Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entscheidung PKV/GKV
Zumal zu den 610 Euronen für die GKV ja noch die private Zusatzversicherung und eine Krankentagegeld-Versicherung zugerechnet werden sollten.
Wieviel kostet denn ein Kind in der PKV? Die Kosten für den Nachwuchs und ggfs. auch für die Mutter, wenn diese ebenfalls in der PKV ist (Pflichtmitglied in der GVK wäre beitragsfrei während der Elternzeit, Freiwillige Mitglieder --> kA), kommen später hinzu.
CorPulmonale
03.11.2012, 11:29
Hat jemand eine Ahnung, wie das ist, wenn man als Student mal in die normale Rentenversicherung eingezahlt hat? Muss man dann später - wenn man sowohl von der Rentenversicherung als auch vom Versorgungswerkt Rente bekommt (oder gibt's sowas gar nicht?) - auch die kompletten KV-Versicherungsbeiträge selbst bezahlen, wenn man in der GKV ist?
Hat jemand eine Ahnung, wie das ist, wenn man als Student mal in die normale Rentenversicherung eingezahlt hat? Muss man dann später - wenn man sowohl von der Rentenversicherung als auch vom Versorgungswerkt Rente bekommt (oder gibt's sowas gar nicht?) - auch die kompletten KV-Versicherungsbeiträge selbst bezahlen, wenn man in der GKV ist?
@cor pulmunale
je nach situation:
1. du hast als student jobs auf 400 euro basis gemacht, vielleicht noch zivi, aber mehr nicht. dann werden dir für die rentenversicherung minimale zeiten angerechnet. du bekommst aber erst geld von denen, wenn du 5 jahre (auch gestückelt) eingezahlt hast.
2. du hast jobs mit mehr als 400 euro gehabt und ordentlich eingezahlt:
2. a) du hast die 5 jahre nicht zusammen. du kannst dir das auszahlen lassen, was du selbst vom arbeitnehmer-anteil eingezahlt hast. die entscheidung würde ich davon abhängig machen wieviele monate du eingezahlt hast. wenn dir noch 5 monate oder so fehlen, würde ich den mindestbeitrag einzahlen und eine zweite rente von der rentenversicherung beziehen, (muss man durchrechnen, wieviel fehlt). ansonsten wie gesagt auszahlen lassen und die mitgliedschaft bei denen beenden.
2. b) du hast die 5 jahre zusammen: rentenbefreiung stellen, ins ärzteversorgungswerk wechseln und 2 renten beziehen. fertig.
Der KV-Beitrag: heikles Ding. Von rechts wegen dürfen die Standesversorgungswerke keinen Krankenkassenbeitrag für uns übernehmen (gab ein Urteil, was ich auch schon irgendwo mal gepostet habe). Somit bleibt der gesamte beitrag an dir kleben. Wenn du also jetzt doch die 5 Jahre voll hast und eine Rente von der GRV bekommst. Dann wird auch deinen Krankenkassenbeitrag mit bezahlt (wird dir mit überwiesen und musst du gleich weiterleiten)...ABER: nur in einem bestimmten Satz: ich hatte für mich ausgrechnet, dass ich wenn ich die Rentenzahlung voll machen würde nur die Mindestrente von denen bekommen würde (war unglaublich gering), dieses geld rechnest du mal den aktuellen arbeitgeberanteil (aktuell 7,3%).
Jetzt nehmen wir an, aufgrund deiner geringen beitragszeit und deiner geringen beiträge beträgt deine rente 200 euro (und das ist hoch gegriffen), dann würde dir die rentenversicherung 14,60€ monatlich dazugeben, den rest zahlst du selbst. jetzt kannst du dir überlegen, ob es sich lohnt jetzt noch die fünf jahre vollzumachen.
Ich hab jetzt auch mal eine Frage: Habe mich ganz bewusst entschieden, in der GKV zu bleiben. Mein Arbeitgeber hat mir Anfang des Jahres mitgeteilt, dass er mich zum 01.01. als freiwillig gesetzlich krankenversichert gemeldet hat. Mir ist jetzt nicht ganz so klar, welche Änderungen sich dadurch für mich ergeben? Ich müsste jetzt wohl bei meiner Krankenkasse anzeigen, dass ich gerne als Wahlleistung Krankentagegeld hätte, dadurch wird mein Beitragssatz von 14,9 auf 15,5% erhöht, oder? Private Krankentagegeldversicherung wird wohl aufgrund meiner neu aufgetretenen chronischen Erkrankung schwierig... Ich habe zusätzlich vor einigen Jahren eine private Krankenhauszusatzversicherung abgeschlossen, die würde ich auch gerne weiterlaufen lassen, kostet mich um die 20€ im Monat.
Kann ich als freiwillig gesetzlich Krankenversicherte die Kasse jederzeit wechseln?
Kann ich als freiwillig gesetzlich Krankenversicherte die Kasse jederzeit wechseln?
