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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erste REA- Wie war sie bei euch ?



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Reanimator
27.02.2005, 10:12
Original geschrieben von Fettgrün
War am ersten Tag meines RS-Praktikums der 2. Einsatz. Also ich hatte da echt den totalen Tunnelblick. War ja als Praktikant mit draußen und da war ich primär am drücken und später mal Blutdruck messen oder so. Beim 2. mal wars schon besser. Da war der Tunnelblick nicht so schlimm. Durfte dann quasi auch ein bisschen mehr an die Front. Defi Pads aufkleben, schocken, und eben drücken. Joa und beim 3. mal war alles viel entspannter und man konnte nebenher auch mal noch ein bissle mit dem Notarzt reden und ihn fragen usw.
Ich glaub mit der Zeit kommt das alles

Gruß., Alex

Ja, sehe ich genauso. Bzw: Bei wem noch nie etwas schiefgegangen ist, der wird sehr leicht überheblich und somit unvorsichtig, d.h. eine oberflächliche Behandlungsweise schleicht sich ein...

RS-USER-DerDings
27.02.2005, 11:49
Original geschrieben von Fettgrün
War am ersten Tag meines RS-Praktikums der 2. Einsatz. Also ich hatte da echt den totalen Tunnelblick.

den hatte ich anfangs auch ganz ohne rea :D

RS-USER-sanitöter
27.02.2005, 13:09
Ich finde auch irgendwie das man danach irgendwie viewl ruhiger im einsatz ist ...
geht euch das auch so ?

Hennie
18.03.2005, 13:42
Original geschrieben von Hörbird
Hallo,

Ihr Rettungsasse habt das alles tausendmal geübt, aber wir in der Krankenpflege kriegen nur so einen scheiß EH-Kurs vermittelt. Wie das auf Station auf dem Bett, mit den ganzen Gerätschaften, den anderen Kollegen abläuft, nein das lernen wir nicht !

In der Theorie klingt alles so einfach, in der Praxis ist das was total anderes...

Vielleicht gibt es hier noch jemanden, dens so ging wie mir....

Hab letztens ein Praktikum in der Pflege gemacht und war irgendwie erstaunt, dass die leute da auch nur nen EH-Kurs gemacht habe, ist das nicht irgendwie so ne art lücke in der so oft gepredigten rettungskette, klar fällt da einiges von weg, wenn der patient bereits im KH ist, aber eigentlich sollten die Pfleger und Pflegerinnen dort doch acuh Reanimieren können....
als laie würde mir das doch auch komisch vorkommen, wenn man von jemandem weiß, dass er krankenpfleger ist und ihn ruft, weil er gerade in der nähe ist, bei einem Kreislaufstillstand und er kann es auch nicht viel besser als "laien".
ich finds irgendwie komisch, wenn ich falsch liege, sagt es ruhig....

rettungsküken
18.03.2005, 13:56
Ich hatte letztens auch meine erste Rea , nach meinen ersten 7 Toten. Und sie war absolut erflogreich. Die Pat. hat uns am nächsten Tag quieklebendig die Hand geschüttelt. :)

RS-USER-fruehgriller
18.03.2005, 17:36
Original geschrieben von rettungsküken
Ich hatte letztens auch meine erste Rea , nach meinen ersten 7 Toten. Und sie war absolut erflogreich. Die Pat. hat uns am nächsten Tag quieklebendig die Hand geschüttelt. :)

Das heißt, du kamst erst dazu als alles schon am Laufen war????
*duckundwechrenn* :D :D

MatthiasKlemens
18.03.2005, 17:39
Original geschrieben von fruehgriller
Das heißt, du kamst erst dazu als alles schon am Laufen war????
*duckundwechrenn* :D :D

oder schon vorbei war! :grins: :D

rettungsküken
18.03.2005, 17:53
Original geschrieben von fruehgriller
Das heißt, du kamst erst dazu als alles schon am Laufen war????
*duckundwechrenn* :D :D

ja richtig, die haben mich gesehen und dann ist den spontan die Lust am Leben vergangen! :-p

Wir haben den Wunsch natürlich respektiert und dementsprechend nie angefangen die Geräte zu zücken. :D

MatthiasKlemens
18.03.2005, 19:31
na, so schlimm biste ja nun auch wieder nich!

ähhh, kamm mal wer ne stütze für den deckenbalken bringen? :D

zicke2000
22.03.2005, 09:28
meine erste REA ist nu schon etwas länger her. War mal gerade ein halbes Jahr her, das ich auf die kardiologische Intensiv wechselte, das war 2001. Es kam ein 35jähriger Mann aus einem anderen KH. Unterwegs wurde der Patient das erste mal Rea-Pflichtig. Kam zu uns unter REA-Bedingungen, ging unter REA-Bedingungen zur Coro. Der blieb fast 3h unten, das er nicht wirklich stabil wurde. So, nu kam ich. Der Pat. wurde hoch gebracht, total instabil. Ich kam zufällig ans Bett, wollte die Infusion auswechseln und das Pat. fängt wieder an zu flimmern. Also Defi geschnappt, war sowieso noch angeschlossen, und drauf gehalten. Doc stand dabei. Nachdem der OA sich endlich dazu entscheiden konnte, das es alles kein Sinn hatte, waren nochmal 2h vergangen, wo er immer wieder reanimiert werden mußte. Er hatte keine Chance, der Herzinfarkt war zu gravierend. Das war sein erster und letzter HI.
Das war meine erste REA...

