Eine wissenschaftliche Arbeit im Ausland oder gar in einem Entwicklungsland ist prinzipiell möglich. Sie bietet sich natürlich vor allem bei einem entsprechenden Thema an, z.B. bei Untersuchungen von Tropenkrankheiten oder hygienischen Verhältnissen und deren Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung.
Besonders prestigeträchtig sind jedoch Forschungsaufenthalte in den USA. Außer meist interessanten und originellen Themen bietet ein Auslandsaufenthalt gute Möglichkeiten, Sprache, Land und Leute kennenzulernen. Oftmals lassen sich Kontakte fürs Leben knüpfen –menschlich wie fachlich gesehen.
Voraussetzung für einen wissenschaftlichen Auslandsaufenthalt, der zur Dissertation führen soll, ist die Versicherung eines Instituts oder Doktorvaters, dass das bearbeitete Thema nach Abschluss der Untersuchungen für eine Doktorarbeit in Frage kommt und die Betreuung sichergestellt ist. Vorteilhaft ist eine enge Kooperation der Heimatuniversität mit Instituten im Ausland. In diesem Fall ist es einfacher, wichtige Informationen zu Arbeitsplatz und -umfang, Unterbringung etc. einzuholen. Vielleicht kann man auch mit Vorgängern über deren Erfahrungen sprechen.
Im Voraus sollte abgeklärt werden, ob die ausländischen Institute oder Universitäten Vorbehalte gegen eine spätere Veröffentlichung der Ergebnisse in einer Promotionsschrift in Deutschland haben.