Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Japan: Erdbeben, Tsunami, AKW-Störfall
Relaxometrie
16.03.2011, 22:28
@ Relaxometrie: Was Du für Nichtigkeiten hältst, muß ein anderer noch lange nicht für selbiges halten. Und sag mir doch bitte, wie Du die knapp 23% Atomstrom von jetzt auf gleich ersetzen willst? Mit Braunkohle ausm Tagebau? Oder Strominporten aus der Ukraine? Oder kriegen wir jetzt alle ein Windrad innen Garten gestellt?
Ich behaupte nicht, daß alle AKWs sofort abgestellt werden sollen. Aber die Tatsachen und Fakten, die wir von CDU/FDP derzeit präsentiert bekommen, sind einfach unglaubwürdig. Warum müssen die AKWs denn jetzt überprüft werden? Hat man sich im vergangenen Jahr bei der Laufzeitverlängerung etwa von den AKW-Betreibern über den Tisch ziehen lassen und blind der Verlängerung zugestimmt??? Eine verantwortungsvolle Regierung hätte doch ERST die Sicherheit geprüft und DANN eine Laufzeitverlängerung beschlossen.
Es muß doch möglich sein, daß der Bevölkerung schlicht und ergreifend Fakten auf den Tisch gelegt werden, die darlegen, wie sicher ein AKW in Bezug auf Erdbeben/Stromausfall (in Bezug auf fehlende Kühlkreisläufe)/terroristischem oder unfallbedingtem Flugzeugabsturz ist. Wenn die AKWs so sicher wären, wie von den Befürwortern der Atomenergie behauptet wird, und wenn sie dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik entsprächen, würde ich nicht diskutieren.
Wenn ich aber auf der Homepage der IPPNW eine 78-seitige Mängelliste des Atomkraftwerks Biblis sehe, und auch Störfälle in einigen AKWs nicht gerade selten sind, halte ich die Abschaltung zumindest der technisch minderwertigsten AKWs für zwingend. Bei Stromexport (angeblich wird 10% des in Deutschland produzierten Stroms exportiert) scheint es keine dramatischen Auswirkungen zu haben, wenn 7 AKWs abgeschaltet werden.
Relaxometrie
17.03.2011, 00:39
aber wenn dann jetzt genau diejenigen, die vorher einen stop gefordert haben, nun die rechtmässigkeit dieses schrittes anprangern und verurteilen (anstatt nun konsequent nach sinnvollen lösungen für die zukunft zu suchen), dann kann man wirklich nur noch mit dem kopf schütteln, willkommen in der welt der pateipolitischen kleingeistigkeit!
Auf den ersten Blick könnte man meinen, daß Du Recht hast. Aber erstens kommen die kritischen Stimmen bezüglich des schnellen Handelns der Regierung auch aus den eigenen Reihen, und zweitens ist die Frage, ob die Energiekonzerne nicht am längeren Hebel sitzen, tatsächlich ungeklärt. Solange nicht eine unmittelbare Gefahr besteht, dürfen die Energiekonzerne wohl Schadensersatz fordern, wenn sie zur Stilllegung der Kraftwerke gezwungen werden. Und woher kommt denn die plötzliche Gefahr, die nicht auch schon vorhanden war, als im letzten Jahr die Laufzeitverlängerung entschieden wurde? Ist doch alles so furchtbar sicher und ungefährlich, wie es damals noch hieß.
Aber mal sehen...........ich freue mich trotzdem über das zwischenzeitliche Abschalten der 7 AKWs. Vielleicht bleibt es ja sogar bei der Abschaltung und es kommt zusätzlich noch zum Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Atomausstieg???
Vielleicht ist es aber auch alles nur eine mafiöse Absprache zwischen der Regierung und den Energiekonzernen: die Energiekonzerne sehen von Schadensersatzansprüchen ab, wenn es nach Beendigung des Moratoriums doch keinerlei Veränderungen bzgl. der Laufzeiten gibt und die Laufzeitverlängerung einfach wie geplant erfolgt.
Weiß man's??? Und genau DIESE Ungewissheit, die politischen Spielchen, die Gewinnorientierung der Energiekonzerne auf Kosten der für dumm verkauften Bevölkerung, ist das, was ich so unglaublich pervers finde. Atomkraftwerke sollten einen partei- und Gewinnstrebens-übergreifenden Stellenwert bekommen, so daß alle Beteiligten ihre Zeit, Energie und Arbeitskraft auf die Sicherheit und Stromerzeugung konzentrieren können.
Die Frage ist, inwieweit da tatsächlich Pfusch betrieben wurde, oder ob die Skandale nicht zumindest teilweise durch grüne Hetzkampagnen aufgebauscht wurden. Ich zitiere mal:
Die Explosion in Hanau
Im Januar 1987 ereignete sich eine Explosion im Nukem-Werk in Hanau, die nicht völlig vertuscht werden konnte. Nach offiziellen Angaben wurde bei der „Panne“ lediglich eine Person durch Freisetzung von Plutonium aus einer kleinen Probe kontaminiert. Laut Aussagen eines mit der Untersuchung der Betroffenen betrauten Wissenschaftlers seien jedoch tatsächlich 36 Arbeiter einer Strahlendosis weit über den zulässigen Grenzwerten ausgesetzt gewesen.
Viele dieser Arbeiter seien heute an Krebs erkrankt, doch sie gingen nicht an die Öffentlichkeit, weil sie um ihre Betriebsrente fürchteten. Als das von der Explosion zerstörte Gebäude in Hanau 2003 abgerissen und nach den entsprechenden Entsorgungsrichtlinien abgetragen wurde, war die Beteiligung der örtlichen Behörden unvermeidbar. Nukem-Ingenieur Paul Börner äußerte während dieser Arbeiten gegenüber einem Beamten: „Jetzt, wo es verjährt ist, kann ich es Ihnen ja sagen: Das ist das Gebäude, das uns damals hochgegangen ist.“ Protokolliert ist diese Aussage in den Akten der Hanauer Staatsanwaltschaft.
Zu lesen: http://www.anti-atom-aktuell.de/archiv/174/174schweigen.html
Christoph_A
17.03.2011, 07:50
Wie gesagt, das Verhalten der Regierung finde ich genauso unglaubwürdig wie Du @ Relaxometrie. Das ist und bleibt reiner Populismus. Es besteht keine Notwendigkeit, jetzt Meiler voreilig vom Netz zu nehmen, eine Überprüfung der Sicherheitsstandars, welche ohnehin regelmäßig erfolgen sollte, kann auch im laufenden Betrieb durchgeführt werden, zumal ich keine Notwendigkeit auf eine Erdbeben/Tsunamitauglichkeitsprüfung in D sehe.
Leider hast Du meine Frage nach einem Ersatzprogramm für die abgeschalteten/abzuschaltenden Atommeiler nicht beantwortet, was daran liegt, daß es hierzu auch keine Antwort gibt. Stand jetzt wird es lange dauern, länger als der alte Laufzeitkompromiss, bis man auf die Kernkraftwerke wird verzichten können, deshalb war, aus meiner Sicht, die Laufzeitverlängerung zwingend notwendig gewesen. Und an dieser Notwendigkeit hat auch die Katastrophe in Japan nix verändert.
P.s..: Wenigstens scheinen sie jetzt die abgebrannten Brennstäbe in Fukushima langsam in den Griff zu bringen. Ein kleiner Schritt vorwärts, hoffen wir, daß es so weitergeht.
Relaxometrie
17.03.2011, 11:56
Leider hast Du meine Frage nach einem Ersatzprogramm für die abgeschalteten/abzuschaltenden Atommeiler nicht beantwortet, was daran liegt, daß es hierzu auch keine Antwort gibt.
