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stellam19
05.01.2012, 16:47
Hallo Essener Studenten,

ich möchte Eure Meinungen und Erfahrungen zu Essen von und/oder Düsseldorf als Studienort hören.

Für kommendes WS hoffe ich über die Wartezeit einen Platz zu bekommen. Ich stehe nun vor der Entscheidung Düsseldorf oder Essen zu wählen und bräuchte noch Hilfe und Anregungen für meine Entscheidungsfindung.

Was findet Ihr gut an Essen, was schlecht? Nachfolgend einige Pro- und Contra-Punkte, die mir so einfallen:

Essen
Pro:
günstige Mieten
Uni gut erreichbar mit Öffis
Semesterbeginn 15.10.12 (Resturlaub reicht)

Contra:
Stundenplan (bis 18:00 Uhr und später --> nebenbei in der Woche arbeiten nicht möglich)
ZAK
kleineres Semester (demnach auch weniger Oldies)

Düsseldorf
Pro:
Stundenplan (meistens bis 16:00 Uhr-->nebenbei in der Woche arbeiten möglich)
Vorkurs Chemie
größeres Semester (hoffentlich mehr Oldies)

Contra:
Mieten
Uni weit abgelegen
Semesterbeginn 08.10.12 (Resturlaub reicht nicht)

Ich bin darauf angewiesen neben dem Studium mindestens 400 Euro/ Monat zu verdienen - nach Möglichkeit nicht ausschließlich am Wochenende. Wie sieht das zeitlich in Essen aus, wenn man nicht gerade in der Pflege jobbt?

Der finanzielle Part hat für mich eine starke Gewichtung.

Lieben Gruß

stellam19

Weißes_Rössel
05.01.2012, 20:57
Also, ich kenne leider nur die Uni Düsseldorf..

Pro:
- Vorkurs Chemie ist nett, aber nicht unbedingt nötig, wenn man die Chemieklausur bestehen möchte (meine Meinung, mit GK Chemie..), also ist das Problem mit dem Semesterbeginn schon mal gegessen. Ich bin damals nachgerückt und konnte gar nicht zu dem Vorkurs gehen, hab die Klausuren aber trotzdem bestanden ohne ein besonderer Chemiekenner zu sein.
- Ganz tolle neue Medizinerbib mit allem möglichen Schnickschnack
- Uni mit öffentlichen Verkehrsmitteln m.E. ganz gut zu erreichen, 10min mit der U-Bahn vom Hbf, angeblich jetzt auch in höherem Takt (selbst noch nicht ausprobiert.)
- Arbeiten ist neben der Vorklinik möglich, wenn man flexibel ist. Man muss ja auch nicht immer zu allen Vorlesungen hingehen.. dann sieht der Stundenplan in den ersten Semestern schon nicht mehr ganz so voll aus.

Contra:
- Düsseldorf ist ne Pendler-Uni, die meisten Leute fahren am Wochenende nach Hause
- bei uns wars noch so, dass vor dem Physikum ziemlich gesiebt wurde, aber das hat sich wohl in den letzten Jahren etwas gebessert
- Düsseldorf ist keine Studentenstadt, mit dem "Studentenleben", wie man es sich so vorstellt, ist es hier nicht so weit her..

Mehr fällt mir jetzt nicht ein.. Ich bin jetzt fast mit dem Studium fertig und war eigentlich immer ganz zufrieden mit dem Studium "im Dorf". ;)

stellam19
09.01.2012, 11:22
Hi Weißes_Rössel,

vielen Dank für Deinen Beitrag :-) Von der OASE habe ich auch schon gelesen.


Essener Studies wo seid ihr? Würdet ihr wieder in Essen studieren oder lieber woanders. Wenn ja warum? P.S.: Habt ihr evtl. ein anderes aktiveres Forum für Essener Studies? Habe das Gefühl, dass hier irgendwie kaum einer vorbei schaut.

LG

Hoppla-Daisy
09.01.2012, 11:28
Hab grad keine Zeit, aber erzähl dir gerne später mal was über Essen bzw. hier. Über mangelnde "Oldies" konnte ich mich in Essen übrigens nicht beschweren ;-).

Arbeiten nebenher (auch unter der Woche) ist auch in Essen gut möglich. Der Stundenplan sieht voller aus als er in Wirklichkeit ist, da man ja in Gruppen eingeteilt wird und nicht an jedem Tag dran ist.

stellam19
09.01.2012, 13:23
Hi Hoppla-Daisy :-)

na dann freu ich mich auf Deinen Bericht :-) Bin übrigens Oldie Ü30 mit kfm. Ausbildung :-( und zähle echt die Tage bis endlich dieser blöde Zulassungsbescheid kommt (Abi 2006, 2. Bildungsweg) . Also eine lange verdammt lange Durststrecke im Büro.

