Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schweinegrippenimpfung



Seiten : 1 2 3 [4] 5

RS-USER-emergency doc
06.11.2009, 20:10
So, bin jetzt auch geimpft... Habs auch simultan gemacht, Schweinchen links und Grippchen rechts...:jump:
Bis auf ein bisserl lokale Schmerzen in den Delta-Muskeln gehts mir aber super...

RS-USER-Sahra
10.11.2009, 21:24
So , ich bin jetzt auch gegen das Schweinchen geimpft.
Bisher ist alle gut, ich hoffe das es so bleibt.
Wollte auch gleich Grippe, aber da waren die Meinungen ehr geteilt.
Also machen wir das nächste Woche.

RS-USER-Kadarka
11.11.2009, 06:19
ist zwar mit Sicherheit nicht mein Lieblingsformat aber gestern hatte die einen Beitrag zum Schnitzelschnupfen.

Ich bleibe mal bei meinen Vorbehalten auch wenn die Impflinge hier es gut vertragen.
Die Schweiz hat eine Impfung Schwangerer zurückgepfiffen. In den skandinavischen Ländern gab es gar letale Verläufe bei einer nicht verivizierbaren Anzahl der Impfungen.

Was definitiv fehlt sind DATEN die belastbar sind.

Und wenn ich höre, dass die Zulassungsentscheidung des PEI auf einer Probandenstärke von N= 62 bestand habe ich Bauchschmerzen.
In einem anderen Forum geht seit Jahren der Begriff der "politischen Pharmakologie". Da geht die Diskussion zwar inhaltlic in eine andere Richtung aber der Begriff hat etwas Charme.

LG
Kad

RS-USER-Brummel
11.11.2009, 08:24
Also ich bin seit Samstag geimpft, einige Bekannte/Verwandte sind zwischen Donnerstag und Samstag geimpft worden.
Ich hatte mit einem "empfindlichen" Arm die geringsten Wirkungen, mein Bruder uns seine Freundin waren am Tag danach total Platt. War wie ein Tag echte Grippe für die beiden. Der Rest hat es mit mehr oder weniger starken Armschmerzen überstanden.

Zu den Toten im zusammenhang mit der Impfung, davon habe ich auch gelesen. Allerdings scheint hier keiner beachtet zu haben, dass im Zeitraum x nach der Impfung in jeder Bevölkerungsgruppe die Zahl y Menschen an unerklärlichen Gründen verstirbt. Egal ob geimpft oder nicht. Niemand wies hierbei eine Signifikante steigerung der Todesrate nach - ebenso konnte meines wissens nach kein direkter Zusammenhang durch eine Obduktion bestätigt werden.

Im Gegenteil dazu treten doch inzwischen auch in Deutschland vermehrt Fälle augenscheinlich Gesunder Menschen auf, die nach / während einer Schweinegrippe aus dem Leben scheiden.

Rettungshasi
11.11.2009, 15:46
Das ist nur eine Einzelfallschilderung, sollte meines Erachtens dennoch in die Runde eingebracht werden:
Ein Kollege (1,90 groß, 30 Jahre alt, keine Vorerkrankungen, Medis oder Allergien, 110 kg durchs Bodybuilding) hat am Freitag seine Schweinegrippenimpfung bekommen und hatte drei Tage lang eine Sensibilitätsstörung in der gesamten linken Körperhälfte, 39,8° C Fieber, Schnupfen, Husten, Heiserkeit.
Hätte er gewusst, was auch ihn zukommt, hätte er es vielleicht sein gelassen.

burning horse
11.11.2009, 16:34
Hmm, ich hab mich bisher hier so ziemlich rausgehalten, da mir vor allem das fachliche Hintergrundwissen (und die Zeit es mir anzueignen) fehlt, um da mit Studienergebnissen etc. mitreden zu können.

