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Das Teddy-Krankenhaus in München

Bayrische Teddies beim Doktor

Christine Völklein (Teddy-Ärzte e.V.)

Kindern die Angst vor dem Arzt zu nehmen ist der Hintergrund der Teddy-Krankenhäuser, die sich an vielen Fakultäten mittlerweile immer größerer Beliebtheit erfreuen. Auf eine lange Tradition kann die Münchener Teddy-Klinik zurückblicken, die nunmehr zum fünften Mal stattfindet und die wir Euch heute vorstellen möchten. Mehr als 2.000 Kinder und 200 Teddy-Ärzte werden vom 22. bis 26. November die Plüschtiere in den Dienst der Medizin stellen.

Die Idee der Teddy-Klinik

Nach dem skandinavischen Vorbild und der Publizierung in Deutschland durch die GeMSA (German Medical Students’ Association) organisiert eine Gruppe Medizinstudenten der Münchner Universitäten das fünfte Teddy-Krankenhaus in München.

Ziel

Das Teddy-Krankenhaus möchte, dass Kinder die Angst vor einem Arztbesuch oder einem Krankenhausaufenthalt verlieren. Spielerisch sollen sie mit dem ärztlichen Handeln vertraut gemacht werden. Wer an seine eigene Kindheit zurückdenkt oder selber Kinder hat, weiß, welche Ängste der Arzt in seinem weißen Kittel oftmals auslösen kann. Dieses schwierige Verhältnis zwischen Kind und Arzt kann jede Art von Untersuchung erschweren und einen positiven Therapieerfolg verhindern. Die Verunsicherung der Kinder reicht von Unwohlsein bis hin zur Panik vor den weiß gekleideten Menschen, die ihnen mit Spritzen und bitteren Pillen zu Leibe rücken. Diese ablehnende Grundhaltung bleibt meist bis ins Erwachsenenalter bestehen und findet zu einem großen Teil sicherlich seinen Ursprung darin, dass sich Kinder dem Arzt - auch in Begleitung der Eltern - ausgeliefert fühlen. Ein Unverständnis der Kinder beruht meist darin, dass Kinder oft noch nicht verstehen, was mit ihnen passiert und warum manche Untersuchungen beim Arzt unvermeidbar sind.

Surftipp

Teddy-Klinik
Die Compliance ist ein oft gebrauchtes Schlagwort unseres Studiums, das bedeutet, dass selbst die teuersten Medikamente und die besten Therapieansätze kaum Wirkung zeigen können, wenn das Vertrauen und damit die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient nicht optimal ist. Wie wichtig die psychologische Komponente bei jeder ärztlichen Therapieform ist, wurde vielfach wissenschaftlich belegt. Durch positives Herangehen an eine Therapie seitens des Patienten lassen sich Compliance und Therapieerfolg deutlich verbessern. Unser Ziel ist es, Kinder auf spielerische Art und Weise an eine ärztliche Untersuchung, sei es in der Praxis oder im Krankenhaus, heranzuführen. Wir wollen Kindern im Vorschulalter die Möglichkeit geben, sich völlig ungezwungen mit dem ärztlichen Handeln vertraut zu machen und Berührungsängste abzubauen.
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