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RS-USER-Claudi
28.09.2004, 17:28
Original geschrieben von Hörbird

Wieso ist das mit dem ersten Tropfen überholt ? Weil er sich eh vorher dieHände gewaschen hatte ?


da muß man zuerst mal hinterfragen, woher diese (uralt)-Weisung kommt, dass man den ersten Tropfen verwerfen soll. Da ich auch uralt bin, weiß ich es noch :-p
Der erste Tropfen Blut sollte mögliche Reste von Desinfektionsmittel (die den BZ Wert nach oben schaukeln können) wegspülen. Keine Desinfektion (bzw. staubgetrocknetes Mittel - nach 30 Sekunden abwarten) - keine Reste - nix zum Wegspülen für den ersten Tropfen. :D
so hat man uns jedenfalls weißgemacht.
Wenn das Thema mal wieder bei euch aufkommt, dann frag doch mal, warum der erste Tropfen weggewischt werden soll. Komischerweise kann man das in kaum einem Lehrbuch nachlesen. :-p

ja - so ist das in der kranken Pflegeausbildung. Verwirrung stiften. Sprecht doch mal eure Hygieneschwester an - warum wieso weshalb. Und was die sagt, ist normalerweise Gesetz! Nur bitte immer gut begründen lassen.

RS-USER-SchwesterM
29.09.2004, 11:58
Also ich kann mich Claudi nur anschließen:

im häuslichen Bereich ist eine Desinfektion vor Insulingabe nicht nötig, im KH dagegen schon, wegen der speziellen "Keimflora".

Habe das so neulich auf einer Diabetes - FoBi gelernt.

Desinfektion vor einem BZ - Sticks ist bei uns im Haus üblich, zum Glück braucht unser "Cutasept" nur 15 sec zum Einwirken.

In der Zeit kann man wunderbar Handschuh anziehen, Gerät richten, Lanzette auspacken ...

Der erste Tropfen muß dann aber verworfen werden, weil ja noch Desi - Mittel - Reste vorhanden sein können, die das Ergebnis verfälschen könnten.

Habe das so gelernt und zumindest beim Sticksen wird das so auch eingehalten, beim Spritzen, naja.

So long !

RS-USER-rettungshamster
29.09.2004, 13:53
Kenne auch das desinfizieren der Fingerbeere vor dem stixen, sowie das verwerfen des ersten Bluttropfens.

Aber Theorie und Praxis klaffen auch hier im stationären Bereich immer wieder auseinander.

SchwesterA
30.09.2004, 17:56
Zu der Frage mit dem Kanülenwechsel: Auf meiner Station (spezialisiert auf Diabetiker mit allem, was dazu gehört.... :rolleyes:) bzw. in meinem KH wird das so gehandhabt, dass die Nachtschwester bei ALLEN Pen, egal ob Langzeit- oder Misch- oder Altinsulin morgens die Kanülen wechselt, so dass einaml täglich neue drauf kommen. Zu Hause handhaben das die Leute meistens anders, z. B. nach Bedarf, wenn die Kanüle stumpf ist oder nach 10 Injektionen oder usw. Die Hygiene sagt aber, nach jeder Injektion, was grade auf ner Diabetesstation natürlich zu Unmengen Materialbedraf führt. Unsre Handhabung ist quasi so ne Art Kompromiss.
Ich hab ja vor nicht allzu lange Zeit am eigenen Leibe erfahren "dürfen" :rolleyes: , wie das so ist mit Diabetes, hatte nen Gestationsdiabetes und musste 1mal täglich Insulin spritzen und vor und nach jeder Mahlzeit den BZ kontrollieren (in der Schwangerschaft sind die da etwas strenger, auch was die Werte angeht, der Internist wollte mich am liebsten unter 60mg/dl haben, aber da ging´s mir nicht so soll....). Da ich zu der Zeit stationär war (und das bis zur Sectio auch blieb) hab ich mich selbverständlich an die KH-Regeln gehalten und desinfiziert. Üblicherweise macht man das zu Hause nicht ( Claudi hat´s ja schon erklärt). Aber: man muss echt warten bis das Zeug trocken ist, das brennt wie die Hölle!!!! Meine Kanülen hab ich 1 mal pro Woche gewechselt, weil ich ja nur eine Injektion am Tag hatte (hätten die Marie nicht shon 5 Wochen vor´m Termin geholt, wäre das auch mehr geworden) und die nadeln werden so schnell nicht stumpf. Als Pflegekraft sollte man beim Re-Kapping allerdings die kleine weisse Kappe weglassen, da kann man sich ratzfatz stechen - der grosse Deckel lässt sich meienr Meinung gut drauf machen.
So, genug gelabert, hoffe, ihr habt verstanden, was ich sagen wollte... ;)

RS-USER-rettungshamster
02.10.2004, 21:21
Kanülenwechsel bei Pen sollte "wenn man es streng und genau nimmt" ja nach jeder Injektion gewechselt werden.

