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Morbus X
24.03.2008, 15:24
Was haben wir davon wenn die OS boykottiert werden?
Nichts, ausser: verärgerte Chinesen. So kann es nicht gehen! Sanfter Druck ist IMHO immer noch viel besser. Chinesische Produkte meiden, chinesische Plagiate dem Zoll melden, bei Unterschriftenaktionen mitmachen kann viel besser die chin. Politik zum einlenken bewegen. Es ist nie gut seine Feinde zu verärgern. Besser: Umarme deinen Feind - dann kann er dich nicht schlagen.

:peace: :knuddel: :peace:

RS-USER-emergency doc
24.03.2008, 21:24
Original geschrieben von Morbus X
Umarme deinen Feind - dann kann er dich nicht schlagen.

:peace: :knuddel: :peace:

Du meinst Appeasement (http://de.wikipedia.org/wiki/Appeasement) ?:grins:

RS-USER-Brummel
24.03.2008, 22:09
genau, wollte ich auch grade fragen. sanftes umarmen ist gescheitert (vor dem letzten großen Krieg in Europa) ich denke daraus sollte man lernen.

Und was jucken mich verärgerte Chinesen? ich bekomme ihre billig Produkte nicht mehr? das trifft eher die Aktioniäre, mit den Dividenden, denn da sind die Gewinne. Sie kaufen kein Made in Germany? Schade, aber dann wirds wenigstens nicht kopiert; siehe Transrapid, Autos, Airbus, uvm. Sie beachten die Menschenrechte trotzdem nicht? Es kann meiner Meinung nach nur besser werden. Man hat schon mal jemandem alles durchgehen lassen.
Und die Sportler? Klar wäre das für die einzelne Karriere schade, aber der olympische Gedanke ist der des Friedens und der Freude. Dass die Show nach einem verbrecherischem Anschlag weitergehen muss ist mir klar (München '76). Aber dass die Show auch nach solchen Szenen stattfinden soll und wo doch die freie Berichterstattung in China zwingende Voraussetzung des IOC für die Vergabe war, entzieht sich meinem Verständnis. Ich für meinen Teil werde jedenfalls Olympia 08 im Fernsehen so weit wie möglich meiden und keinerlei Fanartikel o.ä. kaufen.

:-meinung

Meine ganz persönliche, freie und unzensierte Meinung!

Morbus X
25.03.2008, 10:01
Appeasement klingt irgendwie doof.
Bleiben wir bei der buddhistischen Art der einfachen Gewaltfreiheit.
Ich glaube nicht daß S.H. der Dalai Lama ein Appeasementpolitiker ist. :rolleyes:

RS-USER-Hoffi
25.03.2008, 10:12
Original geschrieben von Morbus X
Appeasement klingt irgendwie doof.
Bleiben wir bei der buddhistischen Art der einfachen Gewaltfreiheit.
Ich glaube nicht daß S.H. der Dalai Lama ein Appeasementpolitiker ist. :rolleyes:

1) liegen zwischen einem generellen und dann auch wirklich durchgezogenen Gewaltverzicht und einer "Umarmung" des Feindes Welten

2) Scheint der Gewaltverzicht zwar vom Lama gepredigt werden aber nicht mehr von allen Tibetern befolgt. Da hatte Ghandi seine Leute besser im Griff

3) Müsste man die Spiele dann auch wegen Chinas Verhalten im Sudan, Chinas Einstellung zu den Menschenrechten im Allgemeinen etc. boykottieren.

4) Einen Boykott chinesischer Waren zu fordern finde ich im Prinzip nicht schlecht, ist aber schwer durchführbar, dann würden die Gleichen, die über den Wegzug von Arbeitsplätzen jammern, nun darüber schimpfen wie teuer und unbezahlbar doch plötzlich alles geworden ist.

5) [Sarkasmus der übelsten Sorte] Wahrscheinlich regen sich eh nur alle auf, weil es gerade ein kleines niedliches Bergvolk trifft und im Sudan nur Afrikaner sterben.

RS-USER-Claudi
25.03.2008, 11:22
Original geschrieben von Hoffi

4) Einen Boykott chinesischer Waren zu fordern finde ich im Prinzip nicht schlecht, ist aber schwer durchführbar, dann würden die Gleichen, die über den Wegzug von Arbeitsplätzen jammern, nun darüber schimpfen wie teuer und unbezahlbar doch plötzlich alles geworden ist.