In meinen Augen sind die Nebenwirkungen zwar sicher ernst zu nehmen, aber doch eher nebensächlich. Auch die ganze politische Diskussion wegen Pharma, Finanzen, Mauscheleien etc. interessiert mich zugegeben weniger, da sie in meinen Augen letztendlich nichts zum Fakt Impfen ja/nein beiträgt.
Ich bin bisher (und weiterhin) für mich persönlich gegen eine Impfung gewesen, da mich der Gedanke Versuchskaninchen für einen bisher (zwangsläufig) nicht ausreichend erforschten/getesteten Impfstoff zu spielen, nicht wirklich begeistert. Vor allem möglicherweise später auftretende (Langzeit-)Folgen, welche ja heute (auch natürlich zwangsläufig) nicht ansatzweise absehbar sind, schrecken mich doch ziemlich ab. Besonders beunruhigt mich der sehr schnelle und freizügige Einsatz bei Schwangeren, Stillenden und (Kleinst)Kindern bis hin zu Babys. Wo man doch gerade bei dieser Klientel sonst normalerweise x-mal vorsichtiger wie mit rohen Eiern ist :confused::confused::confused::confused:

Mir ist klar, das Personen mit Vorerkrankungen etc. bzw. geschwächte Personen sehr gefährdet sind und leider sehr häufig letale Verläufe haben. Und ja, mir ist auch klar, da eine Pandemie nur durch entsprechend gründliche Durchimpfungsraten aufzuhalten ist. Meines Wissens (bitte an die Fachleute: korrigiert mich wenn ich falsch liege) ist jedoch bei gesunden Menschen der Krankheitsverlauf relativ gut händelbar, sofern die Krankheitssymptome recht-(früh-)zeitig erkannt werden. (Heißt für mich natürlich entsprechend drauf achten und bei Verdacht frühzeitig selbst (Isolations)Maßnahmen etc. einleiten.) Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich die beiden Toten ohne jegliche Vorerkrankungen mehr und mehr beunruhigen und ich mir immer mehr Gedanken über das Für und Wider mache. Und selbst wenn ich die ganze politische, finanzielle und Panikmache Seiten ausblende, fühle ich mich ehrlich gesagt immer verwirrter und hab keine Ahnung mehr wem ich nun Glauben schenken soll.

(In der Uniklinik wo ich derzeit Praktikum (Elektriker) mache, ist zwar zum Beispiel eine dringende Impfempfehlung rausgegeben, aber noch keine Impfpflicht. Derzeit sieht es so aus, das wegen Impfstoffknappheit nur das med. Personal mit direktem Patientenkontakt geimpft wird.)

Soweit mal meine verwirrten Gedanken. Hoffe es kann jemand was mit anfangen und vielleicht ordnet es sich ja im Laufe des Strangs etwas.

RS-USER-Claudi
13.11.2009, 15:41
Habe heute bei meinem Doc gehört, dass Abstriche bzw. Schnelltests bei Verdacht auf Schweinegrippe von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, weils zu teuer ist.
Gezahlt wird nur der Abstrich bei Risikopatienten und Schwangeren....
Wenn die Schweinegrippe aber angeblich die absolut Gesunden dahin rafft, verstehe ich die Aktion nicht wirklich. :-keule

Übrigens hat jemand vor mir in der Anmeldung gesagt er wolle eine Schweineimpfung.... Ich hätte ihn ja ans Veterinäramt verwiesen. :grins:

RS-USER-skyrock
14.11.2009, 14:40
Antigen-Schnelltests werden nicht bezahlt, weil sie eine Sensitivität und Spezifität von um die 70% haben, man könnte somit auch Hühnerknochen werfen und der Erkenntnisgewinn wäre genauso groß. Außerdem ist ein Test ja völlig nutzlos, wenn das Ergebnis keine Konsequenzen in Sachen Therapie hat.

Bei schwer kranken oder Risikopatienten wird eine viel genauere (sensitive und spezifische) PCR empfohlen (kein Schnelltest) und dann natürlich auch bezahlt. Nur bei diesen Patienten hat ein positiver Nachweis ja dann auch eine Konsequenz hinsichtlich der Therapie.