Was das Recapping angeht, so gibt es ja mittlerweile ja auch Systeme, ähnlich wie bei dem Vaccutainer, für den Pen. Aber wer hat die schon bei sich auf der Station ?

Hörbird
02.10.2004, 23:08
Original geschrieben von rettungshamster
Kanülenwechsel bei Pen sollte "wenn man es streng und genau nimmt" ja nach jeder Injektion gewechselt werden.

Was das Recapping angeht, so gibt es ja mittlerweile ja auch Systeme, ähnlich wie bei dem Vaccutainer, für den Pen. Aber wer hat die schon bei sich auf der Station ?

Da habe ich wieder etwas anderes gehört....je nach Pen (Patienteneigen sollte er schon sein) kann man 2-5 mal damit spritzen. Bei uns im Haus herrscht die Devise spätestens jeden Tag ne neue Kanüle. Aber da gibt es sicherlich je nach haus andere Richtlinien.:rolleyes:

RS-USER-Claudi
03.10.2004, 08:08
zum Thema Kanülenwechsel beim Pen:
Es wird keine erhöhte Infektionsrate beschrieben, wenn die Nadel mehrfach benutzt wird (natürlich bei ein und demselben Patienten). Gewechselt wird, wenn die Nadel stumpf wird (also ca. nach 5 Tagen). Das gilt für selbstspritzende Diabetiker zu Hause. ;)

Aber im Krankenhaus....
hier wird empfohlen, die Pennadeln jeweils nur einmal zu verwenden. (So stehts auch im Beipackzettel). Jetzt ratet warum :D
Wenn es tatsächlich zu Infektionen oder anderen Komplikationen kommen sollte, erschwert es ansonsten den Beweis gegenüber dem Patienten, dass kein Behandlungsfehler vorliegt.

ja, ja warum warum..... :-p

RS-USER-rettungshamster
14.10.2004, 11:35
Original geschrieben von Claudi


Wenn es tatsächlich zu Infektionen oder anderen Komplikationen kommen sollte, erschwert es ansonsten den Beweis gegenüber dem Patienten, dass kein Behandlungsfehler vorliegt.



Und dann möchte die Industrie bestimmt auch noch den ein oder anderen Cent daran verdienen :-p

Guedeltubus
17.10.2004, 18:51
ich habe aventis [R] *g* geschrieben. Die meinten sie seien zwar nicht der kanülenhersteller können mir aber sinngemäß folgendes sagen:
Die Kanülen sind mit einem Gleitmittel überzogen, das nach einem Gebrauch aufgebraucht ist, daher sollte man sie nur einmal nehmen. Mehrmals macht nicht den riesen unterschied, aber ich denk mal nach 5-6x merkt der Pat. das schon. Ausserdem ist das auch ein Grund warum man vor dem Spritzen mal 2 IE abspritzen sollte, einfach um zu gucken ob die Kanüle durchgängig ist. Das wars.

Der Guedeltubus
P.S: Hab mich am Mi. mal wieder gestochen....tz....ham die sich in der RST wieder lustig gemacht und dann kam auch noch die Dr. vorbei bei der ich 5 Tage vorher Infektionskrankheiten und u.a. verfahrne bei nadelstichverletzungen hatte.........

RS-USER-Defi Brillator
17.10.2004, 19:33
Moment - du hast dich mit einer kontaminierten Nadel gestochen und das findet irgendwer lustig??? :confused: :confused:

Hörbird
17.10.2004, 19:39
Original geschrieben von Defi Brillator
Moment - du hast dich mit einer kontaminierten Nadel gestochen und das findet irgendwer lustig??? :confused: :confused:
Habs so verstanden: Meinte wohl eher, das er die Ärztin hatte, bei der vorher dieses Thema hatte....

Ist nun aber nicht wirklich lustig...HCV ist überall !

RS-USER-Defi Brillator
17.10.2004, 19:46
Original geschrieben von Guedeltubus
...tz....ham die sich in der RST wieder lustig gemacht
Hm, also für mich ist das eindeutig...

Hörbird
17.10.2004, 19:51
Original geschrieben von Defi Brillator
Hm, also für mich ist das eindeutig...

ja, für mich auch....

Schim
18.10.2004, 07:15
Mir hat mal eine Ärztin erzählt, sie hätte sich innerhalb eines Monats oder so drei Mal gestochen. Beim dritten Mal war's ihr dann so peinlich, dass sie es nicht mehr gemeldet hat... :(

Ist aber anscheinend gut ausgegangen. Trotzdem nicht nachvollziehbar.

