Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intraossär / F.A.S.T. 1
Beachbaer82
12.12.2007, 11:38
Hab da in der FoBi ein Video zu gesehen...
De Bohren da in der Tibia rum und der wache Patient macht keinen mucks...
Sah sehr spannend aus...
Aber ehrlich... Bei uns wird grad diskutiert ob aus KOSTENGRÜNDEN das "Ohrthermometer"vom Auto kommt oder net . Da wollen wir doch net dran denken mal mit Akkuschraubern durch die Gegend zu fahren :cool:
Gasmann1
12.12.2007, 12:05
Hab das EZio (Akkuschrauber) mal testen können, kein Vergleich zur bisherigen Jamshidi-Nadel und viel besser steuerbar als die BIG.
Punktion ähnlich schnell wie mit FAST.
Gm1
RS-USER-emergency doc
12.12.2007, 12:35
Dazu gibt es einen sehr interessanten Artikel im aktuellen "Notarzt" (lag grade in meinem Briefkasten)
Die B.I.G. schneidet offenbar am besten ab mit einer erfolgreichen Punktionsrate von 100% ohne beobachtete Komplikationen. Ausserdem war die Applikation auch bei Tragen von kompletter SChutzausrüstung (z.B. Chemieschutzanzug) gut möglich.
RS-USER-Küchenhexe
12.12.2007, 12:43
Unser Doc hat sich das EZio neulich angeschafft; sah spannend aus und die Infos dazu klangen ganz gut durchdacht. Jetzt warten wir gespannt auf den Tag, an dem er's das erste Mal anwendet!
@ emergency doc, was wird denn in dem Artikel zum F.A.S.T.1 gesagt?
RS-USER-emergency doc
12.12.2007, 13:22
F.A.S.T.-System
Das F.A.S.T.-System sieht die Punktion des Sternums vor, wodurch sich bei der CPR Probleme ergeben. Als anatomischer Anhaltspunkt dient das Jugulum. Nach Auflage einer Schablone auf das Sternum wird mit einer Einführhilfe der Markraum des Sternums punktiert und ein Katheter vorgeschoben. Die Einführhilfe wird entfernt, lediglich der Katheter verbleibt. Nachteilig können sich anatomische Varianten des Sternums auswirken, bei denen die versehentliche Punktion des Herzens oder großer Gefäße nicht auszuschließen ist. Eine Multizenteruntersuchung der ersten 50 Anwendungen dieses Systems kam zu einer Gesamterfolgsrate von 84% - erfahrene Anwender waren in 95% der Fälle erfolgreich. Die mittlere Punktionsdauer lag bei 77 Sekunden. Beschrieben wurden jedoch auch Schwierigkeiten der Insertion bei Patienten mit vermehrtem Subkutangewebe.
L. Aniset et al. "Der intraossäre Zugang - Eine wichtige Alternative im Notfall" Der Notarzt 2007;23:201-207
RS-USER-Katja
12.12.2007, 14:32
Original geschrieben von emergency doc
bei Patienten mit vermehrtem Subkutangewebe.
Auch eine schöne Umschreibung für "fette Qualle" :cool:
RS-USER-DoktorW
12.12.2007, 14:33
ähnlich dem "Ganzkörperlipom" :D
RS-USER-emergency doc
12.12.2007, 14:54
Tja... die schönste Beschreibung stammt aus einem OP-Bericht den ich mal las: "... wird der Patient so gelagert, daß er zu beiden Seiten gleichmässig überhängt."
Hab hier ein Foto, wg CPR und FAST1.
Den Kommentar von den Salzburger Notärzten,
CPR nicht möglich ?!, behalt ich lieber für mich.
Manche Verfasser von Artikel haben beschriebene Produkte
noch nicht real gesehen bzw ausprobiert ??
Noch ein Tipp, -> PHTLS 6th Edition, Military Version,
erhältlich bei Elsevier, reinschauen!
Wird nur ein IO-System darin empfohlen.
lg aus Wien
Walter
ps: @ Pr0st , hab dir Infos per Mail angeboten, kein Interesse !!
