Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Facharztausbildung in den USA: Wie stehen die Chancen?
Thomas24
04.11.2016, 13:17
Und da würde ich sagen: da täuscht du dich. Es gibt inzwischen viele niedergelassene Neurochirurgen, die einfach "nur" Wirbelsäulen operieren. Das dafür auf hohem Niveau. Die haben eine Praxis, klare OP-Zeiten, keine Wochenendarbeit und verdienen teilweise sehr gut. Die Wertschätzung durch die Patienten kommt dazu.
Aber das ist ja nicht das, was der TE haben möchte. Der TE möchte die große, weite Welt. Heroische Medizin mit weitem Spektrum. Prestige. Möglichst universitär, wenn nicht Ivy League.
Nicht: geregelter Job, niedergelassen, spezialisiertes Spektrum mit elektiv planbaren Ops und Ruhe am Wochende bei deutlich besserem Einkommen (also ganz genau das, was man jedem empfehlen würde :-D).
ehem-user-11022019-1151
04.11.2016, 13:21
Aber das ist ja nicht das, was der TE haben möchte. Der TE möchte die große, weite Welt. Heroische Medizin mit weitem Spektrum. Prestige. Möglichst universitär, wenn nicht Ivy League.
).
Am besten aber mehr als der Intelligenzallergiker Carson.
Doctorspiele
04.11.2016, 14:01
Glaubst du das ernsthaft? Nur mal zur Klarstellung: Neurochirurgie besteht unter anderem aus Operationen am Hirn, Operationen an der Schädeldecke (Bohrlochtrepanation, Entdeckelungen etc.), an intrakraniellen Gefäßen (Aneurysma) und z.B. aus Operationen an der Wirbelsäule. Laminektomien, Versteifungen und Diskusprolapsgeschichten werden gerne auch von Neurochirurgen gemacht. Und vor allem letzteres sind nicht wenige. Also dass du da in eine Klinik gehst und sagst "ich operier jetzt mal am Hirn" -> vergiss es. Die erste Frage ist ob die Klinik das überhaupt anbietet, dann ob es noch jemand anderes machen darf außer Chef/OA und dann ob du selbst dran kommst...
Das ist für mich so wie wenn jemand in die Viszeralchirurgie will und sagt: ich will Leber und Pankreas operieren und nicht versteht dass Weichteil- und Perianalabszesse auch dazu gehören und in den meisten Kliniken mehr sind.
Und da würde ich sagen: da täuscht du dich. Es gibt inzwischen viele niedergelassene Neurochirurgen, die einfach "nur" Wirbelsäulen operieren. Das dafür auf hohem Niveau. Die haben eine Praxis, klare OP-Zeiten, keine Wochenendarbeit und verdienen teilweise sehr gut. Die Wertschätzung durch die Patienten kommt dazu.
Ist es sicherlich auch. Und dann wiederum nicht. Was machst denn gefäßchirurgisch an Kindern? Ok, Gefäßverletzungen die extremst selten sind, aber da wird dann doch der Gefäßchirurg gerufen. Knochenbrüche werden erst chirurgisch versorgt wenn es überhaupt einen Knochen gibt der versorgt werden kann, Bauchchirurgisch hast halt vor allem Ileus/Hernien/Blinddarm usw.
Auf der einen Seite breit, weil von sehr kleinen Kindern bis kleine Erwachsene, aber dann in den einzelnen Bereichen wieder nicht so breit weil sich einiges erst später ausbildet.
Ich kann mich da den Vorrednern nur anschließen: schau es dir an.
Schön wieder von dir zu lesen. Die Kinderchirurgen die ich kennen gelernt hab fühlen sich auch selbst wie so die Allgemeinmediziner der Kinder. Besser noch als die Pädiater die dann doch ihre Patienten wieder den Kinderärzten vorstellen um eine OP-Indikation auszuschließen. Die Kinderchirurgen brauchen niemanden mehr fragen... ;-)
Ist mir doch wurscht, Hauptsache Nervensystem, das ist es ja was mich daran reizt.
Aber das ist ja nicht das, was der TE haben möchte. Der TE möchte die große, weite Welt. Heroische Medizin mit weitem Spektrum. Prestige. Möglichst universitär, wenn nicht Ivy League.
Nicht: geregelter Job, niedergelassen, spezialisiertes Spektrum mit elektiv planbaren Ops und Ruhe am Wochende bei deutlich besserem Einkommen (also ganz genau das, was man jedem empfehlen würde :-D).
Wo hab ich das gesagt? Zweiteres klingt besser, wenn du mich fragst, ich will nur eine gute Ausbildung, das ist alles und in Deutschland scheint das in gewissen Disziplinen ja nicht gegeben zu sein.
