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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einnahme von Levothyroxin morgens vs. abends



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Feuerblick
29.08.2014, 19:05
Ich merke das sofort, wenn ich zu wenig oder zu viel von dem Zeug intus habe... :-nix

Hoppla-Daisy
29.08.2014, 19:07
Bei mir ist das ja mittlerweile eher Prophylaxe, damit die Restschildkröte nicht hypertrophiert. Aber da ich daran auch nicht interessiert bin, nehm ich direkt heute Abend ne Tablette :-).

EVT
29.08.2014, 19:40
Bei mir sorgt Eitelkeit fuer die beste Compliance. :-D Ich vergesse die nie, man will ja nicht zunehmen.

Selbst bei extrem hohen Dosen L-Thyroxin habe ich nichts gemerkt, ist das nicht komisch? Kein Herzrasen, nichts.

roxolana
29.08.2014, 20:22
Ich war mal ne Weile in einer deutlichen Überfunktion (fT3 und fT4 beim Doppelten der oberen Referenzwerte) und das einzige Symptom war, dass ich mehr geschwitzt habe, als sonst. Aber eine zu gerine Dosis merke ich auch sehr schnell.

Hoppla-Daisy
29.08.2014, 20:26
Ich bekomm dann sofort richtig fieses Herzstolpern! Nee nee, dann lieber Unterfunktion :-)

*milkakuh*
29.08.2014, 21:26
Vielen Dank für eure Antworten! :-) Ich werde jetzt auch einfach mal den Selbstversuch starten und die Tablette abends nehmen. Nicht, weil ich die Einnahme morgens vergesse oder früher Frühstücken will (das klappt seit 10 Jahren eigentlich ganz gut :-)), sondern weil ich so eine richtige ausgeprägte Morgenmüdigkeit habe. Bin gespannt, ob die Veränderung was bringt. Ich werde berichten! :-)

Nurbanu
29.08.2014, 21:39
sondern weil ich so eine richtige ausgeprägte Morgenmüdigkeit habe. Bin gespannt, ob die Veränderung was bringt.

Hatte ich auch. Lösung: Erhöhung um 12 µg ;-) Manchmal hilft so eine minimale Dosiserhöhung. Das Wohlbefinden lässt sich nicht in Laborparametern ausdrücken.
Wenn das nicht hilft mal zum Endo und dann mit Thybon versuchen. Die Hausärzte taugen nichts. Denen reicht TSH ... :-keuleMit denen diskutiere ich auch nicht mehr, die bekommen nur noch die Ansage, wie viel µg LT sie diesmal verschreiben sollen.

EVT
29.08.2014, 21:46
Ich gucke nicht mehr aufs TSH, sondern nur die freien Werte und die moechte ich im oberen Grenzbereich haben.
Es ist echt unglaublich, wie man bei manchen Aerzten um so ein bloedes Rezept kaempfen muss, selbst Frauen, die schwanger werden wollen. Das sollte doch so langsam mal angekommen sein, dass da der TSH um 1 sein sollte... Zum Abnehmen auch. :-))

*milkakuh*
29.08.2014, 21:58
Hatte ich auch. Lösung: Erhöhung um 12 µg ;-) Manchmal hilft so eine minimale Dosiserhöhung. Das Wohlbefinden lässt sich nicht in Laborparametern ausdrücken.
Wenn das nicht hilft mal zum Endo und dann mit Thybon versuchen. Die Hausärzte taugen nichts. Denen reicht TSH ... :-keuleMit denen diskutiere ich auch nicht mehr, die bekommen nur noch die Ansage, wie viel µg LT sie diesmal verschreiben sollen.

Bin schon beim Endokrinologen in Behandlung. Wir hatten im Januar von 75um auf 100um erhöht, TSH war bei der Kontrolle beim Hausarzt <1. War diese Woche erst wieder zur Kontrolle beim Endokrinologen und habe die Blutergebnisse noch nicht, schätze aber, dass die Werte weiterhin gut sind. Es ist halt wirklich auffällig, dass ich erst abends richtig wach werde. Habe gelesen, dass die abendliche Einnahme vom Levothyroxin das ändern kann. Aber ich glaube es erst, wenn es auch funktioniert. :-))

Nurbanu
29.08.2014, 22:57
Ich gucke nicht mehr aufs TSH, sondern nur die freien Werte und die moechte ich im oberen Grenzbereich haben.