Die Antwort kann ich hier noch nicht öffentlich machen, da ich sie nachher erst noch mit Frau Merkel besprechen werde :-))
Scherz beiseite:
Die Informationen, die man sich als "interessierter Laie" zusammenklauben kann, sind leider oftmals durch Stimmungs- und Meinungsmache verfälscht, was man aber selbst bei kritischem Lesen nicht immer bemerkt. Trotzdem glaube ich, daß es nicht völlig naiv und realitätsfern ist, wenn die 7 AKWs, die jetzt abgeschaltet werden, es auch bleiben. Wenn man den gar nicht immer nur von Träumern stammenden Stimmen glauben schenken kann, die die regenerativen Energien positiv bewerten und ihnen ein riesengroßes und ausbaufähiges Potential bescheinigen, hoffe ich doch, daß wir den Atomausstieg ohne Laufzeitverlängerung erreichen können.
Man kann sich hier aber zu Tode diskutieren, weil noch viel mehr Aspekte in die Überlegung hineinspielen, als bisher berücksichtigt wurden: man sollte sich meiner Meinung nach nämlich auch fragen, ob wir uns den luxuriösen und teils übertriebenen Lebensstandard und den Energiehunger tatsächlich durch AKWs erhalten wollen, oder ob man nicht auch mit weniger Strom auskommen könnte. Das nur als kurzes weiteres Gedankenspiel, welches ich hier gar nicht weiter ausführen möchte, denn sonst käme ich ja gar nicht mehr vom PC weg.
Zu Merkels Rede von heute: Sie verkauft die Bevölkerung wieder mal für dumm, indem sie sagt:
"Die Ereignisse in Japan lehren uns, daß das nach allen wissenschaftlichen Maßstäben für unmöglich Gehaltene doch möglich werden konnte."
Das "Restrisiko" ist aber ein Risiko, welches zwar zu einem sehr sehr geringen Prozentsatz eintritt. Es kann aber zwischen "jetzt sofort" und "irgendwann im Unendlichen" immer eintreten. Deswegen halte ich den Ausdruck "nach wissenschaftlichen Maßstäben für unmöglich gehalten" für falsch und volksverdummend.
Christoph_A
17.03.2011, 14:34
@Relaxometrie: Beeindruckend, wie man mit so vielen Worten keine Antwort auf eine einfache Frage geben kann :-)
Aber, Spaß beiseite-Du hast also auch keine Patentlösung, wie man sofort auf die Kernenergie verzichten kann. Bis das soweit ist, werden wir also noch eine Weile mit ihr leben müssen, ob es uns gefällt oder nicht. Wir sollten schauen, so schnell wie möglich die Lücke mit erneuerbaren Energien schließen zu können, damit die Laufzeit der Rest AKWS so kurz wie möglich wird. Denke mal, darauf können wir uns alle einigen, oder?
Wir sollten schauen, so schnell wie möglich die Lücke mit erneuerbaren Energien schließen zu können, damit die Laufzeit der Rest AKWS so kurz wie möglich wird.
So sehe ich das auch. Und ich glaube, dass es auch der Großteil der Bevölkerung so sieht. Leider bin ich mir nicht sicher, ob die politisch Handelnden das "so kurz wie möglich" ernst meinen und man darf aufmerksam bleiben, ob nicht energiewirtschaftlicher Lobbyismus die ganze Sache verzögert (freilich gibt es auch die entgegengesetzte Lobby, die auch nicht nur vernünftige Vorschläge bringt). Das ist allerdings parteipolitischer Alltag in allen Bereichen der Politik und das Salz in der Suppe des Berliner Kasperletheaters :-))
@Relaxometrie: Beeindruckend, wie man mit so vielen Worten keine Antwort auf eine einfache Frage geben kann :-)
Aber, Spaß beiseite-Du hast also auch keine Patentlösung, wie man sofort auf die Kernenergie verzichten kann. Bis das soweit ist, werden wir also noch eine Weile mit ihr leben müssen, ob es uns gefällt oder nicht. Wir sollten schauen, so schnell wie möglich die Lücke mit erneuerbaren Energien schließen zu können, damit die Laufzeit der Rest AKWS so kurz wie möglich wird. Denke mal, darauf können wir uns alle einigen, oder?
