Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einnahme von Levothyroxin morgens vs. abends
Flemingulus
05.09.2014, 10:58
Ein paar Anmerkungen zum fachlichen Teil (bin aber zu faul dazu jetzt Studien rauszusuchen :-D, wer mir nicht glaubt, soll selber gucken, dann fühl ich mich vielleicht (!) bemüßigt nochmal zu kontern ;-) ).
1. Bei manifester Hypothyreose oder bei subklinischer Hypothyreose mit sehr hohen TSH-Werten (insbes. bei rel. jungen (< 65 ;-) ) Patienten ist eine Indikation zur Substitution gegeben, wobei - wenn nicht zwingende Hinweise auf eine Konversionsstörung vorliegen (was sehr selten ist!) - Thyroxin im ersten Anlauf zu bevorzugen ist. Dabei ist der Zielwert für TSH ein Wert unter 2,5 mU/l und nicht kleiner 1 wie in einigen Beiträgen suggeriert (damits ganz klar ist: der TSH-Wert darf zwar unter 1 mU/l rutschen, es soll aber nicht ausdrücklich angestrebt werden).
2. Einige User scheinen der Meinung zu sein, dass bei normalen fT3, fT4-Werten alles in Butter sei, egal wie der TSH-Wert liegt (also auch bei supprimiertem TSH). Das wird durch theoretische und empirische Daten nicht gestützt. Im Hinblick auf das Osteoporoserisiko ist zwar bei supprimiertem TSH und normalen SD-Hormonleveln nicht von einem unmittelbaren dramatischen Effekt auszugehen, allerdings gibt es klinische Hinweise, dass sich in der Postmenopause das Osteoporoserisiko auch bei dieser Konstellation erhöht und experimentelle Befunde, dass TSH direkt stimulierend auf Osteoblasten wirkt. Im Hinblick auf das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (insbes. Vorhofflimmern) gibt es klinische Hinweise, dass selbiges steigt, je stärker der TSH-Wert supprimiert wird. Weiterhin sollte man sich klar machen, das TSH ein differenzierungsförderndes Hormon in der Schilddrüse ist. Es gibt bisher keine guten epidemiologischen Daten zum Einfluss auf das Risiko für SD-Karzinome, dennoch ist aufgrund der pro-differenzierenden Wirkung von TSH plausibel, dass dieses Hormon ein möglicher Schutzfaktor vor der Entstehung von SD-Karzinomen, insbes. undifferenzierten, ist. Empirisch wird das zumindest dadurch gestützt, dass aktivierende Mutationen im TSH-Rezeptor oder nachgeschalteten Signalmolekülen einen Schutz vor der Entstehung von SD-Karzinomen darstellen (um den Preis, dass das gleichzeitig ein Risikofaktor für die Bildung benigner Adenome ist ;-) ). Nicht verwechseln sollte man das damit, dass bei bereits manifestem SD-Karzinom (also wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist) eine Suppression von TSH vielfach noch empfohlen wird (Begründung: TSH wirkt differenzierungsfördernd auf normale SD-Zellen, aber nicht oder nur wenig auf SD-Karzionomzellen). Summasummarum sollte man also durchaus auch auf den TSH-Wert und nicht nur auf die SD-Hormonwerte schauen und eine unnötige Suppression (wenn kein manifestes SD-Karzinom vorliegt) vermeiden.
3. Derzeit ist in vielen Ärzten und angehenden Ärzteköpfen (bes. im nicht-Facharztbereich) die um sich greifende Vorstellung zu bemerken, dass in einer Schwangerschaft die SD-Hormon-Level der Mutter besonders nachhaltig im oberen Zielbereich liegen sollen. Hier scheint sich die unidfferenzierte Sichweise breit zu machen, dass SD-Hormone in der Schwangerschaft grundsätzlich die "good guys" sind, die für das Gedeihen des ungeborenen Kindes besonders wertvoll sind. Tatsächlich sind aber bei der fötalen Entwicklung in vielen Geweben sogar ausgesprochen niedrige T3-Level wichtig für einen ordnungsgemäßen Ablauf, weshalb sich das ungeborene Kind in einigen Geweben durch die massive Hochregulierung inaktivierender (!) Deiodinasen vor einer übermäßigen Stimulation zu schützen versucht. Heißt jetzt nicht, dass ich einen Paradigmenwechsel einläuten möchte ;-). Ausreichende Iodzufuhr und euthyreote Stoffwechsellage der Mutter sind in der Schwangerschaft wichtig, aber viele (angehende) Ärzte scheinen die Komplexität der Wirkungen von SD-Hormonen in der Schwangerschaft und der unmittelbaren Postnatalperiode zu unterschätzen und reden hier ein bisschen wie Blinde von der Farbe.