RS-USER-Katja
12.12.2007, 22:32
Das ist, wenn ich das mal so blande sagen darf, nicht die Mitte vom Sternum, wo da der Druckpunkt liegt. Das ist eine ganze Ecke weiter unten!!!
@katja
zu weit unten ???
Auszug aus den „Reanimationsempfehlungen“ - der Bundesärztekammer 2006
"..Aufsuchen des Druckpunktes durch den Hinweis, die Hände in der Mitte des Brustkorbs, d.h. auf die untere Hälfte des Brustbeines aufzusetzen.."
Am realen Bild ist der Druckpunkt zwischen den Brustwarzen des Patienten, in der gedachten Verbindungslinie!
Hier noch ergänzend dazu!
RS-USER-gnuff
13.12.2007, 13:49
moin, ich konnte die ez-io im September auf der agbn-Fobi testen. Die Jungs und Mädels vom BWK in Ulm haben das Ding seit einiger Zeit auf dem RTH und sind völlig begeistert. Von bisher 21 (glaube ich mich zu erinnern) waren 20 im ersten Versuch erfolgreich und bei einer im zweiten, also kein Versagen. Die Kernaussage des Vortrags war, dass von allen i.o.-Systemen die ez-io am "idiotensichersten" und am schnellsten sei. Ich persönlich denke, dass der grösste Vorteil des "Akkuschraubers" sein dürfte, dass hier die Hemmschwelle ihn zu benutzen am niedrigsten ist. Einen Akkuschrauber hat jeder schonmal in der Hand gehabt und wenn hier die Nadel nicht sitzt, dann zieht man sie wieder raus und macht es nochmal. Mit der B.I.G. geht das natürlich nicht. Darüberhinaus, soll es schon B.I.G.-Anwendungen gegeben haben, bei denen der Bediener das Ding falschrum gehalten hat und das Ding dann in der eigenen Hand steckte.
Nachteil ist natürlich der Preis, hier haben die herkömmlichen i.o.-Nadeln weit die Nase vorn. Und deren Erfolgsrate dürfte ja auch ziemlich hoch sein. Anbei noch ein Bild von der ez-io (nein, ich werde nicht von denen bezahlt ;) )
RS-USER-Katja
13.12.2007, 17:35
Original geschrieben von waw13
@katja
zu weit unten ???
Auszug aus den „Reanimationsempfehlungen“ - der Bundesärztekammer 2006
"..Aufsuchen des Druckpunktes durch den Hinweis, die Hände in der Mitte des Brustkorbs, d.h. auf die untere Hälfte des Brustbeines aufzusetzen.."
Am realen Bild ist der Druckpunkt zwischen den Brustwarzen des Patienten, in der gedachten Verbindungslinie!
Ich hab' das schonmal gemacht (und unterrichtet ;) ), ich weiß schon, wo man drückt...
Und wenn Du mal einen Blick auf das erste Bild wirfst, ist der Druckpunkt bei dem ideal schlanken Patienten ohne Hängebusen nicht wirklich zwischen den Brustwarzen, sondern eine ganze Ecke weiter Richtung Manubrium.
Mir wäre das, wenn ich nicht selbst mal gefühlt habe, wie lang der Brustkorb hier ist und nur so zur Tür reinkommen würde, zu tief. Da drückt man schon mehr Magen als Herz, was man ja eher nicht will.
Das mag jetzt an dem Winkel liegen, in dem das Bild aufgenommen ist, aber das ist genau das, was ich eben mit dem Device befürchte - daß man eher zu weit unten drückt, weil das Ding da eben sitzt.
Gnuff: Ich habe den Akkuschrauber nur auf einem Kongreß gesehen, aber ich fand ihn ziemlich gut (auch wenn ich sehr kritisch so nach dem Motto "Grooooßartig, noch ein neues Männerspielzeug" an das Ding rangegangen bin.
Ich hätte hier nur gern für einige Patienten aus Gewichtsgründen längere Nadeln... (haben gestern PDK mit LOR nach 14cm ab Haut für Geburtshilfe gelegt... medial L3/4... Seekühe an Land!)
@katja
Der Winkel täuscht etwas, hab das Originalbild, sieht man mehr!