Doctorspiele
04.11.2016, 14:15
Am besten aber mehr als der Intelligenzallergiker Carson.
Carson ist zwar ein exzellenter Neurochirurg, aber das muss eine Inselbegabung sein. Hier ein Zitat von ihm: "A lot of people who go into prison straight and when they come out, they’re gay, so did something happen while they were in there? Ask yourself that question".
WTF? :-wand
Feuerblick
04.11.2016, 14:24
Was beweist, dass es auch bei Studierten Menschen gibt, deren Überzeugungen dem Großteil ihrer Mitmenschen ...sagen wir mal... fragwürdig erscheinen. Mit fehlender Intelligenz hat das allerdings nichts zu tun.
ehem-user-11022019-1151
04.11.2016, 14:26
Ist mir doch wurscht, Hauptsache Nervensystem, das ist es ja was mich daran reizt.
.
Erinnert mich sehr an einen bestimmten User hier.
Carson ist zwar ein exzellenter Neurochirurg, aber das muss eine Inselbegabung sein. Hier ein Zitat von ihm:
Das hat doch überhaupt nichts mit seiner Intelligenz und seiner Tätigkeit als Neurochirurg zu tun.
Meine Güte.
Doctorspiele
04.11.2016, 15:07
Er ist ein Wissenschaftler und haut in seinem verqueren christlich-fundamentalistischen Dogmatismus ständig Dinge raus, bei denen sich jeder Mensch mit einem IQ auf Zimmertemperatur die Haare rauft. Dinge, die ganz klar den simpelsten Regeln der wissenschaftlichen Methodik und Vernunft widersprechen, bei denen es nicht viel Intellekt braucht, um ihre Absurdität zu erkennen und das soll nichts mit seiner Intelligenz zu tun haben? Wie kann ein renommierter Mediziner die Evolution für Schwachsinn erklären und mit einer hartnäckigen Überzeugtheit evidente Tatsachen ausblenden? Wenn dieses tadelnswerte Unwissen keine Rückschlüsse auf Intelligenz zulässt, was dann?
Er hat die Reifeprüfung, das Studium, den Abschluss, die Spezialistenausbildung und eine erhebliche Spezialisierung in seinem Fachgebiet durchlaufen. All das, wovon Du noch träumst. Mach es ihm erstmal nach, bevor hier so arrogante Sprüche kommen. Noch hat er bei weitem mehr drauf als Du.
Über andere zu urteilen in Unkenntnis deren Hintergründe und Kenntnisse ist ganz schön uncool.
ich will nur eine gute Ausbildung, das ist alles und in Deutschland scheint das in gewissen Disziplinen ja nicht gegeben zu sein.
Das ist so pauschal einfach mal falsch. Oder anders ausgedrückt "ich finde Vorurteile generell scheiße"
Es ist richtig dass die Ausbildung in Deutschland in der Regel weniger strukturiert abläuft als in anderen Ländern. Das hat aber nicht nur Nachteile. Und wenn man sich dann für sein Fach eine gute Weiterbildungsstätte sucht, kann man eine sehr gute Ausbildung bekommen. Ich bin z.B. grad der Meinung dass ich aktuell eine sehr gute Ausbildung bekomm. Mein Chef ist sehr strukturiert, kümmert sich drum, dass wir Assistenten möglichst viel im OP sind und auch was machen dürfen und ich darf als Nichtfacharzt Hintergrunddienste machen, die gecovert sind von Oberärzten. Also in völlig heimeliger Umgebung lernen Verantwortung zu übernehmen. Was will ich denn mehr?
Insofern: es geht schon. Es geht auch in der Herzchirurgie oder Neurochirurgie, dass man in 6 Jahren seinen Facharzt hat. Aber nicht in jeder Klinik. Und ob man dann was kann hängt auch stark von der Klinik ab.
Wobei man sich es natürlich auch einfach machen kann. Statt dass man in Deutschland eine gute Weiterbildungsstätte sucht, geht man gleich jenseits des Atlantik da ist eh alles besser. Und in ein paar Tagen vielleicht sogar noch mehr. Dann vielleicht sogar "great again", dafür vom Rest der Welt isoliert.
Kleiner Tipp: schau dir doch mal Frankreich an, da ist die Weiterbildung auch strukturiert. Also wenns nur darum geht...
Doctorspiele
04.11.2016, 16:10
Er ist ein Fachidiot und sein beruflicher Erfolg rechtfertigt nicht, dass er ein homophobes, ignorantes, christlich-fundamentalistisches, bigottes, sexistisches, rassistisches, rechtsradikales A-loch ist. Natürlich urteile ich über ihn, jeder Mensch mit ein bisschen Anstand sollte solche Menschen verurteilen. Naja, das ist aber auch nicht das Thema.
