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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neulich beim Urologen ... die urologische Sitzgruppe



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pashtunwali
25.11.2019, 17:05
kurze urologische frage:
wieso wird bei einer nephrektomie erst die arterie abgeklemmt und weggenommen und danach die vene - könnte man doch auch andersrum machen? oder war es doch andersrum??? bzw was für eine komplikation versucht man zu vermeiden?
danke

belanglosigkeiten
28.12.2019, 10:32
Kann mir jemand hier eine halbwegs kurze, bezahlbare Famulaturlektüre empfehlen? Und was erwartet ihr von euren Famulanten als Vorkenntnisse und was nicht?

Niere schallen und DK legen sollte bei normalem Schwierigkeitsgrad klappen, da hört es bislang aber leider auch auf. :)

][truba][
28.12.2019, 13:53
Interesse würde mir schon reichen. Als Famulant "muss" man auf keinen Fall schon einen Katheter legen können oder sicher die Niere schallen. Dafür macht man ja Famulaturen. Blut abnehmen z.B. ist auch nicht schlecht aber wird eben von mir auch nicht vorausgesetzt.

Buch ist eine gute Frage. Was ist halbwegs bezahlbar?
Basics Reihe finde ich ausreichend genug wenn man in ein Fach hereinschnuppern will.
Ist man sich schon ziemlich sicher mit dem Fach, kann man auch das Urologielehrbuch nehmen. Ist schon sehr ausführlich.

Bille11
28.12.2019, 18:37
kurze urologische frage:
wieso wird bei einer nephrektomie erst die arterie abgeklemmt und weggenommen und danach die vene - könnte man doch auch andersrum machen? oder war es doch andersrum??? bzw was für eine komplikation versucht man zu vermeiden?
danke

Gegenfrage: wie wird die Niere durchblutet. Und wie sieht man, dass man nach Abklemmen der Niere alles anschliessend nicht mehr durchblutete herausnimmt und nicht noch ein Mega-Hämatom macht. Ggf. Blut/ung intraoperativ sparen kann...

Logisch?

h3nni
28.12.2019, 18:44
Prinzipiell ja. Aber die Niere regelt ja auch den Blutdruck. Und wenn man dann die Nierenarterie unterbindet und die Niere kein Blut mehr kriegt, könnte es ja sein, dass die sich denkt "Hilfe, kein Blut. Reninproduktion hoch!" und je nach dem, wie lange das dauert, könnte ja der Blutdruck nach oben entgleiten. Deswegen erst die Vene, damit kein Blut aus der Niere mehr systemisch wird und dann die Arterie?

So mechanistisch empfinde ich das als ähnlich logisch.

pashtunwali
02.01.2020, 17:18
also ich dachte auch man klemmt zu erst die arterie ab, aber das war wohl falsch? erst die vene abklemmen....wieso wurde mir aber nicht beantwortet... das was h3nni sagt klingt aber auch gut...mhmmm

h3nni
02.01.2020, 17:58
Also laut https://www.urologielehrbuch.de/tumornephrektomie.html
Hier soll die Vene deswegen zuerst durchtrennt werden, weil sie ventral zur Arterie liegt und man sich somit eine bessere Übersicht verschaffen kann.

Chamomilla10
09.01.2020, 19:09
kurze urologische frage:
wieso wird bei einer nephrektomie erst die arterie abgeklemmt und weggenommen und danach die vene - könnte man doch auch andersrum machen? oder war es doch andersrum??? bzw was für eine komplikation versucht man zu vermeiden?
danke

Aufgrund der aktuellen VL dazu kann ich mal antworten: Man klemmt zuerst die Arterie ab, da durch die Niere ja bis zu 1/5 des HZV fließt und man somit einen größeren intraoperativen Blutverlust verhindern kann. Würde man zuerst die Vene versorgen, könnte man über die Niere locker bis zu 1l Blut verlieren! Zumindest wird es hier so gemacht.

][truba][
13.07.2021, 21:45
Sagt mal, kommen eure Einweisungen für die OPs von den ambulanten Kollegen eigentlich auch immer ohne alles? TuR-P, HoLEP etc. pp. ohne Flow, ohne PSA oder sonstige Infos. Es nervt unglaublich. Gut, wenn er >80 ist aber es kommen auch unter 60 jährige ohne jegliche richtige Diagnostik. Wie geht ihr damit um?

*milkakuh*
06.09.2021, 16:14
Huch gerade gesehen, dass hier ein bisschen Flaute ist. Wir sollten den Thread reaktivieren.