Es gibt eine Frist, dass man mindestens 18 Monate bei einer Kasse versichert sein muss, bevor man wechseln kann. Es gibt aber noch einige wenige Ausnahmen wie es schneller geht... z.b. Kasse erhebt neu Zusatzbeiträge, Wechsel zur PKV etc.
Espressa
25.06.2013, 07:16
Wieviel kostet denn ein Kind in der PKV? Die Kosten für den Nachwuchs und ggfs. auch für die Mutter, wenn diese ebenfalls in der PKV ist (Pflichtmitglied in der GVK wäre beitragsfrei während der Elternzeit, Freiwillige Mitglieder --> kA), kommen später hinzu.
Als freiwilliges Mitglied in einer GKV musst du in der Elternzeit den mindestsatz von ca 150 Euro zahlen, es sei denn, du könntest beim Ehemann, der in einer GKV versichert ist, mitversichert werden.
In der PKV wird Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil fällig sowie für das Kind auch gleichmal ca 150 Euro.
Aus meiner Sicht lohnt sich bei geplanter Mutterschaft eher eine Zusatzversicherung.
FirebirdUSA
26.06.2013, 07:08
Ich müsste jetzt wohl bei meiner Krankenkasse anzeigen, dass ich gerne als Wahlleistung Krankentagegeld hätte, dadurch wird mein Beitragssatz von 14,9 auf 15,5% erhöht, oder?
Das kommt auf deine Krankenversicherung an, jede gesetzliche Krankenversicherung kann bei freiwillig Versicherten das Krankentagegeld ausschließen. Bei vielen ist es aber NICHT so (z.B. TKK). Außnahme sind Selbstständige die freiwillig versichert sind, in diesem Fall ist der von dir beschriebene Fall so viel ich weiß korrekt.
Krankentagegeld wird aber nur für den versicherungspflichtigen Anteil deines Gehaltes gezahlt und davon eben auch nur ein Prozentsatz, so dass du max. um die 2400 Euro im Monat gekommen kannst.
Danke Firebird, gut erklärt. Hatte gestern bei meiner Kasse angerufen, da hat man mir auch gesagt, dass diese Erhöhung auf 15,5% für mich als Angestellte nicht zutrifft.
Ich hab da sowieso noch einmal eine ganz andere Frage: Bei meinem vorherigen Arbeitgeber hatte ich auch schon > 2 Jahre über der Beitragsbemessungsgrenze verdient und das lief trotzdem alles so weiter. Warum hat mich jetzt mein neuer Arbeitgeber im 3. Beschäftigungsjahr als freiwillig gesetzlich krankenversichert gemeldet? Müssen die das machen? Welchen Vorteil hat mein Arbeitgeber dadurch?
Eine Freundin von mir ist ebenfalls freiwillig GKV und sie bekommt den Arbeitnehmer/Arbeitgeber-Betrag immer voll ausgezahlt und überweist dann selbstständig mittels Dauerauftrag an ihre GKV. Kann ich das auch machen? Ist das sinnvoll?
John Silver
29.06.2013, 14:52
Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, der Krankenkasse zu melden, wenn man die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet.
Wenn man die Kohle vom Arbeitgeber bekommt und an die Krankenkasse überweist, hat man zusätzlichen Aufwand jeden Monat, sonst nichts.
ich bin ja nun schon wieder am hin- und herschwanken...mir hat ein befreundeter chirurg von "seiner" privaten versicherung vorgeschwärmt und nun einen floh ins ohr gesetzt...
ist die lkh, landeskrankenhilfe...hat jemand erfahrung mit der?!?
habe jetzt für kommende woche einen termin mit einem vertreter ausgemacht und werde mich unabhängig davon die woche drauf nochmals von meinem mlp-menschen beraten lassen...
ich habe immer noch das problem, dass ich nicht wirklich die notwendigkeit sehe, mich voll-privat zu versichern, da ich glaube, dass ich im krankheitsfall nicht vom jüngsten asisstenten operiert werde und auch nicht im 4-bett-zimmer sterben werde ;-)...aktuell klappt das z.b. auch mit terminen bei niedergelassenen kollegen sehr gut : "ich bin ärztlicher kollege und bräuchte einen termin..."..."ja, klar, kein problem; ende der woche?!?!?"...läuft wirklich so..und ich bin in der tkk (und mit der übrigens sehr zufrieden.. zusätzlich habe ich mich privat versichert (augen, zähne, krankentage-/krankenhaustage-/pflegegeld) und zahle dafür knapp 80€/monat.
planung ist immer noch 2-3 kinder zu bekommen...(sodass eigentlich die gesetzliche plus zusatz günstiger sein sollte auf lange sicht, wenn es denn beim jetzigen system der krankenkassen bliebe...aber weiß das schon).
würde mich nochmals über input freuen.
grüße
mann und kind sind vollprivat bei der lkh (im arzttarif). bisher keine probleme, allerdings ist mein mann kein arztgänger und daher wurde die versicherung bisher kaum in anspruch genommen, für meine tochter schon eher mal. hast du konkrete fragen?