Glaubt Ihr eigentlich ernsthaft daran, dass es eine AKW-freie Zukunft geben wird? Der Rest der Welt lacht sich doch gerade über Deutschland schlapp. Sowohl Frankreich als auch die USA haben erklärt, dass sie an der Kernenergie festhalten werden und das Muttis Moratorium nur politisch motiviert sei.
Und was nutzt es Deutschland, wenn es AKW frei ist, wenn direkt an unseren Grenzen die AKW der Nachbarländer stehen / gebaut werden! Ich sehe da eher düster in die Zukunft. Gut, in D können Rot-Grün jetzt Punkte machen, aber wirklich etwas ändern tun sie damit auch nicht...
Relaxometrie
17.03.2011, 19:09
Leider bin ich mir nicht sicher, ob die politisch Handelnden das "so kurz wie möglich" ernst meinen und man darf aufmerksam bleiben, ob nicht energiewirtschaftlicher Lobbyismus die ganze Sache verzögert
Ich vermute, daß das "so kurz wie möglich" nicht ernst gemeint ist, und daß die 4 großen Energiekonzerne weiterhin mit ihren Machenschaften durchkommen.
Wenn man zumindest den Eindruck bekommen könnte, daß alles Mögliche versucht würde, mit weniger AKWs zurechtzukommen, wär ja alles ok.
Aber wie dieses Beispiel zeigt:
http://www.youtube.com/watch?v=0kIusrBMhXU
werden guten Ideen Steine in den Weg gelegt.
Und jetzt bitte nicht unterstellen, daß ich meinen würde, daß ein Kabel, das von Norwegen nach Deutschland verlegt wird, der Weisheit letzter Schluß und die Lösung der Energieprobleme darstellt. Aber es könnte ein Baustein für die atomenergiefreie oder zumindest atomenergieärmere Zukunft sein.
airmaria
17.03.2011, 22:02
Glaubt Ihr eigentlich ernsthaft daran, dass es eine AKW-freie Zukunft geben wird?
auf jeden fall, allerdings ist diese zukunft noch etwas fern... aber spätestens, wenn unser planet den ganz gewissen gang des irdischen gehen wird und sich einem schwarzen loch dahingibt, wird es zumindest auf der erde ganz sicher keine kernkraftwerke mehr geben... allerdings haufenweise biologische und natürliche röntgen- und gammastrahlung. um dem ganzen mal eine dimension zu geben, welche zugegebenermassen allerdings auch recht schwer vorstellbar ist, aber dennoch:
solche schwarzen löcher bilden vermutlich sehr häufig die zentren von galaxien und ihre masse wird in sonnenmassenäquivalenten gemessen. dabei ergibt sich für sogenannte supermassereiche schwarze löcher schnell eine millionen- bis milliardenfache sonnenmasse, der kollege in der milchstrasse hat aktuell nur gut 4 millionen sonnenmassen zu bieten...
o.k., genügend weitblick, kümmern wir uns erstmal um die nähere zukunft, hier bemühe ich doch einfach noch mal meine alte, eigens dafür entwickelte, lebensweisheit:
Erst wenn der letzte Lufthauch im Meer der Windräder versinkt und auch der letzte Acker mit Sonnenkollektoren bestellt wird, werdet ihr feststellen, dass 15 Milliarden Menschen ohne Kernkraft und Genprodukte auf der Erde nicht überleben können!
auf der anderen seite bin ich überzeugt davon, dass in deutschland die kernenergie ein vergleichsweise schnelles ende finden wird. was die rotgrüne regierung in all den jahren nicht geschafft hat, wird angie jetzt richten: es werden die ersten kernkraftwerke einfach abgestellt, zack, bumm, aus...
da bleibt den gegnern mangels logischer argumente nur ungläubiges staunen und diffamieren, was dann sogar dahin gipfelt - und das möchte ich an dieser stelle einfach nochmal betonen - dass die vormals eigenen akuten forderungen urplötzlich angeklagt werden...
