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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich würd gern was mit Tieren machen :-)



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Viehdoc
18.05.2016, 11:56
Keine Ahnung, davon bin ich einfach mal ausgegangen. Was will man an Feiertagen oder nach 18 Uhr an der Uni?
Es sei denn du arbeitest in einer der Kliniken.
War nur eine Vermutung, ich hab da keine Erfahrungswerte. ;)

wie das in den Parakliniken genau aussieht, weiß ich auch nicht... aber zum Beispiel in der Patho gibts glaub ich zum Teil auch Feiertagsdienst und definitiv in den Laboren, wenns um dringende Proben geht...
Aber in den Kliniken ist es echt nicht so super...

Elvira93
20.05.2016, 11:25
ich denke grade am Anfang und zu Zeiten seiner Doktorarbeit muss man auch in den Parakliniken sicher auch mal länger oder am Wochenende oder so arbeiten... aber denke auch, dass da die Arbeitszeiten ein bisschen geregelter als in den Kliniken sind ;)

JazzKo
21.05.2016, 11:25
Warum? Ich dachte an der Uni wird man gut bezahlt und hat geregelte Arbeitszeiten?

Ich bin mal kurz lachend vom Stuhl gefallen.

Viehdoc
21.05.2016, 14:59
Ich bin mal kurz lachend vom Stuhl gefallen.

:D die Unis sind halt nicht umsonst ständig in der Kritik wegen Arbeitszeiten und Bezahlung und so...

KalleTheDog
22.05.2016, 14:52
:D die Unis sind halt nicht umsonst ständig in der Kritik wegen Arbeitszeiten und Bezahlung und so...

Ach Quatsch… sind doch alles nur Praktikanten und keine Arbeitnehmer :-D

Nurse4U
22.05.2016, 16:29
Ich bin mal kurz lachend vom Stuhl gefallen.

Ich meine ja nicht die Kliniken. Da werden die Leute ausgebeutet, das ist klar. Aber was ist, wenn du Dozent bist oder im Labor forscht usw.? Also ich rede auch nicht von der Zeit als Doktorand, sondern danach. Wenn es so schlecht bezahlt wäre, gäbe es doch keine Leute die in der Lehre und in der Forschung arbeiten, oder?

Nickel1992
23.05.2016, 12:15
Ich meine ja nicht die Kliniken. Da werden die Leute ausgebeutet, das ist klar. Aber was ist, wenn du Dozent bist oder im Labor forscht usw.? Also ich rede auch nicht von der Zeit als Doktorand, sondern danach. Wenn es so schlecht bezahlt wäre, gäbe es doch keine Leute die in der Lehre und in der Forschung arbeiten, oder?

ich glaube auch nicht, dass es sooo schlecht bezahlt ist, aber wahrscheinlich auch nicht zum reich werden ;). Kommt wahrscheinlich ein bisschen drauf an, auf welcher Position du landest...

Nurse4U
25.05.2016, 07:04
ich glaube auch nicht, dass es sooo schlecht bezahlt ist, aber wahrscheinlich auch nicht zum reich werden ;). Kommt wahrscheinlich ein bisschen drauf an, auf welcher Position du landest...

Ja, das kann ich mir gut vorstellen.

DrJoa
25.05.2016, 16:39
ich glaube auch nicht, dass es sooo schlecht bezahlt ist, aber wahrscheinlich auch nicht zum reich werden ;). Kommt wahrscheinlich ein bisschen drauf an, auf welcher Position du landest...

das ist ja überall so... als assistent verdient sich draußen auch keiner ne goldene nase, aber besser als an der uni ist es allemal.

Viehdoc
25.05.2016, 17:39
das ist ja überall so... als assistent verdient sich draußen auch keiner ne goldene nase, aber besser als an der uni ist es allemal.

kommt auch da ein bisschen drauf an, wo man so landet... gibt auch einige Kliniken draußen, wo man echt mies bezahlt wird für echt viel Arbeit :(

JazzKo
25.05.2016, 21:49
Ich meine ja nicht die Kliniken. Da werden die Leute ausgebeutet, das ist klar. Aber was ist, wenn du Dozent bist oder im Labor forscht usw.? Also ich rede auch nicht von der Zeit als Doktorand, sondern danach. Wenn es so schlecht bezahlt wäre, gäbe es doch keine Leute die in der Lehre und in der Forschung arbeiten, oder?

Da musst Du nur erst mal ankommen. Bis zur Habilitation heisst es Popos Küssen! Aber hey "in Gießen kann man von 400 Euro doch gut leben" (sagt zumindest ein Professor der JLU regelmäßig) :-)

KalleTheDog
25.05.2016, 21:59
Viel können muss man ja gar nicht für so eine Professur. Wenn Du gut im Drittmittel einwerben bist, ist die Stelle Dein. ^^

Nurse4U
26.05.2016, 07:56
Was braucht man denn eigentlich für eine Professur? Da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht.