Versuche ich seit Jahren, wird aber immer schwieriger, weil viele Produkte (besonders Kleidung!) oft nicht mehr mit "made in China" ausgezeichnet werden sondern mit der hübschen Umschreibung "Hergestellt für..." :confused:

Heißt, man kann sehr oft nicht mehr nachvollziehen, welche zarten Finger für einen Hungerlohn das Shirt hier geklöppelt haben.
Man kann es sich nur denken.
Boykottieren tu ich wie gesagt so weit wie möglich schon diese Billig-billig-Produkte (nicht nur aus China - es gibt ne Menge Länder, die ihre Arbeiter/innen gnadenlos ausbeuten!)
Aber das hat eigentlich nichts mit dem Thema hier zu tun, denn ich halte weder von China noch vom tibetischen Buddhismus besonders viel.
Will sagen ich tu das nicht für Tibet. ;)

Morbus X
25.03.2008, 12:08
Original geschrieben von Hoffi

2) Scheint der Gewaltverzicht zwar vom Lama gepredigt werden aber nicht mehr von allen Tibetern befolgt. Da hatte Ghandi seine Leute besser im Griff


Das siehst du falsch, lieber Hoffi. Die Tibeter haben die gewalttätigen Mönche angesprochen, was sie denn da bitteschön machen, nur verstanden die komischerweise kein Tibetisch. Das waren verkleidete chinesische Soldaten.

Wer will kann hier unterschreiben (http://www.gfbv.org/chinakampagne/inhaltsDok.php?id=1285&stayInsideTree=1)
:peace:

Pr0st
25.03.2008, 13:09
Original geschrieben von Morbus X

Die Tibeter haben die gewalttätigen Mönche angesprochen, was sie denn da bitteschön machen, nur verstanden die komischerweise kein Tibetisch. Das waren verkleidete chinesische Soldaten.



Schöne Unterstellung, leider nicht belegt. Und selbst wenn sie seriös belegbar ist, trotzdem kein Beweis dafür, dass sämtliche gewalttätigen Mönche verkleidete chinesische Soldaten sind...
(Wie war das mit mindestens einem Schaf in Schottland, dass mindestens auf einr Seite schwarz ist... :grins: )

Was mich momentan viel mehr stört, ist die einseitige Berichterstattung, auch durch die angebliche deutsche Qualitätpresse. Da werden chinesische Polizisten, indische Soldaten und Nepalesen munter in einer großen bösen Suppe zusammengemischt und Bilder manipuliert; Deutschland bzw. sämtliche westlichen Medien machen sich durch solche Aktionen unseriös und verspielen ihre Glaubwürdigkeit.

Keiner behauptet, dass die chinesische Regierung keine Menschenrechte verletzt, Tibeter erschießt und verprügelt. Aber wenn ich mir diesen Bericht (http://globecyclers.de/html/de/reports/02_asia/12_china/laecherliche_medienberichte.html) durchlese, wundert es mich nicht, dass sich auch die chinesische Bevölkerung über die Berichterstattung beschwert.

RS-USER-Hoffi
25.03.2008, 13:53
Original geschrieben von Morbus X
Das siehst du falsch, lieber Hoffi. Die Tibeter haben die gewalttätigen Mönche angesprochen, was sie denn da bitteschön machen, nur verstanden die komischerweise kein Tibetisch. Das waren verkleidete chinesische Soldaten.

Wer will kann hier unterschreiben (http://www.gfbv.org/chinakampagne/inhaltsDok.php?id=1285&stayInsideTree=1)
:peace:

Ja klar, die Chinesen sind die Bösen! Immer! Ausschließlich! Und das kleine süsse Bergvolk die Opfer.

Ich stimme Pr0st da eher zu und wollte auch schon den gleichen Link posten. Ich denke die Gewalt ist auf beiden Seiten, nur hat China im Moment halt das "Problem" Olympia. Die Gewaltlosigkeit der Tibeter ist auch eher eine Farce, die der Welt ein schlechtes Gewissen einreden soll.