es wird jemand als unglaubwürdig dargestellt, der in punkto kernkraft immer ganz klar mit offenen karten gespielt hat und diese auch immer entsprechend propagiert hat - ganz im gegensatz zur ideologie einer ganzen antiatomkraft- und antiwaffen-partei, welche im machtrausch einfach über bord geworfen wurde... dieser stachel muss schon verdammt tief sitzen!
airmaria
Christoph_A
17.03.2011, 23:41
Ich glaube schon, daß es irgendwann eine atomkraftfreie Zukunft geben wird, aber ich denke, das werden wir wahrscheinlich nicht mehr erleben, sofern nicht jemand den Stein der Weisen unter den regenerierbaren Energien finden wird.
Und bis dahin denke ich, fahren wir mit unserem Energiemix immer noch besser als mit kruden nergiespar- und Umdenkstrategien einiger weltfremder Ideologen.
Relaxometrie
18.03.2011, 10:50
Erst wenn der letzte Lufthauch im Meer der Windräder versinkt und auch der letzte Acker mit Sonnenkollektoren bestellt wird, werdet ihr feststellen, dass 15 Milliarden Menschen ohne Kernkraft und Genprodukte auf der Erde nicht überleben können!
Beschäftigst Du Dich eigentlich auch mit den Theorien, die Du hier herausposaunst?
Nach den derzeitigen Bevölkerungsprognosen erreicht die Weltbevölkerung im Jahr 2050 eine Zahl von ca. 9-10 Milliarden (Quelle (http://www.bpb.de/wissen/I6T8RL,0,0,Bev%F6lkerungsentwicklung.html)).
Nach den Informationen, die ich jetzt gefunden habe, ist bei ca. 11 Milliarden Schluß.
Ob die 15 Milliarden irgendwann mal erreicht werden, ist also mehr als fraglich.
Trotzdem nett von Dir, daß Du Dich jetzt schonmal prophylaktisch um die in den nächsten 40 Jahren kommende 2-3 Millliarden Menschen kümmerst, und sogar an 4 Milliarden wahrscheinlich nie geborene Menschen denkst und deren Energie- und Lebensmittelversorgung planst.
Schonmal mit den aktuellen Machenschaften der Gentechnikfirmen befasst? Wie die mit dem Zwang zum jährlichen Neukauf von Saatgut die Kleinbauern platt machen, anstatt sie zu fördern?
airmaria
18.03.2011, 11:14
Trotzdem nett von Dir, daß Du Dich jetzt schonmal prophylaktisch um die in den nächsten 40 Jahren kommende 2-3 Millliarden Menschen kümmerst, und sogar an 4 Milliarden wahrscheinlich nie geborene Menschen denkst und deren Energie- und Lebensmittelversorgung planst.
man hat mir schon früh nachgesacht, dass ich meiner zeit voraus bin... :-)) :-)) :-))
airmaria
Relaxometrie
18.03.2011, 11:26
man hat mir schon früh nachgesacht, dass ich meiner zeit voraus bin... :-)) :-)) :-))
airmaria
Ok, ich habe auch keine Lust mehr, hier weiter zu diskutieren :-))
Hippietyp
19.03.2011, 17:11
Vorbildlicher Einsatz des Diskussionszerstörers "Gutmensch": Erkenne die moralische Überlegenheit deines Gegners und benutze sie gegen ihn.
Von euch kann der Mappus ja noch was lernen.
emergency doc
10.05.2011, 22:45
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,761796,00.html
Soviel zu den Mythen der Atom-Lobbyisten, die ständig vom "falschen deutschen Weg" der einzigartig in der Welt sei reden. Oder die Mär von den Japanern, die sich nicht um das Atomkraftwerk Sorgen machen, sondern nur um die anderen Tsunamifolgen.
:-wand
Kackbratze
11.05.2011, 07:53
http://heise-online.mobi/tp/blogs/2/149817
Soviel zu den sicheren deutschen AKW.