Die Phase habe ich teils hinter mir (nicht mehr auf TSH schauen) und teils übersprungen (freie Werte? Pah, TSH reicht doch! Freie Werte nehmen wir nicht ab!) und bin bei der "Klinik", sprich meinem Befinden, angekommen. Ich höre nur noch auf meinen Körper.

@ milka

Hat sich dein Befinden vom Januar bis jetzt verändert? Wurde es besser mit deiner Müdigkeit nach der Erhöhung und dann wieder schlechter? Oder gab es gar keine Änderung? Es könnte sein, dass nur noch eine minimale Erhöhung fehlt, um deinem Körper das zu geben, was er braucht und die 25 µg nicht ausreichend waren.

*milkakuh*
29.08.2014, 23:06
@ milka
Hat sich dein Befinden vom Januar bis jetzt verändert? Wurde es besser mit deiner Müdigkeit nach der Erhöhung und dann wieder schlechter? Oder gab es gar keine Änderung? Es könnte sein, dass nur noch eine minimale Erhöhung fehlt, um deinem Körper das zu geben, was er braucht und die 25 µg nicht ausreichend waren.

Also ich hatte schon erst das Gefühl, dass es besser wurde. Vorallem war auch diese extreme Lustlosigkeit/Antriebslosigkeit so gut wie weg. Hatte schon fast an eine Depression geglaubt. Seit einer Weile ist es aber wieder richtig schlimm. Habe wenig Lust auf Unternehmungen und bin morgens und nachmittags richtig richtig müde. Könnte ständig schlafen und bin unkonzentriert, verliere oft den Faden und weiß nicht mehr, was ich oder andere vor ein paar Sekunden gesagt haben. Fühle mich wie im "Nebel". Abends/Nachts wird das etwas besser. Keine Ahnung, was da los ist. :-(( Bin auf die SD-Werte gespannt aber eigentlich glaube ich, dass die in Ordnung sind...:-?

Nurbanu
29.08.2014, 23:27
Das kommt mir alles so bekannt vor. Ich habe erhöht, dann 2 Packungen (6 Monate) die erhöhte Dosis genommen und dann wieder erhöht. Einfach, weil sich die Probleme nach kurzer Zeit wiederholt haben. Die Müdigkeit ist nicht so ausgeprägt, wie wenn eine größere Dosis fehlt, aber sie ist da. Irgendwann ist man mit der Müdigkeit "über den Berg" und wird wieder wacher, aber das Tagestief bleibt. Das ist für mich ein Zeichen, dass ein kleines bisschen nachgeholfen werden muss.

Das "Depression" ein Symptom der U-Fu ist hatte ich lange nicht auf dem Schirm und es auf PMS und Stress geschoben. Mir wurde das erst leider spät klar. Das war die letzte Lektion, die ich gelernt habe.

Vielleicht hattest du in der kurzen Zeit einen Schub? Bei 100 µg Substitution ist die Thyreoditis noch nicht ausgebrannt ;-)

EVT
30.08.2014, 05:49
Manchmal wäre es echt einfacher, die Schilddrüse rausnehmen zu lassen..

Ich hatte letztens kein Thyroxin mehr und habe nur Thybon genommen, dachte, das passt schon. TSH war auch erst ok, ist dann aber schnell angestiegen und ich war auch viel müder als sonst.. Seitdem ich es wieder habe, geht es besser.

Es muss ja nicht immer alles von der Schilddrüse kommen, ich würde auch die anderen Hormone kontrollieren lassen, besonders Nebenniere.

Absolute Arrhythmie
30.08.2014, 06:35
Ich glaub die spätabendliche Einnahme werde ich auch mal probieren. Denn das mit der ausgeprägten Müdigkeit morgens kenne ich auch. Wäre nur interessant, was man dann bei Nachtdienst macht?

