PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufsbeginn: Ab wann hattest Du Deinen ersten Dienst?



Seiten : 1 2 [3] 4 5

StellaMaris
26.09.2012, 21:25
Es gibt SAP auch auf Krankenhaus-PCs? Cool, damit kenne ich mich auch schon aus. Wobei das natürlich ein ganz anderes Modul sein dürfte, aber die Grundfunktionen dürften ja überall gleich sein.

Nurbanu
26.09.2012, 21:28
Wobei das Ziel sein sollte, dass man diktieren kann :-meinung

Damit wir anschließend über die schönen Stilblüten (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=35485) lachen können :D

blackcat86
27.09.2012, 17:55
Ich hätte als Berufsanfänger den ersten Dienst schon nach eineinhalb Wochen machen sollen, wurde aber vom Betriebsarzt für Nachtdienste gesperrt; und verliere deshalb wie es aussieht die Stelle.

Gibt es denn Fächer, wo man erst nach circa einem Jahr erst Dienste machen müsste? Wo körperliche Fitness diesbezüglich nicht so im Vordergrund steht, und das jetzt primär kein Einstellungshindernis wäre?

Miss_Verständnis
27.09.2012, 20:15
Wie wäre etwas eher forschungsorientiertes?? Mikrobio, Anatomie, Pathologie? Rechtsmedizin? Humangenetik?

Andi G. Schütze
27.09.2012, 20:55
Nach ca. 5 Wochen in meinem ersten Haus hatte ich den ersten WE-Tagdienst zusammen mit nem Altassi (Innere, gesamt 850 Betten - Maximalversorger: Notaufnahme, Stationen, Konsile), dann nochmal 5 Wochen später (also knapp 2,5 Monate) Nächte allein. War zumindest immer ein erfahrenerer Kollege auf ITS anwesend und nette und teils richtig gute Oberärzte im Hintergrund. In meinem neuen Haus (Uniklinik) geht es diesbezüglich viel entspannter zu: bis man die Notaufnahmerotation durch hat, ist man nur Treppenterrier (2. Dienst: Braunülen, EKs, Chemos anhängen, schwierige BEs, die die Pflege nicht geschafft hat)... fand ich nach'm Wechsel erst cool: Brain-out (naja, natürlich bis auf die übliche Sorgfalt bei EKs und Chemos etc). Jetzt langsam fehlt mir aber die Herausforderung und das unabhängige Arbeiten des Nachts, was ich durch die relativ frühen Dienste in meinem alten Haus zu schätzen gelernt habe (... und trotzdem noch zu wissen, dass bei schwierigen Fragen immer noch wer Kompetentes im Hintergrund ansprechbar ist!).

Schlussendlich, haben mir die vielen Dienste in diesem "peripheren" Haus mit (fast) ebenso kranken Menschen wie hier inner Uniklinik fachlich enorm viel gebracht...

Roxi
28.09.2012, 15:30
Gyn, keine Kinderklinik im Haus, OA zu Hause, 24-h Dienste nach 6 Wochen... Rückblickend frage ich mich manchmal, wie das ging...

Eilika
28.09.2012, 18:45
Das ab wann finde ich viel weniger wichtig als die Umstände. Wenn ich erzähle, dass man bei uns in der Anästhesie Dienste nach etwa 2-3 Wochen macht, gucken mich bestimmt alle irritiert an. Aber wenn ich dann dazu erzähle, dass eben auch immer ein Oberarzt im Haus ist und man vor allem fürs Prämedizieren und Helfen und mal Ablösen und so da ist, dann ist das eben auch nach zwei Wochen gut möglich. Bei uns im Haus ist es obligat, dass bei jeder Narkose ein Facharzt anwesend ist. Von daher ist es quasi egal, wie "neu" der Assi ist.