Das Ventil ist scheinbar immernoch nicht ausgetauscht worden...
Die Niere
11.05.2011, 11:12
Klar kann man Tepco nicht untergehen lassen, aber schlussendlich muss man sich fragen, ob der Betrieb (wenn schon durch Staatsgelder gestützt) nicht einfach verstaatlicht werden sollte.
lg, n
airmaria
15.06.2011, 13:17
auf der anderen seite bin ich überzeugt davon, dass in deutschland die kernenergie ein vergleichsweise schnelles ende finden wird. was die rotgrüne regierung in all den jahren nicht geschafft hat, wird angie jetzt richten: es werden die ersten kernkraftwerke einfach abgestellt, zack, bumm, aus...
da bleibt den gegnern mangels logischer argumente nur ungläubiges staunen und diffamieren, was dann sogar dahin gipfelt - und das möchte ich an dieser stelle einfach nochmal betonen - dass die vormals eigenen akuten forderungen urplötzlich angeklagt werden...
es wird jemand als unglaubwürdig dargestellt, der in punkto kernkraft immer ganz klar mit offenen karten gespielt hat und diese auch immer entsprechend propagiert hat - ganz im gegensatz zur ideologie einer ganzen antiatomkraft- und antiwaffen-partei, welche im machtrausch einfach über bord geworfen wurde... dieser stachel muss schon verdammt tief sitzen!
hier müssen wir nun mit etwas abstand mal eine kleine nachlese betreiben: allen unkenrufen zum trotz sind die entsprechenden kernkraftwerke per gesetzlicher regelung zur definitiven abschaltung festgeschrieben... womit allen zweiflern ob dieser tatsache die argumente ausgegangen sein dürften.
blöd nur, wenn entsprechende politiker in ämtern der falschen parteifarbe diese tatsache gebührend honorieren: kretschmann lobt merkel (http://www.welt.de/politik/deutschland/article13425410/Kretschmann-lobt-Merkel-fuer-den-Atomausstieg.html)
klar, da wird ganz schnell zurückgepfiffen, das ist wohl die sache mit dem stachel: grünen-spitze geht auf distanz (http://www.welt.de/politik/deutschland/article13430026/Gruenen-Spitze-geht-auf-Distanz-zu-Kretschmann.html)
herrlich, dieses parteipolitische kleinklein :-)) :-)) :-))
airmaria
blöd nur, wenn entsprechende politiker in ämtern der falschen parteifarbe diese tatsache gebührend honorieren: kretschmann lobt merkel (http://www.welt.de/politik/deutschland/article13425410/Kretschmann-lobt-Merkel-fuer-den-Atomausstieg.html)Muss er ja gut finden, denn - Achtung Ironie der Geschichte - ein sofortiger Atomausstieg wäre ein finanzieller Albtraum für Kretschmann geworden. Denn BW hat unter Mappus ja die EnBW (Besitzer von 4 abgeschriebenen AKWs, die ordentlich Gewinne abwerfen) jüngst wieder komplett gekauft - bezahlt wurde das ganze mit Krediten, die mit den Dividenden der EnBW bedient werden sollten.
Hätte man jetzt die AKWs alle abgeschaltet, dann wäre der Gewinn gesunken, folglich auch die Dividende gesunken und die Kredite hätten nicht mehr in der geplanten Höhe durch die Dividende bedient werden können - da hätte dann der Landeshaushalt einspringen müssen.
Mit der jetztigen Situation (nur Neckarwestheim I und Phillipsburg I abgeschaltet, die anderen erst nach Ende der aktuellen Legislaturperiode) kann Kretschmann gut leben und tut gut dran das zu loben, sonst käme ja noch einer auf die Idee, dass er als Besitzer der EnBW ja auch einfach so selber sofort und komplett aussteigen könnte...
Auch das wird sich der grüne Wähler wohl irgendwie anders vorgestellt haben, aber beim lieben Geld enden halt auch grüne Wahlversprechen... siehe S21.
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