@truba: Bei uns kommt es auf den Zuweiser an. Die meisten bringen bei uns zumindest ein paar Befunde mit. Manche sogar einen Brief. Wir müssen bei den jüngeren Patenten auch oft noch den PSA selbst bestimmen. Ein Flow wird auch selten mitgeliefert. Ist natürlich vorallem dann nervig, wenn die Indikation nicht eindeutig ist. Ehrlich gesagt bin ich aber meistens schon froh, wenn die Antikoagulation zeitgerecht pausiert und ein entsprechendes Briding eingeleitet wurde.
Glaube nicht, dass es etwas bringt sich bei den Zuweisern zu beschweren.

][truba][
07.09.2021, 18:35
Heute wieder. 55 Jahre alt, DK pflichtig zur Holep. Es steht kein PSA auf dem Schein (angerufen = nicht gemacht), DRU gabs wohl mal aber auf den Schein muss man das ja nicht schreiben ... ätzend. Frag ich mich echt was die machen. Jedes mal.

Wie ist sonst eure Weiterbildung so? Kommt ihr viel zum operieren? (damit meine ich mehr als 2 OPs pro Woche). Wie sind eure Dienste? Gibts hier welche die schon in einer Praxis sind?

Hoppla-Daisy
07.09.2021, 19:47
Ich notiere mir schon mal, was hier alles moniert wird. ;-)

][truba][
08.09.2021, 19:11
Jemand nächste Woche auf dem DGU?

Hoppla-Daisy
08.09.2021, 20:27
Leider nicht. Ist dafür jemand im Oktober in Hamburg zum AUO/AKO Intensivkurs Uro-Onkologie?

Miss_H
08.09.2021, 21:49
Ich notiere mir schon mal, was hier alles moniert wird. ;-)

Neue Stelle mit Führungsaufgabe in Aussicht?

*milkakuh*
09.09.2021, 19:21
Ich habe leider nächste Woche keine Zeit, sonst wäre ich wohl zum Kongress der DGU gefahren. Gehst du hin, truba?

Wir kommen schon regelmäßig in den OP aber da wir relativ viele AÄ sind, muss natürlich geteilt werden. Wir werden je nach Weiterbildungszeit schwerpunktmäßig für unterschiedliche OPs eingeteilt.
Im ersten WB-Jahr sind das hauptsächlich kleinere OPs wie CC, Vasektomien, Meatotomie, DJ-Wechsel, DJ-Anlage, ESWL, ggf. auch mal eine TUR-Blase und zum assistieren eher nur als zweite Assistenz.
Wir haben bei uns noch 24h-Dienste mit einem Rufdienst im Hintergrund. Da wir ein Maximalversorger mit großem Einzugsgebiet sind, ist häufig schon viel zu tun. Einen Schichtdienst will aber trotzdem niemand von uns.

Wie ist es bei euch, truba?

][truba][
09.09.2021, 19:26
Ja, ich bin ab Mittwoch dort. Hab Dienstag noch Dienst. Wir haben hier ja in Berlin eine relative hohe Dichte an Urologien und haben Rufdienste. Kann mal mehr und mal wenig nett sein. Freitag-Montag früh ist aber meistens sehr anstrengend.

Seit der neue Chef da ist, hat es sich eher verschlechtert von den OP Einsätzen her. Auch weil dieses Jahr viel Personalmangel herrscht. Ab Oktober/November sind wir aber wieder gut besetzt. Da wird sich zeigen was passiert.

*milkakuh*
15.09.2021, 09:03
Das klingt ja leider nicht so toll. :-keks Ich hoffe, dass es mit guter Besetzung wieder besser wird und die Zufriedenheit steigt! Ansonsten ist ja aber wirklich das schöne an unserem Gebiet, dass man auch sehr gut im ambulanten Bereich tätig sein kann.

Viel Spaß auf der DGU! Hätte ja echt nicht gedacht, dass es tatsächlich eine Präsenzveranstaltung wird.

][truba][
15.09.2021, 10:35
Ach, das wird schon. Mein Wochenende(ruf)Dienst war auch sehr anstrengend aber dafür seit Sonntag Abend bis gestern Nachmittag 7 OPs gemacht. 2x URS, 2x tur-b und eine spermatozele und eine wundrevision nach Hydrozele. Das war super.

Ja, hätte auch nicht mit Präsenzveranstaltungen gerechnet. Mal
Schauen wie sie es umsetzen.

][truba][
14.11.2021, 09:52
Wer führt in seinem Haus En Bloc Resektionen von Blasentumoren durch?