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Gerade über den Stern auf folgende Gülle gestolpert... http://www.emma.de/artikel/frauenquote-fuers-cockpit-318639
][truba][
28.03.2015, 19:02
Selten so einen Mist gelesen. Sollte nicht eine "Frauenquote" generell die Abscheu sämtlicher Feministen hervorbringen?
Nicht nur bei diesem Fall.
Relaxometrie
28.03.2015, 19:14
Das, was viele der üblichen Medien aus dem Flugzeugabsturz machen, bzw. wie sie berichten, ist wohl wirklich übel. Aber Ihr scheint Euch den Mist trotzdem reinzuziehen (siehe auch Trash-TV-Thread).
Wenn man sich z.B. auf die Radioberichterstattung und eine einzige halbwegs seriöse online-Zeitung beschränkt (und dann zum Thema Flugzeugabsturz auch nur diese anklickt), kann man gute Informationen bekommen, die nicht ausschließlich dafür gemacht werden, die Sensationsgier zu befriedigen.
Absolute Arrhythmie
28.03.2015, 19:45
Ich hab in den letzten Tagen nur einmal "Aktuelle Stunde" im WDR geschaut, den Rest habe ich nicht ertragen und gleich weg geschaltet. Die infos über die Ekelhaftigkeit der Medien beziehe ich über BILDblog, den ich regelmäßig lese.
ehemaliger User_25062015
28.03.2015, 19:52
Man kommt doch überhaupt nicht dran vorbei im TV-Programm. Kurz durchzappen und auf fast allen Sendern gehts um den Absturz. Bleibt man einmal hängen, weil man denkt, aah vielleicht ist es kein Rotz, zack wird man enttäuscht und bekommt diesen Mist mit, den ich persönlich aber wirklich nicht anschauen kann.
Ich hab in den letzten Tagen nur einmal "Aktuelle Stunde" im WDR geschaut, den Rest habe ich nicht ertragen und gleich weg geschaltet. Die infos über die Ekelhaftigkeit der Medien beziehe ich über BILDblog, den ich regelmäßig lese.
Masochist oder wie? :-))
Absolute Arrhythmie
28.03.2015, 20:09
Masochist oder wie? :-))
Wie bitte?
Relaxometrie
28.03.2015, 21:56
Die aktuell bevorzugte Variante der Erklärung des Unfallhergangs ist ja die, daß der Pilot das Cockpit kurz verlassen hat und dann nicht mehr ins Cockpit zurück kam. Daß man auf dem Stimmenrekorder gehört hat, daß ein Sitz zurückgeschoben wurde, daß jemand das Cockpit verlassen hat, und daß beim versuchten Wiedereintritt ins Cockpit gegen die Tür getreten worden ist, weiß ich.
Aber ist es wirklich gesichert, daß es der Pilot war, der das Cockpit verlassen hat? Warum ist man sich so sicher, daß nicht der Co-Pilot das Cockpit verlassen hat? Konnte man das anhand der Stimmen eindeutig rekonsturieren?
Interessante Frage, Relaxometrie - woher weiß man das?
Ist die Stimme von draußen so eindeutig identifizierbar (die haben doch von draußen um Einlass gebeten, soweit ich mich erinnere) dass man daraus schließt, wer wo war?
Dr.Hackenbush
28.03.2015, 22:19
Der Kapitän übergibt dem Copiloten das Flugzeug.
Ich weiß nicht wie der genaue Wortlaut ist, ist aber klar geregelt.
Relaxometrie
28.03.2015, 22:22
Der Kapitän übergibt dem Copiloten das Flugzeug.
Ich weiß nicht wie der genaue Wortlaut ist, ist aber klar geregelt.
Ahh, ok. Und diese Worte, die gesprochen werden, wenn der Pilot das Cockpit verlässt, hat man gehört?
Und wenn der Co-Pilot das Cockpit verlässt, ist der Wortlaut anders, weil der Co-Pilot eh untergeben ist und sich deswegen nicht ganz so förmlich abmelden muß?
Der wird ja auch nicht wortlos das Cockpit verlassen haben.
EDIT:
Zu spät...
Die Stimmen zu identifizieren ist doch sicherlich kein Problem.
Dr.Hackenbush
28.03.2015, 22:47
Und diese Worte, die gesprochen werden, wenn der Pilot das Cockpit verlässt, hat man gehört?
Jo :-)
Und wenn der Co-Pilot das Cockpit verlässt, ist der Wortlaut anders, weil der Co-Pilot eh untergeben ist und sich deswegen nicht ganz so förmlich abmelden muß?
Hab gerade mal ein Fliegerforum ergoogelt
In der Regel wird bei Lufthansa vor dem Flug der Pilot Flying (PF) vom Kommandanten (PIC) bestimmt. Dies geschieht so, dass Kommandant und Copilot in etwa die gleiche Anzahl an Legs pro Umlauf haben. Der komplette Rollvorgang bis zum Line Up auf der Runway obligt bei Lufthansa jedoch in JEDEM Fall dem Kommandanten, erst hier übergibt er die Höhenruder/Querruder/Seitenrudersteuerung dem Copilot - falls der PF ist - mit dem Kommando "You have Controls". Die Schubhebel bleiben jedoch bis V1 in der Hand des Kommandanten!
Die Landung obligt dann auch wieder dem PF, falls der Copilot PF war, so übergibt er die Controls zum Taxi wieder dem Kommandanten.
jau, so isses. Zum gleichmäßigen "sammeln der Flugstunden" wird bereits beim pre flight besprochen, wer welches LEG knüppelt, wobei der Ranghöhere aber stets das "letzte Wort" hat. Auch bei uns oblag das procedere am Boden stets dem PIC, jede Übernahme/Übergabe an/vom den Kollegen wird mit "I have (you take) control", und zwar derart, dass der CVR das auch aufzeichnet.