4. Metformin ist keineswegs ein "TSH-Suppressor". Richtig ist: wenn man sich anschaut, was bei Diabetikern oder PCOS-Patientinnen mit (latenter) Hypothyreose passiert, wenn Metformin angesetzt wird, dann sieht man, dass TSH moderat gesenkt wird, allerdings in Abhängigkeit vom Ausangswert, die TSH-Senkung ist also um so weniger ausgeprägt, je niedriger der Ausgangs-TSH-Wert war. Bei normalen TSH-Werten passiert durch Metformin gar nix. Wenn man sich umgekehrt einmal anschaut, wie der TSH-Wert bei Patienten liegt, die Metformin enthalten, kommt man zu einem verblüffenden Resultat: der TSH-Wert ist bei Metformin-behandelten Patienten eher höher (!) als bei solchen die kein Metformin bekommen (die Konstellation dieser Fragestellung ist praktisch gleich wie bei erstgenanntem Szenario, nur der Blickwinkel ist anders: im erstgenannten Setting, war der TSH-Wert bekannt, dann wurde Metformin angesetzt, im zweiten Setting, wurde die Gabe (oder Nichtgabe) von Metformin vorausgesetzt und dann wurde nach dem TSH-Wert (als statischer Wert) geschaut. Ein mögliche Erklärung wäre, dass ein großer Teil der TSH-normalisierenden (nicht: senkenden) Effekte von Metformin eher mit dessen positiver Wirkung auf Gewicht oder andere Stoffwechselparameter zu erklären sein könnten. Unterm Strich ist es also nicht so, dass man einen niedrig-normalen (oder gar einen supprimierten) TSH-Wert dadurch erklären kann, dass man gleichzeitig auch Metformin bekommt. Kompliziert das alles, gell...
Lissminder
05.09.2014, 11:53
Ich nehme mein L-Thyroxin derzeit gar nicht, weil ich es jeden Tag vergesse :-blush
Merken tu ich allerdings auch nix :-peng
dauert doch auch in der Regel bis sich ein Hormonspiegel auf bzw. abbaut.
roxolana
05.09.2014, 15:57
Also irgendwie finde ich die Diskussionsführung hier etwas seltsam. Als Beispiel:
Coxy stichelt gegen EVT in Bezug auf ihre Beitragszeiten:
Denn wenn man sich deine Beitragszeiten mal so anguckt würde ich dich auch eher in der Hyperthyreose verorten EVT ;-), so ganz offlabel.
EVT erklärt ihre Beitragszeiten:
Ich befinde mich doch in einer anderen Zeitzone, Coxy ;-) das darf ich ja auch nicht zu oft schreiben, sonst bin ich auch wieder arrogant.nochmal: das kommt alles nicht von mir, sondern von meinen (ui ui ui) habilitierten Fachärzten, die noch mehr Erfahrung als Rico haben u auch nur endokrinologie machen.
Daraufhin kritisiert Brutus die US-Ärzte:
Sind das dieselben habilitierten FÄ, die auf die glorreiche, heroische Idee kamen, VIOXX mit 300-500mg/Tag als Darmkrebsprophylaxe zu geben, bei einer vom Hersteller empfohlenen Maximaldosis von 50mg/Tag? Also die ganz normalen Wahnsinnigen aus den glorreichen US of A? ;-)
EVT verteidigt US-Ärzte:
Es ist nicht alles schlecht in den USA, sonst gaebe es keinen Medizintourismus.
Dann unterstellt Brutus EVT, sie hätte behauptet, man müsse in die USA fahren, weil in Deutschland alles schlecht sei.
Medizintourismus nenne ich, wenn sich Otto von nebenan mal in der Türkei die Augen lasern lässt, oder Oma Hilde in Holland ein neues Gebiß bekommt, weil es dort günstiger ist. Aber dass man in die US of A fahren muss, um sich (kompetent?) behandeln lassen will, weil es in Deutschland (angeblich) nicht möglich ist, ........ Neeee, lass mal.
