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toupi
21.10.2012, 19:09
@ Relaxometrie: das Kind muss bei dem besserverdienenden Versichert sein, bzw. hat keinen Anspruch auf kostenlose Familienversicherung in der GKV, wenn der Ehepartner mehr verdient und in der PKV ist. Bliebe noch die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung des Kindes in der GKV

dreamchaser
21.10.2012, 19:33
Ich bin und werde in der GKV bleiben, da weiss ich, was ich in Zukunft zu zahlen habe. Bei der PKV ist das eher nicht so.
Meine Mutter zahlt derzeit ca. 600 Euro/Monat Arbeitnehmeranteil zur PKV (und das, ohne großartig Leistungen in Anspruch zu nehmen - die Zahnimplantate hat sie zum größten Teil selbst zahlen müssen). Der Beitrag wird ja im Alter nicht weniger, sondern mehr werden, und dazu komm dann noch der AG-Anteil dazu bei Rentenbeginn.

Fr.Pelz
21.10.2012, 19:47
Ich persönlich finde auch schon das Prinzip - man kann sich aus einem Solidarsystem "rauskaufen", wenn man nur genug verdient - so bescheuert, dass für mich die PKV keine Option war.
:-meinung

test
21.10.2012, 21:31
Zu den angeblich hohen BEiträgen im Alter: meine Eltern, 1 Mal über 70 in Rente und 1 Mal kurz vor der Rente zahlen übrigens in der PKV weniger als ich in der GKV. Sind aber auch schon lange drin. Ich habe das in der Zwischenzeiten von nicht wenigen gehört, dass es ähnlich ist. Bei vielen PKVen wird ab Renteneintritt auch der Beitrag nicht mehr erhöht, dafür hat man vorher Beitragsrückstellungen gezahlt.
Wer denkt, dass es in der GKV zu keinen KOstensteigerungen kommen wird, dürfte sich auch täuschen. Ich will sicher nicht sagen, dass PKV das tollste ist, aber zu denken in der GKV ist alles wunderbar, hilft auch nicht unbedingt. ;) JE nach Situation sollte man vergleichen und dann entscheiden. Es gibt aber einfach viele Unwägbarkeiten, da niemand sagen kann, wie die Sachen in 10 oder 20 Jahren aussieht.

Kackbratze
21.10.2012, 21:41
Ich bin extrem zufrieden in der PKV und schaue auf die Beiträge naher Verwandter in der PKV und der GKV im Alter...die Option einer Haushaltshilfe gibt es auch bei PKV-Tarifen und die Kosten sind, je nach Planung und Durchführung so unterschiedlich, dass ich kein Problem in meiner PKV sehe.
Alles eine Frage der Planung, der Kostenkontrolle und auch der Ziele. Nicht jeder ist mit einem Unfallfreien oder frei von chronischen Erkrankugen seienden Leben gesegnet.

Und was das Kostenargument anbetrifft:
Bis jetzt sind alle meine Rechnungen so überwiesen worden, dass alles für mich "kostenneutral" an das Krankenhaus/Arzt weitergeleitet wurde. Auch hier: alles eine Frage der Planung.

Solara
21.10.2012, 21:53
Und was das Kostenargument anbetrifft:
Bis jetzt sind alle meine Rechnungen so überwiesen worden, dass alles für mich "kostenneutral" an das Krankenhaus/Arzt weitergeleitet wurde. Auch hier: alles eine Frage der Planung.

Hier war es durch Zusammenkunft unguter Ereignisse plus Feiertage (was die Bearbeitung der PKV verzögert) 20.000 EUR - das ist leider schlecht planbar ...
Sowas kommt halt dann im Alter.

Kackbratze
21.10.2012, 21:55
Die erste Mahnung ist kostenlos...

god0t
22.10.2012, 10:03
Ok, danke :-) Das bringt absolute Klarheit in die Diskussion! Ich hatte in einem meiner vorherigen Postings einen massiven Denkfehler.

