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Studieren in Zürich

Ein Semester jenseits der Alpen

Kerstin Holtz

Wenn man abends gegen 22.00 Uhr in Berlin in den Nachtzug steigt, dann istman gegen 10.00 Uhr morgens in Zürich, in der Stadt, in der im Winter diePinguine im Zoo spazieren gehen. Vom Bahnhof aus kann man mit dem gut ausgebauten Straßenbahnnetz überall hinfahren. Man kann auch laufen, da die Stadt nicht so sehr groß ist. In ca. 10min ist man an der Uni.

Das Studium in Zürich ist etwas anders aufgebaut als in Deutschland. Nach 4Jahren folgt ein praktisches Jahr, das Wahlstudienjahr, und darauf vertieftman seine Kenntnisse in einem weiteren theoretischen Jahr. Das hat denVorteil, dass die in dem praktischen Jahr aufgetretenen Fragen noch einmalausführlich beantwortet werden können. Der Nachteil ist, dass dadurch derStundenplan anders als in Deutschland ist. Das 4. Jahr wird vor allem dazugenutzt, um die Studenten auf die Diagnostik und die Krankheitsbildervorzubereiten. Im 6. Studienjahr werden die Erkrankungen mit den dazugehörigen Therapien behandelt.

Ich habe die Vorlesungen und Kurse ausschließlich aus dem 4. Jahreskursbesucht. Die Professoren waren meist sehr engagiert, und haben sehr oftdurch Patientenvorstellungen die theoretischen Grundlagen mit der täglichenPraxis verbunden. Die Vorlesungen werden meist in Schriftsprache(Hochdeutsch) gehalten.

Man trifft Studenten aus allen Teilen des Landes

Die Anzahl der Studenten in den Praktika schwankte bei mir zwischen 3 und 7.Die Anzahl der Kurse pro Semester ist im Vergleich zu Berlin geringer, dafürist der Unterricht aufgrund der kleineren Gruppenzahl intensiver. Leider fnden nicht alle Kurse am Universitätsspital in Zürich statt. Für manche muss man bis nach Luzern oder in andere Städte fahren. DieBahnverbindungen sind zwar gut, aber auch teuer. Wenn man sich rechtzeitig um die Kurse (beim Studienkoordinator) kümmert, hat man gute Chancen, in Zürich zu bleiben.

Da es nicht so viele Universitäten in der Schweiz gibt, trifft man Studenten aus allen Teilen des Landes, und oft ist es leider auch so, daß sich in der Uni relativ große Gruppen aus diesen verschiedenen Regionen bilden. Da sich alle schon lange kennen, gehört etwas Glück dazu Anschluss zu finden.

Es empfiehlt sich, nicht nur den von der Uni zugeschickten Kurswunschbogenauszufüllen, sondern sich auch direkt in Zürich an den Studienkoordinator zuwenden und die Kurswahl durchzusprechen. Die Kurse mit den dazugehörigenKursnummern findet man im Internet. Leider gibt es keine näheren Beschreibungen dazu. (Jetzt weiß ich: Wenn man bei den einzelnen Institutenunter Lehre nachsieht, findet man oft ein Inhaltsverzeichnis derLehrveranstaltungen.)

Man sollte unbedingt das reichhaltige und kostenlose Sportangebot der Universität nutzen. Da man sich zu den Sportkursen nicht einzutragenbraucht, kann man vieles ausprobieren. Es liegen überall Heftchen aus, indenen die Kurse mit Zeiten und Orten verzeichnet sind. Man braucht nur nochhinzugehen.
 

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