Elvira93
26.05.2016, 13:17
Viel können muss man ja gar nicht für so eine Professur. Wenn Du gut im Drittmittel einwerben bist, ist die Stelle Dein. ^^

ja, das hab ich auch schonmal so gehört... traurig -.-

JazzKo
26.05.2016, 20:52
Was braucht man denn eigentlich für eine Professur

Leider ist Professor kein Beruf, den man so einfach lernen kann. Der Weg dorthin kann ganz schön lang, steinig und nur schwer planbar sein. Neben dem fachlichen Interesse und der persönlichen Eignung sind es Mentoren und Fürsprecher, die ihre Kontakte spielen lassen sowie Ausdauer und Geduld, was die potentiellen Kandidaten an Voraussetzungen mitbringen sollten. Gerade letzteres ist wichtig, da an Universitäten Bewerber für eine Professur meistens um die 40 Jahre alt. Eine schnelle Karriere ist eher selten. Bis die Berufung zum Professor erfolgt, lebt es sich mit der Einstellung "der Weg ist das Ziel" am besten. Man sollte also dringend einen Plan B zur Hand haben.

Vor dem Zeitpunkt der Berufung gibt es selten finanzielle Sicherheit und häufige Ortswechsel sind an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass zum „Professor im Beamtenverhältnis“ erstmals nur ernannt werden darf, wer das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Alternativen für den Fall, dass es nicht klappt mit der Berufung, müssen also ebenfalls vorhanden sein. Ohne Plan B gibt es nach vielen Jahren wissenschaftlicher Arbeit das böse Erwachen - mangels beruflicher Alternativen.

Dafür sollte man sich Etappenziele setzen: Erstes Etappenziel für einen zukünftigen Professor ist die Doktorarbeit. Mit der Promotion wird an Universitäten die besondere Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten nachgewiesen. Mit dem Doktortitel in der Tasche kann man sich bereits auf Dozentenstellen an Universitäten bewerben. Die Bezahlung ist meistens nicht überwältigend, aber in erster Linie geht es jetzt auch darum, möglichst viel zu veröffentlichen, Kontakte zu knüpfen und gute Ergebnisse in Forschung und Lehre zu erzielen. Parallel dazu wird immer an der Habilschrift gearbeitet.

Wer die Habilitation erfolgreich abgelegt hat, darf an deutschen Hochschulen selbstständig lehren und forschen - und den Titel Privatdozent tragen. Praktisch ist die Habilitation die Voraussetzung, auf einen Lehrstuhl als Professor berufen zu werden. (Rechtlich gibt es seit 2002 auch die Möglichkeit, direkt nach der Promotion Juniorprofessor zu werden)

Statt einem Vorstellungsgespräch gibt es im Berufungsverfahren eine Probevorlesung vor einer Berufungskommission. Umgangssprachlich heißt die Prozedur "Vorsingen". Ist der Favorit auf die offene Stelle gefunden, erhält er einen "Ruf" und darf sich fortan Professor nennen, vorausgesetzt er bringt Drittmittel mit. Denn da sind sich alle Unis einig: Kein Geld für Nix!!!!

Nurse4U
27.05.2016, 15:30
Wow, danke, das war ausführlich. Jetzt sehe ich da auch endlich mal durch und weiß, was ein Privatdozent ist. Konnte damit immer nichts anfangen. Und was für Drittmittel können das dann so sein?

Viehdoc
29.05.2016, 12:29
Wow, danke, das war ausführlich. Jetzt sehe ich da auch endlich mal durch und weiß, was ein Privatdozent ist. Konnte damit immer nichts anfangen. Und was für Drittmittel können das dann so sein?

Drittmittel kommen vor allem aus der Industrie, die dann bestimmte Forschungsvorhaben unterstützen usw. ;). Aber auch ggf. von Privatpersonen, Organisationen oder ähnlichem.

Nickel1992
05.06.2016, 19:59
Drittmittel kommen vor allem aus der Industrie, die dann bestimmte Forschungsvorhaben unterstützen usw. ;). Aber auch ggf. von Privatpersonen, Organisationen oder ähnlichem.

deswegen sind ja auch viele Studien darauf ausgelegt, dass die Drittmittel-Spender auch was davon haben und ggf. z.B. ihre Medikamente besser verkaufen können ;)

Viehdoc
06.06.2016, 17:50
deswegen sind ja auch viele Studien darauf ausgelegt, dass die Drittmittel-Spender auch was davon haben und ggf. z.B. ihre Medikamente besser verkaufen können ;)

ja leider :/. meistens ist es echt schwierig, für Studien, die nicht auf Medikamente ausgelegt sind, Förderer zu finden, grade in der Tiermedizin...

JazzKo
07.06.2016, 10:16
Da die Universitätskliniken nur teilprivatisiert sind, hängen die ganz schön am staatlichen "langen Hunger-Arm". Da ist jede Form von Forschungsprojekten, die Gelder von Extern mitbringt absolut willkommen. Leider steht das oft im Vordergrund. Ich bin aktuell Mitglied in so einer Berufungskomission. Ist schon traurig was für exzellente Köpfe da gar nicht erst geladen werden, weil es keine Gelder zu erhoffen gibt. Aber so ist es ja fast überall… Kohle gewinnt.