Wieviel zahlt Ihr, die Ihr in der PKV seid, denn derzeit als Beiträge?

Ich bin bei einer recht teuren PKV und zahle aktuell 240 Euro Arbeitnehmeranteil pro Monat. Was ich mich noch frage: Wenn man im Rentenalter ist und nie in die Rentenversicherung (sondern nur in die Zusatzversicherung) eingezahlt hat, fällt dann nicht auch in der GKV der gesamte Monatsbetrag für den Versicherungsnehmer an?

Muriel
22.10.2012, 10:47
Ja, das ist kein Unterschied zwischen GKV und PKV.

GOMER
22.10.2012, 11:06
Auch für mich geht's nach einigen gezwungenen Monaten in der GKV zum 1.1. endlich zurück in die PKV, das ist einfach zuviel Geld, das mir durch die Lappen geht.


Aber mal ne andere Frage: Was heisst eigentlich Wahlarzt? Ist der Wahlarzt immer der Chef, oder darf ich den wählen, z.B. einen OA, der eine Sache besonders gut kann? Und wenn ich einen nicht-Chef wähle, darf dann der nicht-Chef auch liquidieren?

FirebirdUSA
22.10.2012, 12:25
Aber mal ne andere Frage: Was heisst eigentlich Wahlarzt? Ist der Wahlarzt immer der Chef, oder darf ich den wählen, z.B. einen OA, der eine Sache besonders gut kann? Und wenn ich einen nicht-Chef wähle, darf dann der nicht-Chef auch liquidieren?

Du darfst natürlich auch einen anderen Arzt als den Chef wählen. Bei uns wird dann Selbstzahler abgerechnet (selbe Kosten) aber das Geld geht zu 100% an die Klinik und nichts in den Pooltopf.

Zu den Kosten im Alter:
Ich kenne mehrere Personen die mit Anfang 50 bei ca. 500 Euro AN-Anteil sind, also bei 1000 Euro Gesamtbeitrag... Kachbratze hat aber Recht, wenn man ein passendes Angebot findet kann sich die PKV natürlich lohnen, sie kann im Alter aber auch deutlich teurer werden. Das Gegenargument ist natürlich genauso richtig, auch die GKV wird teurer werden oder Leistungen streichen müssen... Die optimale Lösung kann keiner vorhersehen, es gibt für beides Argumente und ich denke jeder muss für sich am Ende selbst entscheiden.

god0t
22.10.2012, 12:41
Auch für mich geht's nach einigen gezwungenen Monaten in der GKV zum 1.1. endlich zurück in die PKV, das ist einfach zuviel Geld, das mir durch die Lappen geht.


Aber mal ne andere Frage: Was heisst eigentlich Wahlarzt? Ist der Wahlarzt immer der Chef, oder darf ich den wählen, z.B. einen OA, der eine Sache besonders gut kann? Und wenn ich einen nicht-Chef wähle, darf dann der nicht-Chef auch liquidieren?

Der nicht-Chef darf liquidieren, wenn Du einen entsprechenden Wisch unterschreibst, dass der Wahlarzt in Vertretung des Chefs handelt. Dann kann komplett abgerechnet werden. Ist für Dich im Prinzip unerheblich, weil Du die Leistung sowieso bekommst, andersrum ist es aber mit "Kostenhürden" verbunden, so dass die Klinik weniger Geld bekommt, wenn der Wahlarzt behandelt ohne dass Du einen entsprechenden Vertrag unterschrieben hast.

Evil
29.10.2012, 11:45
Wie schon im anderen Thread geschrieben stimmt das alles aber nur für Angestelltenverhältnisse. Sobald man sich selbstständig macht, sprechen 3 Gründe relativ eindeutig für die PKV:
1. Arbeitgeberanteil bei GKV ist mitzuzahlen
2. kein Krankentagegeld in der GKV
3. bessere Leistungen in der PKV (wenn man sich seinen Tarif sorgfältig aussucht).