LG

stellam19

Linda.1001
09.01.2012, 16:10
Hi Weißes_Rössel,

vielen Dank für Deinen Beitrag :-) Von der OASE habe ich auch schon gelesen.


Essener Studies wo seid ihr? Würdet ihr wieder in Essen studieren oder lieber woanders. Wenn ja warum? P.S.: Habt ihr evtl. ein anderes aktiveres Forum für Essener Studies? Habe das Gefühl, dass hier irgendwie kaum einer vorbei schaut.

LG


Was spricht eigentlich gegen Bochum???

Also ich bin gerade um 16.30 ausm Physikpraktikum nach Hause gekommen. Morgen bis 19 Uhr Biopraktikum, Mittwoch frei....juhuuuu...freies Mikroskopieren! :-))
DO - Physik bis 18.00 Uhr, Freitag bis 18.00 Uhr Biopraktikum. Am WE dann arbeiten und ach ja, Samstag Histologietutorium.

Das freie Mikroskopieren geht übrigens auch nachm Bio und Physikpraktikum am DO und FRE bis 21.00 Uhr. :-)

Soviel zur Freizeit. Ich beschwer mich nicht. Ich will nur die Realität darlegen. ;-) An anderen Unis wirds kaum anders sein.

Hoppla-Daisy
09.01.2012, 16:16
Sei doch so lieb und schreib auch nur die Pflichtveranstaltungen hin. Freies Mikroskopieren und Histotutorium zählen ja wohl kaum dazu ;-).

Dein Beitrag ist ein wenig äääh gefärbt ;-).

Linda.1001
09.01.2012, 16:38
Ja klar äääh gefärbt. Alles was nicht passt, wird passend gemacht oder wie hättest du es gerne?
sorry, aber die Praktika gehen bis zu den genannten Zeiten. Mehr als 1 Fehltermin und du bist raus ausm Praktikum und hast 2 Trockensemester?

Soll ich Wahrheiten verschweigen nur um Essen gut zu heissen oder was? Es is hart? Na und?

Linda.1001
09.01.2012, 16:40
Also ich bin gerade um 16.30 ausm Physikpraktikum nach Hause gekommen. Morgen bis 19 Uhr Biopraktikum, Mittwoch frei....juhuuuu...freies Mikroskopieren! :-))
DO - Physik bis 18.00 Uhr, Freitag bis 18.00 Uhr Biopraktikum.
-nur anwesenheitspflichtige Praktika-

Ach ja, MI + FR 8.-11. Präppen
DO Histo
DI 8.00 Arbeitsprogramm Präppen
- > Anwesenheitspflicht

Das wars.

stellam19
09.01.2012, 17:08
@ Linda: das liest sich echt übel von den Zeiten. Da ist nebenbei in der Woche jobben wohl eher hinfällig und sei es auch nur 1/2 Tag (in der Wirtschaft). Leider habe ich nur KPP und keine Pflegeausbildung, da wirds wohl eher schwer was zum in der Pflege jobben zu finden und dann auch nur für ein paar Stunden in der Woche und nicht am WE :-(

Gegen Bochum spricht für mich, dass Sie meinen Antrag auf Vorabentscheid negativ entschieden haben. Essen zum Glück positiv. Düsseldorf steht noch aus. Köln auch positiv nur da komm ich wg. SK nicht rein, so wie es aussieht - bringt de facto also nichts.

Hoppla-Daisy
09.01.2012, 17:26
So, dann wollen wir doch mal schauen, was in Essen im 1. Semester so anliegt (ich beschränke mich mal auf Pflichtveranstaltungen):

Makroskopische Anatomie (ab Woche 6 im Wechsel mit mikroskopischer Anatomie): einmal wöchentlich (9 - 11)

Biologie Praktikum (ab Woche 8): einmal wöchentlich (oder zweimal? waren 6 Termine *glaub*) (12.15-16 ODER 14.15-18 ODER 15.15-19, je nach Wochentag), nicht soooooo viele Termine

Physik Praktikum (ab Woche 8): war damals zweimal wöchentlich (6 oder 8 Termine), heute auch noch? (12.15-16 ODER 14-18)

Berufsfelderkundung: Eine (!) Einführungsveranstaltung plus eine (!) Hospitation mit Bericht, keine Prüfung