Ich meine wir könnten ja mal ein kleines Gedankenexperiment machen:

Wir nehmen mal eine beliebige Dorfgemeinschaft im, sagen wir mal Schwarzwald, diese Dorfgemeinschaft ist etwas komisch in sich geschlossen und lässt kaum Kontakt nach aussen zu. Soweit, so gut. Nun akzeptiert diese Gemeinschaft aber nicht die Regeln des Staates in dem sie Leben sondern haben einen Herrscher den sie Dudel Esel nennen. Der Dudel Esel wird auf Lebenszeit ernannt und im Kindesalter bestimmt. Der Dudel Esel wird als Gottheit angebetet und ist absoluter Herrscher (=Diktator). Die Dorfgemeinschaft erkennt nur den Dudel Esel an und keine andere Autorität. Ich denke dass es dann Schlagzeilen geben würde, die in etwa so lauten würden: "Sekte zieht Gottesstaat auf - Kinder dürfen nicht in die staatliche Schule" oder so ähnlich, wer das nicht glaubt, kann ja mal schauen, was zB die "zwölf Stämme" in Deutschland machen.

Und wenn wir jetzt den Schwarzwald durch Tibet ersetzen, dann haben wir eine Religionsgemeinschaft, die sich nicht an die Regeln des Staates halten will. Da dieser Staat es allerdings nicht mit den Menschenrechten so genau nimmt und gegen gewalttätige Demonstranten auch gerne mal das Militär einsetzt und leider auch in dieser Region dann die Pressefreiheit beschneidet, bilden sich halt sehr schnell zwei Fronten, von denen sicher jeder ein wenig Recht hat.

serial2k
25.03.2008, 14:18
Eine etwas differenziertere Betrachtung der Lage würde sicherlich gut tun. Zum Thema Berichterstattung der Medien hier ebenfalls noch ein lesenswerter Artikel der in die selbe Richtung geht, wie der von Pr0st gepostete Link:

Ein Nepal für ein Tiber vormachen (Stefan Niggemeier) (http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-nepal-fuer-ein-tibet-vormachen/)

Rettungsriese
26.03.2008, 01:07
Hallo...

Ich persönich bin auch für einen Boykott... In Moskau hat es 1980 auch funktionert die Spiele unter dem Banner der Nichtbeachtung von Menschenrechten größtenteils zu boykottieren... Natürlich ist es sch**** für die Sportler... Aber ich als Sportler würde lieber nie wieder einen Wettkampf bestreiten als mich auf solche Propaganda-Spiele einzulassen... Und sicherlich würde es nicht sofort Besserung in das "Reich der Mitte" bringen... andererseits -> wenn man den Chinesen eine solch offensichtliche Mißachtung der Menschenrechte durchgehen lässt und die Spiele "ganz normal" stattfinden kommt der Gedanke auf das die Welt gutheißt was China da Macht...



[...]
2) Scheint der Gewaltverzicht zwar vom Lama gepredigt werden aber nicht mehr von allen Tibetern befolgt. Da hatte Ghandi seine Leute besser im Griff

3) Müsste man die Spiele dann auch wegen Chinas Verhalten im Sudan, Chinas Einstellung zu den Menschenrechten im Allgemeinen etc. boykottieren.

4) Einen Boykott chinesischer Waren zu fordern finde ich im Prinzip nicht schlecht, ist aber schwer durchführbar, dann würden die Gleichen, die über den Wegzug von Arbeitsplätzen jammern, nun darüber schimpfen wie teuer und unbezahlbar doch plötzlich alles geworden ist.

5) [Sarkasmus der übelsten Sorte] Wahrscheinlich regen sich eh nur alle auf, weil es gerade ein kleines niedliches Bergvolk trifft und im Sudan nur Afrikaner sterben.

Also Hoffi:
zu 2.) Ghandi durfte auch in seinem eigenen Land bleiben und musste nicht fliehen
zu 3.) Genau... Nicht nur ein Volk das von den Chinesen unterdrückt und gefoltert wird... ein weiterer Grund zum Boykott...
zu 4.) Ich persönlich gebe gerne die 5 Euro mehr für ein T-Shirt aus das unter "fairen Bedingungen" hergestellt wurde... Und ich bin auch kein "Groß-Verdiener"...
zu 5.) Im Sudan liegt allerdings eine andere Problematik zugrunde... Die Sudanesen werden nicht seit 50 Jahren von einer "Weltmacht" unterdrückt und gefoltert... Natürlich ist es schlimm was in Afrika passiert... Allerdings würde ich die Olympischen Spiele lieber im korrupten Südafrika sehen als im Kommunistischen China...

desweiteren:

Und wenn wir jetzt den Schwarzwald durch Tibet ersetzen, dann haben wir eine Religionsgemeinschaft, die sich nicht an die Regeln des Staates halten will.
An die Regeln eines Staates der Tibet vor über 50 Jahren überrannt hat und immernoch besetzt hält (gegen den Willen der dortigen Bevölkerung)...