Kackbratze
04.11.2016, 16:22
Genau. Ran an die Wand mit ihm! Und die Kugel selbst bezahlen lassen! Meinungsfreiheit nur für Alle die meiner Meinung sind!
Er ist ein Wissenschaftler und haut in seinem verqueren christlich-fundamentalistischen Dogmatismus ständig Dinge raus, bei denen sich jeder Mensch mit einem IQ auf Zimmertemperatur die Haare rauft. Dinge, die ganz klar den simpelsten Regeln der wissenschaftlichen Methodik und Vernunft widersprechen, bei denen es nicht viel Intellekt braucht, um ihre Absurdität zu erkennen und das soll nichts mit seiner Intelligenz zu tun haben? Wie kann ein renommierter Mediziner die Evolution für Schwachsinn erklären und mit einer hartnäckigen Überzeugtheit evidente Tatsachen ausblenden? Wenn dieses tadelnswerte Unwissen keine Rückschlüsse auf Intelligenz zulässt, was dann?
Ein IQ-Test beispielsweise. Intelligenz hat keine normative Dimension und schützt auch nicht vor Fehlannahmen, Fanatismus, Bias, Rechthaberei oder Religiosität. Du kannst dich noch so wortreich über seine Weltanschauung echauffieren, das rechtfertigt nicht deinen (ersten) Carson-Spruch. Der Typ hat vor Jahren erreicht, wovon du derzeit noch feucht träumst.
Doctorspiele
04.11.2016, 16:52
Genau. Ran an die Wand mit ihm! Und die Kugel selbst bezahlen lassen! Meinungsfreiheit nur für Alle die meiner Meinung sind!
Haben wir da etwa einen AfD-Wähler? *würg*
Ein IQ-Test beispielsweise. Intelligenz hat keine normative Dimension und schützt auch nicht vor Fehlannahmen, Fanatismus, Bias, Rechthaberei oder Religiosität. Du kannst dich noch so wortreich über seine Weltanschauung echauffieren, das rechtfertigt nicht deinen (ersten) Carson-Spruch. Der Typ hat vor Jahren erreicht, wovon du derzeit noch feucht träumst.
Natürlich schützt Intelligenz vor Fehlannahmen, Fanatismus, Bias, Rechthaberei und Religiosität, all diese Dinge korrelieren ganz klar mit einem Mangel an Intelligenz und ich finde das rechtfertigt meinen Spruch sehr wohl. Ganz egal wie viel mehr er erreicht hat, sehr viel wichtiger ist, dass ich nicht so ein widerlicher verblendeter Mensch bin wie er. Das ist wie die Trump-Supporter, die einem Trumps Reichtum vorhalten, als ob das irgendetwas beweise oder rechtfertige. Das tut es nicht.
Coxy-Baby
04.11.2016, 17:06
Ach wie niedlich, diese Rumstreiterei zwischen 19-20 jährigen und Erwachsenen.... goldig. Ansonsten habe ich langsam das Geüfhl
der scHerzchirurg hat nen (Halb)-Bruder
Natürlich schützt Intelligenz vor Fehlannahmen, Fanatismus, Bias, Rechthaberei und Religiosität, all diese Dinge korrelieren ganz klar mit einem Mangel an Intelligenz und ich finde das rechtfertigt meinen Spruch sehr wohl.
Du berufst dich einerseits auf wissenschaftliche Methodik, versäumst es andererseits aber, von dir behauptete Zusammenhänge zu belegen, und bist nicht in der Lage (oder Willens) den Begriff der Korrelation richtig einzuordnen. Selbst wenn Rechthaberei invers mit Intelligenz korrelieren würde, wäre der Schluss von Rechthaberei auf mangelnde Intelligenz ein logischer Fehler. Und die machen intelligente Menschen ja nicht, also bist du ... ups.
Das ist wie die Trump-Supporter, die einem Trumps Reichtum vorhalten, als ob das irgendetwas beweise oder rechtfertige.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sich hier um ein etwas ungeschickt platziertes Strohmann-Argument oder einen ausnehmend schlechten Vergleich handelt. Vermutlich beides. Im Moment glänzt du auf jeden Fall in der Rolle des Trump-Supporters.