Integriertes Seminar Allgemeinmedizin: Zwei (!) Seminartermine (15-17.15, plus Abschlussvorlesung)

Terminologie: Eine (!) Einführungsveranstaltung, (19-19.45) plus E-Learning Einheiten (offenbar frei einteilbar)

Ich frag mich jetzt, wo der Stress sein soll. Das sieht für mich ziemlich entspannt aus. Und das war es auch seinerzeit schon, als ich noch studentisch war :-nix

Hoppla-Daisy
09.01.2012, 17:42
Stella, ich hab auch keine Pflegeausbildung und habe in der Vorklinik als Pflegeaushilfskraft zwei Wochenenden im Monat gearbeitet (nur Spät- und Frühdienste). In der Klinik habe ich zunächst als Hiwi, später besser bezahlt als Teilzeitkfraft im Büro (bin auch im ersten Leben kaufmännisch tätig gewesen) im Zentrallabor gearbeitet. Da konnte ich mir die Zeit frei einteilen. Keine Panik. Ich hab mich nicht überarbeitet!

stellam19
09.01.2012, 18:18
@ Daisy

auch wenn die Frage etwas indiskret ist, vielleicht magst Du mir per PN antworten, bist du mit den 2 Wochenenden (ich nehme an 4 Tage a 8h) auf min. 400 Euro gekommen? Leider ist die Finanzierungsfrage mit einer der wichtigsten Aspekte für mich (keine Family, kein Freund, minimale Rücklagen).

By the way - und das muss ich hier mal ganz ohne Schleimerei an dieser Stelle sagen:
Hut ab vor Deiner Leistung das Studium ohne Bafög und mit Anhang durchzuziehen. Wirklich, - RESPEKT - ! Ich empfinde es als riesen Leistung was Du da geschafft hast, da ich mir selbst mit Baföganspruch schon den Kopf zerbreche wo ich wirklich jeden Monat die restlichen 400 Euro pro Monat herzaubern soll.

Kurz gefasst: Ich bewundere Dich dafür :-)

LG stellam19

stellam19
09.01.2012, 18:22
achso ja, den Stundenplan werde ich dann noch mal genauer unter die Lupe nehmen, sieht trotzdem auf den 1. Blick sehr zerstückelt aus.

Aber wie sieht es denn mit diesen ZAK aus??? Das liest sich bei vielen hier nicht sonderlich spaßig :-(

Hoppla-Daisy
09.01.2012, 18:23
Ich kann dir gerne öffentlich antworten. Denn so haben andere auch noch was davon ggf. ;-).

Also, ich hatte - richtig bemerkt - keinen Bafög-Anspruch, konnte daher aber Wohngeld beantragen. Ich hab in der Pflege knappe 300 euro verdient, zusätzlich bekam ich für mich und meinen Anhang noch Wohngeld (ca. 300 - 400 Euro, wechselte irgendwie ständig, auch je nach Einkommen). Falls du keinen Bafög-Anspruch hast (wovon ich jetzt mal ausgehe), kannst du mit diesem kleinen Einkommen (auch mit einem solchen aus ner Hiwi-Stelle, von denen es einige gibt an der Uni, wenn man mal alle Aushänge durchgeht) ohne weiteres Wohngeld beantragen.

Und dann bist du locker über 400 Euro! :-)

Die ZAK, die ja im übrigen nur in der Klinik durchgeführt wird, hab ich gottlob nicht mehr erlebt. Wir waren das vorletzte Semester ohne ZAK ;-). Auf der anderen Seite übt das tatsächlich für's Hex. Da muss man ja auch alles an einem Tag drauf haben.

Und danke für die Blumen :-). Aber wie es bei vielen Dingen so ist: Man wächst mit den Aufgaben :-))

papiertiger
10.01.2012, 08:23
Die ZAK würde ich jetzt nicht als Argument gegen Essen hernehmen.

Klar gibt es einige, die das ganz furchtbar finden, alle Fächer gleichzeitig lernen zu müssen auf einen Termin hin. Ob aber nun das oder wochenlange Klausurenphasen schlimmer sind, ist nun wirklich Geschmackssache.

