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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychischer Notfall #1



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RS-USER-Rippenspreizer
21.05.2005, 19:43
Original geschrieben von SANIwolf
und will das der männl. Kollege aus dem Wohnzimmer geht.
geht ihr das Risiko ein oder nicht?

Besser so als umgekehrt. Niemals einen männlichen Kollegen alleine bei so einer Patientin lassen!

Mäuschen
21.05.2005, 19:45
Hmm, ich würde scharfkantige Gegenstände aus dem Raum entfernen, Blumenvasen etc.
Der Kollege sollte dann immer in Reichweite bleiben ( direkt hinter der Tür), damit er schnell eingreifen kann.
Ist die Pat. eher ruhig oder hektisch?

saddamski
21.05.2005, 19:45
Wenn die Tür aufbleibt, würde ich einen Schritt aus dem Wohnzimmer gehen...mit dem versuch beide nicht aus dem Sichtfenster zu verlieren

SANIwolf
21.05.2005, 19:46
Original geschrieben von Mäuschen
NA nachalamieren

Dann würde ich auch daraufeingehen, wenn das Mädel nur der Kollegin die Wunde zeigen will, weil das ist doch schon mal ein Anfang und duch weiteres "talk- down" auch evt. weitere Maßnahmen möglich ( ohne Gewalt)

=> Kollegin lässt sich Wunden zeigen: zwei tiefe Schnittwunden innenseite Handgelenk.ausserdem sind viele frische, kleine wunden und narben an den armen zu sehen.
mutter bei kollegen erzählt ihm dass es der dritte versuch ist, schon zweimal eingewiesen worden, Medis hat sie selbst abgesetzt.

saddamski
21.05.2005, 19:47
Medis einpacken.

Fragen wann Sie die Medis abgesetzt hat und evtl. warum.

Versuchen die Wunde zu verarzten mit Druckverband.

SANIwolf
21.05.2005, 19:47
Original geschrieben von Mäuschen
Hmm, ich würde scharfkantige Gegenstände aus dem Raum entfernen, Blumenvasen etc.
Der Kollege sollte dann immer in Reichweite bleiben ( direkt hinter der Tür), damit er schnell eingreifen kann.
Ist die Pat. eher ruhig oder hektisch?
Tür offen, Gegenstände weg, Pat. wird ruhiger, und erzählt sie wolle nicht mehr auf dieser welt leben.
wird immer blasser.

Mäuschen
21.05.2005, 19:48
Ich als Kollegin würde das Mädchen nun ruhig versuchen daraufeinzustimmen doch mit ins KH zu kommen, damit man dort die Wunden versorgen kann.
Ist dieses so nicht möglich, dann würd ich den NA dazuholen um eine Zwangseinweisung zu machen

RS-USER-DocMezzoMix
21.05.2005, 19:48
Meine Kollegin bleibt niemals alleine bei einem PAtienten, hatte da zu oft bereits Probleme.
Wir sind ein Team, extrawünsche sind nicht.
Diplomatisch formuliert wird sie es verstehen, wenn nicht..pech, die 5min bis die Pol kommt und ihr das auf ihre Art erklärt warte ich dann.

RS-USER-Rippenspreizer
21.05.2005, 19:49
Gut, eine Transportindikation steht ja wohl außer Frage. Und lösen kann man das Problem hier und jetzt ohnehin nicht wirklich. Aufgabe des Rettungsdienstes ist eine stabilisierung der Situation und das Zuführen der Patienten in eine weitere Behandlung.
Kurzum: Die Patientin muss irgendwie kooperativ (gemacht) werden, entweder durch Gespräche oder durch Medikamente, schlimmstenfalls mit Zwang.
Interessant das weitere Vorgehen mit der Mutter die meiner Meinung nach auch sehr mit einer Einweisung/Behandlung liebäugelt. Hier muss auf jeden Fall ein NA nachgefordert werden.

saddamski
21.05.2005, 19:49
Ich hab den Faden verloren?

Der NA is doch bereits alamiert...inkl. POL.?!

Mäuschen
21.05.2005, 19:49
Wundversorgung, RR, Puls, EKG- Monitoring, Patientin hinlegen wenn sie es zulässt

SANIwolf
21.05.2005, 19:49
Original geschrieben von saddamski
Medis einpacken.

Fragen wann Sie die Medis abgesetzt hat und evtl. warum.

Versuchen die Wunde zu verarzten mit Druckverband.
Druckverband dran,
Was antwortert ihr Pat. auf ihre Aussage?

saddamski
21.05.2005, 19:51
Keine Ahnung?!
Du musst sagen was der Pat. antwortet :D

Mäuschen
21.05.2005, 19:51
Durch Aktives Zuhören versuche ich weiterhin Kontakt zur Pat. zu halten.
Wie gehts eigentlich der Mutter?
Lässt die Pat. jetzt zu, das der Diagnostische Block gemacht wird?

RS-USER-DocMezzoMix
21.05.2005, 19:51
Aussage ?

Sie will nicht mehr leben auf dieser Welt?
Das es für alles eine Lösung gibt, und wir jetzt dorthin fahren, wo sich Spezialisten mit ihrem Problemen und deren Lösung befassen. Dies ist die Kurzform natürlich.

SANIwolf
21.05.2005, 19:53
NA und Polizei kommt in 5 min.,
Pat. will sich nur Blutdruck messen lassen => 80/50
schreit sie will nicht mehr in die Klinik, sie will lieber sterben...
Mutter kippt um=> bewusstlos

Mäuschen
21.05.2005, 19:53
Ne, ich denke, man sollte der Pat. nicht sagen das es für alles eine Lösung gibt, etc. denn das ist Aufgabe von dem FAchpersonal, wo wir hinfahren werden.
Ich denke vor Ort ist Aktives Zuhören das A und O

Moonlay
21.05.2005, 19:53
*räusper*

was unser cheffe so postet, finde ich ganz sinnvoll....
aber dMM muss ich sagen, das unter anderem solch ein verhalten wie deines dazu führt das viele solcher patienten sich keine hilfe suchen bzw. speziell in solch einem fall keine hilfe haben wollen...


blöd ausgedrückt ich weiss aber weiss es irgendwie nicht wie formulieren...

allerdings soll das hier keine tadel/lob aktion werden sondern wie jedes fallbeispiel soll es helferisch wirken auf eure zukunft!


Danke nochmals sani, das du das für mich übernimmst..wie gesagt ich moderiere mit aber kann es einfach nich alleine...

saddamski
21.05.2005, 19:54
Achso...die Aussage.

Ja....ihr sagen dass Sie hilfe braucht und sie diese im krankenhaus und bei ärzten bekommt.

Am besten nicht das Wort Psychiatrie verwenden...das schreckt viele ab(auch wenn sie da wohl schon war).

Ansonsten halt immer versuchen die donts nicht zu verwenden wie "Es wird alles besser" Halb so wild etc.

Und mal wieder nach der Mutter schaun, wie es Ihr geht. Nicht dass die gleich in der Ecke liegt.

RS-USER-DocMezzoMix
21.05.2005, 19:55
Erklärst du mir, was du meinst Moonlay?