Guedeltubus
18.10.2004, 20:35
naja ich war bis vor ca. 2 Monaten dort zur Ausbildung. Mir hat es dort sehr gut gefallen und wie ich hörte haben die mich auch sehr gemocht (hab auch ne 1 Bekommen :D) und dann kamen eben Sprüche wie "Du brauchst dich nicht extra zu stechen um uns zu besuchen, du kannst auch einfach mal so vorbeikommen." War ziemlich lustig haben viel gelacht und der Feierabend kam s o schnellen (hab von 13.30Uhr bis 14.30 dort gesessen obwohl ich gleich dran war.,....:D und auf station hab ich erzählt es wäre soviel losgewesen das ich nicht gleich drn kam......nee diese schüler von heute.....:P

Schwester Rabiata
18.11.2004, 07:34
Original geschrieben von Guedeltubus
ich würd sagen das was im hygieneplan steht zählt, ganz einfach. Seit wann ist inner Insulinspritze desi?Hab ich noch nie gehört.
Wir desinfizieren schön brav vor jeder injektion 2x.

Im Insulin ist soviel Konservierungsstoff, da passiert nix :-)
Komme aus ner Klinik, die Neu-DMler einstellt (Kinder).
In der Klinik wird zwar desinfiziert, zuhause nicht. Wir haben noch nie(!) Infektionen an Einstichstellen gesehen. mein Sohn hat selbst DM und auch er desinfiziert nie.
Vor den BZ werden die Hände nur gewaschen - weniger wegen Desinfektion, als um Verunreinigen zu entfernen, die den BZ verfälschen.


Original geschrieben von Guedeltubus
Aber mal ne andere Fräge zu den Insulinpens. lt. unserem Hygieneplan muss man für jede Injektion eine neue Kanüle aufsetzen. Nun ist ja aber in der Kanüle luft, die ja subcutan nix macht, wie sieht das dann aber mit der menge des injizierten insulins aus, ist die dann noch richtig? Da wird bei uns z.Zt. heftig im KH diskutiert. [/B]

Beim Injizieren mit dem Pen sollen vor JEDER Injektion 2 IE abgegeben werden um die Durchgängigkeit der Kanüle zu prüfen. Und somit ist die Kanüle auch nicht mehr leer....
Es kann vorkommen, dass
a) die Kanüle einen Produktionsfehler hat (schon ein paar Mal gesehen)
b) Insulin von der letzten Injektion eingetrocknet ist und den Durchfluss behindert. (vor allem bei Lantus)

Optimal wäre das Abziehen der Kanüle nach dem Spritzen und das Verwenden einer neuen Kanüle bei der nächsten Injektion.
Macht aber keiner zuhause.
Einmal täglich sollte man schon die Kanüle wechseln, die Lanzette im Softclix nach Bedarf (bei meinem junior alle 2-3 Wochen)

Im Krankenhaus streng nach Vorschrift - zuhause bedarfsgerecht!

RS-USER-Steinlaus
06.12.2004, 00:06
Ich habe auch eine Frage, und zwar haben wir beim Lagern gelernt, beim umlagern der Beine (Kinästhetik und so *g) das Knie zu beugen und das Bein dann in einer leichten Rotationsbewegung zu sich zu holen (Abduktion), ich habe nun beim Thema Kontrakturenprophylaxe gefragt ob es nicht Sinn macht auch da diese Beugung/Rotation zu nutzen (auf den Abbildungen wurde das Bein einfach angehoben und zusich gezogen), da es ein physiologischerer Bewegungsablauf ist. Bekam keine Antwort darauf.
Die Wirkung müßte doch immer noch die selbe sein, vom Sinn der Prophylaxe her... oder liege ich da falsch? Ich hatte irgendwie das Gefühl das unsere Dozentin zum einen verwundert und zum anderen irgendwie auch verärgert war darüber das ich nun eine Brücke zwischen der Kinästhetik beim Lagern und der Kontrakturenprophylaxe der Beine gebaut habe, was von einer anderen Dozentin unterrichtet wurde. Hm. Unsere Physiotherapeuten hab ich bisher nicht in die Finger bekommen, und auf Station konnte mir da auch keiner was zu sagen (Neuro) daher nun hier die Frage.

Rettershrek
06.12.2004, 06:50
Also da würd ich Dir schon recht geben!
Beim Durchbewegen der Extremitäten zur Kontrakturenprophylaxe ist es definitiv richtig und wichtig, dass man alle physiologischen Bewegungen des betr. Gelenks nutzt! Zumindest habe ich es a) noch so im Kopf und b) mach ich es so bei meinen Pat., wenn indiziert. Nur bei sedierten Patienten nicht zu weit bewegen, damit Du kein Gelenk luxierst! ;)
In diesem Sinne, ... viel Spaß bei der Prophylaxe und immer schön weiter fragen, ... damit die Pädagogiker immer schön daran erinnert werden, sich auf dem Laufenden zu halten!!! :D

Hörbird
06.12.2004, 14:38
Hi,

ich glaube schon, das dies richtig ist, wie Du es sagst, Steinlaus.

ITS-Schreck
03.01.2005, 22:31
:rolleyes: Bitte jetzt nicht lachen, aber wie leere ich richtig einen DK-Beutel? Wann muss man desinfizieren, bzw macht man das noch?

Das war neulich nämlich eine lang andauernde Diskussion auf der internistischen Station.