Was sie allerdings gar nicht geschrieben hat, denn sie wollte ursprünglich nur erklären, warum ihre Beiträge zu ungewöhnlichen Zeiten erscheinen. Also man könnte schon auf den Gedanken kommen, dass ihr sie aufm Kieker habt. Ein ganz kleines bisschen. Kommt schon, gebt es zu. ;)
Übrigens, es gibt auch in Deutschland Ärzte, die der Meinung sind, dass Patienten unter Substitution im Optimalfall ein TSH unter 1 haben sollten, z.B. im Fall von Schwangerschaft (http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1103192306.pdf). Siehe auch mein Pubmedlink, aus dem hervorgeht, dass das TSH unter Substitution niedriger ist als bei Nichtsubstituierten mit ähnlichen fT3/fT4-Werten. Daher mag ein TSH von 2,5 bei Nichtsubstituierten in Ordnung sein, bei einem Substituierten nicht unbedingt (Meine Wenigkeit war bei einem TSH von 1,6 in einer klinischen Hypothyreose, sprich fT4 unterm Normbereich, und das in der Schwangerschaft. Fand ich nicht so lustig).
Das als Admin?
Was ist das fuer ein Forum, das keine anderen Meinungen zulaesst? Es ist doch ein Unterschied, ob man sachlich diskutiert oder alles ins Laecherliche zieht.. Ist doch langweilig, wenn alle (bzw. eine bestimmte Clique) die gleiche Meinung haben bzw. hier einfach nur am meisten schreiben.
Keine Sorge, ich bin schlau genug. ;-) Meinst du, ich weiss nicht vorher, was da wieder fuer Kommentare kommen werden?
Wenn es mich so sehr stoeren wuerde, wuerde ich nichts mehr schreiben. Tut es aber nicht.
Das glaubst Du wirklich, oder?
Du in der Rolle des brillianten aber verkannten Foren-Robin-Hood als Stimme der armen unterdrückten User, die nonkoform zur Meinungsmache der etablierten intoleranten Stammuser-Clique sind.
Faszinierend.
Zum Thema:
obwohl ich nur Hausarzt bin, achte ich gerade bei schwangeren Patientinnen, aber auch bei allen anderen nicht nur auf den TSH-Wert, sondern auch auf das klinische Befinden. Laborwerte sind nicht alles, aber immer ein wichtiger Anhaltspunkt. Und wenn es da Diskrepanzen gibt, bestimme ich auch T3 und T4 oder nehme mir die Freiheit, den TRH-Test des benachbarten Endokrinologen anders zu interpretieren.
Richtig kompliziert wird es dann ja bei vorhandenen Knoten und Jodgabe, da gibt es kein einheitliches Schema.
Was sie allerdings gar nicht geschrieben hat, denn sie wollte ursprünglich nur erklären, warum ihre Beiträge zu ungewöhnlichen Zeiten erscheinen. Also man könnte schon auf den Gedanken kommen, dass ihr sie aufm Kieker habt. Ein ganz kleines bisschen. Kommt schon, gebt es zu. ;)
Nöö, nur Deine Zusammenfassung ist mal ordentlich aus dem Gesamtzusammenhang gerissen. ;-)
Lies Dir nochmal von Seite 2 an alles durch, und dann nochmal Deine Zusammenfassung.
Habe ich heute morgen auch noch mal gemacht.
Die Erklärung für die Zeiten beziehen sich NUR auf Coxy, mitnichten auf Rico, Test oder Trojan mit ihren Fachbeiträgen... :-nix
Absolute Arrhythmie
05.09.2014, 16:24
Um zum Thema zurück zu kommen:
@milka: hast du die abendliche Einnahme probiert? Ich bin mir da nicht sicher ob ich das machen soll, vllt besprech ich das bei der nächsten Kontrolle mal mit meinem Arzt. Hast du überhaupt ne -itis? Ich hab zB keine und trotzdem ne UFu.
Feuerblick
05.09.2014, 17:46
@Flemingel: DANKE!!!
Brutus, wie kommst du dadrauf, dass ich unter 10 Patienten nur kenne? Das habe ich nirgendwo geschrieben.