Relaxometrie
28.09.2012, 18:53
Bei uns im Haus ist es obligat, dass bei jeder Narkose ein Facharzt anwesend ist. Von daher ist es quasi egal, wie "neu" der Assi ist.
Der Facharzt ist aber nur in Rufbereitschaft im Haus, oder? Die ganze Zeit im Saal stehen wird er wohl nicht, denn dann wäre der Assistent ja überflüssig. Es sei denn, nachts würde 1:1-Teaching stattfinden, dann wären Facharzt + Assistent im Saal. Kann ich mir aber irgendwie nicht vorstellen :-wow

Eilika
28.09.2012, 19:14
Naja, beim Ein- und Ausleiten muss er dabei sein. Dazwischen läuft es entweder drauf raus, dass man sich gegenseitig (also zu dritt, die Pflege ist ja auch noch da) ablöst, der Oberarzt ins Büro geht oder der Assistent heimgeschickt wird... Je nach OA müssen wir auch nicht immer kommen, dann machen die das grad zu zweit. Wenn wir erstmal daheim sind, dann werden wir erstaunlich selten nochmal ins Spital gerufen.

abcd
29.09.2012, 07:04
Neuro: erste Dienste nach 6 Wochen inkl. Notaufnahme. Zweiter Kollege auf Stroke/Intensiv im Haus (inzwischen, damals noch nicht)

Miss
30.09.2012, 14:50
In der Anästhesie -ohne anwesenden Hintergrund- laufen die Dienste ja immer etwas später. Bei uns nach ca. 1 Jahr (plusminus ein paar Monate), es ist immer ein Facharzt im Haus anwesend (allerdings haben die dann entweder die ITS am Hals oder halt den anderen Fachbereich, die sind dann auch nur für Notfälle zuständig). Z.T. bringt einem das aber nicht so wahnsinnig viel, z.B. bei älteren Teilzeit-Fachärzten, ohne überheblich sein zu wollen, da trau ich mir oft dann doch mehr zu -und bring die lieber gar nicht in die Bredouille. (fehlt dann manchmal noch ein spezieller OA als Hintergrund, da ist man dann ganz schön auf sich alleine gestellt, naja, notfalls würde ich auch (zusätzlich) noch jemanden anders hinzuziehen)
Falls es nur ein schwieriger Fall ist oder aufwendig, bringt moralische und tatkräftige Unterstützung schon viel, das kann auch der Frischling sein :-)

Ich bin manchmal aber schon erstaunt, mit wie wenig Ahnung und Erfahrung die Kollegen anderer Fachabteilungen da so diensten :-nix die können ja oft überhaupt nichts dafür. Aber schon krass, daß da nicht mehr passiert.

salmonelle
30.09.2012, 15:47
Erste Stelle: Unfallchirurgie beim Maximalversorger. Nach 2 Wochen Einarbeitung in der Rettungsstelle erste Nacht an einem Wochenende, OA operierenderweise im Hintergrund. Mein Wahlfach: Gyn. UChi-Vorerfahrung: 2 Wochen PJ-Rotation über besagte Rettungsstelle - immerhin. So wusste ich schonmal wo die Toiletten sind, wie der Kaffeeautomat funktioniert und dass es ein Polytrauma-Telefon gibt.

dreamchaser
02.10.2012, 18:27
Innere, erste Stelle: erster 24h Dienst nach 2,5 Monaten - ein erfahrener Assi mit Intensiverfahrung (1.Dienst) mit im Haus und einer auf Intensiv (nur leider hat der 1. Dienst damals noch die Sekundärverlegung in Neurochirurgie und Herzchirurgie gemacht - der war dann auch mal ein paar Stunden weg). Grösseres Haus mit ca. 250-300 internistischen Betten.
Innere, zweite Stelle mit 4 Jahren Berufserfahrung: erster Spätdienst nach 5 Wochen, erster Nachtdienst nach 6 Wochen auf der CPU - Einarbeitung auf der CPU waren 4 Tage. Das Haus habe ich im Dienst kennengelernt, in der ZNA (für die ich nachts auch teilweise zuständig war) war ich vorher mal eine Stunde. Das größte Problem war das Organisatorische, da es hier im Haus nicht alle Fachabteilungen gibt und eine ganz andere Struktur.