RS-USER-Kadarka
16.11.2009, 06:34
sind, glaube ich gehört zu haben, bei ca 168 Euronen.
Das ist schon mal ne Hausnummer.

Seit Freitag gibt es komischerweise keine Meldepflicht mehr. Nur noch für die letalen Verläufe:eek:

Und wenn der ÄND richtig meldet ist am Wochenende in Thüringen ein Mann nach der Impfung verstorben.

Was für eine Impfentscheidung im Moment fehlt, sind halt valide Daten.:mad:

LG
Kad

RS-USER-Küchenhexe
16.11.2009, 14:35
Seit Freitag gibt es komischerweise keine Meldepflicht mehr. Nur noch für die letalen Verläufe:eek:

Was für eine Impfentscheidung im Moment fehlt, sind halt valide Daten.:mad:


Da hast Du völlig recht - und mit dem Wegfall der allgemeinen Meldepflicht für Erkrankte wird es recht schwierig werden, validw Daten zu bekommen. Ich finde die Entscheidung für einen Verzicht auf eine vernünftige Datenerhebung nicht nachvollziehbar.



Und wenn der ÄND richtig meldet ist am Wochenende in Thüringen ein Mann nach der Impfung verstorben.


Ist gesichert, daß es an der Impfung lag (anaphylaktischer Schock nach Impfstoffgabe o.ä.)? Oder könnte das einer von diesen kam-danach-geschah-also-wegen-Übertragungsfehlern sein?

Ich bin heute morgen in echt üblem Zustand aufgewacht. Mit übelsten Kopfschmerzen (und ich bin da migränebedingt einiges gewöhnt!), Fieber, fiesem Brechreiz, Schmerzen in allen Knochen, Bauchkrämpfen etc. pp., also dem all-inclusive-Spezialprogramm. Ein Gefühl, als wäre man stundenlang mit einem Baseballschläger mißhandelt worden; ganz toll!
Ich hab schon gedacht, jetzt hätte ich auch irgendetwas Influenzaartiges und wollte eigentlich nur noch sterben - aber von wegen, nach einer guten Dosis meines geheiligten Kopfwehhelfers und weiteren 9,5 Stunden Schlaf ist der Spuk vorbei und ich bin nur noch etwas antriebslos. :love:

Wäre ich in den letzten Tagen geschweineimpft worden, hätte ich das mit Sicherheit auf die Impfung geschoben! Denn es paßt ja einfach zu gut: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen aus dem Nichts... so was hatte ich noch nie vorher. Wo kann es also herkommen, wenn nicht von der bösen Impfung???

Und mit der Meinung wäre ich reingefallen. Denn so, wie die Dinge liegen, bekomme ich den Schweinepieks erst am Samstag. Und Nebenwirkungen kommen eher nicht 5 Tage vor dem auslösenden Ereignis zum Tragen... :grins:

So war's wohl "nur" der Urgroßvater aller Migräneanfälle und eine 'freundliche' Mahnung meines Körpers, was passiert, wenn man sich erst bei der Arbeit auspowert, dann die erste Urlaubswoche mit viel Aktivität und wenig Schlaf verbringt und ihn im Anschluß um die fest versprochene Erholung bringt, indem man sich zu einem Dienst bis 3 Uhr morgens überreden läßt. Und ernsthaft meint, 4 Stunden Schlaf auf dem Sofa der Wache seien genug, um dann einfach mal weiterzupowern. Lektion gelernt... und die Schweinegrippe war in keiner Hinsicht schuld, nur ich selber! :-keule:)

Schwester Rabiata
16.11.2009, 15:18
So war's wohl "nur" der Urgroßvater aller Migräneanfälle und eine 'freundliche' Mahnung meines Körpers, was passiert, wenn man sich erst bei der Arbeit auspowert, dann die erste Urlaubswoche mit viel Aktivität und wenig Schlaf verbringt und ihn im Anschluß um die fest versprochene Erholung bringt, indem man sich zu einem Dienst bis 3 Uhr morgens überreden läßt. Und ernsthaft meint, 4 Stunden Schlaf auf dem Sofa der Wache seien genug, um dann einfach mal weiterzupowern. Lektion gelernt... und die Schweinegrippe war in keiner Hinsicht schuld, nur ich selber! :-keule:)