Und es hat m. E. den erheblichen Vorteil, dass es dem späterem Examenslernen näher kommt als das zwei Tage Fach Y - Klausur - drei Tage Fach X - Klausur - usw. - Lernen, und man entsprechend dann, wenn es drauf ankommt auch schon etwas mehr Übung darin hat, den Lernstoff mehrerer Fächer auf einmal zu gewichten, zu strukturieren, Redundanzen fachübergreifend zu lernen etc. pp. - Zumindest zum Physikum hätt ich mir fast gewünscht, sowas vorher schon einmal gemacht zu haben..

stellam19
10.01.2012, 08:54
Naja, aber jedes Semester quasi "Physikumsstress" zu haben ist sicherlich auch nicht das Wahre. Ich könnte mir vorstellen, dass man bei der ZAK in Fächern öfters durchfällt als wenn man, die Klausuren einzeln schreiben würde.

papiertiger
10.01.2012, 09:03
Wie ich sagte: Geschmackssache. Ich persönlich empfinde wochenlange Klausurenphasen tendentiell eher als anstrengender als das Lernen von allen Fächern auf einen Termin hin.

medi2319
10.01.2012, 11:39
Ich meine hier im Essener Lokalforum gabs schon mal ein Post zu dem Thema Essener Studienbedingungen :-))

He, He aber ich muss einfach auch nochmal meinen Senf dabeigeben:

Pro Essen:

1. Gute technische Ausstattung und Räumlichkeiten (Es wird gerade ein ganz neues Skillslab gebaut und das Audimax wurde gerade erst neu renoviert)
2. Die Tatsache, dass sämtliche Kliniken und Institute auf dem Klinikumsgelände liegen und man daher nicht durch die ganze Stadt gurken muss (Physik und Chemie in der Vorklinik mal ausgenommen) im Gegensatz z.b. zu Bochum
3. Der Grugapark grenzt direkt ans Klinikgelände, sodass man in den vielen Freistunden schön spazieren gehen kann

.....leider fällt mir mehr gutes schon nicht ein

Contra Essen:

1. Die große Kluft zwischen Lernenden und Lehrenden (Beispiel: Eindeutig fehlerhafte Klausurfragen, insbesondere aus der ZAK, werden erst nach wochen- bis monatelanger Diskussion eventuell aus der Wertung genommen. Wir hatten uns damals sogar Informationen aus erster Hand vom Hersteller selber geholt um eine bestimmte Frage anzufechten)
2. Schlechte Lehre im klinischen Studienabschnitt (Vorklinik aber wesentlich besser): Diese betrifft leider meistens gerade die Pflichtveranstaltungen. So kann es schon mal vorkommen, dass eine Pflichtveranstaltung erst mal damit beginnt, 30 Minuten nach einen Arzt zu suchen, der sich um die Studenten kümmert
3. Natürlich die ZAK (gibts es aber nur in den 1.-3. klinischen Semestern): Für mich immer noch ein absolutes rotes Tuch, obwohl ich mittlerweile nix mehr damit zu tun habe :-D Hab wegen diesem Scheiß 2 Semester extra einschieben müssen. Eigentlich könnte ich schon im PJ stehen. Aber dank der tollen ZAK...:-(:-(

FipFlip
10.01.2012, 12:16
So, dann wollen wir doch mal schauen, was in Essen im 1. Semester so anliegt (ich beschränke mich mal auf Pflichtveranstaltungen):

Makroskopische Anatomie (ab Woche 6 im Wechsel mit mikroskopischer Anatomie): einmal wöchentlich (9 - 11)

Biologie Praktikum (ab Woche 8): einmal wöchentlich (oder zweimal? waren 6 Termine *glaub*) (12.15-16 ODER 14.15-18 ODER 15.15-19, je nach Wochentag), nicht soooooo viele Termine

Physik Praktikum (ab Woche 8): war damals zweimal wöchentlich (6 oder 8 Termine), heute auch noch? (12.15-16 ODER 14-18)

Berufsfelderkundung: Eine (!) Einführungsveranstaltung plus eine (!) Hospitation mit Bericht, keine Prüfung

Integriertes Seminar Allgemeinmedizin: Zwei (!) Seminartermine (15-17.15, plus Abschlussvorlesung)

Terminologie: Eine (!) Einführungsveranstaltung, (19-19.45) plus E-Learning Einheiten (offenbar frei einteilbar)

Ich frag mich jetzt, wo der Stress sein soll. Das sieht für mich ziemlich entspannt aus. Und das war es auch seinerzeit schon, als ich noch studentisch war :-nix

Das ist nicht ganz richtig ;)

Biologie und Physik Prakitkum sind jeweils 2 mal pro woche, also insgesamt 8 Stunden Bio und 8 Stunden Physik (wobei man in Physik häufig ehr gehen kann)

Makroskopische Anatomie (Präpkurs) ist auch 2 mal pro Woche von 9-11, mikroskopische auch 2 mal von 9-11

Das sind die Fächer die im wesentlichen den Stress ausmachen, dafür ist das 2. + 3. Semester wesentlich entspannter