blackcat86
02.10.2012, 21:54
24 Stunden sind schon nochmal eine Nummer anstrengender als Nachtschichten. Oder wie häufig kommt es bei euch vor, dass es dann nachts auch eine längere Zeit wirklich ruhiger ist oder ihr sogar schlafen könnt? (Wobei es vermutlich lange dauern wird bis man das kann, falls man das denn ja überhaupt kann)

Thomas24
02.10.2012, 22:10
Das lässt sich nicht pauschalisieren- hängt ganz vom Fach, von der Größe des Hauses (Konsilbedarf etc.) und vom Einzugsgebiet ab (noch andere Versorger mit der gleichen Fachrichtung da?). Ausserdem "schläft" man im KH qualitativ meist recht schlecht und leicht, am Anfang ist man eh unruhig, ob der Pieper nicht doch geht und funkt sich misstrauisch schon mal selbst an, und später mit etwas Erfahrung stört einen die Hellhörigkeit der Dienstzimmer etc.

Kackbratze
02.10.2012, 22:28
24 Stunden sind schon nochmal eine Nummer anstrengender als Nachtschichten. Oder wie häufig kommt es bei euch vor, dass es dann nachts auch eine längere Zeit wirklich ruhiger ist oder ihr sogar schlafen könnt?

Oft genug, selbst bei einem Maximalversorger mit grossem Einzugsgebiet.


(Wobei es vermutlich lange dauern wird bis man das kann, falls man das denn ja überhaupt kann)

Redet da wieder ein Blinder von Farben?

WackenDoc
03.10.2012, 07:21
Kommt drauf an: Je nach örtlichen Gegebenheiten können die 24-Stunden-Dienste oder der Schichtbetrieb anstrengender sein.

Und natürlich kann man auch im Krankenhaus schlafen können. Am Anfang meist unentspannter, mit der Zeit wird das aber in der Regel besser.

Dr. Psycho
03.10.2012, 10:23
Psychiatrie: 1. Dienst nach drei Monaten. Rein psychiatrisches Haus, > 400 Betten (Allgemeinpsych., Geronto, Forensik, Sucht).
-> ausreichende Schonfrist. 2 Avds, erste Dienste immer gemeinsam mit erfahrenem Kollegen. OA nicht im Haus, Rufbereitschaft. 3-4 Dienste /Monat.

Neuro: 1. Dienst nach 7 Wochen. Kleines Haus, kleine Abteilung. OA telex. Rufbereitschaft.
-> gefühlt vorm ersten Dienst schon ordentlich Schiss gehabt. Bei sehr guter Einarbeitung durch Kollegen, angenehmen Umgang der Fachdisziplinen miteinander und hervorragend organisierter, kompetenter Pflege in der ZNA jedoch nie Probleme gehabt. 6 Dienste/Monat.

2. Psychiatrie: Dienste nach 4 Wochen. Ausreichend um PC-System und abteilungsinterne Abläufe einigermaßen kennenzulernen. Abteilungspsychiatrie (160 Betten), OA in telef. Rufbereitschaft. Katastrophal organisierte, unter- und fehlbesetzte interdisziplinäre ZNA, die allen anwesenden Fachabteilungen die Dienste zur Hölle macht.

Dr. Psycho
03.10.2012, 10:29
Fazit: Fand drei Monate Schonfrist bis zum ersten Dienst in der Psychiatrie mehr als ausreichend, ist aber sicherlich immer eine Frage der Einarbeitung. Ich persönlich finde, vier Wochen sollten es auch später schon sein, um die Strukturen und Abläufe einer neuen Klinik einigermaßen kennenzulernen. 2 Wochen find ich für nen Kollegen in fortgeschrittener Weiterbildung schon ne unangenehm kurze Einarbeitungszeit bis zum ersten Dienst, für einen absoluten Frischling m.E. völlig inakzeptabel und verantwortungslos. Egal in welchem Fach.

Anne1970
03.10.2012, 10:43
:-meinung
:
... 2 Wochen find ich für nen Kollegen in fortgeschrittener Weiterbildung schon ne unangenehm kurze Einarbeitungszeit bis zum ersten Dienst, für einen absoluten Frischling m.E. völlig inakzeptabel und verantwortungslos. Egal in welchem Fach.