:-meinung :-meinung :-meinung :-meinung

MfG

Rettungsriese

RS-USER-Hoffi
26.03.2008, 07:45
Original geschrieben von Rettungsriese
Hallo...

Ich persönich bin auch für einen Boykott... In Moskau hat es 1980 auch funktionert die Spiele unter dem Banner der Nichtbeachtung von Menschenrechten größtenteils zu boykottieren... Natürlich ist es sch**** für die Sportler... Aber ich als Sportler würde lieber nie wieder einen Wettkampf bestreiten als mich auf solche Propaganda-Spiele einzulassen... Und sicherlich würde es nicht sofort Besserung in das "Reich der Mitte" bringen... andererseits -> wenn man den Chinesen eine solch offensichtliche Mißachtung der Menschenrechte durchgehen lässt und die Spiele "ganz normal" stattfinden kommt der Gedanke auf das die Welt gutheißt was China da Macht...


Der Moskauboykott ein Erfolg? Ja die Russen sind sofort aus Afghanistan zurückgekehrt. Der Boykott war einfach nur politisch motiviert und von den USA durchgesetzt, gebracht hat er nichts, ausser eines weiteren Höhepunktes des Kalten Krieges.



Also Hoffi:
zu 2.) Ghandi durfte auch in seinem eigenen Land bleiben und musste nicht fliehen


Ghandi war auch bereit ins Gefängnis zu gehen und sich mit den Besatzern auseinanderzusetzen. Der Lama ist einfach geflohen und hat "sein" Volk im Stich gelassen.



zu 3.) Genau... Nicht nur ein Volk das von den Chinesen unterdrückt und gefoltert wird... ein weiterer Grund zum Boykott...


Ja aber komischerweise wird darüber nicht gesprochen, nur über Tibet. Es wird auch nicht überlegt aufgrund der Todesstrafe zu boykottieren, nur wegen Tibet. Die Liste liesse sie beliebig fortsetzen.

Also was soll ein Boykott bringen, dass das chinesische Staatsfernsehen heulen kann, wie böse doch alle anderen sind und wie viel Macht der böse Lama hat? Wie wäre es, wenn stattdessen die Sportler sich Botschften für Menschenrechte auf die Haut malen, oder in jeder Landesflagge eine kleine Tibet/Sudan/whateverFlagge eingenäht wird? Wenn jeder Sportler in Interviews sich für Menschenrechte ausspricht. Dann wird es für das Staatsfernsehen schwer immer auszublenden, gerade bei Liveübertragungen.



zu 4.) Ich persönlich gebe gerne die 5 Euro mehr für ein T-Shirt aus das unter "fairen Bedingungen" hergestellt wurde... Und ich bin auch kein "Groß-Verdiener"...


5 Euro für ein T-Shirt, 200 Euro mehr für ein Handy, kein billiges Plastikspielzeug, du kannst es fast gar nicht mehr richtig durchziehen. Spätestens bei Computern wird es so gut wie unmöglich, aber versuchen kann man es.



zu 5.) Im Sudan liegt allerdings eine andere Problematik zugrunde... Die Sudanesen werden nicht seit 50 Jahren von einer "Weltmacht" unterdrückt und gefoltert... Natürlich ist es schlimm was in Afrika passiert... Allerdings würde ich die Olympischen Spiele lieber im korrupten Südafrika sehen als im Kommunistischen China...


China ist noch immer keine Weltmacht, sondern ein Entwicklungsland. In einem Entwicklungsland gibt es sehr häufig Demokratie und Menschenrechtsprobleme. Wenn man ein Großereignis dorthin vergibt, dann hofft man, dass es positive Effekte gibt. Beim ersten Anzeichen von Problemen dann den Schwanz einzuziehen und nicht hinzugehen.



desweiteren:

An die Regeln eines Staates der Tibet vor über 50 Jahren überrannt hat und immernoch besetzt hält (gegen den Willen der dortigen Bevölkerung)...


Tibet war vorher eine Glaubensdiktatur und nun herrscht dort eine arteistische Diktatur, die sich immerhin einen demokratischen Anstrich gibt, auch wenn dieser eine Farce ist.