Oder............... es war eine ultra-Kurzform der Schweinegrippe :grins:
In den Verläufen gibt es ja von fast blande bis richtig heftig alles


Rabiata

RS-USER-Häuptling weiße Wolke
16.11.2009, 18:34
So, gehöre jetzt auch zu den geimpften. noch tut nur die Schulter etwas weh. Eine Kollegin hat relativ heftig reagiert mit Kopfschmerzen und Müdigkeit, der Rest hat es ganz gut bzw. nur mit Armschmerzen weggesteckt.

Interessantes Telefonat heute mit dem Gesundheitsamt gehabt! Der dortige Arzzt räumte ein, dass sie diverse Vorgaben v.a. deshalb zurückgefahren haben, weil ansonsten das Gesundheitswesen wegen Personalmangel zusammengebrochen wäre... Na, das nenn ich mal konsequente Umsetzung eines Pandemieplanes!:grins:

RDPfleger
16.11.2009, 18:51
Ich bin heute auch mit Pandemrix(R) geimpft worden. Bisher leichte, wenn überhaupt, minimale Schmerzen an der Einstichstelle. Sonst bisher keine Symptome oder Veränderungen. Auch von einer Schlappheit am Abend des Impftages o.ä. kann ich bisher nichts berichten. Ich hoffe das es so bleibt und bin zuversichtlich.

Aber ich dachte mir: Lieber die Impfung als danach die, bei Patientenkontakt mit bestätigter "Schweinegrippe", bei uns empfohlene Postexpositionsprophylaxe mit Neuraminidasehemmern (nur für nicht geimpfte). Wobei diese natürlich keine Impfung ersetzen würden, wie uns gesagt wurde.

Und mein zweiter Grund der mich dann doch zur Impfung bewegte: Ich will es nicht verbreiten bzw. von Patient zu Patient tragen. Gerade hier auf der IPS/ITS zwischen Polytraumen und immunsupremierten und sonstigen Patienten quer durch die chirurgische Landschaft und chirurgischen Fachbereite zzgl. sonstiger "Dinge" die niemand oder keine andere ITS im Haus aufnehmen will wäre das schon praktisch, so meine Gedanken.
Bedenken, dass ich selbst die Schweinegrippe ohne Impfung bekommen würde bzw. in einer heftigen Variante bekommen würde und ausleben dürfte, hatte ich eigentlich nicht.

RS-USER-emergency doc
16.11.2009, 19:42
Seit Freitag gibt es komischerweise keine Meldepflicht mehr. Nur noch für die letalen Verläufe:eek:

Naja, das ist so falsch. Für Ärzte besteht nur noch eine Meldepflicht bei Todesfall.
Laborchemisch nachgewiesene Infektionen werden auch weiterhin noch gemeldet, allerdings durch das Labor.
http://www.rki.de/cln_169/nn_200120/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/Schweinegrippe__HinweiseArzt.html
und
http://www.neuegrippe.bund.de/SharedDocs/Berichte/NeueGrippe/DE/MeldeVO.html

Knusperriegel
16.11.2009, 19:58
Schweinegrippe
Frankfurt erklärt Eintreten des PandemiefallsVon Caren Braun, Til Huber und Arne Leyenberg