Rico
30.08.2014, 08:34
Bei mir sorgt Eitelkeit fuer die beste Compliance. Ich vergesse die nie, man will ja nicht zunehmen.
Ich gucke nicht mehr aufs TSH, sondern nur die freien Werte und die moechte ich im oberen Grenzbereich haben.
Es ist echt unglaublich, wie man bei manchen Aerzten um so ein bloedes Rezept kaempfen muss, selbst Frauen, die schwanger werden wollen. Das sollte doch so langsam mal angekommen sein, dass da der TSH um 1 sein sollte... Zum Abnehmen auch. :-))Weil es jetzt schon zum zweiten mal kommt fühle ich mich jetzt gemüßigt, mal anzumerken, dass L-Thyroxin kein Mittel zur Gewichtsmodifikation ist. Das ist dieser Anorexie-Szene typische Missbrauch und in keiner Weise gesund oder sinnvoll. Die Hormone sollen so eingestellt werden, dass das Gewicht konstant bleibt, verändert es sich nach Dosisänderung in egal welche Richtung, dann war was verkehrt an der neuen Dosis, denn das ist nicht die physiologische Aufgabe der Schilddrüsenhormone Gewichtsveränderungen zu vermitteln.

Da braucht sich auch keiner wundern, dass man als Arzt sich nicht unreflektiert an dieser missbräuchlichen Verwendung beteiligen will indem man einfach als Rezeptautomat Rezepte nach Wunsch ausgibt, sondern gerne objektive Parameter hat, nach denen man die Wirkung und die Dosis beurteilen kann. Klar ist das subjektive Wohlbefinden der Patienten auch wichtig, aber eben nicht das einzige - ich kann mir schon gut vorstellen, dass sich eine Anorektikerin wie auch die meisten Normalbürger viel wohler fühlen, wenn sie weniger wiegen, aber das ist halt nicht Sinn und Zweck der Substitutionstherapie und diese Einstellungen nahe an oder sogar schon im Bereich der latenten Hyperthyreose ist halt nicht gesund (Herzrhythmusstörungen bis hin zum Vorhofflimmern auch bei jungen Leuten!).

Nurbanu
30.08.2014, 09:08
Rico, ich weiß zwar nicht sicher was EVT meint, aber vermutlich meint sie das, woran ich auch denke:
Durch die richtig hohe Dosis wird Abnehmen erst möglich. Nicht so hoch, dass es in einer medikamentös verursachten Hyperthyreose endet - wer das freiwillig mitmacht, hat 'nen Lattenschuss - sondern im Wohlfühlbereich. Und der lässt sich eben nicht anhand von Parametern in einem Zahlenbereich finden. Ich z.B. hatte mich, auch hier im Forum, in der Hinsicht geäußert, dass ich nicht abnehme, obwohl ich Sport mache und auf meine Nahrung achte, aber nach einer minimalen Erhöhung habe ich mit Sport abnehmen können (gleichzeitig sind die Morgenmüdigkeit und die depressive Verstimmung verschwunden) - also war es genau richtig. Und wenn ich nichts mache, halte ich mein Gewicht. Eine zu - geringfügig - niedrige Einstellung wirkt wie eine Abnehmbremse und muss angepasst werden.

Rico
30.08.2014, 09:23
Naja, das ist dann die sophisticed-version.
Letztlich erhöht man mit dem L-Thyroxin den Grundumsatz - deshalb wird es dann tatsächlich leichter abzunehmen, einfach weil man den Teil, den man über den Grundumsatz verfeuert nicht mehr über Aktivität oder Ernährung angehen muss. Aber es ist ansonsten bei laborchemischer Euthyreose keineswegs unmöglich abzunehmen, der Energieerhaltungssatz gilt unabhängig vom Hormonstatus.
Und jetzt zum Beispiel das TSH "gar nicht mehr" anzuschauen - also den ersten und sensibelsten Parameter, der eine Überdosierung anzeigt und sich die peripheren Hormone in den oberen Normbereich zu prügeln, das ist nicht Sinn der Übung und - man verzeihe mir - halt szenetypisch.

Trojan
30.08.2014, 09:27
Die Hausärzte taugen nichts. Denen reicht TSH ... :-keuleMit denen diskutiere ich auch nicht mehr, die bekommen nur noch die Ansage, wie viel µg LT sie diesmal verschreiben sollen.