Lt NA zeigte sein rechter Ringfinger Richtung Mamilla,
bzw war drauf!
Es funktioniert auch mit den Elektroden von Zoll, die mit der
Druckkontrolle!!, Platz genug und der richtige auch.
Mail mir mal, bei Interesse.
Bei der Gelegenheit, falls jemand die Chefs/LNA von
Cuxhaven, Stralsund, Neubrandenburg und Münster real sieht,
Grüße vom Walter aus Wien.
RS-USER-Pyro
13.12.2007, 18:01
Original geschrieben von gnuff
[...] Darüberhinaus, soll es schon B.I.G.-Anwendungen gegeben haben, bei denen der Bediener das Ding falschrum gehalten hat und das Ding dann in der eigenen Hand steckte.
[...]
Dafür muss man aber schon sehr ähm sein. Die beiden spitzen Dinger auf der falschen Seite des Abzugs sprechen doch eine recht deutliche Sprache.
Pyro
Ergänzung zu den Grüssen, gemeint sind,
KG Gerdts, N Matthes, A Zeuner, T Weber
Und falls jemand im Raum Hamburg mit S Hauschild arbeitet!
detto bitte Grüße aus Wien
RS-USER-gnuff
13.12.2007, 18:50
Original geschrieben von Katja
Gnuff: Ich habe den Akkuschrauber nur auf einem Kongreß gesehen, aber ich fand ihn ziemlich gut (auch wenn ich sehr kritisch so nach dem Motto "Grooooßartig, noch ein neues Männerspielzeug" an das Ding rangegangen bin.
ging mir genauso, allerdings habe ich natürlich nicht "Männerspielzeug" gedacht, sondern "neumodischer Schei$$". Aber der Onkel aus Ulm hat wirklich überzeugt. Die Aufsätze sind steril in einer Art Joghurtbecher verpackt. Man zieht den Deckel ab, klickt den Bohrer in die Nadel (wie bei einem Thermoscan-Fieberthermometer) und ist startklar... Abrutschen oder ähnliches ist quasi ausgeschlossen. Nadeln gibt es für Erwachsene und für Kinder und das Ganze geht an allen grösseren Knochen.
ez-io Video (http://www.youtube.com/watch?v=cerQm5hp-SE)
F.A.S.T. Video (http://www.youtube.com/watch?v=iEOLm2e6ovc)
Wie ich oben schon erwähnt habe, die Dinger funktionieren wahrscheinlich alle ganz gut, ich denke aber die Hemmschwelle ist beim Schrauber am niedrigsten und damit die Wahrscheinlichkeit, dass er auch wirklich eingesetzt wird am höchsten.
Original geschrieben von Katja
Ich hätte hier nur gern für einige Patienten aus Gewichtsgründen längere Nadeln... (haben gestern PDK mit LOR nach 14cm ab Haut für Geburtshilfe gelegt... medial L3/4... Seekühe an Land!)
Hossa, "The Abyss" :D
@gnuff
Danke für die Links, kannte ich noch nicht!
Hab im November in Innsbruck beim Bergrettungskongress den Ex-Chefarzt vom KSK getroffen, er erzählte das er im Herbst bei einem Training von LTC John Hagmann in den USA war.
Hat sich dabei auch das FAST1 reindrücken lassen, meinte, das platzieren ohne Narkose ging noch, aber das Infundieren mit Druck war sehr "heavy"
Hab´s gegen Ende 2004 das erste mal in der Hand gehabt,
war damals in Österreich noch Neuland!!
Mit den Guidelines 2005 AHA + ERC hat sich dann manches
geändert.
Kontaktier mal wero.de und schau´s dir mal real an,
probier es aus, ist für mich das simpelste System.
Denk mir, danach wirst du mir beipflichten!
lg
Walter
ps: Vergaß bei den Grüßen noch R Schmitt vom Hubi Ochsenfurt!
RS-USER-Katja
13.12.2007, 19:30
Original geschrieben von waw13
Mail mir mal, bei Interesse.
I will, aber just bin ich auf der Arbeit und Stippvisite nur :)
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