Lakemond
29.10.2012, 21:16
Als Mediziner wird man normalerwieso sowieso vom CA behandelt, wofür braucht man diese blöde Zusatzversicherung?

Espressa
30.10.2012, 05:39
Als Mediziner wird man normalerwieso sowieso vom CA behandelt, wofür braucht man diese blöde Zusatzversicherung?

Ach ja? Da verlass dich mal besser nicht drauf...

FirebirdUSA
30.10.2012, 06:39
Wie schon im anderen Thread geschrieben stimmt das alles aber nur für Angestelltenverhältnisse. Sobald man sich selbstständig macht, sprechen 3 Gründe relativ eindeutig für die PKV:
1. Arbeitgeberanteil bei GKV ist mitzuzahlen
2. kein Krankentagegeld in der GKV
3. bessere Leistungen in der PKV (wenn man sich seinen Tarif sorgfältig aussucht).

Ad 1: Kein unterschied zur PKV, auch hier übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte bis zum max. Satz der GKV.
Ad 2: Ja, kann man aber extra versichern, kostet natürlich dann aber auch extra und muss man wissen.
Ad 3: Hier gilt aber wirklich sorgfältig auswählen, insbesondere was Hilfsmittel, etc. angeht. Grundsätzlich aber auch richtig.

In dieser Konstellation wäre die PKV aber für mich (<30) schon teurer gewesen wie die GKV wegen Risikozuschlägen ...

Zu der Frage CA: Ich möchte eigentlich häufig gar nicht vom CA behandelt werden.

Kackbratze
30.10.2012, 07:29
Zu der Frage CA: Ich möchte eigentlich häufig gar nicht vom CA behandelt werden.

Dann auf die "freie Arztwahl" im Tarif achten (ja, auch da gibts in der PKV unterschiede) und wenn in einer Klinik Privatpatienten ausschließlich vom Chef behandelt werden und kein OA da auch nur einen Finger rühren darf, würde ich eine andere Klinik wählen.

LMD
30.10.2012, 08:43
Als Mediziner wird man normalerwieso sowieso vom CA behandelt, wofür braucht man diese blöde Zusatzversicherung?

Die Zeiten des Kollegenbonus sind vorbei bzw. wurde das ganze deutlich eingeschränkt.

Evil
30.10.2012, 08:58
Ad 1: Kein unterschied zur PKV, auch hier übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte bis zum max. Satz der GKV.
Dir ist schon klar, daß Du als Selbstständiger Dein eigener Arbeitgeber bist und damit den Anteil mitzahlen darfst? ;-)

Brutus
30.10.2012, 10:18
Wie schon im anderen Thread geschrieben stimmt das alles aber nur für Angestelltenverhältnisse. Sobald man sich selbstständig macht, sprechen 3 Gründe relativ eindeutig für die PKV:
1. Arbeitgeberanteil bei GKV ist mitzuzahlen
2. kein Krankentagegeld in der GKV
3. bessere Leistungen in der PKV (wenn man sich seinen Tarif sorgfältig aussucht).


Ad 1: Kein unterschied zur PKV, auch hier übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte bis zum max. Satz der GKV.


Dir ist schon klar, daß Du als Selbstständiger Dein eigener Arbeitgeber bist und damit den Anteil mitzahlen darfst? ;-)


Durch die voraussichtliche Anhebung der Bemessungsgrenze (2013) auf 3.937,50 EUR erhöht sich der Maximalbeitrag in der GKV auf 610,31 EUR. Der Arbeitgeber steuert 287,44 EUR bei, der Arbeitnehmer muss 322,87 EUR im Monat entrichten.
Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte (naja, nicht ganz). Allerdings sprach EVIL von Freiberuflern / Selbstständigen.
Und wenn ich überlege: GKV 610€ oder PKV 300€ (beides als Selbstständiger, der die volle Last selbst tragen muss)...