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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die OTA-Ausbildung?



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Sticks
05.05.2012, 08:40
Hallo liebe OTAler!

Ich möchte, falls es dieses WiSe nicht mit dem Studium klappen sollte, auch eine Ausbildung als OTA aufnehmen.
Allerdings habe ich eine Frage bezüglich der Bewerbung: Hat man schwierigere Chancen angenommen zu werden, wenn man in der Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch angibt, dass man vorhat, nach der Ausbildung noch ein Medizinstudium zu machen?
Viele behaupten ja, dass man mit solchen Behauptungen vorsichtig sein muss, weil Ausbildungsstätten nicht nur Auszubildende haben wollen, die danach gleich wieder gehen.
In meinem Fall komme ich aber schlecht drumherum es dazuzuschreiben. Ich habe nämlich letztes Jahr mein Abi gemacht und noch keine Ausbildung begonnen, weil ich durch einen guten TMS (letztes Jahr Anmeldefrist verpasst) dieses WiSe noch Chancen habe. Und dieses Jahr habe ich nur mit Geld verdienen in verschiedenen Gelegenheitsjobs verbracht. Damit kann man mich dann in einem Vorsellungsgepräch nämlich blöd erwischen ...

Was meint ihr? :)

Ich würde es niemals angeben!!!
Ich wurde auch gefragt ob ich nicht lieber studieren möchte. Habe es aber verneint und bewusst damals gelogen. Es wird schwierig eine Stelle zu bekommen. Selbst nach der Ausbildung habe ich meine Absichten für mich behalten. Glaub mir, es ist wirklich besser. Ich hab jetzt sechs Jahre Klinikerfahrung rum und selbst ein Mitazubi hatte in der Prüfung Schwierigkeiten weil heraus kam, dass er bereits nebenbei Maschinenbau studiert.
Und was du das Jahr gemacht hast, ist doch vollkommen unabhängig von deinem Vorhaben Medizin zu studieren!!!!
Es gibt viele OTAs die vorher was ganz anderen gemacht haben! Vll warst du dir einfach noch nicht sicher.

Mein klarer Tip, behalte es für dich.

dr.moep
05.05.2012, 12:12
Ich würde es auch für Dich behalten.
Meine erste Frage im Bewerbungsgespräch war:
Warum studieren Sie nicht?
Lügen fällt mir generell schwer, weshalb ich es in solchen Fällen vorziehe, die Wahrheit etwas zu beugen. Ich habe also angegeben, dass ich es mir überlegt habe, ich aber
1. noch nicht weiß, was ich überhaupt studieren soll, (okay, dass war eine eindeutige Lüge)
2. während einer Ausbildung schon mal Geld verdienen kann und danach die Möglichkeit eines Studiums immer noch besteht (Welches Fach auch immer, habe versucht den Eindruck zu erwecken, als würde mich Pflegepädagogik bzw. Pflegewissenschaften interessieren :-kotz)

Wenn Sie konkret nach einem Medizinstudium gefragt hätten, hätte ich gesagt, dass mir das Studium zu lang geht und die Arbeitsbedingungen danach nicht der Hit sind und ich gerne lieber einen 8-Stunden-Job hätte... und und und...

Ab nächster Woche geht's in den Urologie-OP; bin mal gespannt, ein Azubi-Kollege konnte in seinem Einsatz dort bei ner Geschlechtsumwandlung mit am Tisch stehen:-))

@sticks: Studierst du jetzt dann schon? Willst du dann in die Fachrichtung Chirurgie gehen?

@zvesda: Und wie war der schriftliche Teil? In welchem Bundesland machst du nochmal die Ausbildung?

Sticks
05.05.2012, 12:32
Ja ich bin jetzt im zweitem Semester und möchte auf jeden Fall in die Traumachirurgie-Orthopädie Richtung. Wie schon irgendwo erwähnt hatte ich dort die Fachbereichsleitung in unserem Zentral OP und habe sicherlich gute Kenntnisse, und abgesehen davon finde ich die Arbeitsweisen und Techniken gut.

Ich habe damals in der Ausbildung auf die Frage des Studiums geantwortet, dass es mir eben auch zu lange ist und ich jetzt in die Wirtschaft einsteigen möchte, Geld verdienen will und selbstständig werden möchte.
Mittlerweile kenne ich sogar eine OTA Schule die keine Abiturienten mehr annimmt. Alle 5 Abiturienten aus meiner alten OTA Klasse arbeiten nicht mehr in dem Beruf, drei von ihnen Studieren Medizin.
Aber mal abgesehen davon habe ich auch sechs Jahre in dem Job gearbeitet, Geld sparen können, Erfahrungen gesammelt, Kontakte geknüpft, andere Schüler ausgebildet und sicher gut fürs Haus gearbeitet. Also für mich war's keine verschenkte Zeit.

Gerade lerne ich etwas Physiologie und wieder fällt mir auf, wieviel ich doch in der Ausbildung schon gelernt habe.
Noch eine kleine Geschichte. Vor zwei Jahren war ich in Göttingen auf einen AO-Kurs ( Arbeitsgemeinschaft für Ostheosynthese Fragen) begleitet von der Firma Synthes. Thema waren Grundprinzipien der Frakturbehandlung. Auch dort habe ich gemerkt, dass meine Schule in diesem Thema gut ausgebildet hatte. Die Veranstaltung war wohl auch mehr für Pflegepersonal gedacht, welches lange nicht mehr in der Trauma arbeitete.

Kiddo
05.05.2012, 14:41
Ich würde es auch nicht erzählen. Zumindest noch nicht im Vorstellungsgespräch.

Ich habe es verschwiegen und bin gut damit gefahren.

Ich war an der OTA-Schule in Ulm und die Qualität des Unterrichtes dort fand ich wirklich sehr gut. Ich denke, wenn ich gleich nach dem Examen hätte anfangen dürfen, hätte ich davon sicher profitieren können. So habe ich noch zwischen 2,5 und 3,5 Jahre des Wartens vor mir. Aber auch die werden rumgehen. Aus meinem Kurs wollten sechs Leute Medizin studieren. Reingekommen ist aufgrund der astronomischen Wartezeit noch keiner. Mal schauen, wie viele am Ende Medizin studieren werden.

lg, Kiddo

crazykid33
06.05.2012, 20:46
Ich würde es beim Vorstellungsgespräch auch für mich behalten.
Der Arbeitgeber ist ja daran interessiert Leute auszubilden, die zum einen in dem Beruf auch arbeiten werden und zum anderen auch bei dem Arbeitgeber arbeiten. In der Regel werden ja soviele eingestellt, wie auch gebraucht werden.

Ich mache auch die OTA Ausbildung in Ulm und bei uns sind es auch eine Hand voll Leute die Medizin studieren möchten.

Miniwini
14.05.2012, 16:03
Ich habe es gesagt wie es ist: Ich habe mich sowohl mit der Ausbildung als auch mit dem Studium beschäftigt. Und mir wurde sogar vorgeschlagen, als sozusagen Weiterbildung könnte man ja nach der Ausbildung Medizin studieren und Chirurgin werden :)

P.S.: Ich hab nen Platz am Uniklinikum Erlangen ;)

schmuggelmaeuschen
15.05.2012, 08:51
nen Studienplatz?

Miniwini
15.05.2012, 12:56
nen Studienplatz?

Ne Ausbildungsplatz :)

Kiddo
15.05.2012, 15:11
Wie gefällt dir die Ausbildung bisher?

Miniwini
16.05.2012, 08:29
Wie gefällt dir die Ausbildung bisher?

Fang erst am 1.Oktober an ;) Tut mir leid hab mich vielleicht etwas wage ausgedrückt... im Moment hab ich noch Abiprüfungen...

Kiddo
16.05.2012, 15:10
Ah okay ;). Ich dachte wegen der Semester - 7, dass du schon dabei wärst :). Kommst du aus Erlangen?

Miniwini
17.05.2012, 22:51
Ah okay ;). Ich dachte wegen der Semester - 7, dass du schon dabei wärst :). Kommst du aus Erlangen?

Nein, aus Dinkelsbühl, is ne Stunde weg von Erlangen :)

Kiddo
18.05.2012, 03:21
;), da kommt eine Freundin von mir her. Sie hat den OTA in Ulm gemacht.

Miniwini
11.07.2012, 12:16
Soso hier ist also nichts los? Kleiner Zwischenstand - ich hab keine Chance einen Studienplatz zu kriegen (außer evtl HAM-Nat oder dergleichen), aber ich möchte ja eigentlich sowieso vorher die Ausbildung machen :)

lis1
24.08.2012, 17:51
Hi Miniwini du fängst doch bald die OTA ausbildung in Erlangen an...weist du wie viele da ca genommen werden? möchte nämlich nächstes Jahr auch da anfangen =) ...für dieses Jahr war ich leider zu spät dran.

dr.moep
02.09.2012, 19:46
Hi Miniwini,

Macht nichts, die Ausbildung wird dir dann auch finanziell etwas bringen. Habe kürzlich erst einen OTA kennen gelernt, der jetzt dann mti dem Studium zum WiSe anfängt. Der arbeitet auf 400€ Basis EINEN 24h-Dienst im Monat - einfach nur geil ;) Ander Kellern am Wochenende und wir sind halt mal für nen Tag im OP...

Oleander
14.09.2012, 22:24
Wie kommt ihr mit dem Umgangston im OP klar? Der hat ja doch einen eher negativen Ruf.
Und wieviel verdient man später so als OTA?

crazykid33
15.09.2012, 12:05
Also ich kann da natürlich nur von meinen Erfahrungen berichten:
Der Ton im OP ist durchaus rauer und wenn man Pech hat und an Personal (Schwestern, wie Ärtze) gerät, mit denen man nicht kann, dann wird es teilweise schonmal ungemütlicher. Vorallem Ärzte können vergessen,dass man noch Schüler ist und erwarten dann zu viel von einem, was dazu führt, dass Sie dann schnell genervt sind, weil etwas nicht so funktioniert wie Sie wollen.
Man darf sich das Ganze dann nicht so zu Herzen nehmen. Durch ein Ohr rein, durch das Andere wieder raus.

Man lernt sehr schnell damit umzugehen. So meine Erfahrung.
Ich bin selbst noch im 1. Lehrjahr und komme jetzt dann ins 2.

Sticks
15.09.2012, 12:56
Wie kommt ihr mit dem Umgangston im OP klar? Der hat ja doch einen eher negativen Ruf.
Und wieviel verdient man später so als OTA?


Der Ton ist von Haus zu Haus unterschiedlich. Er kann rau sein, aber das wird eigentlich auch etwas überbewertet. Je kompetenter du bist, desto besser der Umgang, da auch Ärzte oft auf dich angewiesen sind!
In meinem Haus war der Ton Super, und es wurde sich privat getroffen, Geduzt, und auch mal darauf Rücksicht genommen das ich Nachts ohne Essen schlechte Laune habe.
Der Verdienst kann auch etwas schwanken und besonders die Bereitschaftsdienste werden sehr unterschiedlich vergütet. Bei uns gab es Geld ob wir kommen mussten oder nicht, so dass im Monat bis zu 1000€ hinzu kamen, zum Grundgehalt. Das Grundgehalt liegt bei einem Anfänger Vll bei 2200-2300€. Aber ich habe auch Häuser kennen gelernt die nur 1800€ vor Jahren geboten haben und Dienstevergütung nur nach Arbeitszeit, man am nächsten Tag gehen musste und Minusstunden gemacht hat.
Mittlerweile lassen sich in vielen Kliniken zusätzliche Urlaubstage und ein Begrüssungsgeld verhandeln.

Oleander
17.09.2012, 17:47
Danke für die Informationen. Ich werde mal sehen ob ich mich dafür bewerbe.