Etwas anderes wäre es meiner Meinung nach gewesen, wenn Tibet vorher eine demokratische Republik gewesen wäre, das war es aber nicht. China hat dort in der Entwicklungspolitig erstaunliches geleistet, Infrastruktur ausgebaut, Schulen und Krankenhäuser gebaut, etc. Nur gibt es in China eben offiziell keine Minderheiten, insofern auch keinen Minderheitenschutz, jeder Mensch ist dort gleich, auch Religionen werden im Kommunismus nicht gerne gesehen, einen Ansatz, den ich persönlich sehr löblich finde. Doch können weniger fortschrittliche Leute nichts mit einer Religionsfreiheit anfangen, sie brauchen irgendwelchen Aberglauben zum überleben.

RS-USER-emergency doc
26.03.2008, 10:58
Original geschrieben von Hoffi
Der Lama ist einfach geflohen und hat "sein" Volk im Stich gelassen.

Ich bin sicherlich kein Schwarzmaler, wenn ich sage: Wäre der dalai lama nicht geflohen, dann wäre er einfach hingerichtet worden und schon lange vergessen.



Doch können weniger fortschrittliche Leute nichts mit einer Religionsfreiheit anfangen, sie brauchen irgendwelchen Aberglauben zum überleben.

Naja, Religionsfreiheit ist ja eben gerade die Freiheit des einzelnen, an jeden Mist zu glauben, den er will. Wenn in Deutschland jemand glauben will, die Klimaerwärmung liegt an einem Rückgang von Piratenaktivität, darf er das. Ebenso darf er glauben, daß ein jüdischer Zimmermannssohn der Heilsbringer und Sohn einer Gottheit ist, die ihn ohne Sex gezeugt hat.

Morbus X
26.03.2008, 11:52
Original geschrieben von Hoffi
Doch können weniger fortschrittliche Leute nichts mit einer Religionsfreiheit anfangen, sie brauchen irgendwelchen Aberglauben zum überleben.

Ich finde es zum :-kotz wie du über eine Weltreligion sprichst. Immerhin eine der ältesten, nur der Hinduismus ist noch älter. Darüber von "Aberglauben" zu reden zeugt nur von deiner Inkompetenz.
Du magst Atheist sein soviel du willst, aber lass andere Leute ebenfalls tun was sie wollen!

Morbus X
26.03.2008, 12:00
Boykott der Eröffnungsfeier. (http://www.gfbv.org/chinakampagne/inhaltsDok.php?id=1285&stayInsideTree=1)

Wer will ist immer noch eingeladen, die Aktion Schneelöwe zu unterstützen!!!
Addi (unter "Linkliste") auf meiner Homepage.

:peace:

RS-USER-pille
26.03.2008, 12:09
Original geschrieben von Hoffi
200 Euro mehr für ein Handy, .

aus Rumänien mit Bochumer Genen.........?

:D SCNR .......... :D


Boykott, das zum Thema, bringt es nicht: Es trifft die Falschen: Sportler.
Monate, gar jahrelange, Vorbereitung für die Katz, dazu die unweigerlich tickende biologische Uhr, die eine Wiederholung frühestens in 4 Jahren zuläßt...und da ist man/frau evtl. zu alt.

Viel konsequenter wäre in Zukunft eine Auswahl der Austragungsorte nach Menschrechtskriterien.
Daß sich die Spiele selber zu gigantischen PR Veranstaltungen für alles Mögliche gewandelt haben ist mittlererweile ortsunabhängig zu beobachten.

Besser wäre ein Zuschauerboykott, auch am TV.
Mit einer flexiblen, also auch auf Einschaltquote basierenden, Rechtevergütung würde man mehr bewirken.

Es gibt immer eine Sprache, die überall gleich gut verstanden wird:
GELD

Grundsätzlich hat es China, unabhängig von Tibet, aufgrund des jahrzehntelangen "Maximaldopings" seiner Sportler ohnehin nicht verdient, dafür durch die Ausrichtung gewissermaßen nachträglich "begnadigt" zu werden.

Die haben sich ja mehrfach "therapieresistent" gezeigt und fielen durch wiederholten "Massenanfall" an ertappten Doping-Sündern auf...
:D


Allerding denke ich auch, daß es bestimmten Gruppierungen in Tibet durchaus bewußt ist, daß sich bei anhaltender Unruhe dort, der Welt-Gedanke Richtung Boykott sich zunehmend manifestieren könnte.
Ich unterstelle denen da auch ein gewisses zielgerichtetes Kalkül.
So fern von der Welt und nur hinter Räucherstäbchen hockend sind die längst nicht mehr.
Auch die wissen, wie man ja nachlesen konnte, die Dinge vorteilhaft in Szene zu setzen.