Natuerlich muss man es meistens selber bezahlen, aber ich kenne auch Faelle, wo es von der GKV uebernommen wurde, weil da eben in der Mayo Clinic der Spezialist fuer die seltene Erkrankung sass. Es ist ja wohl auch klar, dass ich nicht meine, dass man fuer jede Krankheit in die USA muss und die Aerzte in Deutschland schlecht sind und ich bin natuerlich auch nicht extra dafuer in die USA gefahren, sondern habe im Rahmen meiner Famulaturen und Doktorarbeit nachgefragt. Warum auch nicht, wenn man an der Quelle sitzt? ;-)
Meine Aerzte sind halt Mitte 60 und dementsprechend bin ich davon ausgegangen, dass sie schon eine Weile laenger dabei sind als Rico.
Ich wurde schon ein paar Mal operiert in den letzten Jahren und da waren meine Werte nie ein Problem, sie sind ja eben auch im Grenzbereich. Wofuer ist der dann da, wenn es dann schon zu hoch waere? Das sind jetzt ehrlich interessierte Fragen.
Oder warum ist es so schlimm, wenn der TSH niedrig ist, (aber auch noch im Grenzbereich) und die freien Werte ueber Jahre konstant eben im hoeheren Grenzbereich? Dann braucht man ja keine Grenzbereiche mehr oder neue.
Und ich habe ja eben diese Konversionsstoerung und nehme das Thybon nicht, um das TSH zu senken (das war ja ok, aber eben trotzdem noch Beschwerden), sondern um das T3 in einen hoeheren Bereich zu heben. Das ist doch auch der Sinn davon? Natuerlich nur bei entsprechenden Beschwerden, sonst kommt man ja gar nicht erst drauf, das zu nehmen. Mehr Thyroxin hatte nicht geholfen.
Der TSH Wert ist nicht so sehr beim Schwangerwerden wichtig (habe ich ja auch nicht behauptet), sondern fuer die fetale Entwicklung. Wenn das TSH zu hoch ist, koennte es natuerlich daran liegen, dass man nicht schwanger wird. Zu niedrig darf es natuerlich auch nicht sein.
Ich habe einen kleinen Herzfehler und bin daher regelmaessig beim Kardiologen, alles in Ordnung und an den Werten hatte er auch nichts auszusetzen. :-nix Meine Ruhefrequenz ist eben wie gesagt immer noch sehr niedrig, besonders natuerlich nachts. 35 :-D
Meine Mutter hatte ein Schilddruesen-CA, daher wird da schon drauf geachtet denke ich. Aber interessant, das wusste ich noch nicht.
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ist bei uns der haeufigste Grund fuer eine Unterfunktion nicht Hashimoto? Man muss ja nicht unbedingt Autoantikoerper haben.
Absolute Arrhythmie
05.09.2014, 17:56
Hashimoto ohne AK ist aber wohl "sehr selten".
Sind das dieselben
Richtig! Nicht die habil. Superhelden! Neeeee, Bayer! Und die durften dann Milliarden bezahlen und das Medikament vom :-nix
Sry, aber Vioxx war von MSD....ansonsten :-dafür
Hashimoto ohne AK ist aber wohl "sehr selten".
Ja. Ich habe keine. :-D Bei mir wurde es sonografisch diagnostiziert. Die Antikoerper wurden zweimal bestimmt. Hat man dann einfach nie welche oder kann das schwanken?
meine güte was hier los ist :D
halten wir doch einfach mal fest. man kann l thyroxin auch abends nehmen, sofern es 4h nach der letzten mahlzeit erfolgt. für leute, die gerne beim fernsehen was snacken also nicht geeignet ;-)
und sonst hat l-thyroxin ne hwz von 7 tagen, d.h. man merkt natürlich nciht direkt, wenn man eine tablette vergessen hat.
die restliche diskussion hat mich eher an kindergarten erinnert und wie jeder zeigen wollte, dass er mehr weiß als die anderen.
ich bin zwar noch nicht lange im forum aktiv, aber mir ist auch schon aufgefallen, dass immer die gleichen leute hier andere user blöd von der seite anmachen. bsp AA gegen EVT
kommt mal alle von eurem hohen ross runter bedenkt, dass ihr auch alle mal studenten ward und nicht allwissend auf die welt gekommen seid und dass 5 jahre berufserfahrung, gerade in der medizin, aber auch in der pharmazie, nichts wert sind.:-nix
Absolute Arrhythmie
05.09.2014, 19:06
Was hab ich denn jetzt schon wieder damit zu tun? Nur weil ich geschrieben hab dass ich ricos post okay und evts daneben fand?