Bis Jahresende sollen ein Viertel der Hessen gegen die Schweinegrippe geimpft sein
13. November 2009
Wegen des massiven Anstiegs der Zahl von Neuerkrankungen an Schweinegrippe in den vergangenen Tagen hat die Stadt Frankfurt öffentlich das Eintreten des Pandemiefalls erklärt. Dies bedeutet zwar zunächst keine wesentlichen Einschnitte in das öffentliche Leben, ist aber für medizinische Einrichtungen und Betriebe das Signal, ihre Pandemiepläne zu aktivieren. Außerdem wird damit ein Führungsstab der Stadt unter Leitung der Oberbürgermeisterin und des Gesundheitsamts eingesetzt, der die Entwicklung beobachtet.
Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Die Grünen) sagte, von zwei bis drei Influenza-Meldungen am Tag Mitte Oktober sei die Zahl auf aktuell mehr als 200 Meldungen am Tag gestiegen. Dies sei nur "die Spitze des Eisbergs", da viele Patienten nicht auf H1N1 getestet würden und viele auch auf einen Arztbesuch verzichteten. In einigen Krankenhäusern habe es schon Engpässe in der stationären Versorgung gegeben. Welche dies waren, wollte sie nicht mitteilen.
Plan: Bis Ende des Jahres ein Viertel der Hessen impfen
Die Bürger rief Rottmann auf, sich einen Impftermin bei ihrem Hausarzt geben zu lassen, einen Abstand von zwei Metern zu offensichtlich erkälteten Personen zu halten und sich häufig und gründlich die Hände zu waschen. In Betrieben sollte laut Pandemieplänen der direkte Kontakt von Mitarbeitern untereinander auf ein Minimum reduziert werden. Erkrankte müssten unbedingt zu Hause bleiben.
Der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) sagte am Rande einer Veranstaltung der Landesärztekammer in Frankfurt, es sei geplant, bis Ende dieses Monats 12,5 Prozent der hessischen Bevölkerung geimpft zu haben, bis Ende des Jahres ein Viertel. Wenn ein Drittel der Menschen geimpft sei, sei "der Kampf gegen die Pandemie gewonnen". Bis jetzt seien 300.000 Impfdosen verteilt worden, also fünf Prozent der Bevölkerung geschützt. Die Impfstoffknappheit werde sich voraussichtlich in zwei Wochen entspannen, wenn der Hersteller des Serums Pandemrix, Glaxo-Smith-Kline, in der Lage sei, im anfänglich versprochenen Umfang zu liefern.
Keine Impfung bei Privatärzten
Als schwieriges, aber nicht unlösbares abrechnungstechnisches Problem bezeichnete Banzer die Tatsache, dass viele Ärzte außerhalb der Kassenärztlichen Vereinigung nicht impfen dürfen. Eine von ihnen ist Sabine de Lage-Weidler. Wie die Kronberger Kinderärztin sagt, wollen immer mehr Eltern ihre Kinder und sich selbst bei ihr gegen das Virus H1N1 impfen lassen. Das darf sie aber nicht. Sie ist Privatärztin, hat also keine Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und behandelt ausschließlich Privatpatienten. Laut der Impf-Vereinbarung der KV mit dem hessischen Gesundheitsministerium dürfen aber nur Hausärzte und Kinderärzte impfen, die über eine Kassenzulassung verfügen. Sabine de Lage-Weidler sagt: "Ich fühle mich diskriminiert."
Viele Leute seien "pikiert", sagt sie. "Meine Patienten wollen sich natürlich von mir behandeln lassen." Weil sie die Patienten kenne und weil sie deren Gesundheitszustand am besten beurteilen könne. Sie habe sich deswegen schon bei mehreren Behörden beschwert, aber nie eine Antwort bekommen.
Der Anteil der Privatmediziner an der gesamten Ärzteschaft ist beachtlich. Nach Angaben der Landesärztekammer sind von den in Hessen niedergelassenen Allgemeinmedizinern 8900 bei der KV gemeldet, 850 arbeiten als Privatärzte. Von den Kinderärzten haben 411 eine Kassenzulassung und 27 behandeln nur Privatversicherte.
Kassenärztlichen Vereinigung sieht "Trendumkehr"
Auch für Fachärzte, etwa der Lungen- oder der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, plant das Gesundheitsministerium Sonderregelungen. Man müsse aber aufpassen, dass das Impfangebot nicht zu sehr zerfasere, sagt Sprecherin Ulrike Grzimek. Weitere Gruppen von Ärzten mit Impfstoff zu versorgen, komme zurzeit rein praktisch nicht in Frage, da dieser knapp sei. Für diese und nächste Woche gebe es bei den Apotheken doppelt so viele Bestellungen, wie bedient werden können.
Bei der Kassenärztlichen Vereinigung ist von einer "Trendumkehr" die Rede. Immer mehr Ärzte, die der Impfung skeptisch gegenübergestanden hätten, hielten sie inzwischen für sinnvoll. Eine Übersicht darüber, wo noch genug Wirkstoff vorhanden sei und wo er fehle, gebe es noch nicht, sagt Grzimek.
Sonderstatus für Fraport
Wegen der Impfstoffknappheit haben neben Privat- und Fachärzten zurzeit auch Betriebsärzte keine Möglichkeit, Mitarbeiter zu immunisieren. Einen Sonderstatus soll allerdings die Fraport AG als "kritische Verkehrsinfrastruktur" erhalten, wie Walter Gaber, Betriebsarzt und Chef der Flughafenklinik, sagt. Er hofft, Anfang Dezember vom Land Hessen genug Impfdosen zu erhalten, um allen Mitarbeitern eine Spritze anbieten zu können. Wenn jeder Beschäftigte das Angebot in Anspruch nähme, könnten dies inklusive der Tochterfirmen 16.000 Personen sein. "Wenn ich 10.000 Dosen bekomme, kann ich die mit meinen sechs Ärzten in bis zu drei Tagen verimpft haben", meint Gaber. "Das ist meine Vision."
Gestern teilte das Frankfurter Universitätsklinikum mit, dass die 39 Jahre alte Schweinegrippe-Patientin, die dort seit Anfang des Monats behandelt wird, nicht mehr in akuter Lebensgefahr schwebt. Allerdings wird am Klinikum inzwischen auch ein 43 Jahre alter Mann, ebenfalls ohne bekannte Vorerkrankungen, beatmet. Nach einem Lungenversagen bezeichnen die Ärzte seinen Gesundheitszustand nun als stabil.
Text: F.A.Z.