RS-USER-Hoffi
26.03.2008, 12:18
Original geschrieben von Morbus X
Ich finde es zum :-kotz wie du über eine Weltreligion sprichst. Immerhin eine der ältesten, nur der Hinduismus ist noch älter. Darüber von "Aberglauben" zu reden zeugt nur von deiner Inkompetenz.
Du magst Atheist sein soviel du willst, aber lass andere Leute ebenfalls tun was sie wollen!

Lass ich ja auch. Aber religiös motivierte Diktaturen sind für mich fast noch schlimmer als andere und der Lama ist nun mal ein religiöser Diktator gewesen und wäre es auch gerne immer noch. Es darf meinetwegen jeder an das Glauben, an was er will, nur sollten keine Staaten auf irgendwelchen Religionen aufgebaut werden, sowas gibt nur Stress.

EDIT: Weltreligion hin oder her: Auch der Islam ist eine Weltreligion, deshalb mag ich Kopftuchträgerinnen im öffentlichen Leben trotzdem nicht, auch das Kreuz, als christliches Symbol, hat mMn nichts im öffentlichen Leben verloren.

Morbus X
26.03.2008, 12:52
Der Dalai Lama war noch nie ein "Diktator"!!!


AFP - vor 1 Stunde 4 Minuten

Peking (AFP) - China hat den Druck auf den Dalai Lama und ausländische Regierungsvertreter erhöht, die das geistliche Oberhaupt der Tibeter in naher Zukunft empfangen könnten. Angesichts einer für August geplanten Frankreich-Reise des Friedensnobelpreisträgers warnte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking, dass die chinesische Regierung strikt gegen Reisen des Dalai Lama zur Verbreitung "seines Separatismus von China" sei. Peking sei gegen jegliche offiziellen Auslandsreisen des Dalai Lama. Unterdessen brachte die chinesische Regierung eine erste Gruppe handverlesener Journalisten zu einer organisierten Pressereise nach Tibet.

Ein Sprecher des Dalai Lama hatte am Dienstag für August eine Frankreich-Reise des geistlichen Oberhaupts der Tibeter angekündigt. Am 8. August beginnen die Olympischen Spiele in Peking. In Paris sind Treffen mit französischen Regierungsvertretern geplant, möglicherweise auch mit Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Außenminister Bernard Kouchner regte indes in der Zeitung "Le Parisien" ein Treffen Sarkozys mit dem Dalai an.

Ähnliche Warnungen hatte Peking bereits angesichts eines für Mai geplanten Treffens des Dalai Lama mit dem britischen Premierminister Gordon Brown ausgesprochen. Ein Besuch der US-Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi beim Dalai Lama in Indien vor wenigen Tagen hatte Peking zu scharfer Kritik veranlasst. Auch ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende September im Kanzleramt sorgte für erhebliche Verstimmung mit China. Beim nächsten Deutschland-Besuch des Dalai Lama im Mai ist aus Termingründen keine solche Begegnung geplant.

Den rund ein Dutzend in Peking ansässigen ausländischen Korrespondenten sollten Interviews mit "Opfern krimineller Gewaltakte" ermöglicht werden, wie die Behörden mitteilten. Außerdem sollten sie in Brand gesteckte und geplünderte Geschäfte zu Gesicht bekommen.

Der Vorsitzende der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe, Johannes Pflug (SPD), lenkte derweil in der Debatte über einen möglichen Boykott der Olympischen Spiele das Augenmerk auf Wirtschaftssanktionen. "Man muss darüber reden, welche Güter man nach China liefert und wie die Wirtschaftsbeziehungen sind", sagte Pflug der "Neuen Osnabrücker Zeitung". So könne zum Beispiel die Lieferung von Gütern der Hochtechnologie und des Energiesektors ausgesetzt werden. Von einem Olympia-Boykott riet Pflug ab. Dies würde nur dazu führen, dass "der Einfluss der daran beteiligten Staaten auf die chinesische Politik anschließend gegen Null geht".

RS-USER-Hoffi
26.03.2008, 13:08
Original geschrieben von Morbus X
Der Dalai Lama war noch nie ein "Diktator"!!!

Was war er dann? Vom Volk gewählt mit Sicherheit nicht.

RS-USER-Elektro-Dengel
26.03.2008, 15:55
Original geschrieben von emergency doc
Wenn in Deutschland jemand glauben will, die Klimaerwärmung liegt an einem Rückgang von Piratenaktivität, darf er das.

Gesegnet seist du durch seine Nudeligkeit!
Ramen!