Darüber hinaus gelten für bestimmte Destinations special procedures, die ganz klar fordern, dass der PIC auch der PF sein muß,
http://www.flightforum.ch/board/index.php?/topic/10719-wer-landet-eigentlich/
Der Kapitän übergibt dem Copiloten das Flugzeug.
Ich weiß nicht wie der genaue Wortlaut ist, ist aber klar geregelt.
Pilot in command/Pilot flying: Your aircraft (alt. your controls)
Pilot not flying: My aircraft (alt. my controls)
So kenne ich das...
Edit: hab zu spät gesehen, dass Hacki es schon erklärt hatte...
Gast26092018
29.03.2015, 09:19
Warum findet man nicht die zweite blackbox? Gibt das Teil nicht ein Signal ab, dass man orten könnte? Oder wurde es vielleicht zu stark beschädigt?
Warum findet man nicht die zweite blackbox? Gibt das Teil nicht ein Signal ab, dass man orten könnte? Oder wurde es vielleicht zu stark beschädigt?
Du hast schon gesehen wie es da aussieht, oder? Ich denke mal es ist ein Wunder, dass sie den Voice-Recorder in einem Stück gefunden haben.
Feuerblick
29.03.2015, 09:53
Warum findet man nicht die zweite blackbox? Gibt das Teil nicht ein Signal ab, dass man orten könnte? Oder wurde es vielleicht zu stark beschädigt?
Naja, wenn die Berichte stimmen, dann hats die Hülle von dem Teil zerbröselt und das Gerät selbst, also das Speichermedium, war nicht mehr drin. Ein kleines Teil zwischen vielen kleinen Teilen aka Konfetti zu finden, stelle ich mir ungemein schwierig vor. Vielleicht findet man es irgendwann unter den Trümmerteilen. Und wenn es schon die Hülle zerlegt hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt intakt ist, nun auch nicht mehr so groß :-nix Die Dinger sind zwar wohl sehr robust, aber mit der Geschwindigkeit ungebremst auf einen massiven Berg knallen war wohl nicht unbedingt vorgesehen.
Relaxometrie
29.03.2015, 12:14
Ich bin auch mal gespannt, was für Auswirkungen der Fall in Bezug auf die Möglichkeit hat, die ärztliche Schweigepflicht zu brechen, wenn man als behandelnder Arzt eine wesentliche Gefahr drohen sieht.
Solche Diskussionen müssen jetzt meiner Meinung nach geführt werden. Als behandelnder Psychiater bewegt man sich zwischen den Polen "dem Patienten helfen wollen und die Schweigepflicht einhalten" und dem öffentlichen Interesse daran, daß Arbeitnehmer in wesentlich verantwortlichen Positionen (wie z.B. ein Pilot) voll einsatzfähig sind.
Jetzt bin ich wirklich gespannt, was da noch herauskommt. Ob die behandelnden Psychiater vielleicht sogar eine Gefahr gesehen haben und sich vielleicht von der Schweigepflicht eingeengt sahen? Es ist also von Fachkreisen zu diskutieren, ob die Schweigepflicht in einigen Fällen nicht doch eher zu durchbrechen ist, als es nach der aktuellen Regelung geschieht.
Wenn man hinterher zu dem Schluß kommt, daß man einem Menschen letztlich nur vor den Kopf guckt, und daß der "Faktor Mensch" immer ein gewisses unkalkulierbares Risiko mit sich bringt, ist es ok. Aber eine Diskussion darüber wünsche ich mir jetzt (nicht unbedingt hier im Forum, sondern von den entsprechenden Fachgesellschaften).
Wenn jemand einen interessanten Artikel/ Bericht oder ein Interview diesbezüglich kennt: bitte Bescheid geben.
wischmopp
29.03.2015, 12:32
Ich bin auch mal gespannt, was für Auswirkungen der Fall in Bezug auf die Möglichkeit hat, die ärztliche Schweigepflicht zu brechen, wenn man als behandelnder Arzt eine wesentliche Gefahr drohen sieht.
Solche Diskussionen müssen jetzt meiner Meinung nach geführt werden. Als behandelnder Psychiater bewegt man sich zwischen den Polen "dem Patienten helfen wollen und die Schweigepflicht einhalten" und dem öffentlichen Interesse daran, daß Arbeitnehmer in wesentlich verantwortlichen Positionen (wie z.B. ein Pilot) voll einsatzfähig sind.
Jetzt bin ich wirklich gespannt, was da noch herauskommt. Ob die behandelnden Psychiater vielleicht sogar eine Gefahr gesehen haben und sich vielleicht von der Schweigepflicht eingeengt sahen? Es ist also von Fachkreisen zu diskutieren, ob die Schweigepflicht in einigen Fällen nicht doch eher zu durchbrechen ist, als es nach der aktuellen Regelung geschieht.
Wenn man hinterher zu dem Schluß kommt, daß man einem Menschen letztlich nur vor den Kopf guckt, und daß der "Faktor Mensch" immer ein gewisses unkalkulierbares Risiko mit sich bringt, ist es ok. Aber eine Diskussion darüber wünsche ich mir jetzt (nicht unbedingt hier im Forum, sondern von den entsprechenden Fachgesellschaften).
Wenn jemand einen interessanten Artikel/ Bericht oder ein Interview diesbezüglich kennt: bitte Bescheid geben.
Auf sueddeutsche.de wird da grad drüber diskutiert..
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ihr-forum-sollte-in-bestimmten-faellen-die-aerztliche-schweigepflicht-gelockert-werden-1.2404472
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