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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Vor-Hölle
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    Zitat Zitat von NewbieAnä Beitrag anzeigen
    Hallo,liebe alle!

    Und ein zweiter Gedanke von mir:ich habe schon mehrmals meine Sorge geteilt dass ich nicht die erfahrenste bin in der sonographischen Anlage von Zugängen und insbesondere die Femoralis Region finde ich manchmal schwierig zu punktieren. Bei mir war es so(vielleicht ist es bei anderen auch ähnlich gewesen)dass ich mir das alleine beibringen musste,also niemand hat mich am Anfang darauf aufmerksam gemacht dass ich auf Nadelspitze achten muss usw und erst später habe ich erfahren was ich wirklich beachten soll. Als frisch gebackene Fachärztin finde ich das zwar peinlich aber mehr als machen und üben kann ich auch nicht...
    Habt ihr hier auch Tipps?
    ach ja, was dir da hilft ist m.E. folgendes:

    1. Flach lagern
    2. Bauch weghalten durch Patienten selbst oder Klebebänder
    3. Transversal anfangen und einfach nur Art. femoralis darstellen
    4. Bifurkationshöhe festlegen
    5. Druck nachlassen, Vene finden (IVAN)
    6. Schön preppen, Lochtuch ausreichend groß
    7. IN PLANE Stechen! Schallkopf drehen, Vene wieder finden, etwas drücken, ggf. auch Doppler
    8. Damit hat man eine exzellente Nadelkontrolle und man kann den Draht sogar Live einfädeln.
    9. Out of Plane: Markierung vom Schallkopf genau mit der Mitte des Bildes in Einklang bringen
    10. Nadel ganz leicht durch die Haut stechen und auf dem US-Bild leicht "nackeln/ruckeln", damit siehst du ob du wirklich mittig über der Vene bist. Viele rauschen so richtig rein und "popeln" im Gewebe rum
    11. Stichwinkel nicht zu steil, schließlich muss der Draht über die nadelspitze. Ich nehme ca. 30-45°.

    Wenn der Draht nicht gut reinrutscht, kann man an der nadel leicht drehen oder es eben in plane probieren.
    Oder eben die Lagerung optimieren.Manchmal hilft auch Kissen unters Gesäß.

    Viel Erfolg!



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  2. #7
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Jukka666 Beitrag anzeigen
    Ich find beides nicht optimal: entweder man ist "Retter" für Load & Go oder Gschaftler vor Ort im Detail.
    Ich bin nicht für die Abschaffung des Notarztwesens. Ein Notarzt ist für mich deutlich mehr als ein Load&Go-Paramedic der ausschließlich seine Schemata abarbeitet (sonst droht ggf. das Gefängnis) und den Patienten immer mitnimmt zur dann echten ärztlichen Behandlung.

    Meine Argumente für das Notarztwesen:
    - bei einer Reanimation ist ein gut ausgebildeter Notarzt Gold wert. Sowohl im Management, in der Beurteilung der HITS, etc. Als auch kann der Notarzt die Entscheidung treffen die Reanimation draußen zu beenden, erst gar nicht anzufangen, den Tod feststellen etc. Das sind Dinge die sollten beim Notarzt bleiben und nicht der Notfallsanitäter machen.
    - Entscheidungen bzgl. des Verbleibs vor Ort. Wir haben doch immer wieder Einsätze bei denen es mehr Sinn macht wenn der Patient zu Hause bleibt. Aus medizinischen, pflegerischen, sozialen oder welchen Gründen auch immer. Auch solche Entscheidungen sollte der Notarzt mit dem Patienten besprechen und nicht ein Notfallsanitäter. Oder will man einem Notfallsanitäter die Heilkunde übertragen?
    - und dann eben besondere Einsätze. Es gibt so richtig besondere Einsätze die ich schon erlebt hab, ins Detail darf ich nicht gehen weil die teils in der überregionalen Presse waren, bei denen ich zum Beispiel als Krankenhausarzt dazugerufen wurde um draußen zu agieren. Hier macht es Sinn wenn man einfach weiß was draußen abgeht um sinnvoll helfen zu können. Oder auch wilde Einsätze wenn die Polizei schon im mittleren zweistelligen Bereich manntechnisch dabei ist. Es gibt einfach Einsätze bei denen der Notarzt draußen wirklich Sinn macht. Ob man ihn so oft alarmieren muss wie aktuell ist da ein anderes Thema, aber abschaffen würde ich ihn nicht wollen.

    Und nur weil die Qualifikation von manchen Notärzten schlecht ist spricht das ja auch nicht für die Abschaffung. Es gibt auch Notfallsanitäter die schlecht sind. Soll man die daher wieder abschaffen? Würde jeder sagen "so ein Schmarrn, dann muss man halt die Hürden höher setzen". Bei den Notärzten an meinem Standort sind nur hochengagierte Kollegen denen ich die fachliche Qualifikation nicht absprechen würde. An anderen Standorten mag das sein, aber dann muss man eben an der Qualifizierung arbeiten.
    Wir alle wissen dass es Qualitätsunterschiede gibt. Ich bin auch der Meinung dass man nicht unbedingt nach 2 Jahren ärztlicher Tätigkeit schon Notarzt fahren sollte. Aber dann ist das halt ein Ansatzpunkt. Für den Telenotarzt gibt es ja auch deutlich höhere Anforderungen: Facharzt, Erfahrung etc... Ich würde den Notarzt ehrlich gesagt auch daran knüpfen dass jemand Facharzt sein sollte. Einfach weil da viel mehr klinische Erfahrung dann dahintersteckt die einem draußen auch hilft.
    Und es wird immer Rettungsdienstler geben die glauben dass sie viel viel mehr wissen als ein Notarzt und dass sie die Akademiker nicht brauchen. Und jetzt? Nur weil die das glauben stimmt es ja noch lange nicht.
    Erst die Taten eines Menschen zeigen was die Worte wert waren.



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