Relaxometrie
30.06.2013, 15:10
MLP berät nicht, sondern verkauft!
Ich würde mich an Deiner Stelle nochmal ausführlich mit Testzeitschriften auseinandersetzen und noch andere, möglichst seriöse Quellen suchen. Hier im Thread wurde ja auch sehr viel sehr Gutes geschrieben, und ich glaube kaum, daß die einzelnen Schreiber ihre Meinung geändert haben.
Bei der Recherche würde ich mich auch über Leistungslücken bei Billigtarifen der PKV informieren, um nicht auf unseriöse Versicherungsangebote hereinzufallen. Die ständig in der Presse thematisierten Beitragserhöhungen in der PKV würde ich auch nochmal genauer unter die Lupe nehmen.
Du kannst ja auch nochmal die unterschiedlichen Varianten durchrechnen: Wer verdient mehr? Du? Deine Freundin? Wie wäre es, wenn Kinder dazu kommen? Bei wem wären die dann versichert?
Letztlich kann man sich natürlich auch totrechnen und -informieren. Da bin ich froh, daß ich der PKV grundsätzlich mißtrauisch und ablehnend gegenüber stehe und gar nicht wechseln möchte.
@toupi..würd mich vielleicht nochmal mit konkreten fragen melden, nach meinem termin beim lkh-berater..ok?!
der war am tel eigentlich ganz nett...als ich ihm dann erzählt hab, dass ich bis heute meine private zusatz kündigen müsste (läuft im sept. aus)..wollt er gleich den termin auf heute (sonntag!!!) vorverlegen, direkt kündigen und auch direkt abschließen...da war er mir dann schon wieder n ticken unsympatisch..denn geld sieht der natürlich auch primär...:-(
..soviel zum misstrauen @relaxometrie
kannst dich gerne melden, wobei ich eher kontra pkv bin (und auch wirklich die nachteile jetzt mit kind sehe)
Rheumatica
30.06.2013, 22:38
Finde nachwievor, dass die GKV eine solide Absicherung hat, gerade wenn es darauf ankommt (witzigerweise landen z.B. bei uns ein Haufen der PKV-versicherten nach Intensivaufenthalten auf der Normalstation, weil auf der Intensiv sich wirklich niemand um den Versicherungsstatus kümmert - das dann immer witzig, wenn sie sich entrüstet als Privatpatienten outen).
Relaxometrie
02.07.2013, 14:31
kannst dich gerne melden, wobei ich eher kontra pkv bin (und auch wirklich die nachteile jetzt mit kind sehe)
Was für Nachteile erlebst Du bzgl. Kind & PKV?
v.a. das Fehlen von Kind-krank-Tagen. Die fallen bei uns seitens meines Mannes komplett weg, bei mir sind auch nur die 5 Tage nach SGB möglich, anstatt 10 pro Elternteil, wenn alle in der GKV sind (Kind ist gerade krank, daher beschäftigt mich das Thema zur Zeit). Und dann die Beitragsentwicklung in den nächsten Jahren, insbesondere wenn mehr als ein Kind da sein wird. Ich fürchte, dass wir in 10 Jahren bei knapp 1000 Euro KV-Kosten sein werden
Kackbratze
03.07.2013, 17:07
Für "Kind krank" habe ich Überstunden und nette Kollegen, diese gesetzlichen Tage sind sicherlich nett, aber zwingend notwendig meist nicht.
Die Kosten waren mir vorher klar, aber wie sich die Kosten bei der GKV entwickeln ist auch nicht klar.
Das Zimmer war für mich der hinterletzte Grund zur PKV zu wechseln, auch wenn das scheinbar für 90% der Bevölkerung der Grund zu sein scheint...
so, gestern termin mim berater der lkh gehabt und nun völlig orientierungslos.
hab ein angebot für eine vollprivate versicherung; kostet mich jetzt (an-anteil) 190€/monat.
mit angenommenen 3 kindern später (und 20% SB, max. 1200€/a) 393€/monat.
im vergleich: ich zahle aktuell in der gkv 373€ plus 80€ zusatzversicherung (zahn, brille, ...)..
d.h. rein finanziell würd es sich schon lohnen...sowohl aktuell, als auch mit 3 (!!) kindern..hätte ich ja nie gedacht.
was sagt ihr dazu?!
die alternative, die ich im kopf habe (weil ich halt irgendwie den pvks doch noch misstrauisch gegenüberstehe) ist: kinder ab geburt privat zusatz zu versichern...für kleines geld...
meine größte sorge ist, dass ich die beiträge über die kommenden 40 jahre nicht absehen kann. aktuell hört sich das alls so schön an aber werden aus meinen 393€ mit drei kindern in 20jahren mal 800€????...mir ist klar, dass die pkv eine steigerung von etwa um die 4-5%/a drinhat...die gkv aber auch, oder knapp darunter..bei allerdings wahrscheinlich (orakel) leistungskürzungen...
freue mich nochmals über input.
danke im voraus.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.