Reanimator
22.03.2005, 15:22
Original geschrieben von Mahlzeit
Meine erste Rea war während meines RS-Praktikums, letztes Jahr im Sommer (gerade an den Tagen, wo es so richtig heiß war).

Allerdings lag die gute Dame wohl schon länger da...
EKG gab ne Asystolie, Intubation ging nicht, Zugang (peripher) ging nicht... weder durch RA noch durch NÄ...

Ich war die ganze Zeit über der Glückliche, der drücken durfte... (Hätte nie gedacht, daß sich brechende Rippen SO fies anhören... :( )

Nach dem gescheiterten PVZ war die Notärztin aber wohl so demotiviert, daß sie die Rea abgebrochen hat ;)

Besonders lecker war übrigens, daß die gute Frau vorher wohl Dörrpflaumen gegessen hatte...

Brechende Rippen sind manchmal ganz normal, besonders bei alten Leuten - denk dir nix.
Wenn es öfter gekracht hat, sollte man allerdings den Druck etwas reduzieren :grins:
(Du reanimierst ja das Herz, nicht die Wirbelsäule)

RS-USER-MacUser
14.04.2005, 21:08
Meine erste "rea" war ein völlig unerwartetes Ereignis. Ich war damals 4 Monate im Zivildienst. Vorher kaum mit Medizin zu tun gehabt (Berufswunsch Tonmeister), aber Innere Notaufnahme / Funktionsdiagnostik in einem großen Haus war die einzig vernünftige Zivistelle. :-keule . Es war der 24.12.2002 also der Tag vor Weihnachten. In der Aufnahme war es extrem ruhig, und wir haben alle gedacht, daß an dem Tag eh nix stressiges mehr reinkommt. Um 12.30 Uhr (in der Mittagspause der meisten diensthabenden) kommt ein KTW reingefahren, die uns einen 32-jährigen etwas somnolent wirkenden ziemlich gelben Mann hereinbringen. Ist nicht schwer zu erraten, es war ein C2er allerdings nicht alkoholisiert. Dick aufgeschwollener Bauch, auf die Frage der diensthabenden Ärztin gibt er an die ganze letzte woche nicht mehr gegessen zu haben, getrunken schon (C2). Er hat sich einweisen lassen, um endlich mal eine Entziehung auf anraten seiner Lebensgefähtin machen zu lassen, und weil er ganz schlapp wäre und so fahrig und weil diese Bauchschmerzen nicht mehr aufhören würden. Naja, Ärztin macht das übliche Prozedere, ich mache alleine mit ihr die Aufnahme fertig. Kurz nachdem das Bett von Station bestellt ist, höre ich von der Trage ein komisches Gurgeln. Ich dreh mich um, und sehe, daß ihm da irgendwas hochkommt. Ich dreh ihn auf die Seite, Nierenschale in der Hand, und stelle dabei fest, daß ihm die Suppe zwar aus dem Mund läuft, er aber keine Anstalten macht zu atmen!!! Ich ruf die Ärztin, die gerade die Kurve am Schreibtisch macht, überlasse ihr das Ausräumen und springe auf den Gang Hilfe und Notfallwagen holen. Da ich mit dem Notfallwagen schneller da bin als die Helfer von draußen, schnappt sich die Ärztin Intubationsbesteck und Beutel. Ich betätige mich mit meinem rudimentären Zivi-Lehrgangswissen als Drücker, Puls hatte er nämlich inzwischen auch schon keinen mehr. Zum Glück waren 30 sec. später 2 Oberärzte und 2 alte Pflegerhasen im Raum die übernommen haben. Ich hab da nur noch angereicht und HES etc. fertiggemacht. Die dreißig Sekunden kamen mir wie 10 Minuten vor! Nach ca. 10 Minuten samt vollem Medicocktail (Zugang lag noch von der Aufnahme) etc. kommt gar nix und der OA bricht ab. Irgendwie kommt man sich in so einem Moment im Raum total überflüssig vor. Alle stehen untätig um einen Toten rum, mit dem man sich vor 10 minuten noch unterhalten hat. Das schlimmste war aber, daß die Freundin per Privatwagen dem KTW nachgefahren ist und ca. 5 Minuten nach Abbruch erst im KH ankam.
Mein Weihnachten war gelaufen. In den Weihnachtsferien hab ich mir dann tatsächlich Gedanken gemacht, und hab den Entschluß gefaßt nach dem Zivi Medizin zu studieren.
Im Laufe des Zivildienstes hatte ich noch 3 weitere erfolglose Reas, die aber vom psychologischen her einfacher zu bewältigen waren als die allererste.
Ich denke das schwierigste an solchen Maßnahmen ist nach Beendigung für sich selbst klar zu machen, daß man alles im Rahmen seiner Fähigkeiten mögliche getan hat. Wenn es nicht gereicht hat, hat man meistens von Anfang an keine echte Chance gehabt....
Wollte die Geschichte nur mal loswerden, ist wohl etwas lang geworden :-blush ....
Gruß,
Jo

