huber auf Folie 19 nimmt sie ein wichtiges Thema auf:
Standesdünkel aufgeben! Unter Fachleuten, also kein Psychiater versus Psychosomatiker, kein Arzt versus Psychologischer Psychotherapeut, und das gilt auch für das Verhältnis: Arzt - Patient!!
Und genau das hat hier eigentlich keiner verstanden außer Relaxometrie, Dr. Psycho und am Anfang des Threads noch einige User, deren Namen ich nicht mehr zusammenkriege, aber die anderen aus der Psychiatrie-Fraktion haben in diesem Punkt ja jämmerlich versagt. Die leben den "Semmelweis-Reflex" bis zu Umkippen!! Und zwar bis Patienten umkippen oder aus dem Fenster im 5. Stock kippen.... vermute ich mal.
http://www.michaela-huber.com/files/vortraege/ptbs_komplextrauma_und_dissoziation.pdf
Man kann hier gar nicht anders reagieren, als genauso blöde zu reagieren, wie man es vorgesetzt bekommt.... Mit verständigen Menschen kann man verständig und vernünftig kommunizieren, mit Leuten, die nur ihren Sadismus und ständiges Beleidigen und Diskreditieren drauf haben, geht's nicht.
Lernen kann man hier viel, aber nur der Lernfähige- und willige kann was lernen, der bornierte Brett-vorm-Kopf-Träger kann das natürlich nicht.
Die Psychiater und die Psychiatrie hat das Image-Problem. Und sofern sie nicht dazu lernen und ihre Einstellungen und Haltungen überdenken und die Art, wie man mit Menschen umgeht, werden sie es auch weiterhin haben.
Sieht man schon hier. Man schreibt als völlig unabhängier User was. Und was kommt? Sie behandeln einen wie einen ihrer Patienten....
Unglaublich!
Es ist wie auf der Autobahn auch mit der Psychiatrie:
Wenn man die Autobahn verlässt, muss man sich wieder dem normalen Verkehrsfluss anpassen!
Das gilt auch für Psychiater: Draußen gilt für den Umgang mit Mitmenschen was anderes wie im Verhältnis Psychiatriearzt gegenüber psychotischem Patienten. Also das Lichthuppen-Verhalten von MissGarfield83 wird mir ewig in Erinnerung bleiben und bei mir heitere Lachanfälle auslösen, ebenso die liebe Tiranna oder soll man sie lieber Tyrania nennen??
Und wer das nicht checkt, der wird halt draußen anecken und gegebenenfalls wird seine großspurige Art dann von Kollegen auch mit Psychiater-Scherzen retour-kutschiert. Wenn wundert's, wenn Leute so überheblich auftreten, dass sie dann irgendwann auf's Korn genommen werden...
Kurze Zwischenfrage, ich hab leider in Deinem Geschreibsel den Faden verloren: Du bist die Patientin, und "die anderen" sind die Ärzte/Psychiater, richtig?
Christoph_A
28.06.2011, 10:42
Und wie heißt es immer so schön: "The patient is the one with the disease!"
`nuff said!
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