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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufsbeginn: Ab wann hattest Du Deinen ersten Dienst?



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Nurbanu
14.10.2012, 21:08
irgendwie gibt es da nur Extreme, wie es scheint). Glaub mir einfach, es ist so, ich kann mich ja selbst oft nicht verstehen, geschweige denn leiden.

Mach eine Therapie.

Mach eine Therapie.

Mach eine Therapie.

Mach eine Therapie.

Mach eine Therapie.

Mach eine Therapie.

Mach eine Therapie.

Vielleicht kommt dieser Ratschlag irgendwann einmal bei dir an.

Fr.Pelz
15.10.2012, 19:58
Ich gehe davon aus, weil das bisher fast immer so war, ich nie das Gefühl hatte irgendwo gut anzukommen, bis auf wenige Ausnahmen (die waren oder sind dann allerdings ziemlich begeistert von mir; irgendwie gibt es da nur Extreme, wie es scheint). Glaub mir einfach, es ist so, ich kann mich ja selbst oft nicht verstehen, geschweige denn leiden.

Das ist schade.


Eigentlich schien es gut zu beginnen; auch wollte ich früh Dienste machen, um mehr zu lernen. Allerdings stufte mich der Betriebsarzt mit "voerst keine Nachtdienste" ein. Nun hab ich deshalb die Stelle schon wieder verloren wie es aussieht.

Hier ist auch Personalmangel, allerdings führt das eher dazu dass außer dem Oberärzten kaum einer im OP ist. Man wird eher auf Intensiv, Station oder in der Ambulanz abgestellt. Ausnahme ist nur eine Kollegin, die jedermanns Liebling zu sein scheint, die darf selbst dann in den OP wenn sie gar nicht mal so dringend dort gebraucht würde, "um was zu lernen". Die ist aber tatsächlich sehr sympathisch, so dass man das gut verstehen kann.

Irgendwie hab ich gerade ein akutes Orientierungsproblem. Im PJ mochte ich Allgemeinchirurgie auch sehr, was wohl daran lag, dass ich dort viel machen durfte, viele erste Assistenzen und sogar einen Blinddarm konventionell rausmachen. Allerdings frage ich mich wie ich aktuell längerfristig als richtiger Arzt in einem chirurgischen Fach überleben soll. Klar ist HTG bekanntermaßen eine sehr heftige Nummer, aber ob die anderen so viel besser sind? Weiß nicht. Es soll auf jeden Fall ein chirurgisches Fach sein, nur eben eins, das körperlich nicht so heftig ist. Gibt es so was? Sogar Neurochirurgie hätte viel Wirbelsäulenzeug dabei, ganz abgesehen davon dass ich mir das vom "Gesamtkonzept" her irgendwie nicht vorstellen kann, das wär wohl so gar nicht meins. Unfallchirurgie ginge am wenigsten, HTG scheinbar auch nicht, zumindest nicht mit diesem Betriebsarzt; aber ob die an einem anderen Ort so viel anders urteilen würden? Kann theoretisch sein, aber auch nicht sein. Weiß echt nicht, wofür ich die neuen Bewerbungen rausschicken soll.

Vielleicht für Verschiedenes und dann hospitieren? Vielleicht sogar spaßeshalber in einem Fach ohne Nachtdienste (unter anderem) Klar ist das auch aufwändig, bietet aber auch Chancen, mal über was Neues zu stolpern. Man hört so häufig, dass jemand ein bestimmtes Fach im Kopf hatte und dann nach PJ/Famulatur/Hospitation sich für etwas anderes entschieden hat, weil das Team nett war o.ä (ich wollte übrigens auch nie Chirurgie und wenns kein Pflichttertial gewesen wäre, wäre ich auch nie dort gelandet.)
Uro ist nicht ganz so physisch anstrengend, oder? (Ich find das Argument mit dem "lange stehen" in der Chirurgie sowieso doof. Die Internisten stehen doch in ihren 3h-Visiten oder ihren Endoskopien auch lange...)



Muss deshalb sagen, dass ich deinen Werdegang bewundernswert finde: Scheinbar hat alles perfekt geklappt. Wahrscheinlich sehr guten Eindruck in Famulaturen und PJ hinterlassen, tolles Examen, tolle erste Stelle, die du sehr gut meisterst, wo du schnell vorankommst und die dir auch noch Spaß macht. Zeugnisse, Gesundheit, Leistungsfähigkeit, alles top. Dann auch noch als Frau in der Chirurgie. Wirklich, Respekt.

(Naja, solche wie mich muss es wohl theoretisch halt auch geben...)

Hm, ja es stimmt das ich bisher viel viel Glück hatte im Leben, das nehm ich auch nicht als selbstverständlich hin, sondern bin ziemlich dankbar. Was mich speziell in meinem Job trägt, ist aus dem Römerbrief "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem" Immer-und Immer wieder :-)

blackcat86
15.10.2012, 21:02
Was ist schon gut oder böse, im Grunde sind das doch auch ziemlich relative Begriffe; zumindest hier habe ich den Eindruck dass Medizin nicht unbedingt immer "Helfen" ist, teilweise nichtmal die Priorität beim Finden von Absichten. Das ist aber ein anderes Thema.