RS-USER-Kadarka
17.11.2009, 07:50
Naja, das ist so falsch. Für Ärzte besteht nur noch eine Meldepflicht bei Todesfall.
Laborchemisch nachgewiesene Infektionen werden auch weiterhin noch gemeldet, allerdings durch das Labor.
http://www.rki.de/cln_169/nn_200120/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/Schweinegrippe__HinweiseArzt.html
und
http://www.neuegrippe.bund.de/SharedDocs/Berichte/NeueGrippe/DE/MeldeVO.html

Hallo ED, tut mir leid, das war dann wohl zu weit vereinfacht. Du hast natürlich recht.

Allerdings erlaube ich mir mal einige Fragen hier ins Forum.
Wenn nur der Labornachweis, PCR, noch zählt verschwimmt bei mir die Wahrnehmung.
In der letzten Woche sollen ca. 15.000 Neuerkrankungen registriert worden sein. Alle getestet, kostet das ca. 2,5 Mio Euronen. Der Labortest übersteigt den Wert der Impfung um den Faktor 18,6. Wie realistisch ist das in der Konsequenz?

Der Impfstoff soll eine nur ca. 70% "Schutzrate" haben, diese gilt jedoch nur für die Ausgangssituation des Virus. Und der Rest? Mutationen oder "trotzimfungerkranken"

Sollte es wirklich eine Pandemie geben oder sein, stehen doch die hygienischen und präventiven Maßnahmen sicher an erster Stelle?
Wann werden wohl die ersten Massenveranstaltung abgesagt Bundesliga, Konzerte etc. Nur so als Vorsichtsmaßnahme?

Könnte es sein das der Impfstoff nur deshalb "knapp" wird, damit die Impfbereitschaft etwas angehoben wird? Die längsten Schlangen in der DDR entstanden wenn unter der Hand einen gewisse Knappheit vorausgesagt wurde.


Und warum gibt es mit der Firma GSK knallharte Regelungen über die Kommunikation zum Thema "pig-flu". Jede Veröffentlichung muß dem Vernehmen nach abgesegnet werden.

Nein ich bin nicht paranoid aber schon etwas nachdenklich.