Da hast Du vollkommen recht. Und wenn er nicht spurt: Arzt wechseln, gibt ja genug :-wand

*milkakuh*
30.08.2014, 10:43
Also mir geht es jediglich darum einen physiologischeren Tagesablauf hin zu bekommen. Da die Studien zur abendlichen Einnahme ergeben, dass es sich nicht negativ sondern allenfalls sogar günstiger auswirkt (bessere Resorption) ist es einen Versuch wert. Natürlich ist mir bewusst, dass diese ausgeprägte Müdigkeit auch mit etwas anderem zusammenhängen kann. Parallel werde ich natürlich auch wieder mehr Sport treiben und mich gesünder ernähren, gibt ja viele Schrauben an denen man drehen kann. Vorteilhaft an der abendlichen Einnahme finde ich übrigens noch, dass man dann ja quasi gezwungen ist ab ca. 20:00 Uhr (spätestens) nichts mehr zu Essen. Eigentlich ganz praktisch. :-D

Also ich habe jetzt auf abends umgestellt, mal schauen ob sich das irgendwie bemerkbar macht.

Edit: Bei der Erhöhung der Dosis war mein TSH übrigens außerhalb des Normbereiches. ;-)

Nurbanu
30.08.2014, 10:55
Letztlich erhöht man mit dem L-Thyroxin den Grundumsatz - deshalb wird es dann tatsächlich leichter abzunehmen, einfach weil man den Teil, den man über den Grundumsatz verfeuert nicht mehr über Aktivität oder Ernährung angehen muss.

Bei mir war aber trotz Sport und Ernährung kein Gewichtsverlust zu verzeichnen, nicht mal 1kg/Monat. Das ist nicht normal. Wenn jemand 3-4/Woche richtig Sport macht, sollte 0,5 - 1kg/Woche schwinden.


Aber es ist ansonsten bei laborchemischer Euthyreose keineswegs unmöglich abzunehmen, der Energieerhaltungssatz gilt unabhängig vom Hormonstatus.

Nur ist die laborchemische Euthyreose bei einem TSH von 0,7 genauso gegeben wie bei 1,5 oder 2,1, teilweise sogar bei 3,9. Das ist doch die Crux an der ganzen Sache.
So kann jemand mit einem TSH von 2 verschiedenste Symptome aufweisen die bei einem niedrigeren TSH - der ebenfalls in der Norm ist - verschwinden.


Da hast Du vollkommen recht. Und wenn er nicht spurt: Arzt wechseln, gibt ja genug :-wand

So in etwa. Und m.M.n. zurecht. Ich brauche keinen Arzt, der nur auf den Zettel guckt, mir aber nicht zuhört, wenn ich ihm mein Befinden beschreibe. Vielleicht sind FA f. Allgemeinmedizin besser, aber 3 von 4 Ärzten, die ich durchhabe, sind ältere Ärzte (Internisten mit Spezialisierung auf Gastroenterologie oder praktische Ärzte) gewesen, die sich nicht gut mit der SD auskennen.
Mir geht die Hutschnur hoch, wenn bei Dosis X eine Hypot. vorliegt (auch nach dem TSH zu urteilen) und mit Dosis Y eine Hypert. (auch nach dem TSH zu urteilen), die klinischen Symptome ebenfalls passen, zwischen beiden Dosen die gewöhnlichen 25 µg liegen und der Arzt nur "Das kann nicht sein, so empfindlich ist niemand" sagt. Danke, da bin ich echt bedient!
Das war der erste Arzt und seitdem gebe ich meine Therapie vor, denn ich weiß wann ich mich gut fühle und wann nicht.

Wenn es mir gutgeht, passt die Dosis. Wenn ich Herzrasen bekomme, ist es zuviel und wird reduziert. Wenn ich müde, lustlos und depressiv bin, ist es zu wenig und wird erhöht.

Hausärzte müssen auch mal auf ihre Patienten hören und daran denken, dass diese über ihre eine Krankheit gut informiert sind.




Also ich habe jetzt auf abends umgestellt, mal schauen ob sich das irgendwie bemerkbar macht.

Berichte mal, bin gespannt. Auch wenn ich es nicht nachmachen werde. Never change a running system ;-)