Brutus, wie kommst du dadrauf, dass ich unter 10 Patienten nur kenne? Das habe ich nirgendwo geschrieben.
Das sollte auch eigentlich nur ausdrücken, dass ich unter Medizintourismus etwas anderes verstehe als ein paar Leute, die aus was für Gründen nach Amiland fliegen, um sich dort in Therapie zu begeben. Genausowenig würde ich meine alte Klitsche als Nabel der Welt bezeichnen, nur weil die halt vielen Scheichs der Prostata beraubt haben...
Da gehen unsere Vorstellungen bzgl. Tourismus wohl etwas auseinander.
Natuerlich muss man es meistens selber bezahlen, aber ich kenne auch Faelle, wo es von der GKV uebernommen wurde, weil da eben in der Mayo Clinic der Spezialist fuer die seltene Erkrankung sass.
Ernsthaft? Dieselbe GKV, die sich weigert, einen nachweislichen Zahnschaden im Urlaub innerhalb Europa zu übernehmen, soll in Amiland eine geplante Therapie übernehmen? Ich kann es nicht glauben...
Es ist ja wohl auch klar, dass ich nicht meine, dass man fuer jede Krankheit in die USA muss und die Aerzte in Deutschland schlecht sind und ich bin natuerlich auch nicht extra dafuer in die USA gefahren, sondern habe im Rahmen meiner Famulaturen und Doktorarbeit nachgefragt. Warum auch nicht, wenn man an der Quelle sitzt? ;-)
Meine Aerzte sind halt Mitte 60 und dementsprechend bin ich davon ausgegangen, dass sie schon eine Weile laenger dabei sind als Rico.
Und was soll uns das jetzt sagen? Ärzte mit 40 sind nicht so kompetent wie solche, die kurz vor der Rente stehen? Dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Zumal Du, wenn Du Dir die Ausführungen zu diesem Thema hier mal genau durchliest, feststellen solltest, dass da verdammt fundiert argumentiert wird. Und das hat nix mit herablassend zu tun, sondern schlichtweg mit der Erfahrung, die man sich im Laufe der Zeit mit genau jenem Patientengut aneignet... Und nur, dass das jetzt nicht wieder falsch verstanden wird: Mit Patientengut meine ich Patienten mit dieser Erkrankung und nicht, wie diese ticken...
Ich wurde schon ein paar Mal operiert in den letzten Jahren und da waren meine Werte nie ein Problem, sie sind ja eben auch im Grenzbereich. Wofuer ist der dann da, wenn es dann schon zu hoch waere? Das sind jetzt ehrlich interessierte Fragen.
Oder warum ist es so schlimm, wenn der TSH niedrig ist, (aber auch noch im Grenzbereich) und die freien Werte ueber Jahre konstant eben im hoeheren Grenzbereich? Dann braucht man ja keine Grenzbereiche mehr oder neue.
Die Grenzwerte werden doch über eine große Anzahl Patienten ermittelt. So kann es doch durchaus sein, dass ein Patient, der unter dem Grenzwert liegt, trotzdem in einem für ihn toxischen Bereich liegt. Genausogut kann ein Patient, der nach dem Labor deutlich über / unter dem Grenzwert liegt, trotzdem in "seinem" Normalbereich liegen.
Woher willst Du denn wissen, dass ein hoher "Normalwert" nicht für Dich schon jenseits der Grenze liegt? Und woran willst Du das festmachen?
Dazu kommt, dass nahezu jedes Labor seine "eigenen" Grenzwerte hat. Liegt schlicht an der Messmethode. Wenn Du nicht die Referenzwerte des Labors kennst, kannst Du so eigentlich die Werte überhaupt nicht verwerten.
Der TSH Wert ist nicht so sehr beim Schwangerwerden wichtig (habe ich ja auch nicht behauptet), sondern fuer die fetale Entwicklung. Wenn das TSH zu hoch ist, koennte es natuerlich daran liegen, dass man nicht schwanger wird. Zu niedrig darf es natuerlich auch nicht sein.