Doctorspiele
04.11.2016, 17:49
Na gut, nehmen wir Rechthaberei raus, wobei ich trotzdem glaube das minder intelligente Menschen eher dazu neigen nicht stichhaltig belegbare Tatsachenbehauptungen zu machen. Alle anderen Punkte stehen trotzdem. Wenn Rechthaberei mit einem Mangel an Intelligenz korreliert, dann liegt ein kausaler Zusammenhang zwischen Dummheit und Borniertheit nahe. Wo ist da der logische Fehler?
https://sciencefiles.org/2015/02/02/ohne-dummheit-keine-religion/
Der Artikel legt den Zusammenhang zwischen Dummheit und Religiosität ziemlich gut dar und und dieser scheint schon mit zig wissenschaftlichen Studien belegt worden zu sein:
"Religiosität und Intelligenz passen nicht zueinander. Dieses Ergebnis haben viele Einzelstudien im Verlauf von 84 Jahren Forschungsgeschichte erbracht, und dieses Ergebnis hat eine Meta-Analyse erbracht, die 63 Einzelstudien berücksichtigt und von Miron Zuckerman, Jordan Silberman und Judith A. Hall durchgeführt wurde. Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, nachzudenken, zu argumentieren, zu planen, Probleme zu lösen, abstrakt zu denken, komplexe Zusammenhänge zu erfassen und aus Erfahrung zu lernen (Zuckerman, Silberman & Hall, 2013: 325). Religiosität bezeichnet das Ausmaß, mit dem sich ein Individuum auf bestimmte Formen von Glauben einlässt: den Glauben an übernatürliche Kräfte und Akteure (Götter), den Glauben an Autoritäten usw.
Bereits die Gegenüberstellung dieser beiden Definitionen macht deutlich, dass es zwischen Intelligenz und Religiosität Passungsprobleme geben muss, denn: Wer argumentieren und z.B. aus Erfahrung lernen will, der benötigt real erfahrbare Tatsachen, auf die er seine Argumente oder sein Erfahrungslernen basieren kann. Religion zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie keine erfahrbaren Tatsachen bereitstellt, sondern den Glauben an eine übernatürliche Macht, z.B. einen Gott oder die Herrschaft des Patriarchats oder den Klassenkampf.
Aber: empirische Wissenschaft besteht aus der Überprüfung von Zusammenhängen und entsprechend haben sich Zuckerman, Silberman und Hall ans Werk gemacht, die 63 Studien, die sich im Zeitraum von 1928 bis 2012 mit dem Zusammenhang von Religiosität und Intelligenz beschäftigt haben, zu re-analysieren und auf ihrer Grundlage ein Maß zu berechnen, das den Zusammenhang von Intelligenz und Religiosität beschreibt.
Das Ergebnis:
Mit zunehmender Religiosität sinkt die Intelligenz.
Unterscheidet man religiöse von nicht-religiösen Menschen, dann zeigen Erstere im Durchschnitt einen um zwischen 4.1 und 7.8 Punkten geringeren IQ als Letztere.
Demnach kann es als gesicherter Befund gelten, dass Religion letztlich an Dummheit appelliert oder, anders herum formuliert, dass Religion für Intelligente nichts zu bieten hat."
Wenn du einen solch offensichtlichen Zusammenhang nicht erkennen kannst, frag ich mich wie es um deine kognitiven Fähigkeiten bestellt ist.
facialis
04.11.2016, 18:07
grandioser gedankenfurz!
. Wenn Rechthaberei mit einem Mangel an Intelligenz korreliert, dann liegt ein kausaler Zusammenhang zwischen Dummheit und Borniertheit nahe. Wo ist da der logische Fehler?
cum hoc ergo propter hoc
Das war aber, wenn du genau drüber nachdenkst, nicht mal der Punkt. Selbst wenn der Zusammenhang kausal wäre, folgt aus der Studie weder, dass Carson dumm ist, noch, dass er dümmer ist als du.
Doctorspiele
04.11.2016, 18:36
Falsch, das wäre nur ein Fehlschluss, wenn mangelnde Intelligenz und Religiosität nur zufälligerweise zusammen auftreten würden, aber dem ist nicht so. Es ist keine Scheinkorrelation, wie die Studien belegen besteht ein tatsächlicher kausaler Zusammenhang zwischen ihnen, was bedeutet, dass Ben Carsons Religiosität und überhaupt der gesamte geistige Abfall, den er absondert ein ziemlich starkes Indiz für mangelnde Intelligenz sind. Um es in Forrest Gumps Worten zu sagen, dumm ist, der dummes tut und Ben Carson macht eine Menge davon.
Das ändert nichts daran, dass er den Job hat, von dem Du träumst und den zu erreichen es diverse Hürden geben wird. Erste Lektion gelernt - man kann einen toll klingenden Job haben und dennoch Müll verzapfen. Der Beruf des in dieser Stelle Exponierten bleibt dennoch.
Messe Dich doch an gleichwertigen (=Peers), nicht an irgendwelchen exponierten Menschen mit fragwürdiger Weltanschauung. Die musst Du später nicht präsentieren. Ob und was Du mit dem Rest machst, das bleibt die Frucht Deiner Lernbemühungen.
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