Ich werde den Verlauf der Pandemie und die Verläufe der Erkrankungen im Auge behalten und dann entscheiden. Im Moment ist für MICH das Risiko (und die Datenlage) noch ausser Verhältnis zum Schutzzweck.

LG
Kad

Knusperriegel
17.11.2009, 15:22
Da ich in der Vergangenheit niemals, weder geringfügige noch massive Impfreaktionen hatte und auch die jährliche "normale" Grippeschutzimpfung nutze, ging ich heute zum örtlichen Gesundheitsamt.

Dort allerfreundlichste Behandlung durch Informationsmitarbeiter, Verwaltungskräfte und Impfärzte.
Stetiger Andrang quer durch die Bevölkerung, NULL Wartezeit bei zügiger "Abfertigung".
Ausführlichstes ärztliches Gespräch, dann die Impfung.
Einziges "Manko": für Eltern, die mit ihren Kindern zur Impfung kamen, gab es nicht das orale Sedativa "Ursulinus elasticus".

Nach jetzt 3 1/2 Std. keinerlei Reaktionen.
Wenn ich morgen fiebergeschüttelt das Bett hüten sollte, lasse ich hier Bescheid geben.

RS-USER-Saphira
18.11.2009, 14:09
Da ich in der Vergangenheit niemals, weder geringfügige noch massive Impfreaktionen hatte ...

So nen Glück hätte ich auch gerne! Ich hab auf die meisten Impfungen die ich bisher so bekommen hab ziemlich heftig reagiert. Dass der betreffende Arm dann so 3-4 Tage danach bei der kleinsten Berührung höllisch weh tut (vom bewegen ganz zu schweigen...) und die allgemeine Abgeschlagenheit (teilweise mit Fieber) sind bei mir normal.
Da überlege ich mir immer dreimal ob ich impfen gehe! Bei Sachen die unbedingt sein müssen (Tetanus und so nen Zeugs) gilt es dann nen günstigen Zeitpunkt zu finden, aber alles was nicht unbedingt sein muss lass ich halt gerne mal sein.
Erst mal abwarten wie sich die Schweinegrippe noch entwickelt. Und wenn ich mir so angucke wie es einigen Bekannten nach der Impfung so geht... dann kann ich mich ja schon mal ne Woche krank melden falls ich mich später doch noch zur Impfung durchringe...

Mal was anderes: werdet ihr als hauptamtliches medizinisches Personal eigentlich zur Impfung gezwungen?
Ich mach das alles ja nur ehrenamtlich, für uns gibts zwar die Empfehlung zur Impfung, aber zwingen tut uns (noch) keiner. Hab aber schon von Krankenhäusern gehört wo alle reihenweise antreten mussten... und mit ziemlich hohen Krankenstand danach wegen den Nebenwirkungen...

Knusperriegel
18.11.2009, 14:40
Hab aber schon von Krankenhäusern gehört wo alle reihenweise antreten mussten... und mit ziemlich hohen Krankenstand danach wegen den Nebenwirkungen...

Mit dem "ich-hab-gehört" ist das immer so eine Sache.

Ich denke, daß es einige Kliniken gibt, die sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind, vielleicht sogar eine eigene PR-Abteilung haben und so sanften Druck auf die Beschäftigten ausüben.
Da kann es dann gut möglich sein, daß es AN gibt, die so etwas mit einer AU-Meldung quittieren.
Da der AG ja den Grund der AU nicht erfährt, kann jeder erkrankt gemeldete Beschäftigte dann laut verkünden, daß dies an der Impfung läge.

RS-USER-gnuff
18.11.2009, 16:13
...werdet ihr als hauptamtliches medizinisches Personal eigentlich zur Impfung gezwungen?
... Hab aber schon von Krankenhäusern gehört wo alle reihenweise antreten mussten... und mit ziemlich hohen Krankenstand danach wegen den Nebenwirkungen...

Man kann niemanden zu einer Impfung zwingen, das geht nicht... soweit sind wir noch nicht...