Unabhängig davon, für wen was in welchem Moment wichtig ist: es ändert doch nix an meiner o.g. Aussage. GSD wissen die meisten Menschen doch gar nicht, dass sie von IRGENDWAS zu wenig, zu viel, oder was auch immer haben. Trotzdem essen, trinken, kopulieren, werden schwanger, gebären, und sterben sie irgendwie vor sich hin. ;-)
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ist bei uns der haeufigste Grund fuer eine Unterfunktion nicht Hashimoto? Man muss ja nicht unbedingt Autoantikoerper haben.
Der häufigste Grund in Deutschland für eine SD-Unterfunktion dürfte wohl die SD-OP sein, ob jetzt subtotal oder total sei mal dahingestellt... :-)
Sry, aber Vioxx war von MSD....ansonsten :-dafür
Jau, ich habe kurz Lipobay von Bayer und Vioxx von Merck verwechselt... :-blush
kommt mal alle von eurem hohen ross runter bedenkt, dass ihr auch alle mal studenten ward und nicht allwissend auf die welt gekommen seid und dass 5 jahre berufserfahrung, gerade in der medizin, aber auch in der pharmazie, nichts wert sind.:-nix
Das meinst Du doch hoffentlich nicht ernst, oder?
Ich glaube niemand hier hat vergessen, dass man mal Student war. Aber die Aussage, dass 5 Jahre Berufserfahrung nichts wert sind, ist ja wohl der Hammer. Nach 5 Jahren dürften die meisten den FA in der Tasche haben. Und damit die "große" Prüfung in ihrem Fachgebiet absolviert haben, in der so ziemlich ALLES des jeweiligen Fachs geprüft werden kann. Und damit auch gelernt wird. Insofern dürfte der Wissensstand zu dem Zeitpunkt für DAS Fach am größten sein. Und da willst Du ernsthaft behaupten, dass das alles nix wert ist? :-wand
weißt du ich steh kurz vor dem 2. examen und dann folgt nur noch das Pj und dann bin ich apothekerin..
in anderen worten wird das jetzt meine schwerste prüfung sein und ich muss mich außer im 3.stex in rechtlichten fragen nicht mehr beweissen.
fortbildungen sind bei uns auch eher optional, ein missstand, den ich nicht nachvollziehen kann.
ja die sachen mit dem lernen und dem aktiven wissen ist ja ne andere. klar ist ne facharztprüfung noch mal ne hausnummer, aber ich bezweifel, dass man danach alles perfekt kann und weiß.
ich wollte lediglich drauf hinaus, dass ärzte mit 40 jahren berufserfahrung wesentlich mehr ahnung haben, natürlich bedingt durch die erfahrung, als ein frischer FA.
Ja, es wurde wirklich von der GKV uebernommen, sonst haetten die es sich auch nicht leisten koennen. Vllt. lag es daran, dass es vorher beantragt wurde?
Ich wuerde und mache es bei mir am Befinden fest, wie auch sonst?
Natuerlich betrachte ich immer die jeweiligen Referenzbereiche. ;-) Alles andere waere auch ziemlich dumm.
Naja, ich wuerde in der Schwangerschaft die optimalen Bedingungen fuer mein Kind haben wollen, sei es TSH, Eisen, Folsaeure... Man kann ja einfach was dran aendern.
Na gut,ich hatte jetzt keine OP an der SD, AA auch nicht nehme ich mal an, was ist denn bei jungen Frauen da der haeufigste Grund?
Absolute Arrhythmie
05.09.2014, 19:49
Ja, nach der Ursache hab ich mich auch schon gefragt. Ich hab keine op gehabt, keine Antikörper, Ultraschall unauffällig. Mein Arzt sagte der Grund sei im Grunde egal, ist er ja auch, interessiert mich nur "medizinisch".
*milkakuh*
05.09.2014, 21:34
Der Grund würde mich auch interessiert. Bei mir wurden auch keine Antikörper nachgewiesen. Hatte meinen Arzt mal drauf angesprochen, er meinte, dass er am ehesten von einem seronegativen Hashimoto ausgeht - aber gibt's das wirklich so oft?!
Edit: Das L-Thyroxin nehme ich jetzt seit ein paar Tagen abends. Werde in ein paar Wochen berichten, ob sich irgendwas verändert hat. Bin durch den Umzug und Unibgeinn jetzt wieder etwas aus dem Tagesrythmus gekommen, sodass ich das aktuell nicht beurteilen kann.
Absolute Arrhythmie
05.09.2014, 21:35
Dann wären wir ja schon drei, nee, das passt nicht zu "sehr selten".
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