Immerhin kann es auch von Vorteil sein, wenn die emotionale Intelligenz gegen Null konvergiert: Heute meinte eine Schwester sie fände es unmöglich, wie die Kollegen hier mit mir umgingen; auch sie fühle sich in dem Laden gemobbt. Ja, das Klima ist schon nicht das Beste, aber mir wäre das gar nicht aufgefallen. Mir wäre es tatsächlich nicht aufgefallen, wenn man es mir nicht gesagt hätte. Was das bedeutet weiß ich allerdings nicht.

Es gab schon Ärzte, die anders urteilten. Der nächste tut das vielleicht. Ich will ja kein Fach, wo man keine Nachtdienste hat, sondern einen Betriebsarzt, der mich zu selbigem zulässt. Und das dürfte machbar sein. Ich meine für meine Doktorarbeit habe ich auch Nächte durchgearbeitet, und die Note die ich dafür gekriegt hab sagt ja auch aus dass ich während jener also nicht komplett danebenstehen konnte. Mein Hausarzt hielt mich nicht für funktionseingeschränkt, hat mir das Attest für die Approbation uneingeschränkt unterschrieben. Ich meine irgendwo muss man doch die Kirche auch im Dorf lassen, als ob ich der einzige Mensch auf der Welt mit Schwächen wäre; Unfähigkeit ist vielmehr eine relativ ubiquitäre Eigenschaft, wie es mir manchmal scheint. Auch Abweichungen von Normwerten müssen nicht immer sofort "korrigiert" oder ausgemerzt werden, ich finde das sehr intolerant.

Wie auch immer: Wie kommst du mit den 24h Diensten klar; wann hattest du deinen ersten? Gab es auch ruhige Phasen, flaute der Stress zeitweise auch mal ab oder kann man das so nicht sagen?

Meuli
15.10.2012, 21:19
nach 11 Monaten ...

Fr.Pelz
16.10.2012, 18:51
Wir haben ja immer 24h... entweder man macht den normalen Tag ab 6.45 mit OP+Station und ist ab 15.15Uhr Dienstarzt bis zum nächsten Morgen um 8...oder man kommt am Wochenende morgens um 8 und ist Dienstarzt auch bis zum nächsten Morgen um 8. Opt out heißt das. Morgens bin ich nach Dienst immer etwas übermüdet und nicht so richtig zu etwas zu gebrauchen, aber das wird bestimmt noch besser. Mein Kollege hat letztens 4 dieser Dienste in 8 Tagen...

blackcat86
16.10.2012, 20:59
Hier ist es genau so, das scheint relativ verbreitet, auch die Frequenz. Allerdings mit dem Unterschied, dass der Tagdienst eher drei Stunden später geht; um 15:15 haben wir grad mal Besprechung.

Mit zunehmender Erfahrung scheint die Belastung auch exponentiell zu wachsen. Irgendwie macht das schon Angst. Als ob mit jedem Monat deutlich mehr erwartet würde, und für einen Facharzt wird es dann wohl die absolute Hölle (an alles drüber will ich gar nicht denken).

Nurbanu
16.10.2012, 21:15
Am Anfang erscheint alles schlimm, aber mit der Zeit kommt die Routine und man stellt fest, dass es nicht schlimm ist - das gilt für alle Berufe und neue Stellen.

Kackbratze
16.10.2012, 22:30
Ich persönlich finde 24h Dienste besser, das sie sozial verträglicher für das Umfeld sind. Man hat sicher an bestimmgen Tagen Zeit und ist an denanderen Tagen immer zur gleichen Zeit im KH.

blackcat86
17.10.2012, 21:10
Naja, wenn man sowieso die Tendenz hat sich zurückzuziehen ist das eher egal. Aber ohne Pause so lang zu funktionieren finde ich auf Dauer durchaus hart, und ob dann auch für "ambitionierteren" freizeittechnisch noch so viel drin ist wage ich zu bezweifeln; irgendwann braucht man doch auch seine Ruhe und kann keinen mehr hören oder sehen. (Mag aber auch daran liegen, dass ich prinzipiell eher "Versager" bin, selbst in der Freizeit; zieht sich durch alle Lebensbereiche, wie es scheint)

Hast du denn 24h Dienste an deinem Haus?

Kackbratze
17.10.2012, 21:14
Je nach Abteilung ist das Dienstgeschehen anders organisiert. Aktuell habe ich Rufdienste und wie schon gepostet meinen ersten Dienst nach 14 Tagen gehabt.

Anne1970
24.02.2013, 07:44
Heute ist es soweit: Mein erster Nachtdienst! Nach ca. neun Monaten. Fühl mich eigentlich schon gut vorbereitet... nach unzähligen NA und Hausdiensten in Spät - und Wochenenddienst seit September. Aber trotzdem steigt der Cortisolspiegel stetig...
Drückt mir die Daumen! :grins:

Muriel
24.02.2013, 07:59
Machen wir ;-)

netfinder
25.02.2013, 07:49
Das wird schon! Stress gehoert dazu^^

Anne1970
26.02.2013, 18:09
Auf zur Nacht 3/4. Schönes Arbeiten (bisher)

netfinder
27.02.2013, 04:34
Soso...

nonametoo
09.03.2013, 11:45
vor dem ersten Dienst kann ich folgendes Buch empfehlen: Nachtdienst-Einsatz!
https://www.thieme.de/viamedici/rezensionen/9783456850511.html

Anne1970
10.03.2013, 00:36
Soso...

Glück gehabt! :grins: