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Snowcake
03.01.2015, 18:02
Dann mach doch eine Ausbildung.
Der Gedanke kam mir auch gerade.
Ich meine, klar ist das ein bisschen strange und eher ein Weg, den mancher Gewi einschlägt, weil sonst die Arbeitslosigkeit droht, aber hey, jeder kann doch mit seinem Leben machen ,was er will.
Wenn Du der Patientenbehandlung soo dermaßen abgeneigt bist (und so klingen deine Posts allemal), Du auch keine Lust mehr auf ein zweites Studium hast, Dir auch keinen Master vorstellen kannst und dir generell so gar nichts zusagt, was Du mit Deinem Studium anfangen könntest, schau doch tatsächlich mal, ob es irgendeinen Ausbildungsberuf gibt, der Dir gefallen könnte.
Der Gedanke kam mir auch gerade.
Ich meine, klar ist das ein bisschen strange und eher ein Weg, den mancher Gewi einschlägt, weil sonst die Arbeitslosigkeit droht, aber hey, jeder kann doch mit seinem Leben machen ,was er will.
Wenn Du der Patientenbehandlung soo dermaßen abgeneigt bist (und so klingen deine Posts allemal), Du auch keine Lust mehr auf ein zweites Studium hast, Dir auch keinen Master vorstellen kannst und dir generell so gar nichts zusagt, was Du mit Deinem Studium anfangen könntest, schau doch tatsächlich mal, ob es irgendeinen Ausbildungsberuf gibt, der Dir gefallen könnte.
Es kann doch einfach nicht sein, dass es in diesem Studium nichts gibt, wo man einfach nur um das Behandeln herumkommt - und nicht den Werbefritzen für Bohrmaschinen spielen muss.
Aber im Grunde ist es doch mit einer Ausbildung wie mit einem Dualen Studium: Weitere Jahre des Herumdümpelns und finanziell sieht es auch nicht gut aus, u. a. wegen dem Kredit. Wieder das Risiko, dass das ab den zweiten Lehrjahr genauso schal wird wie die Zahnmedizin, wieder die Frage welchen Beruf man damit ergreift - und ob man überhaupt einen bekommt. Nein, ich muss nach dem Examen anfangen zu arbeiten - über 800 Euro brutto.
Absolute Arrhythmie
03.01.2015, 18:54
Naja, die eierlegende Wollmilchsau wird es nicht geben.
Naja, die eierlegende Wollmilchsau wird es nicht geben.
Inwiefern soll es das denn sein? Ist es wirklich zu viel verlangt nach einen Studium mehr als zwei Möglichkeiten zu haben um in das Berufsleben einzusteigen?
Feuerblick
03.01.2015, 19:29
Naja, DAS wäre nett, ist aber eben nicht immer zu realisieren. Und die Möglichkeiten, die du hättest, verwirfst du ja schon von vornherein. Bliebe noch Taxifahren und ähnliches :-nix
Naja, DAS wäre nett, ist aber eben nicht immer zu realisieren. Und die Möglichkeiten, die du hättest, verwirfst du ja schon von vornherein. Bliebe noch Taxifahren und ähnliches :-nix
Die Möglichkeiten entweder eine Assistelle zu suchen oder Vertreter zu werden? Ja, die gefallen mir alle beide nicht.
Taxifahren ist so ein Musterbeispiel für einen Job, in den man nicht so einfach einsteigen kann. Seltsam, dass das immer als Beispiel kommt.
Feuerblick
03.01.2015, 20:12
Das Problem ist doch, dass du in KEINEN anderen Beruf einfach so einsteigen kannst, ohne vorher zumindest eine Art Weiterbildung zu machen. Du hast ja nunmal "Zahnarzt" gelernt. :-nix
Ich konnte als Humani auch nicht einfach was anderes machen als mir ne Stelle als Assistenzarzt suchen. Auch als Medizinjournalist bräuchtest du ein Volontariat (seeeehr schlecht bezahlt, wenn überhaupt). Als "Vertreter" würdest du erst mal weitergebildet, damit du weisst, was du erzählen sollst. Als Gutachter brauchst du Berufserfahrung... So ist das nunmal. Ein Bäcker kann auch nicht mal eben Fleischer werden, wenn er auf Brötchen keine Lust hat. ;-)
Das Problem ist doch, dass du in KEINEN anderen Beruf einfach so einsteigen kannst, ohne vorher zumindest eine Art Weiterbildung zu machen. Du hast ja nunmal "Zahnarzt" gelernt. :-nix
Ich konnte als Humani auch nicht einfach was anderes machen als mir ne Stelle als Assistenzarzt suchen. Auch als Medizinjournalist bräuchtest du ein Volontariat (seeeehr schlecht bezahlt, wenn überhaupt). Als "Vertreter" würdest du erst mal weitergebildet, damit du weisst, was du erzählen sollst. Als Gutachter brauchst du Berufserfahrung... So ist das nunmal. Ein Bäcker kann auch nicht mal eben Fleischer werden, wenn er auf Brötchen keine Lust hat. ;-)
Als Humani hast du aber eben ein paar Möglichkeiten, was für eine Assistenzarztstelle du übernimmst.
Dass man als Einsteiger für den Journalismus ein Volontariat bekommt ist glaube ich etwas hoch gegriffen - dafür wollen die meisten ja schon Erfahrung in Form von Praktika.
Aber eine Weiterbildung durch den Arbeitgeber ist halt etwas völlig anderes als wenn man auf gut Glück in einer Praxis anfängt, damit man vielleicht in wer-weiß-wievielen Jahren wo anders eine Stelle bekommt. Bei dem einen fängt man eben in einem Bereich an, in dem man später arbeiten müsste - beim anderen irgendwo, nur um auf dem Lebenslauf seine Jahre abzusitzen - wobei es auch noch vom wohlwollen den Chefs abhängig ist, dass man überhaupt einen Hauch von den später notwendigen Fähigkeiten mitbekommt.
Feuerblick
03.01.2015, 21:00
Aber war dir das denn nicht vorher klar?
Snowcake
03.01.2015, 21:04
Ich denke mittlerweile fast, Du steckst gerade in einem so großen Tief, dass man Dir jetzt alles und nichts vorschlagen kann und Du willst es nicht.
Ich meine, wir hatten hier jetzt einiges:
- als Zahnarzt arbeiten
- Fachzahnärztliche Weiterbildungsstelle (um mal von der klassischen ZM wegzukommen)
- Beratertätigkeit
- Zweitstudium
- nicht konsekutiver Master in angrenzenden Fächern des Gesundheitswesens
- Gutachtertätigkeit
- Medizinjournalismus (nicht wirklich eine realistische Option)
- Berufsausbildung
Mir fallen jetzt noch Pharmafirmen ein, die nehmen auch gerne mal Zahnmediziner, aber da wirst Du auch irgendjemanden beraten müssen oder jemandem Produkte aufdrücken o. Ä., denn forschen tun andere mit entsprechender Qualifikation.
Und als aller letztes bleiben (sorry, das ist jetzt nicht böse gemeint) noch die drei K´s (Kinder, Küche, Kirche) :-nix
Soll heißen, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für große Pläne.
Vielleicht versuchst Du den Gedanken mal für ein paar Wochen loszulassen, konzentrierst dich aufs weitere Studium (auch wenn es schwer fällt) und nimmst den Gedanken zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf.
Manchmal verziehen sich graue Grübelwolken ja ein Stück weit auch von selbst wieder und der Blick wird etwas klarer (spreche aus Erfahrung).
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und dass Du was passendes für Dich findest :-)
Aber war dir das denn nicht vorher klar?
Nein, absolut nicht. Das ist das letzte, was einem jemand klar macht.
Ich denke mittlerweile fast, Du steckst gerade in einem so großen Tief, dass man Dir jetzt alles und nichts vorschlagen kann und Du willst es nicht.
Ich meine, wir hatten hier jetzt einiges:
- als Zahnarzt arbeiten
- Fachzahnärztliche Weiterbildungsstelle (um mal von der klassischen ZM wegzukommen)
- Beratertätigkeit
- Zweitstudium
- nicht konsekutiver Master in angrenzenden Fächern des Gesundheitswesens
- Gutachtertätigkeit
- Medizinjournalismus (nicht wirklich eine realistische Option)
- Berufsausbildung
Mir fallen jetzt noch Pharmafirmen ein, die nehmen auch gerne mal Zahnmediziner, aber da wirst Du auch irgendjemanden beraten müssen oder jemandem Produkte aufdrücken o. Ä., denn forschen tun andere mit entsprechender Qualifikation.
Und als aller letztes bleiben (sorry, das ist jetzt nicht böse gemeint) noch die drei K´s (Kinder, Küche, Kirche) :-nix
Soll heißen, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für große Pläne.
Vielleicht versuchst Du den Gedanken mal für ein paar Wochen loszulassen, konzentrierst dich aufs weitere Studium (auch wenn es schwer fällt) und nimmst den Gedanken zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf.
Manchmal verziehen sich graue Grübelwolken ja ein Stück weit auch von selbst wieder und der Blick wird etwas klarer (spreche aus Erfahrung).
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und dass Du was passendes für Dich findest :-)
Naja, die Vorschläge kann man halt auf ein paar weniger Punkte zusammenfassen: Dinge, die ich mir nicht leisten kann (Master, Zweitstudium, höchstwahrscheinlich auch Berufsausbildung), Dinge, für die man unbestimmte Zeit als Zahnarzt oder in der Praxis arbeiten muss (klassischer Zahnarzt, Fachzahnarzt, Gutachtertätigkeit, Beratertätigkeit) und Werbefritze für die Industrie.
Irgendeine Klärung ist da leider auch nicht in irgendeiner vertretbaren Zeit zu erwarten, da ich diese Diskussion mit mir selbsts jetzt schon sicher ein Jahr führe. Um so näher das Ende des Studiums rückt um so schlimmer wird es.
Die drei Ks möchte ich mal nicht kommentieren.
expecting
04.01.2015, 11:59
Inwiefern soll es das denn sein? Ist es wirklich zu viel verlangt nach einen Studium mehr als zwei Möglichkeiten zu haben um in das Berufsleben einzusteigen?
Tut mir Leid, aber ja, das ist es. Zumindest bei vielen Studiengängen, wozu Zahnmedizin eben gehört. Welche Möglichkeiten, meinst du, hat man nach einem Architekturstudium? Nach einem Lehramtsstudium? Nach einem Informatikstudium?
Wer als fertiger Architekt das Gräuel kriegt, wenn er Gebäude planen soll, oder als fertiger Lehrer, wenn er Kinder / Jugendliche / einen Klassenraum sieht, oder als Informatiker, wenn er einen Computer sieht ... der hat leider kaum andere Möglichkeiten.
Eigentlich ist das gerade der Vorteil an dieser Art von Studiengängen -- dass man eben vorher schon ein gewisses Ziel vor Augen hat, wohin die Reise gehen wird.
Anders ist es vielleicht, wenn man Germanistik oder pure Mathematik oder Philosophie studiert, da ist man gegebenenfalls freier, was die spätere Berufsperspektive angeht, aber auf gewisse Art auch ziellos. Aber selbst da gilt eben, als Germanist wird man sein Leben lang mit der deutschen Sprache arbeiten müssen, und als Mathematiker mit Zahlen bzw. der Theorie derselben.
Was hat dich denn ursprünglich dazu motiviert, Zahnmedizin zu studieren?
Und noch wichtiger: wie würde denn, aus heutiger Sicht, dein Traumberuf aussehen? Was würdest du machen, wie und wo würdest du arbeiten (im Team? Alleine? Im Büro? Draußen?)?
Feuerblick
04.01.2015, 12:10
Wie jetzt? Niemand hat dir gesagt, dass du als studierter Zahnmediziner Patienten behandeln musst? :-nix
Das Problem ist doch: Alles, was man dir vorschlägt, willst du nicht oder kannst du aus verschiedenen Gründen nicht.
Gegenfrage: Was WILLST du denn eigentlich? Was stellst du dir vor? Nur "mehr als 800 Euro brutto verdienen" ist reichlich wenig, wenn man einen Beruf sucht, weil das Studierte einem nicht zusagt :-nix
Also (siehe auch "expecting"): Zähl mal auf, was du willst und nicht, was du nicht willst/kannst!
baugruen
04.01.2015, 12:39
Wie jetzt? Niemand hat dir gesagt, dass du als studierter Zahnmediziner Patienten behandeln musst?
hm, diesen punkt verstehen wahrscheinlich nur zahnis. natürlich weiß man vorher, dass man patienten behandeln muss und die meisten freut es auch.
aber wenn es dann soweit ist, kannst du nicht mehr pennen. huch, das ist ja alles doch gar nicht so leicht wie am phantom, merkst du dann. der assistent hilft nicht , sondern motzt nur rum. man wurschtelt rum, ist überfordert, weiß, dass man gerade nur pfuscht und hofft, dass die arbeit dem patienten nicht beim verlassen der klinik schon wieder rausfällt. dann lässt du dir, wenn der patient weg ist, noch einen einlauf vom assi verpassen, gehst nach hause, wo du wenigstens endlich einen saufen kannst während du drüber nachdenkst, warum um alles in der welt du dieses studium angefangen hast, aber zum abbrechen ist es schon zu spät. und morgen musst du wieder in den laden und der gleiche mist geht von vorne los...
insofern kann ich das dilemma ganz gut verstehen.
ich würde an deiner stelle in einen der sauren äpfel beißen, entweder assi stelle annehmen oder einfach mal auf gut glück bei dentalfirmen bewerben. vielleicht hast du dann 2 oder 3 scheiß jahre, vielleicht aber auch nicht.
Feuerblick
04.01.2015, 12:49
Mag ja sein (und uns Humanis ganz oft auch nicht anders gehen...), aber es hilft ja jetzt auch nicht weiter. Denn irgendeine Kröte muss man schlucken, wenn man merkt, dass das gewählte Studium zu einem Beruf führt, den man eigentlich gar nicht machen will. :-nix Und das weiß ich nicht vom Hörensagen sondern aus eigener Erfahrung. Es ist doof, irgendwann mit einer Entscheidung falsch abgebogen zu sein, aber ändern kann mans irgendwann nicht mehr und dann muss man sich für die "kleinste Kröte" entscheiden und sich zumindest ein paar Jahre durchbeissen. Unschön, aber nicht zu ändern... Totale Verweigerungshaltung bringt nix...
Und passieren manchmal Unfälle während des Zahni-Studiums mit dem Ergebnis einer supratentoriellen Apoptose?
anna1708
04.01.2015, 14:35
muhaha. hast du den witz von eckart hirschhausen geklaut?
Was hat dich denn ursprünglich dazu motiviert, Zahnmedizin zu studieren?
Und noch wichtiger: wie würde denn, aus heutiger Sicht, dein Traumberuf aussehen? Was würdest du machen, wie und wo würdest du arbeiten (im Team? Alleine? Im Büro? Draußen?)?
Das selbe wie die meisten Zahnis: Ein angeblich interessanter und befriedigender Beruf mit handwerklichen Elementen und Möglichkeit zur Forschung. Dass das ein Mythos ist und man im Studium durch die Hölle geht, erfährt man nur, wenn einen fragt, der erst frisch fertig wird. Auch wurde mir weiß gemacht, dass man nachher die Möglichkeit hat in viele verschiedene Bereiche zu gehen - aber dann doch nur mit Zusatzausbildungen oder Jahren Berufserfahrung.
Ich will nicht behandeln und nicht in den Vertrieb. Eine weitere Ausbildung oder ein Studium ist finanziell nicht drin und mir zu riskant - kann ja wieder genauso werden.
@Feuerblick
Nein, es sagt einem niemand, dass man um das Behandeln von Patienten nach dem Abschluss so gut wie nicht herumkommt. Von Wegen Forschung und blabla. Aber sonst: was braungruen gesagt hat.
Wenn ich noch weiter einschränke, was ich genau will, dann wird es doch nur noch schwieriger, oder? Ich will etwas, was funktioniert, mit dem ich gleich Anfangen kann, womöglich mit Training im Job.
Feuerblick
04.01.2015, 17:51
Aber wie genau soll das aussehen? WAS willst du machen? Am Schreibtisch sitzen, mit Menschen arbeiten, medizinisch arbeiten, theoretisch arbeiten, praktisch arbeiten... mir ist nicht klar (und den anderen wohl auch nicht), wie genau du dir diese Tätigkeit vorstellst. :-nix
Naja, bei dem Wunsch nach forschender Tätigkeit schon vor dem Studium wäre Zahnmedizin nun auch nicht der erste Studienwunsch, der mir einfiele.
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