10mg_Ketanest_i.v.
27.04.2005, 12:50
Meine erste REA hatte ich am 25. Oktober 2004. Zum Einsatzort nach Meldung "Regloser Notfallpatient". Sind nach 7 min eingetroffen bei einer 64jährigen Frau mit Kreislaufstillstand. Einzige Laienmaßnahme: Stabile Seitenlage. Bei Asystolie nicht sehr wirkungsvoll :D . Sind dann unter Reanimation ins KH gefahren. (Kommentar vom NA während des Transports:"Oh ja! Härter, tiefer! Ja, gibs mir du Sau!...") Haben dann die REA im KH nach insgesamt 48 min erfolglos beendet. Mir ists danach überraschend gut gegangen. Hätt mir das viel schlimmer vorgestellt...

RS-USER-sanitöter
27.04.2005, 13:17
Original geschrieben von 10mg_Ketanest_i.v.
Einzige Laienmaßnahme: Stabile Seitenlage.

Genauso wars bei mir auch.:(

Mahlzeit
27.04.2005, 16:59
Original geschrieben von sanitöter
Genauso wars bei mir auch.:(

Na immerhin... ich habe schon von Leuten gehört, die bei ner Bewusstlosigkeit die Person auf den Rücken gedreht und den Kopf leicht angehoben haben... :eek:

RS-USER-Hoffi
27.04.2005, 17:00
Original geschrieben von Mahlzeit
Na immerhin... ich habe schon von Leuten gehört, die bei ner Bewusstlosigkeit die Person auf den Rücken gedreht und den Kopf leicht angehoben haben... :eek:

ist doch logisch - so bleibt die kotze im magen :D

RS-USER-sanitöter
27.04.2005, 18:30
Original geschrieben von Hoffi
ist doch logisch - so bleibt die kotze im magen :D

oder in der Lunge.....

saddamski
27.04.2005, 18:41
Hauptsache Sie versaut die guten Klamotten nicht ;)

Tobias

RS-USER-SchwesterM
27.04.2005, 21:21
Auch bei uns in der Klinik gab es lediglich einen EH - Kurs beim letzten Samariter bei uns im Kreis und dann im Oberkurs eine theoretische Besprechung einiger möglicher Notfallsituationen.

Wer wollte, konnte an einem Rea - Training teilnehmen, das von den Anästhesiten geleitet wurde. Stand unter dem Motto "Back to Basics", also war ich so weit wie vorher auch.

Meine erste Rea hatte ich 5 Tage nach Beendigung meiner Ausbildung, privat, meine eigene Patentante.

39 Jahre, hatte wahrscheinlich einen Herzinfarkt, wurde von meiner Cousine mit blauem Gesicht über dem Badewannenrand ( direkt neben der Toilette) hängend aufgefunden um 18.12, nachdem sie um 17.30 nicht zu ihrer Verabredung erschienen war.

Den Ausgang könnt ihr euch wahrscheinlich denken: nach 45 min, wurde abgebrochen.

Ich stand die ganze Zeit dabei und hab das Szenario beleuchtet, weil die Wohnung so dunkel war...

Von Anfang an Nullinie ...

SamaTeddy
13.05.2005, 13:33
Die erste Rea ... ein paar Tage her. Das liegt aber daran, dass ich Ehrenamtlicher war (und dann auch nur im Bereich SanD und Breitenausbildung), und derzeit eher weniger aktiv bin.

Meine erste (und zum Glück bisher einzige) Rea war gleich eine Kinder-Rea - 11jähriger Junge im Freibad abgesoffen, zu spät aus dem Becken geholt, Bademeister beginnt eher insuffiziente Rea, ein "Zuschauer" wusste, dass ich im Bad bin und hat mich dazu geholt.
Auch wenn es etwas arrogant klingt, die Rea wurde dadurch erheblich suffizienter - zum Schluß waren dann 3 Ärzte (NEF, RTH und privat von gegenüber dem Bad), 4 RA (2xRTW, NEF, RTH), Feuerwehr und Polizei vor Ort ... "wiedergeholt" wurde der Bengel ohne Defi, alleine die Medikamente habens gerichtet. Dann per RTH in die Klinik - und heute ist er schwerst-pflegebedürftig.

Haben wir da ein Leben gerettet?? Ich weiß es nicht - beruhigend für mich war in der Situation nur, dass ich das mir an den Puppen antrainierte Porgramm im Ernstfall auch sauber "abgespult" habe.